Altern von Loks und Wagen

  • Hallo zusammen,


    zuerst möchte ich auf Volker (von der Volkerbahn) eingehen. Er bringt nämlich einen interessanten Aspekt hier mit ein, dass im Modell ruhig zum Stilmittel der Übertreibung gegriffen werden kann, also um es mehr auf den Punkt zu bringen und um es auch spannender zu machen. Wieso diesen Grundsatz nicht auch beim Altern von Modellen anwenden. Natürlich nur, wem es so überhaupt gefällt.


    Dieter z. Bspl. gefällt es im Grunde nicht so gut, wie er schreibt, na da ist auch nichts dagegen zu sagen, er soll es einfach so gestalten, wie es ihm auf seiner Modellbahn gut gefällt.


    Für mich werde ich nach und nach alle meine Modelle die ich nicht mehr verkaufen möchte altern. Ich werde aber darauf achten, dass manche Wagen oder Loks nur ganz wenig gealtert werden, z. Bspl. Personenwagen-Nahverkehr, dafür andere wieder etwas mehr, Güterwagen wie z.Bspl. Kesselwagen, Staubgutwagen. Einige wenige Ausnahmen werde ich machen und ein paar modernere Wagen, dort wo es passt überhaupt nur ganz leicht an den Drehgestellen altern, sonst sollen sie den Neuzustand darstellen, Das gilt wohl auch für die ganz modernen Loks. Das stelle ich mir so für mein kleines Modellbahn-Phantasie-Universum vor.


    Und zu Deiner Anmerkung Thomas (thertz): vielleicht kann ich einmal an anderer Stelle anhand eines Wagens grundsätzlich zeigen, wie ich gerne so meine Modelle altere, in einzelnen Schritten und mit vielen Bildern. Ich werd's nicht vergessen, nur ich habe noch vorher ein paar andere Baustellen abzuarbeiten. Aber ich wollte sowieso einmal einen profunden Bericht hier für das neue Forum machen. Das wäre nun ein guter Grund dazu....


    Es soll jeder so altern, oder auch nicht, wie es ihm gefällt, denke ich,
    Grüße,
    Georg


    P.S. hier noch ein Beispiel von einem gealtertem Glmmehs 57 in Ep III von Wunder, den ich einmal für einen Freund gealtert habe



    Und hier noch ein Bananenwagen Tnoms EP III

    Edited 3 times, last by Franky Free: Bild ausgetauscht und neu mit DROPBOX hochgeladen ().

  • Hier schon mal ein (Blitz-)Bild von meiner 64.



    Bei ASM in Auftrag gegeben.
    Alterung nach Vorbildfotos, Anbringen der angelieferten Flickenbleche und Lokschilder Epoche IV von Moog.
    Wichtig war mir die Darstellung des matten Kessels, den leicht glänzenden Wasserkästen und Domen, Beschriftungsfelder am Kohlenkasten matt, die ersten zwei gekuppelten Radsätze ölig schwarz glänzend, den dritten Radsatz grau matt (Asche!). Die Kesselsteinspuren am Kessel wurden auf meinen Wunsch stark abgeschwächt dargestellt!
    Die Vorbildfotos kommen von hier!


    Leider wirkt die Alterung unter Blitzlicht absolut nicht.
    Werde bei Gelegenheit mal welche bei Tageslicht machen!

  • Hallo Ricky,


    wenn man sich die von Dir verlinkten und angefügten Originalbilder der Dampflokaufnahmen ansieht, versteht man gut, warum Du diese Alterung so haben wolltest. Es ist wirklich ein sehr schönes authentisches Einzelstück geworden, Sieht man sich das Bild Deiner Lok öfter an, so gefällt sie mir immer besser. Ja, mache doch noch einmal neue, bessere Tageslichtaufnahmen, die werden sicher vom Eindruck noch besser und zeige sie uns wieder bei Gelegenheit.


    Objektiverweise muß man erwähnen, dass es andere Modellbahner gibt, die so etwas ihrer Modelllok nicht antun würden.
    Aber die Hauptsache ist ja, wenn Dir Deine Lok so am besten gefällt.


    Hier noch ein Blick über den Tellerrand, pardon, über den großen Teich. Wollte ich Euch nicht vorenthalten: http://www.industrialmodels.net


    Grüße,
    Georg

    Edited once, last by Franky Free ().

  • Hallo micha


    super ,das gefällt mir sehrgut ,so finde ich das altern gut .


    Der Wagen sieht wirklich echt aus ohne die alterung zu übertreiben. :thumbup:
    Mach weiter so !!!!


    gruss dieter

  • Hi,


    auch ich beschäftige mich gelegentlich mich dem altern von Fahrzeugen. ;)
    Hier ein von mir gebauter Eaos 106 mit Moog Beulenblechen.


    Gruß Signum oder auch Thomas
    Es ist nie zu spät für eine glückliche Kindheit! :thumbup:

  • Hallo,


    möchte dann auch meine 64er hier einstellen.




    Fendt Dieselross ? mit Malheur



    Tempo Matador bekommt eine neue Türe



    Lanz Bulldog von Schuco



    hier ein Om 12 von Rivarossi


    Mit herzlichen Spur-0 Grüßen


    Richard



    Edited 3 times, last by gleisoval: neue Fotos und Beitragserweiterung ().

  • Hallo,
    die Alterungsbeispiele sind mehr oder weniger wirklich beeindruckend, allerdings würde ich mich sehr freuen, wenn zumindest ein klein wenig zu den Mitteln /Methoden gesagt werden würde. Ich würde gern noch dazu lernen.


    Grüße
    Bernd

  • Hallo Bernd,


    also ich kann von mir sagen : es gibt keine Technik, die nicht schon irgendwo mal beschrieben wurde, d.h. ich nutze alles : Pulverfarben (Pigmente), Wasserfarben, Bleistift, Holzbuntfarben, Abtönfarben, ja sogar Pinselwasser und dann Airbrush, Pinsel oder Schwämmchen.


    Meistens arbeite ich dann Material in Material, oft bunt hintereinander - bis mir das Ergebnis gefällt.


    Am besten ist es, wenn man ein Vorbildfoto vor sich hat, z.B. den Lanz-Bulldog habe ich nach dem googeln als Vorbild auf dem Bildschirm gehabt.


    Der Tempo-Matador ist einfach nach eigenem Gusto (wo könnte Rost auftreten?) gestaltet.


    Du siehst, auch ohne Patentrezept lassen sich gute Ergebnisse erzielen (meine Meinung).

    Mit herzlichen Spur-0 Grüßen


    Richard



  • Hallo Richard,
    danke dir für deine Erläuterungen. Es ist mir schon klar, dass es kein Patentrezept einer Alterungsmethode gibt. Trotzdem, gestehe ich ,dass mir persönlich ein "Fotoalbum" mit vielleicht nicht einmal selbst gestalteten Fahrzeugen, milde gesagt, nicht so attraktiv erscheint, wie eine Präsentation mit Hinweisen auf speziell bei diesem Modell angewandten Methoden , die vielleicht animieren, es ebenfalls so auszuprobieren. (Zum Beispiel "deine Rostmethode" beim Fendt u. Lanz, oder die m.E. professionell durchgeführte dezente Alterung der 64, bei der mich besonders die Steuerung interessieren würde, da ein Auftrag ja weder verkleben noch dick auftragen soll. )
    Aber ich wollte hier nur einen Wunsch äußern und wirklich auf gar keinen Fall eine Diskussion "vom Zaun brechen".
    Grüße
    Bernd

    Edited once, last by Hoya ().

  • Hallo Bernd, ich kann mich den Ausführungen von Richard eigentlich nur anschließen.Ich verwende auch noch Staub von Pastellkreide.(Gibts im Künstlerbedarf) Ich reibe die Kreide auf einer Feile.Den Staub sammle ich in kleinen Behältern. Dann solltest du mal mit deine lieben Gattin reden, ob sie nicht einen Schminkpinsel zu viel hat.Der Staub hat den Vorteil, daß der Plastikglanz verschwindet. So habe ich die Gehäuse meiner Loks und auch der Wagen behandelt. So, nun viel Spaß beim Üben.


    Gruß Micha :)

  • Bernd,


    hallo Bernd,


    die Alterung der Steuerung meiner 64er gelang mir mit einer Brünierung, die mit dem Pinsel aufgetragen wurde. Da klebt dann nix und das Gestänge läuft wie geschmiert. Leicht eingeölt ist es schon, bringt automatisch einen "Schmierglanz".


    Ansonsten muss ich sagen, ich arbeite gerne mit Mattlack aus der Dose. Aber den nicht direkt aufgesprüht, sondern in eine (alte) Plastikdose, dann mit dem Pinsel auftragen und mit einem anderen Pinsel (der darf ruhig schon zerfranst sein) Pulverfarben in gewünschter Farbe auftragen bzw. stupfen. Hält durch den Mattlack bestens und wird sehr schön "dicht" oder "luftig", je nach Bedarf.

    Mit herzlichen Spur-0 Grüßen


    Richard



  • Hallo Richard,
    genau diese Hinweise, die du z.B. mit der Beschreibung deiner Alterungsmethode der Steuerung und deinem "Trick" mit dem "Dosenmattlack" gibst, sind die Dinge , die m.E. ein Forum lesens und auch beitrittswert machen. Natürlich kenne ich mittlerweile etliche Techniken, aber wie o. schon geschrieben, finde ich es interessanter und eben nachahmenswerter, Methoden nicht allgemein, sondern beispielhaft an einem bestimmten Objekt/Modell gezeigt zu bekommen. Danke dir. :)
    Bernd

  • Probiert mal folgendes aus :


    nehmt einen weichen Bleistift und "malt" damit die Stößel der Puffer an. Immer rundum und wirklich gut auftragen. Ihr bekommt damit einen authentischen Eisenglanz. Dadurch, daß man ja den Wagen oder auch Loks an diesen Teilen normalerweise nicht anfässt, braucht man auch keine "Konservierung".
    So sieht´s dann aus.


    Mit herzlichen Spur-0 Grüßen


    Richard



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