LENZ Prellbock, überfedert, für fliegende Aufbauten

  • Servus, ihr 0-Bahner


    Um das wertvolle Spur-0-Rollmaterial vor Abstürzen und anderem ungewollten Verlassen des Gleises zu bewahren, habe ich mir für den LENZ Prellbock 45065 ein einfache 'Sicherung' einfallen lassen.


    Hierbei wird ein handelsüblicher O-Ring unter in den Zwischenraum von dritt- und viertletzter Schwelle eines Gleisendes gefädelt. Und in diesen O-Ring wird dann oben nur noch der LENZ Prellbock 'reingeschoben'. Fertig ist der 'überfederte Prellbock'. Dazu habe ich einen O-Ring gewählt (Durchmesser = 50 mm, Dicke = 3,5 mm), aus so einem Baumarkt-Sortiment. (siehe Bilder)


    Vorteile:



    • der Prellbock bleibt 'orginal' und wird nicht umgebaut, zusammengeklebt oder gar angeschraubt
    • der Prellbock funktioniert wie gedacht, aber verschiebt sich um einige mm, und baut dabei immer mehr Gegenkraft auf (siehe Bilder)
    • der Prellbock nimmt dabei einen Großteil des zerströrerischen Impulses auf, wenn hier ein Zug aufschlägt.
    • der Impulsabbau verhindert weitestgehend eine Zerstörung der oft recht filigranen Pufferstruktur
    • durch die vorbildgerechte Lage der Puffer auf den Prellbock, wird in der Regel auch sonst 'rundrum' nix zerstört
    • der Prellbock kann sich 'bei Aufschlag' nicht zerlegen - der O-Ring hält ihn wirkungsvoll zusammen
    • der überfederte Prellbock kann überall und jederzeit schnell in einen fliegenden Aufbau eingesetzt und wieder herausgenommen werden
    • ob LENZ-Orginal-Kupplung oder Schraub-Kupplung - egal - der LENZ Prellbock kann ja beides problemlos ab


    Keine Frage, richtig 'schön' ist die Lösung nicht, aber für so Manchen, der erste Aufbauten macht, oder auf halbfertiger Anlage einfach mal Betrieb machen will, ist es eine sehr sinnvoller Abschluß für alle offenen Gleis-Enden eines fliegenden Aufbaus. Und wann ist so eine Anlage schon wirklich fertig?


    Ich könnte mir auch gut vorstellen, so was in einem Schattenbahnhof fest einzubauen - einfach weils das Material schont. Wer von uns ist nicht schon mal mit 'etwas Restgeschwindigkeit' gegen den Prellbock gefahren? Und so stabill sind die Puffer und Vorbauten von unserem Rollmaterial ja auch wieder nicht.


    Die Erfahrung aus vielen Aufpallversuchen zeigt, daß das Maß des O-Rings gut gewählt ist, weil die Steifheit des O-Rings den Prellbock wieder schön zurückdrückt. Weil ich mit der aktuellen Lösung sehr zufrieden bin, habe ich mit dünneren O-Ringen keine Versuche gemacht.


    Genau genommen, tuts für erste Versuche auch ein ganz normaler Gummi-Ring ausm Haushalt, der einfach oder mehrfach genommen etwa diese Länge hat. Der ist zwar etwas widerspenstiger und hat nicht das ewige Leben, im Gegensatz zu einem O-Ring.


    Euch nun viel Spaß bei Euren 'materialschonenden' Versuchen.


    der NNullguggi

  • Hallo NNullguggi,


    Deinen Gedanken kann ich nachvollziehen, in der Regel genügt mir aber die etwas weniger "martialische" Variante:



    Die Stärke und Farbe (hier für´s Foto wurde ein gelber, statt dunkler Haushaltgummi gewählt) des Gummirings kann man ja je nach Bedarf bestimmen. :)



    Gruss Dirk

  • Hallo Dirk,


    Deine Lösung ist ja ähnlich pragmatisch und einfach anzubringen. Und wesentlich unauffälliger ist sie obendrein. Hut ab!


    Wie die 'Tauglichkeit im Feld' unserer beiden ähnlichen Lösungen sind, mögen 'unsere Leser' für sich und ihre Anwendung herausfinden.


    Mir hat das jedenfalls schon richtig viel Geld gespart, weil da schon so manches Mal 'scharrende' Loks am Prellbock gestanden haben, die ins Nirwana stürzen wollten.


    Gruss vom NNullguggi

  • Hallo NNullgguggi,


    ja, wenn niedriges Tempo gefahren und geringeres Lok- bzw. Zuggewicht bewegt wird wie bei mir bisher (Testaufbau mit wenigen Gleisen), reicht sicher die "Light" Version, Deinen O-Ring würde ich aber auch vorziehen wenn es höheres Tempo und Gewicht zu stoppen gilt. :D


    Ist also für Jeden was dabei der die "RatzFatz" Befestigung für einen Prellbock wünscht. :-)


    Viele Grüße,
    Dirk


    PS: 15.07.15 Hinzugefügt aus aktuellem Anlass - siehe BEITRAG Nr. 33 auf der verlinkten Seite im Forum


    Die Methode hat sich über Wochen bestens bewährt, sogar freischwebend über dem "Abgrund".
    Persönlicher Härtetest: V 100 auf Fahrstufe 8 wurde erfolgreich gestoppt. Üblicherweise wird auf diesem testweise ausgelegten Gleisbild "Schritt" gefahren und ich stehe direkt daneben! Auch fahren i.d.R. nur im Vergleich LEICHTE Waggons bis zum Gleisende.
    :)




    Ach ja, die Gummibänder muss man unbedingt öfter überprüfen, denn sie werden durch Sonneneinstrahlung mit der Zeit spröde und reissen. Dann ist natürlich ALARMSTUFE ROT und Neue müssen sofort her. :D

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