Moritz von der BTB auf Reise

  • C_h_o_p_i_n, errel


    Hallo Chopin, Ralph, Alle,


    die "obere Fläche" stellt den alten, aufgelassenen Steinbruch dar und soll und muss von einem Kran schon lange nicht mehr erreicht werden. Daher sind die Steine auch schon teilweise vergrast und etwas verwittert, was noch - ist ja noch nicht fertig - etwas intensiviert wird. Der Kran wurde zur Aktivierung des neuen Steinbruchs gebaut, welcher ja VOR der Anlagenkante liegt und bedient wird der neben dem Gleis liegende Verladeplatz.


    Anssonsten sind jetzt auch Fenster, Verbretterung, und eine Tür aus Kunststoffwinkelmaterial und einem Rest Blumendraht eingebaut.

  • Hallo,


    zwei zu beladende 2 - achser passen in das Ladegleis. Aber was tun, wenn der erste Wagen mit knapp 10 t Granitblöcken beladen ist und der Zweite unter den Kran nachrücken muss? Den Beladenen mit Brechstangen und Muskelkraft nach hinten schieben/wuchten und den Zweiten unter den Kran? Ich glaub´ mein Hamster bohnert. Aber was tun? Stichwort: Spillanlage - motorisch, nicht von Hand per Kurbel.


    Als kleine Samstagabendbastelei habe ich aus altbrauchbaren Teilen, zwei Radscheiben, dem Verschlussglied einer Halskette (eine von gefühlten 1000000 ... Kettchen meiner lieben Frau, natürl. keine Echte sondern talmi) und sonstigem Geraffel, Farbe und Sekundenkleber eine kleine Spillanlage gebaut. Nun können über die ganze Länge des Ladegleises ohne Lok die zu beladenden Wagen bereitgestellt bzw. in die gewünschte Possition gebracht werden. Allerdings ist die Spillanlage nicht funktionsfähig, sondern nur Deko. Das alles mit Motörchen zu versehen habe ich mir sowohl beim Kran als auch bei der Spillanlage geschenkt, weil es mir zu aufwändig ist und zum Anschauen als Deko genug. Das nur ab und zu ein bisschen Verschieben ebenso wie das Beladen findet mit dem Fünffingerkran statt.


    Ihr seht, der Steinbruch entwickelt sich im Detail weiter und auch die tw. ausstehende Alterung und intensivere "Verwilderung" des alten, aufgelassenen Steinbruchareals kommt noch peu à peu.


    Bis demnächst ...

  • Hallo Robert,


    Du kannst den Wagen jetzt unterm Kran hervor ziehen, aber wie bekommst Du ihn unter den Kran? Die Rolle darf nicht im Gleis liegen, es sollte so aussehen:


    Du brauchst am anderen Ende noch eine Umlenkrolle und beide Rollen müssen neben dem Gleis sein, sonst funktioniert es nicht.


    Mit freundlichen Grüßen

    Roland

  • Rollo


    Hallo Roland,


    ou, ein Fauxpas der Extraklasse meinerseits, hätte ich wissen müssen - aber manchmal verblendet die Gier eine "gute Idee" optisch umzusetzen den Blick für die Funktionalität. Natürlich hast Du recht und ich danke Dir für den Hinweis und die Zeichnung. Genau so werde ich es ändern.


    Jetzt bin ich aber auch getriggert: Wenn das quasi ein Umlaufseil sein kann oder ist - also vor/zurück - dann könnte ich das Ganze ja auch mit einem sehr langsam laufenden Getriebemotor (welchen ich übrig habe) unter dem Brett verdeckt antreiben ... ach Sch ... wieder ein Floh im Ohr/Kopf ...


    Gruss aus dem Steinbruch mit - im positiven Sinne - "verseuchten" Gedanken im Kopf.

  • Hallo Robert,


    es ist kein Umlaufseil, entweder es wird so angehangen wie "grün" dargestellt, oder es wird so angehangen, wie in "rot" dargestellt.

    (deshalb habe ich 2 Farben zur Darstellung genommen)


    Mit freundlichen Grüßen

    Roland

  • Hallo Roland,

    Hallo Robert,


    Umlaufseile gab es auch, wenn die einfachen Verhältnisse am Gleis dies zuließen.


    Die Vorteile waren, daß man keine große Seiltrommel genötigt, und niemanden, der das Seil zum Wagen auszieht, also von der Trommel runter.


    Besonders die Unfallgegahr war beim umlaufenden Seil geringer:


    1.

    Weil das Seil zum Wagen an einer Stelle ins Umlaufende eingehängt wurde und dieses kurze Seil dann schwächer war. Damit war die Sollbruchstelle nahe dem Wagen, und es konnte kein langes Seilende durch die Gegend Peitschen.


    2. Es gab keine Überläufer auf der Trommel und keine losen Wicklungen vom Abspülen, die dann beim Anziehen unkontrolliert fest kamen und Ruckartig Last auf den Wagen Trommel und Seil gaben.


    Gruß

    Matthias

  • Hallo Alle, Rollo


    ich glaub´s ja selbst nicht ...

    Das alles mit Motörchen zu versehen habe ich mir sowohl beim Kran als auch bei der Spillanlage geschenkt, weil es mir zu aufwändig ist

    ... also doch "Motörchen". Naja, es ist ein Riesenklopfer von Getriebemotor geworden, völlig überdimensioniert, den hatte ich halt noch aus alten "C" Zeiten übrig. Geht schön langsam und dass es noch etwas ruckelt liegt daran, dass ich die Auf/Abwickelachse noch nicht getrimmt habe. Kommt aber noch.


    Mit der Rolle und Umlenkrolle ausserhalb des Gleises kann also jetzt auch ohne Lok hin- und herrangiet werden.


    Auch mal ein Blick darauf wie das Steinbruch- und zusätzliche Abstellgleis aus dem Schaba herausgeführt werden und die Serviceklappe geht auf den Millimeter genau noch auf und zu.


    Mein ausdrücklicher Dank an Dich, Roland, denn ohne Deine konstruktive Einlassung wäre ich fachlich und technisch nicht dahin gekommen.



    https://youtu.be/3ZlJqSVIw1Y


    https://youtu.be/W0dDVjsYDkE

  • Moin Robert,


    jetzt aber bitte noch ein Video dazu. Schließlich möchte ich alles einmal in Bewegung sehen !


    Ein toller Umbau !

    Bleib(t) gesund !


    Viele Grüße aus der Hildesheimer Börde


    Martin


    Feld- und Waldbahnmodelle 1:45, 0e, 16,5 mm

    DelTang R/C-Funkloks

  • Moin Robert,


    sollte ich das wirklich übersehen haben ?

    Bleib(t) gesund !


    Viele Grüße aus der Hildesheimer Börde


    Martin


    Feld- und Waldbahnmodelle 1:45, 0e, 16,5 mm

    DelTang R/C-Funkloks

  • Hi Robert,

    Mit der Rolle und Umlenkrolle ausserhalb des Gleises kann also jetzt auch ohne Lok hin- und herrangiet werden.

    falls Du den Beitrag von Lokwilli noch nicht selbst gefunden hast, hier: Rangierbetrieb

    wird das Arbeiten mit Rangierspill ausführlich dargestellt. Und wie man sieht, ist es noch nicht völlig aus der Mode gekommen!

  • Guten Abend,


    ... der Mann hat "neurotische Züge" - und das im Massstab 1:45.


    Das drückt sich u. a. damit aus, dass über die Jahre hinweg immer wieder irgendwelche Kräne und Bagger sowohl stationär als auch als Rollmaterial gebaut wurden - es liegt also vermutlich eine "Kranbaggerzwangsneurose" vor.


    Alle hier vorgestellten Kräne und Bagger sind zwar Freelance Eigenbauten, allerings in Anlehnung und Nachempfindung echt existierender Vorbilder. Dazu ein paar Bilder:


    Schwarzenberger-Metall-Werke (SMW) Bild 01 = Kohlekran, Bild 02 = Aufgelassener Überladekran im alten, nicht mehr gebrauchten Teil der SMW, Bilder 03, 04, 05 = 5,5 t Kranbahnen der SMW mit Krandrehscheibe (gibt´s in echt, keine Phantasie, sh. auch NET)


    Rollmaterial:

    Bilder 06, 07 = 5 t Kran (Schmalspur), Bagger fest auf Unterteil drehbar aufgebaut mit herausfahrbaren Auslegern (Schmalspur)


    Ententaler Granitsteinbruch (ETG) Bilder 08, 09 = Nach der Reaktivierung des Steinbruchs wurde in der alten Verladestelle hier gezeigter 7,5 t Kran neu gebaut, der neu angelegte Steinbruchteil liegt - angenommen - ausserhalb vor der Anlagenkante. Der sichtbare, aufgelassene alte Teil wurde früher mit einem Derrikkran bedient, welcher schon lange abgebaut ist, dessen altes Restfundament wird zur Darstellung demnächst noch angebracht.

  • Guten Morgen Robert,


    wenn du wirklich glaubst eine Neurose oder etwas Ähnliches zu haben, kann ich dich beruhigen: die deine ist durchaus positiv und eine Bereicherung für die Gesellschaft -sofern sie sich für Modellbau interessiert ;)

    SEHR SCHÖN :thumbup: :thumbup: :thumbup:


    Viele Grüße

    Jürgen

  • Hallo Robert,


    die "Drehscheibe" in der Kranlaufbahn finde ich total spannend - hast du da Vorbild-Fotos oder einen Link - weil im Netz hab ich quasi nichts gefunden - vielleicht hab ich mit den falschen Stichworten gesucht ...


    Viele Grüße,

    Stefan

  • Hallo Mobahner,


    anbei ein paar "schnelle Fotos" zur Entwicklung des Ententaler Granitsteinbruchs. Spätestens mit der vorläufgen Bebuschung dürfte jetzt klar sein, dass es sich bei Dargestelltem um den aufgelassenen, alten Steinbruchteil handelt. Die vorhandene Verladestelle wird allerdings weiterhin - sprich für den neu eröffneten Teil - zur Verladung der frisch gebrochenen Blöcke verwendet. Der neue Teil liegt ausserhalb der Sichtweite vor der Anlagenkante.


    Ich habe mal bei Linde nachgeschaut und festgestellt, dass der von mir verwendete Stapler mit 5000 kg Hub auf (glaube ich) 4,65 m Höhe voll ausreichend ist, denn lt. spez. Gewicht für Granit, welches mir ein freundliches Forumsmitglied kürzlich schrieb, wiegt ein grosser Steinblock meiner dargestellten Grösse so max. um die 4500 kg, aber nur die Grösseren, die Kleineren sind nat. etwas leichter.


    Auf einem Foto wurde der bereits beladene Wagen per Spill nach hinten gezogen, um für einen weiteren angelieferten zu beladenden Wagen Platz zu machen. Die Spillanlage funktioniert jetzt in beide Richtungen ohne ruckeln, ich habe herausgekriegt an was es liegt und habe es geändert - und siehe da ... Video folgt bei Gelegenheit.


    Naja, und dafür dass der ganze dargestellte alte Granitbruch mit Verladestelle nur 25 cm Tiefe und ca. 90 cm Länge hat gefällt´s mir ganz gut. Die Höhendifferenz vom oberen Schmalspurgleis nach Schwarzenberg am Wald bis zum Steinbruchgleis ganz unten beträgt übrigens knappe 50 cm. Vor allen Dingen hat die BTB jetzt einen weiteren Kunden, also von Stilllegung der BTB kann auf längere Sicht nicht die Rede sein. Da mag sich das eine oder andere desolate Bahnunternehmen mal ein Beispiel nehmen :* .

  • Moin Robert,


    das sieht schon einmal prima aus !


    Aber sag bitte, wie hast du das "ruckeln" im Spindelantrieb wegbekommen ?

    Bleib(t) gesund !


    Viele Grüße aus der Hildesheimer Börde


    Martin


    Feld- und Waldbahnmodelle 1:45, 0e, 16,5 mm

    DelTang R/C-Funkloks

  • martin


    Hallo Martin,


    ist ja auch kein Geheimnis. Ich wollte es nur nicht jetzt beschreiben weil es schwierig ist, das was ich gemacht habe zu beschreiben ... Soviel sei aber vorab gesagt: Es liegt an den Umlenkrollen. KEINE, wirklich KEINE, darf auch nur einen Zehntelmillimeter Spiel in der Achse haben. Hat mit sich drehen, spannen, entspannen des Seils zu tun ... Wenn es feste Umlenkstellen sind (ähnlich wie z. B Poller) sind es ähnliche Effekte wie bei drehbaren Umlenkrollen. Genauere Beschreibung mit Begründung u. ggf. Zeichnung folgt.


    Bis dahin ...

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