Moritz von der BTB auf Reise

  • @Alle, martin


    Hi Mobahner,


    so, nun war es soweit. Die ersten Granitblöcke wurden aus dem neu eröffneten Teil des Ententaler Steinbruchs gebrochen und in der renovierten Verladestelle auf Vollspurflachwagen verladen. Die Vollspurwagen sind auf Rollwagen der schmalspurigen BTB angefahren worden. Ebenfalls sind schon einige Granitblöcke in der Verladestelle teils unter dem Kran zum weiteren Verlad bereitgestellt.


    Nun erfolgt der Abtransport zum Steinhändler, der in Bad Tiefenthal ansässig ist. Die Transportfahrt verläuft von Steinbruch Verladestelle via - SchaBa - Entensteig - (=Brücke über die Balkontür) – Porstendorf – das Dreischienengleis entlang, dann im Tiefenthaler Tunnel verschwindent. Ab hier im Untergrund über ein paar imaginäre Käffer nach Bad Tiefenthal=SchaBa.


    Es ist der erste Steinblocktransport, darum wird gleich mal die Belastbarkeit des Entensteigs (=Brücke Balkontür) getestet und zwischen die für ein Schmalspurbähnle relativ gewichtig beladenen Wagen vorsichtshalber ein Zwischenwagen eingestellt. Ausserdem wird getestet: Wie packt die sechsachsige Schmalspurlok mit Maxonmotor die knapp 7 % Neigung des Entensteigs - die beiden Rollwagen, Zwischenwagen, Flachwagen, Hochbordwagen wiegen zusammen ca. 1600 Gramm. Wie verhält sich der Zug in der engsten Kurve der ganzen Anlage - 45 cm Radius - welche zudem noch im Auslauf der Neigungsstrecke liegt. Zieht´s ihn `raus oder nicht, kommt der Zug gut durch die Ein/ausfädelung des Dreischienengleises, durch die Seitenüberleitung ect.? Das alles beantwortet das Video positiv.


    Also, wenn die Fuhre gut und sicher durchkommt fährt alles, ansonsten ist für die kurzen Züge von/nach Entental die Strecke, auch über den Entensteig, sowieso kein Problem. Die zukünftig „normale Granitblockabfuhr“ erfolgt mit einem beladenen Wagen und ggf. einem Begleitwagen - also keine Affaire.


    Videolink


    https://youtu.be/0jfGR0cGE3w

    Bitte wie immer bei meinen Videos: Wiedergabegeschwindigkeit auf 0.75 einstellen, dann kommt es an die reale Geschwindigkeit hin.



    martin


    Video Spillanlage in Aktion - funktioniert in beide Richtungen, das ganz leichte Wackeln am Schluss ist meiner „ruhigen Videoaufnahmehand“ geschuldet und den noch `reingerutschten Schuh am Schluss schenke ich Dir. Um die Gegenrichtung zu zeigen hätte ich den Stapler und die Blöcke wegräumen müssen um an die hintere Umlenkrolle zu kommen und dazu hatte ich keinen Bock.


    Das Foto der vorderen Umlenkrolle wird Dir wahrscheinlich keine grosse Hilfe sein. An die Seilführung in den Untergrund zur Seilauf/abrollspindel ist mit dem Foto nicht `ranzukommen. Fest steht aber, dass alle Umlenkrollen absolut wackelfrei auf das Zehntel zentriert abrollen müssen, sonst zieht das Seil manchmal stramm, gibt manchmal etwas nach und das Nachgegebene spannt sich dann wieder ruckartig ect., je nachdem wie die Rolle abeiert wenn sie nicht genau zentriert ist. Das Ganze hinzukriegen ist keine Sisyphusarbeit sondern tendiert eher zur nervigen „Syphilisarbeit“. Viel Spass wenn Du bei Deiner Spillanlage nacharbeiten willst, kannst es auch so lassen, ist doch auch gut so wie es ist. Dass ich mich da so verausgabt habe ist die blanke Mobahnereitelkeit - eigentlich ein bisschen überzogen von mir.


    Videolink


    https://youtube.com/shorts/KHpuo-jDx

  • Erst mal Guten Morgen in der Runde


    Bin ja erst seit 3 Tagen hier im Forum. Und habe mich jetzt mal in gut 8 Stunden durch den ganzen Trööt durchgelesen.


    Und ich muß sagen. Einfach Klasse, was man erstellen kann, wenn man nur die Ideen und die Zeit dafür hat. Ich habe mir einige gute Anregungen für meine 0e Anlage geholt. Die wird zwar noch etwas auf sich warten lassen, denn erst mal muß ich den Raum für die MOBA umbauen. daher werde ich mich erst mal mit dem Fahrzeug (Um-)Bau beschäftigen.


    Danke noch mal an alle, speziell Robert für die ganzen Ideen und auch Links, das man weiß, wo man bestimmte Dinge herbekommt.


    In diesem Sinne: Man liest sich

    Grüße aus Oberbayern


    Ulli

    Grüße


    Ulli


    Betriebsdirektor der TKB

  • Hallo Mobahner,


    als ich vorgestern beruflich Richtung Kehlheim unterwegs war ist mir auf der Rückfahrt zwischen Kehlheim und Essing eine alte Steinbruchverladestelle aufgefallen, deren Kranbahn längs verläuft.


    Das hat mir so gut gefallen, dass ich nachts noch meine Kranbahn von „quer“ auf „längs“ umgebaut habe. Als Längsträger habe ich Reste von Alu Doppel - T - Profilen verwendet. Es hat sich m. E. gelohnt, weil es der ganzen Szenerie mehr Tiefe, Raum und Einblick gibt. Die ergänzde "Felsauflge" am Ende des hinteren Trägers muss farblich noch angepasst werden, aber da war es schon ca. 5.00 Uhr früh, ich hatte keine Böcke mehr und wollte heim in die Falle.


    Den Kran habe ich gelb gestrichen, graue Kranbahnen/Kräne habe ich bei den Schwarzenberger - Metall - Werken schon genügend. Das hebt sich auch gut vom insgesamt grauen Fels ab.


    Ein kleines Geländer habe ich auf die Schnelle seitlich und quer oben auch noch aus Blumendraht gebaut, damit die Arbeiter nicht abstürzen. Als CI Farbe für den Ententaler Granitsteinbruch habe ich ein dunkles Grün genommen.



    Gruss

    Robert

    BTB0e+0


    Einmal editiert, zuletzt von BTB0e+0 (Vor 19 Minuten) — Es gibt ältere Versionen dieses Beitrags







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  • Hallo Reinhold,


    nein. Hab´ ich auch daran gedacht, aber das wäre mir dann optisch wieder zu viel Barriere - also vorne zu "durchgezogen". Abgesehen davon sind die Ententaler nicht sehr wohlhabend und müssen auf die Kosten für jeden cm Stahl ect. achten ;) ;( .

  • Hallo Mobahner,


    heute abend war ich mit meiner lieben Frau essen, vorher sind wir an einem Tedi 1 € shop vorbeigekommnen. Da gibt es ja viel "was die Welt nicht unbedingt braucht" aber diesmal hat meine kleine Welt - nämlich die Moba - etwas gebraucht. Ich habe 2 Päckchen plastische Buchstaben gekauft. Diese waren allerdings "kindergerecht bunt". Ich habe sie daher nach meinem Bedarf umgefärbt und es war garnicht so einfach, jedenfalls nicht für mich, diese in einer einigermassen geraden Linie als Schriftzug anzubringen. Nun ist der Granitbruch beschriftet, "EG" heist in dem Fall nicht Empfangsgebäude, sondern ist das Logo für "Ententaler Granit". Anbei Bilder der Beschriftung.


    Nun sind es mit dem Ententaler Granitsteinbruch eine ganze Menge (rund ein Dutzend) Be/Ent/Verladestellen auf der BTB geworden. Reger lokaler BTB Güterverkehr und Übergabegüterverkehr per Rollwagen BTB auf DB ist nun verstärkt angesagt. Eine ganze Menge Güterwagen, teils mit passender, abnehmbarer Beladung, sind bereits vorhanden.


    Schwarzenberg am Wald: OG, BayWa, Spedition Kowalsky, Schwarzenberger-Metall-Werke (alle sichtbar)

    Porstendorf: OG für 0 und 0e, Rampe Rollwagenverlad, Dieseltanke u. Magazin (alle sichtbar)

    Entental: Entenschlachterei "Fa. Licence to kill Ltd."(unsichtbar), Ententaler Granitsteinbruch (sichtbar)

    Bad Tiefenthal: Steinhandel and moore "Obelix GmbH" (unsichtbar), Kohlen, Briketts, Heizöl, Heizgas und erlesene Weine "Fa. Besoffski KO KG" (unsichtbar),

    Rindviehbesamungsinstitut "Max (P)blank" (unsichtbar)

  • Guten Morgen,


    nix Besonderes - nur ein Güterzügle abfahrbereit nach Bad Tiefenthal über Porstendorf, wo der "Aufgrollte" an die Rampe zur Übergabe an die DB rangiert wird und zur Weiterfahrt noch 1 oder 2 schmalspurige Güterwagen aufgenommen werden.


    Der graue G´wagen hinter der Lok ist sozusagen (auch) als Zwischenwagen Lok/"Aufgerollter" zu verstehen.

  • Report aus Porstendorf - hallo,


    nachdem die nun mit Granitblöcken beladenen Vollspurwagen - ihrerseits wiederum auf Rollwagen der BTB verladen - aus dem Ententaler Granitbruch via Entensteig nach Porstendorf herauftransportiert sind, wurden diese über die Rollwagenrampe 0/0e abgerollt, auf Normalspurgleis gebracht. Der Mittagsschienenbus hat die beladenen Wagen nach Gleis 1 des Vollspurteils Bhf. Porstendorf verschoben und hat sich anschliessend auf Gleis 2 in Warteposition bis zur Rückfahrt nach Steinheim begeben.


    Die mit den Granitblöcken beladenen Wagen werden allerdings nicht mit dem VT 98 als Anhängsel nach Steinheim abgefahren, die sind für den VT 98 bei dem hügeligen Gleisverlauf doch einen Tick zu schwer. Zum Abtransport kommt gegen Nachmittag extra die 212 aus Steinheim, für die sind die zwei Wagen ein Witz.


    Ja, alles eine etwas umständliche Rangiererei, ist aber dem insgesamt "Kleinbahnigen" geschuldet, was sowohl die normalspurige Stichstrecke aus der Grossen Kreisstadt Steinheim als auch die schmalspurige BTB betrifft. (Ist natürlich auch so gewollt).

  • Hallo Robert,


    nach unseren Recherchen zur Granitverarbeitung Rothfloß im Riesengebirge wurden für den Transport der großen Granitblöcke die stählernen Omk(u) (wie sie KM1 anbietet) verwendet. Diese kurzen Wagen konnten wirtschaftlicher genutzt werden. Es wurde nicht soviel Luft transportiert. ;)


    Mit freundlichen Grüßen

    Roland

  • Hallo Alle, Rollo


    zunächst mal danke für die Daumen und Kelche, auch für die der vorangegangenen Berichte. Freut mich immer wieder, wenn Euch meine Mobatätigkeiten gefallen und - vielleicht kann ja das Eine oder Andere jemand zur Anregung gebrauchen. Ich "klaue" auch ständig ;) .


    Roland


    danke für den Hinweis eines Wagenspezialisten. Das habe ich nicht gewusst und - um mit Loddars Worten zu sprechen: "... again what learned ... " Ich schaue mir dann die Wagen von KM 1 mal an, allerdings habe ich mir die meinen 2 Wagen extra hergerichtet, insbesondere den ollen OSM Wagen, der total vergammelt war. Ich hoffe, dass "der Wagenspezialist" Gnade walten lässt ;( und ich, wenigstens vorläufig, die Granitblöcke - mit viel Luft - auf diesen Wagen transportieren kann. Die Wirtschaftlichkeit ist dem sich leider entwickelten heutigen Zeit- u. Tätigkeitsgeist angeglichen - also ein bisschen für´n A....


    @Alle


    Fällt mir gerade noch eine kleine Story zur Wirtschaftlichkeit ein:

    Meine liebe Frau arbeitet im Gesundheitswesen, sprich in einer riesigen Klinik. In ihrem Büro sollte für irgendwas ein - ich glaube 6 mm Loch - in die Trockenbauwand gebohrt werden. Meine Frau hatte argloser Weise eine kleine Akkubohrmaschine in die Arbeit mitgenommen und wollte - obwohl natürlich nicht zuständig - das kleine Loch auf die Schnelle bohren und aus unserem Privatfundus einen kleinen Spreizdübel setzen, was für einen sowieso handwerklich begabten Menschen ja keine Affaire ist. Weit gefehlt. Der Sicherheitsmanager hat das strikt verboten und ist organisatorisch tätig geworden. Ein paar Tage darauf kündigte sich telefonisch und per E -- mail die Qualitätskontrolleurin des Klinikums zu einem Besprechungstermin an (wegen des Lochs). Sie kam zum vereinbarten Termin mit zwei Begleiterinnen, eine davon mit Laptop, die andere mit wichtigem Klemmbrett. Tage nach der erfolgreichen Prüfung und Besprechung (meine Frau war nur noch sprachlos) erschien, ebenfalls zu einem angekündigten und vereinbarten Termin ein "full size protecteder" (Knie/Ellenbogenschoner, Gehörschutz, Handschuhe ect.) Mann mit umfangreichem Werkzeug, stellte sich als Schreinermeister und zuständiger Handwerker des Hauses vor, bohrte das Löchlein, setzte einen Spreizdübel - alles in ca. drei bis fünf Minuten - und verschwand schnell, weil er gleich einen weiteren wichtigen Termin hatte. Die Schraube liess er da, die "durfte" meine Frau dann selbst `reindrehen. Soviel zur Wirtschaftlichkeit ohne weiteren Kommentar meinerseits.

    Gruss
    Robert
    BTB0e+0

    Edited once, last by BTB0e+0 ().

  • Unglaublich...

    Und was wäre passiert wenn sie das Loch schnell selber gebohrt hätte? Abmahnung und besagter Herr in Vollkörperschutz hätte das Loch wieder zugespachtelt? Um dann nach beschriebener Prozedur ein neues loch in den Spachtel zu bohren?

    :D :D :D

  • Hi Robert,


    als Investor und Erbauer der St.Andreasberger Marmor AG, vulgo STAMAG, heiße ich Dich herzlich willkommen im Verband der Steinbruchbetreiber! Über die Laaser Marmorwerke im Vintschgau gibt es ein nettes Büchlein, es lohnt sich, da mal rein zu schauen. Ist zwar kein Granit, aber fast genau so schwer. Apropos schwer, Dein größerer Klotz könnte gut und gerne über 20 to auf die Waage bringen, ich fürchte, da machen Fahrzeuge und Oberbau evtl. die Grätsche ...

  • Also die Byzantiner ´haben so heist es die Bürokratie erfunden. Aber Aber die Deutschen haben sie vervollkommnet

    Amen

    Und die Phönizier haben das Geld erfunden. Aber warum so wenig,. ?


    Entschuldigung muste mal wieder meinen Senf dazugeben.


    danke fürs Verständnis


    Frank ;)

    the light on the end of the tunnel, may be an ancomming train.....

    Edited once, last by Lumberjack07 ().

  • Reinhold


    danke für´s Willkommen im Kreis der Steinbrüchler.

    Dein größerer Klotz könnte gut und gerne über 20 to auf die Waage bringen, ich fürchte, da machen Fahrzeuge und Oberbau evtl. die Grätsche ...

    Letzthin hat mit ein Forumsmitglied (ich weis jetzt nicht mehr wer) das spezifische Gewicht für Granit genannt (M. E. nach so um die 2,7 t pro m3). Ich habe dies meinen Berechnungen zugrunde gelegt und komme bei keinem meiner angefertigten Blöcke über 4,5 t. Nachdem beide von mir gezeigten Wagen eine Zuladung von m. W. pro Wagen 10 t erlauben liege ich damit im grünen Bereich.

  • @Reihold


    Es ist Dir gelungen mich etwas zu verunsichern <X . Jetzt habe ich nochmal Modellmasse genommen (welche vermutl. optisch überschätzt wurden), diese auf echt umgerechnet und dabei kommt `raus:


    Der eine grösste Granitbrocken 5,2416 t, alle Kleineren unter 4 t bei einem spez. Gew. von 2,8 t m3. Wenn ich die Ladegewichte addiere komme ich bei beiden Wagen unter 10 t.


    Aussedem sehe ich das jetzt nicht sooooo eng, soll schon realistisch sein, wenigstens ganz nah dran - und ich bin auch für jeden fachlichen Hinweis dankbar - aber Kleinfittelkram mag ich auch nicht daraus machen :D :rolleyes: 8) .

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