[Spurensuche] - 'Etwas' neben der Spur - die schönen kleinen Nebensächlichkeiten

  • Hallo Dieter.


    Da hast du dir in deiner Betragsreihe " kleine Nebesächlichkeiten " ja wieder ein schöne Modell ausgesucht.Wie ich deine Baukünste nun seit langem kenne wird das wieder ein sehr schönes Gebäude, mit allen Feinheiten der Gebäudebaukunst und mit wirklich schönen Details. :thumbsup:


    Du Denkst aber auch wirklich an alles.Wenn die Gleisbaurotte nun wirklich auch mal anrückt um die Moritzbahn zu bauen hat sie jedenfalls immer was zu Essen, auch für genügend Unterkünfte hast du ja auch schon gesorgt ( sollten bei den Bahntechnischen Arbeiten auch Gastarbeiter eingesetzt werden ) ist in deinen vielen Gebäuden auch genügend Platz vorhanden um die Unterbringung sicherzustellen. 8)


    Ich freue mich schon auf den ersten Spatenstich deiner Moritzbahn AG.Wenn du die genauso Detailverliebt und gewissenhaft aufbaust wie deine Gebäude wird es bestimmt eine schöne Anlage. 8o


    Gruß Hein

  • Liebe Spur 0 Freunde,


    ich hatte ja gestern versprochen, nach der Fertigstellung des Lehmofens wieder über die Arbeiten am eigentlichen Backhaus zu berichten. Doch zuvor möchte ich euch mal einen Blick auf meine 'Werkbank' werfen lassen: einer von zwei ex-Schülerschreibtischen unserer Herren Söhne mit dem Gardemass 1.50 x 0,75 m - wohlgemerkt, das sind die Masse der Tischplatte, nicht unserer Jungs.




    Wie heisst es doch - "Platz ist in der kleinsten Hütte!" - und da die wirklich grossen 'Gebäude aus der Familiengeschichte' mehr oder weniger fertig gestellt sind (???) und eigentlich nur die eine oder andere 'Nebensächlichkeit' ansteht, reicht der verfügbare Platz aus, auch wenn ungefähr ein Drittel der 'Werkbank' permanent belegt ist mit Werkzeug, Farben und sonstigem wichtigen Krimskrams ...


    Nachdem ich euch gestern die 'Kehrseite' des künftigen Backhauses mit dem Lehmofen gezeigt hatte, habe ich mir heute die Frontpartie mit der Eingangstür vorgenommen. Die Türlaibung hatte ich bereits beim Aussägen der Backhauswände mit ausgeschnitten und anschliessend das Fachwerk aufgezeichnet. Aber da war ja noch das Oberlicht zwischen den Fachwerkbalken über der Tür, ein Oberlicht ohne das sonst übliche Fensterglas. Stattdessen verhinderte eine Vielzahl senkrecht im Oberlichtrahmen verankerter Holzstäbe, dass gefiederte Räuber über die frisch gebackenen, duftenden Brotlaibe herfallen konnten, wenn die Landfrauen die fertigen Brote abkühlen liessen und sich nach der Arbeit im aufgeheizten Backhaus auf eine Tasse Tee zurückzogen. "Mach's nicht!" sagte der innere Schweinehund in mir "mach's nicht, merkt sowieso keiner!" Was jetzt? Machen oder lassen? "Irgendwie", dachte ich, "hat der Schweinehund ja Recht - wem würde da schon etwas auffallen?" Ich mass die Abstände zwischen den Fachwerkbalken: waagrecht 17 mm, senkrecht 12 mm ... "Hm" dachte ich "ist ja gar nicht sooo eng!" und dann war's auch schon um mich bzw. das Oberlicht gescheh'n: ein Loch in eine Ecke des Rechtecks für das Oberlicht gebohrt, das Laubsägeblatt durchgefädelt und losgesägt. Anschliessend aus Kieferleisten (2 x 3 mm) die vier Rahmenteile mit der Laubsäge gleich auf Gehrung gesägt: 2 à 17 resp. 11 mm und 2 à 12 resp. 6 mm, dann die Sägekanten mit 120er Sandpapier versäubert. "Na siehst du" wandte ich mich an den inneren Schweinehund "ging doch besser als gedacht, oder" Aber der griente nur ... Und einen Moment später ahnte ich, warum er so vor sich hin griente: wie, um Himmels willen, wie sollte ich jetzt quasi im Millimeterabstand 8 Löcher von knapp 1 mm Durchmesser in nur 3 mm breite und an der Rahmeninnenseite nur 11 mm 'lange' Leisten bohren ... ? Ohne dass es die Leiste der Länge nach zerreisst?


    Dann, nach Minuten langem Überlegen, die Lösung: die beiden 'waagrechten' Leisten auf der längeren Seite (17 mm) zusammen geklebt, dann diese Doppelleiste (oben / unten) wiederum zwischen zwei 1 cm breite Brettchen geklebt und ca 10 Minuten später, nach dem Abbinden des Klebers, die Löcher gebohrt. Anschliessend habe ich vorsichtig mit dem Skalpell zunächst die 'Hilfsbrettchen' und dann die 'Doppelleiste' wieder von einander getrennt. Nach dieser Aktion muss ich wohl ziemlich happy ausgesehen haben, da einerseits die Leisten nicht gerissen waren und andererseits beide Leisten in einem Arbeitsgang ihre Bohrlöcher erhalten hatten.





    Die folgenden Schritte waren dann ein Kinderspiel - das Zusammenkleben des Rahmens mit UHU Hart, anschliessend das Einfädeln der 12 mm langen Kupferdrähte und schliesslich das Einsetzen des Rahmens zwischen die Fachwerkbalken. Jetzt bleibt nur noch das Grundieren und Streichen der Kupferdrähte mit einem hellen Braunton, damit sie auch wirklich wie Holzstäbe aussehen ...


    So, liebe Freunde, das war's für heute!


    Mit den besten Grüssen
    Dieter

  • Liebe Spur 0 Freunde,


    vorab - herzlichen Dank für eure bisherige treue Begleitung beim Bau des Münsterländer Backhauses und eure Anerkennung!
    Als ich vor gut einer Woche dieses Projekt begonnen habe, hatte ich noch gedacht "Hm - kleines Haus, das ist in ein paar Tagen fertig!" Aber schneller, als einem lieb ist, merkt man dann mit jedem weiteren Tag, dass der Teufel im Detail steckt: es dauert eben doch länger, als ursprünglich angenommen!
    Inzwischen habe ich mit einem dunkelbraunen 'Edding' Faserstift das Fachwerk aussen und innen auf die Wände aufgetragen und anschliessend die Gefache aussen mit Ziegelsteinen 'ausgemauert' (H0-Mauerwerksplatten von Faller). In der Backstube habe ich dagegen die Wände zwischen den Fachwerkbohlen geweisselt (weisse Acrylfarbe für Innen aus dem Baumarkt).




    Der Backofen stösst innen geringfügig in die Backstube hinein; die Ofenöffnung in der vorgesetzten 4 mm Sperrholzplatte ist übrigens etwas kleiner gehalten (ca 5 mm) als die Öffnung des dahinter liegenden Lehmofens. Diese Differenz zwischen den beiden Halbkreisen habe ich mit einzelnen Ziegelsteinen 'vermauert', die Fugen zwischen den Steinen sind mit der weissen Acrylfarbe zugeschlämmt. Anschliessend habe ich den Vorbau mit grobem 'Kalksteinmauerwerk' verkleidet und als unteren Abschluss der Ofenöffnung eine 2 x 3 mm Kiefernleiste angebracht.




    Zum Schluss habe ich noch ein wenig Staub von schwarzer Pastellkreide auf die Wand oberhalb des Ofenlochs aufgebracht und mit mattem Klarlack (Marabu) fixiert - Imitation von Russ, der beim Herausnehmen der Glut (vor dem Brotbacken!) herum wirbelt. Das ist übrigens auch der Grund, warum der 'Fussboden' vor dem Ofen gepflastert ist!
    So, liebe Freunde, das war's mal wieder - ich muss mich jetzt unbedingt mal um die Ofentür kümmern.


    Mit den besten Grüssen
    Dieter


    P.S. die Wände sind wegen noch ausstehender Arbeiten im Backhaus noch nicht miteinander verleimt, sondern (für die Aufnahmen) nur angelehnt ...

  • Liebe Spur 0 Freunde,


    ich hatte ja letzten Sonntag angekündigt, dass ich mich "jetzt unbedingt mal um die Ofentür kümmern müsste" ... Aber das war so leicht dahin geschrieben, denn ich hatte mir vorgenommen, eine zweiflüglige 'geschmiedete' Tür zu bauen, die auch Vorbild gerecht geöffnet und geschlossen werden kann. Als ich mir am nächsten Tag dann den Ofen anschaute, meldete sich auch prompt der 'innere Schweinehund' in mir zu Wort "lass es, sieht ohnehin niemand" und "da musst du wieder löten!" Ich überlegte hin und her, suchte nach Alternativen, um dem Löten aus dem Weg gehen zu können. Aber - nichts!


    Heute war es dann soweit. Aus 0,2 mm Kupferblech habe ich die Türhälften ausgeschnitten, die vorgesehenen Messing-Türbeschläge (Modellklempnerei Pommerenke, Berlin) hatte ich hatte ich noch vom Bau der Seilerei übrig. Was übrigens das Löten betrifft, so war es zwar eine mittlere Schinderei, aber schliesslich war auch das geschafft. Nach dem Grundieren habe ich die beiden Türblätter und die Beschläge mit schwarzer Acrylfarbe von 'Marabu' gestrichen und mit mattem Klarlack besprüht (Marabu). Die Tür ist übrigens an der Basis 27 mm breit und in der Mitte 16 mm hoch.
    Aber - was soll ich noch viel erzählen - schaut euch einfach die Fotos an ...


    Mit den besten Grüssen
    Dieter









  • Hallo Dieter,


    es macht immer wieder Spaß, deine Bauberichte zu verfolgen. Jetzt musst du nur noch ein paar Brotlaibe "löten" und das Feuer anmachen.

    Gruß


    Jürgen (K)


    Nicht grübeln - mach es einfach, aber mach es einfach



    0-topia Dawerkusen
    - nächste Baustelle Weichenbau
    avatar_ekw.jpg

  • Liebe Spur 0 Freunde,

    zunächst meinen besten Dank für all eure aufmunternden Kommentare und Bewertungen! Vergangene Woche hatten die Arbeiten am Backhaus ja etwas ruhen müssen, da Freund Valéry (alias 'vchui') uns in Ettlingen besucht hatte, um unter anderem in Helmut Eßlingers '0 Scale Hobbyshop' den 'Grundbedarf' für seine künftige Spur 0 Anlage in Paris zu decken (s. auch unter Off Topic "Vive l'amitie franco-allemande! Die CC-21001 ... ").

    Aber zurück zur Baustelle, wo ich inzwischen in der Backstube den Fussboden aus Eichendielen verlegt habe.



    Anschliessend habe ich die Decke ausgesägt, die die Backstube zum Dachboden hin abschliesst; auf die Unterseite habe ich einen Rahmen aus 2 x 2 mm Kiefernleisten geklebt, damit die Decke später (lose, ohne Verklebung!) korrekt auf den Wänden positioniert werden kann. Schliesslich soll das Dach auch mal abgenommen werden können, um einen Blick in die Backstube mit den verschiedenen Einrichtungen und Utensilien werfen zu können.
    Nach dieser Vorarbeit stand der Bau der beiden Giebelwände und des Dachstuhls auf dem Programm. Beide Giebel habe ich aus 4 mm Pappelsperrholz ausgesägt, wobei ich in beide Giebeldreiecke auch gleich die Aussparungen für die waagrechten Pfetten (First- und Mittelpfetten) gesägt habe (auf die ohnehin nicht sichtbaren Sparren habe ich bei diesem kleinen Dach verzichtet). Bei dieser Gelegenheit habe ich dann auch im vorderen Giebel die Öffnung für das Türchen bzw. die Luke zum Dachboden mit ausgeschnitten.




    Danach galt es, die kleine Luke für den vorderen Giebel zu zimmern: dazu habe ich eines der berühmt-berüchtigten Rührstäbchen der Länge nach halbiert, diese 2½ mm breiten Stäbchen auf die Höhe der Luke abgelängt und miteinander verklebt. Da das Türscharnier möglichst nicht sichtbar sein sollte, habe ich anschliessend die Form der beiden Scharniere neben der Lukenöffnung auf dem Giebel markiert, mit dem Skalpell angerissen und dann die obere Sperrholzschicht innerhalb der Markierung vorsichtig abgehoben. Als ich danach ziemlich stolz auf diese gelungene Arbeit schaute, wurde mir schlagartig bewusst, dass ich im Eifer des Gefechts die Ausschnitte für die Scharniere auf der falschen Giebelseite ausgehoben hatte ... Also, das Ganze noch einmal von vorn, jetzt aber auf der 'richtigen' Seite!



    Aber schliesslich war auch das geschafft, und ich konnte die Scharniere (einseitig) mit UHU Hart in die Aussparungen kleben.
    Nun waren nur noch die Giebeldreiecke mit Brettern, d. h. Rührstäbchen, zu verschalen. Dazu habe ich die Rührstäbchen nur ganz grob 'auf Länge' geschnitten und gleich auf die Giebel geklebt.



    Nach ausreichend langer Härtung des Klebstoffs habe ich dann die Giebeldreiecke mit der Bretterschalung zuunterst auf den Tisch gelegt und an den Schrägen entlang mit der Bügelsäge die überstehenden Enden der Brettchen abgesägt - in jedem Fall Zeit und Nerven schonender, als jedes Rührstäbchen einzeln auf die jeweilige Länge und im Winkel zu schneiden ... Nun kam die Dachluke an die Reihe: sie musste ja noch (auf der Rückseite) mit den beiden Scharnieren verklebt werden.
    Erst danach habe ich die Pfetten (zur Stabilisierung) in die Aussparungen der Giebel geklebt und mit einer Mischung aus matten Braun- und Grautönen Witterungsspuren auf die Giebel gebracht.





    So, liebe Freunde, jetzt ist erst einmal Feierabend auf der Baustelle, Morgen wollen schon die Dachdecker kommen ...


    Mit den besten Grüssen
    Dieter

  • Hallo Dieter


    Sie sammlen sicher auch Rührstäbchen,wie mich.
    Tolles Material :thumbsup: :thumbsup: :thumbsup: :thumbsup:
    Aber zurück zum Thema:Klasse-modellbau,meine Komplimenten.


    Grüsse
    Sjaak

  • Liebe Spur 0 Freunde,


    heute habe ich das Dach des Backhauses mit Tonziegeln gedeckt. Ich hatte noch ausreichend Ziegel vom Bau der Seilerei übrig, so dass ich nicht erst die einschlägigen Läden in Karlsruhe abklappern musste. Übrigens hatte ich eine Zeit lang überlegt, den Dachstuhl 'klassisch' mit Sparren aufzubauen und die Ziegel vorbildlich auf Dachlatten zu verlegen. Aber dieses Mal hatte der 'innere Schweinehund' mit seinem nervenden "sieht ja doch niemand" gesiegt, und so habe ich aus 1 mm Balsaholz die beiden 13 x 8 cm messenden Dachflächen ausgeschnitten. Ein Fehler, wie sich schnell heraus stellen sollte: denn wenige Minuten, nachdem ich beide Balsabrettchen mit den Ziegelstreifen (Wellpapier) beklebt hatte, zeigte der verwendete Bastelleim eine ziemlich unangenehme Wirkung - beide Balsabrettchen wölbten sich in Längsrichtung in der Mitte ca 5 - 6 mm hoch. Ich musste unwillkürlich schmunzeln: 'ein veritables Tonnendach - passt nur nicht auf ein Münsterländer Backhaus' ... Dann kam mir die Idee, beide Brettchen mit den Ziegeln nach unten auf den Tisch zu legen, darauf eine Sperrholzplatte zu packen und anschliessend das Ganze mit einem Fäustel zu beschweren. Eine Stunde später waren dann beide Brettchen wieder eben, und ich konnte endlich das 'Dach decken'. Jetzt noch die Firstziegel aufgeklebt, und danach das ganze Ziegeldach mit matter Acrylfarbe 'Sand' unregelmässig betupft - Spuren, die der damaligen Herstellung und der Witterung geschuldet sind. Jetzt aber stand noch eine besondere Arbeit an - das Anfertigen der Windbretter mit den gekreuzten Pferdeköpfen, wie sie ja auch das Original im Detmolder Freilichtmuseum zeigt ...
    So, liebe Freunde, das war's für heute - bis demnächst, wieder am Backhaus!


    Mit den besten Grüssen
    Dieter





  • Hallo Heiko,
    vorab Gratulation zu deinen Adleraugen - du hast mit deiner Beobachtung in diesem 'Fall' natürlich Recht, was ja auch durch das erste Foto und die erste Aufrisszeichnung in meinem Startbeitrag 'Münsterländer Backhaus' vom 3. August (Beitrag Nr. 32) belegt wird. Allerdings hatte ich einen 'triftigen Grund' für die von dir beanstandete 'Baumassnahme' - da ich die 'richtigen' Beschläge bei Mirko Pommerenke, Berlin, nicht rechtzeitig bestellt hatte, habe ich in diesem Fall Scharniere eingebaut, und zwar verdeckt, wie im Beitrag Nr. 49 beschrieben und auf den Fotos 2 - 5 zu sehen. Insofern entspricht das äussere 'Design' der Dachluke zwar nicht dem Vorbild in Detmold, lockert aber etwas den Giebel auf ...
    Beste Grüsse
    Dieter


  • Liebe Spur 0 Freunde,


    ich denke, dass das erste Anheizen im Backhaus kurz bevor steht und die ersten Brotlaibe schon bald zum Backen in den Lehmofen geschoben werden können. Die meisten Arbeiten sind erledigt, und ich bin, offen gestanden, einigermassen zufrieden mit dem Ergebnis. Über etwas aber freue ich mich ganz besonders - dass ihr mich während der gesamten Bauphase so treu begleitet und mit euren Kommentaren immer wieder ermuntert habt! Als ich Anfang August mit dem Bau des 'Münsteränder Backhauses' begonnen habe, war ich ja noch der Meinung gewesen, dass solch ein Bau in wenigen Tagen 'fertig' sein würde; und genau aus diesem Grund hatte ich den Baubericht auch unter 'Nebensächlichkeiten' eingeordnet - ein Irrtum, wie sich schon bald heraus stellen sollte! Das Backhaus ist zwar nicht zu vergleichen mit der Schmiede (SNM Heft 6) oder der Wehrkirche, dem Feuerwehrhaus und der Seilerei, aber dennoch waren einige Berechnungen, Überlegungen und Arbeiten damit verbunden. Aber noch viel mehr Freude, Spass und Genugtuung bei jedem Arbeitsschritt, den ich abschliessen konnte.



    Vorbereiten der Eingangstür für den Einbau - die Beschläge sind bereits grundiert, die Markierungen zeigen den künftigen 'Sitz' der Beschläge an


    Gestern habe ich noch die Eingangstür eingesetzt (die passenden Beschläge waren aus Berlin eingetroffen), das kleine Dach über dem Lehmofen errichtet und gedeckt und das 'Fundament' mit Mauerfolie beklebt - aber jetzt lass ich einfach mal die Fotos 'sprechen' ...








    Bis demnächst (ja - es wird noch eine kleine Fortsetzung geben)


    und beste Grüsse
    Dieter

  • Moin Dieter,


    nur fürs Protokoll: bald sind die Zwetschgen reif und ich esse für mein Leben gerne Zwetschgenkuchen... :D


    Gruß, Dirk.

  • Hallo Dieter.


    Viel zu sagen gibt es eigentlich nicht mehr, sondern nur das es mal wieder ein sehr schönes Gebäude in atlbekannter Manier von dir geworden ist.
    Die Dachpfannen, sind das die Streifen die du mir mal geschickt hattest ?


    Da ich etwas Neugierig bin frage ich einfach mal was man als nächstes Projekt aus deiner Zauberwerkstatt erwarten kann.Ist da schon was geplant?


    Gruß Hein

  • Liebe Spur 0 Freunde,
    lieber Hein,
    zunächst besten Dank für eure Kommentare und Bewertungen zum Bau des Backhauses! Ich würde mich jedenfalls freuen, wenn dieser kleine Bau dem einen oder anderen unter euch 'Mut gemacht' hat, mal wieder selbst solch ein überschaubares Projekt in Angriff zu nehmen ... Überschaubar zum einen hinsichtlich der Abmessungen (L - B - H) von 15 x 9 x 14 cm (in 1:45) bzw. 6,5 x 4 x 6,3 m (in 1:1), jeweils ohne die Dachüberstände, aber einschliesslich des Lehmofen-Anbaus; überschaubar aber auch, was die Kosten betrifft: fast das gesamte verbaute Material stammt aus der Restekiste, einschliesslich der Dach- und Firstziegel. Die Rührstäbchen sind aus einer noch immer schier unerschöpflichen Lieferung (2 Kartons à 1000 Stück) von NHK, Stuhr, die Sohnemann Jens mal vor zwei Jahren für mich geordert hatte; lediglich die Türbänder und Kloben musste ich bei M. Pommerenke für ca 6,-- € nachbestellen, während die Scharniere für die Dachluke und die Türklinke (ADDIE) ebenfalls noch aus früheren Lieferungen verfügbar waren ... Mit der Türklinke hatte ich allerdings etwas Arbeit, da D. Kleinhanß die Klinken (4 St. à 3,60 €) anscheinend nur für rechts angeschlagene Türen liefert: da die Backhaustür aber links angeschlagen ist, und es zumindest seltsam ausgesehen hätte, wenn das Schlüsselloch oberhalb der Klinke gewesen wäre, habe ich den Teil des Schildes mit dem Schlüsselloch abgeschnitten und anschliessend mit der Feile etwas 'versäubert' (Kommentar meines inneren Schweinehundes "sieht doch eh' keiner ... !).
    Falls jetzt noch die eine oder andere (noch nicht gestellte) Frage unbeantwortet geblieben sein sollte - bitte ich freundlich, mir eine kurze PN zu schreiben.
    @ Hein - deine Frage "nächstes Projekt aus deiner Zauberwerkstatt?" - offen gestanden, ich habe momentan nicht mal den Dunst einer Ahnung, ich lass mich am liebsten selbst überraschen ... aber eines kann ich schon jetzt mit Sicherheit ausschliessen - Gebäude, die die Masse des Backhauses überschreiten. Noch etwas - es sind tatsächlich die selben Ziegelstreifen - mit 'Bastelkleber' geklebt (erst milchig-weiss, nach dem Trocknen unsichtbar), nach ein paar Stunden mit dem Borstenpinsel vorsichtig verdünnte Acrylfarbe aufgetupft ('Alterung') und anschliessend mit klarem Mattlack von Marabu besprüht ...
    So, und jetzt gehe ich erst mal zum Backhaus 'rüber, um vorsichtig den Backofen anzuheizen (bis 250℃!) und zu schauen, ob der Hefeteig für die erste Ladung Brot schon aufgegangen ist ...
    Mit den besten Grüssen
    Dieter

    P.S. zu dieser Geschichte gibt es im Internet (Google) einen sehenswerten Film "Galileo - Brotbacken: damals und heute"

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