SSym 46 von KISS ist da!

  • Hallo,


    ich hänge mich mal an diese Frage an.
    Kann man beim SSym das Bühnengeländer auch weglassen? Oder hätte der Wagen dann keine Feststellbremse mehr? Für was sind die großen Handräder seitlich am Chassis?


    Rainer

  • Hallo,


    Fotos sind im Internet nur wenige zu finden, unter dem nachfolgenden Link sind zwei Aufnahmen vorhanden, auf welchen die Wagen ohne Rungen und Geländer abgebildet sind.


    Link


    Viele Grüsse


    Peter

  • Hallo Peter,


    Danke für den Link, aber dort wird kein einziger SSym46 gezeigt!


    Gruß
    Stefan

  • Mahlzeit!



    Danke für den Link, aber dort wird kein einziger SSym46 gezeigt!


    Und die auf Bild 4+5 gezeigten Sammp 705 sind keine ehemaligen SSym 46 ??? :wacko:



    Gruß


    Thomas


    Betriebsleitung der Werkelburger-Industriebahn



    _____________________________________________________________________________________________________________________________________________


    Die Kritik an anderen hat noch keinem die eigene Leistung erspart. (Noël Coward)

  • Hallo Thomas,


    Und die auf Bild 4+5 gezeigten Sammp 705 sind keine ehemaligen SSym 46 ??? :wacko:


    Nein, die auf Bild 4 und 5 gezeigten Wagen sind keine Sammp 705 bzw. SSym 46, sondern umgebaute Sammp 705 bzw. SSym 46. Beide Wagen sind nun Bahndienstwagen der Gruppe 570 und wurden für den Bahndienstzweck umgebaut. Durch die Umbauten und die daurch bedingte Umgruppierung sind das keine Wagen des öffentlichen Verkehrs mehr, sie dienen nur noch den bahninternen Zwecken. Folglich sind die Bilder nicht geeignet, die ursprüngliche Fragestellung zu beantworten!



    Ausnahme: Der geneigte Modellbahner will das Kiss-Modell genau wie gezeigt als Bahndienstwagen verwenden - dann reicht es aber nicht aus, das Geländer wegzulassen, dann müssen bspw. auch die Umbauten an den Drehgestellen vorgenommen werden.



    Gruß
    Stefan


    P.S.: Wenn ich heute Abend mal Zeit haben sollte, werde ich mich mit der Frage nach dem Geländer beschäftigen - die DS 939 sollte da aussagekräftig sein. Ich habe auch dunkel in Erinnerung, dass das Geländer umklappbar gewesen ist. Mal sehen, was ich da noch herausfinde...

  • Hallo,


    den SSym 46 gab es auch ohne Handbremserstand. Unterschied ist das geringere Gesamtgewicht (21600 mm) und die gößere Ladelänge / Fläche (11900 mm/ 37,5 qm) Desweiteren hatten die Blatttragfedern des SSym ohne eine geringere Traglast (1200 kg)
    Das Bremsserstandgeländer war umklappbar!

  • Hallo Rainer,


    wie oben angekündigt, habe ich mich um Deine Fragen gekümmert.

    Kann man beim SSym das Bühnengeländer auch weglassen?


    Wenn Du das Bühnengeländer weglässt, dann würdest Du einen Wagen ohne Handbremse nachbilden wollen. Dann müsstest Du aber die vier Löcher in der Stirnwand schließen und die Anschriften abändern (Hinweis auf Handbremse muss weg, das Eigengewicht und das Lastgrenzraster müsseen angepasst werden).


    Oder hätte der Wagen dann keine Feststellbremse mehr?


    Auch Wagen ohne Handbremse hatten eine Feststellbremse! Das Handrad der Feststellbremse am Rahmen kann also bleiben. Das ist übrigens eine Seltenheit, dass dieser Wagen eine Handbremse und gleichzeitig eine bodenbedienbaren Feststellbremse besitzt. Normalerweise gilt der Grundsatz: Entweder eine Handbremse oder eine bodenbedienbare Feststellbremse - aber nicht beides!


    Für was sind die großen Handräder seitlich am Chassis?


    Diese Handräder dienen beim Vorbild der Bedienung der bodenbedienbaren Feststellbremse.


    Das Geländer war bei allen Wagen, an denen es angebaut war, abklappbar.


    Für den, den es interessiert, habe ich mal die Seiten über diesen Wagen aus der DS 939 angehängt:





    Ich hoffe, ich konnte etwas helfen.


    Gruß
    Stefan

  • Hallo Stefan,

    Das ist übrigens eine Seltenheit, dass dieser Wagen eine Handbremse und gleichzeitig eine bodenbedienbaren Feststellbremse besitzt. Normalerweise gilt der Grundsatz: Entweder eine Handbremse oder eine bodenbedienbare Feststellbremse - aber nicht beides!


    beides gleichzeitig ist aber trotzdem korrekt?


    Rainer

  • Hallo Rainer,


    ja, an diesem Wagen ist beides gleichzeitig korrekt! Das kannst Du auch auf der zweiten von mir gezeigten Seite der DS 939 nachlesen. Das ist eben die Seltenheit! Andere Wagengattungen haben entweder die eine oder die andere Bremsbauart, aber eben nicht beide gleichzeitig.


    Gruß
    Stefan

    Edited 2 times, last by Nafets ().

  • Hallo Leute ,
    ich habe mir die Holzböden von Zapf bestellt und montiert . Die Montage geht zügig von der Hand . Die Kunststoffböden werden durch klipsen an der Unterseite schnell entfernt , die Holzböden passen sehr gut so das man sie nicht noch extra befestigen muss da sie durch die eingesteckten Rungen nicht weg können !
    Hier noch einige Bilder dazu .
    1. Alle Böden auf einen blick , oben der Originalboden von Kiss , darunter die 3 Holzböden in verschiedener Behandlung .


    2. Der Original Kunststoffboden von Kiss .


    3. Der Holzboden von Zapf , nur geölt denn irgendwann war ja auch mal solch Boden Neu !


    4. Der Holzboden von Zapf , leicht gealtert .


    5. Der Holzboden von Zapf , schon ziemlich verdreckt .


    6. Der SSyms ohne Boden , wie ich finde sehr filigran gearbeitet !


    Gruß Otto

    Edited once, last by Otto ().

  • Hallo Otto,


    hier kann sich nun jeder den passend gealterten Boden seiner Wahl heraussuchen. Danke auch für die eindrucksvollen Bilder.
    Fazit: Meiner Meinung nach, sieht selbst ein nur minimal behandelter Zapf-Wagenboden wesentlich besser aus als das Original.
    Dank auch an Zapf-Modelllbau für die schnelle Reaktion.



    Viele Grüsse
    Frank

    "Teppichbahn in Augenhöhe",


    gesteuert per PC mit TrainController, SmartHand, iPad, Intellibox I und Daisy Funk

  • Hallo,


    die Firma Zapf bietet den Holzboden auch ohne die Aussparungen für die Rungen an.


    Da ich keine entsprechenden Unterlagen habe, bzw. Informationen finden konnte, habe ich die folgende Frage an die Forengemeinde.


    Hatte der Sammp 705 noch Rungen und somit die Aussparungen. Möglicherweise gab es auch beide Varianten in der Epoche IV.


    Vielen Dank für "sachdienliche Hinweise". Am besten wären natürlich Belegfotos.


    Viele Grüsse


    Peter

  • Hallo Spur 0-Freunde !
    Hier wurden ja schon einige Verbesserungen und Umbauten an den Kiss-Schwergewichten vorgestellt.
    Das Kippeln der Wagen - ja da gibt es Hilfe
    das Beschweren - auch da gibt es Einiges
    die Ladefläche - kann man ersetzen....
    muß man aber in meinem Falle nicht,da ich das Gesamtwagengewicht durch die spätere Ladung erhöhen werde.
    Also wollte ich einfach mit Farbe die Sache abändern.Was dabei herauskommt,wenn man Weiß,Schwarz und Braun nass in nass ineinander fügt,sollen die beiden Bilder veranschaulichen.
    Und wer die Ladeflächen schon getauscht hat oder tauschen mußte,der nimmt die Kissteile vielleicht demnächst als olle Bretterwand.... ;)
    Viele Grüße,Stephan



  • Hallo zusammen,


    die Wagenböden des SSym 46 habe ich inzwischen "gezapft". Nachdem Petau Modellbau nun auch die Gleitscheiben anbietet, um das Kippeln weitgehend abzustellen, habe ich mir meine 3 Wagen zur Brust genommen.




    • Wagenboden vorsichtig abclipsen
    • Entfernen der Drehgestelle durch Abhebeln des Sicherungssplintes. Mit Gefühl bitte schön! Beim 2. Splint habe ich diesen anschliessend 30 Minuten gesucht!
    • Versäubern der Gleitscheiben und Einpassen in die entsprechenden Taschen.
    • Gleitscheiben in die Taschen einführen und andrücken. Ich habe quasi als Gegenpol die mittlere Achse noch im Drehgestell belassen.
    • Die Gleitscheiben müssen die Taschen ausfüllen, da ansonsten hinterher der Sicherungssplint nicht mehr greift. Ich habe hier mit einem Stück Kiefernleiste nachgeholfen.
    • Ausbau der mittleren Achse. Man benötigt Platz für einen Finger als Gegenpol.
    • Einsetzen der Drehgestelle, Kupplungskontrolle damit nichts verhakt und Anbringen des Sicherungssplintes. Hier ist eine gekröpfte kleine Zange hilfreich.
    • Kontrolle ob das Drehgestell einwandfrei beweglich ist.
    • Einbau der mittleren Achse
    • Einclipsen des Wagenbodens ( Auf die Kupplung achten !)
    • Arbeitsfläche und Wagen untersuchen. Gesteckte Teile haben die Angewohnheit auch mal abzufallen!


    Nun hier die Bilder:







    Fazit:


    Ich bin nun mit meinen SSym 46 sehr zufrieden. Das nervöse Kippeln habe ich ihnen dank der Gleitscheiben abgewöhnt. Es ist m.E. kaum mehr feststellbar.


    Also auf geht's......... it´s Tuningtime!


    Viele Grüsse


    Frank

    "Teppichbahn in Augenhöhe",


    gesteuert per PC mit TrainController, SmartHand, iPad, Intellibox I und Daisy Funk

  • Hallo Umbauer,


    die Teile von Petau helfen den Wagen sicher zu einer stabileren Seitenlage (damit ist Paul Petau ja ein Ersthelfer :-)), aber aus meinen Erfahrungen von ähnlichen Lösungen beim Umbau meiner Lima D-Zugwagen sehe ich ein Problem mit den Gleitplatten.


    Diese sind aus Messing, das Gegenstück am Wagenboden aus Kunststoff. Nun unterscheiden sich beide Materialien geringfügig in Ihrer Beschaffenheit, zusammen mit dem von vielen angestrebten höheren Wagengewicht, befürchte ich, das sich die Messinggleitplatten in den Wagenboden einarbeiten werden.


    Bei meine Drehgestellen für die Lima-Wagen habe ich statt Gleitlagerplatten Stecknadelköpfe gewählt, in einem Drehgestell 2 davon rechts und links vom Drehzapfen, im anderen die beiden vor und hinter den Drehzapfen. Damit haben beide Drehsgestelle noch ein Spiel, aber jedes nur jeweils um eine (unterschiedliche) Achse, der Wagen liegt stabil, aber nicht starr.
    Um zu verhindern, das sich die Stecknadelköpfe in den Kunststoffboden der Wagen "fräsen", habe ich dort eine Unterlegscheibe mit entsprechenden Durchmesser um die Bohrung für den Drehzapfen geklebt.


    Da ich den Kiss-Wagen nicht kenne, weiß ich nicht, ob mein Tipp hier zutrifft, gebt mir Bescheid und ich lösche den Beitrag dann.

    Gruß


    Jürgen (K)


    Nicht grübeln - mach es einfach, aber mach es einfach



    0-topia Dawerkusen
    - nächste Baustelle Weichenbau
    avatar_ekw.jpg

    Edited 2 times, last by jk_wk: Tippfehler beseitigt ().

  • Hallo,
    @ Frank : Die " Stabilisatoren " müssen eigentlich mit der angefasten Seite nach unten eingesteckt werden. ( scheint aber ja trotzdem bei dir zu funktionieren)
    @ Jürgen: Kiss hat da schon Kunststoffteile zu Stabilisierung angebracht , die aber zu weit innen sitzen, etwas zu kurz sind, spitz zulaufend nur punktuell
    gegen den Boden drücken und deshalb unwirksam sind. Verschleiß wäre da m.E. wahrscheinlicher als bei den Messingteilen, zumal an dieser "Einsatzstelle" immer noch soviel/ so wenig Spiel bleibt ( das Kippeln wird also reduziert, aber nicht vollständig aufgehoben),dass der Andruck wirklich begrenzt ist.
    Einen Verschleiß hielte ich ,ganz eventuell, nur dann für denkbar, wenn da erhebliches Gewicht aufläge und eine extreme Laufleistung durch S Kurven dazu käme.
    Grüße
    Bernd

  • Moin, moin an alle Liebhaber und Hasser des Kiss-Wagens,


    nachdem ich hier im Forum so viele Ansichten gelesen und Tipps mich schlauer gemacht haben, gebe ich meinen Senf (extra scharf) auch noch dazu.


    Vorweg gesagt: ich halte den Kiss SSym46 für ein sehr schönes Modell, das bei genauer Betrachtung eine Menge überraschender Details offenbart. Es hätte ein Supermodell sein können, ja, wenn nicht.........


    Viel ist ja schon über das Beheben von Problemen am Kiss SSym46 geschrieben worden. Hauptkritikpunkte sind:
    - zitterndes Laufverhalten
    - zu geringes Gewicht
    - Instabilität des Rahmens und Wölbung der Langträger
    - plastikhaftes und damit spielzeughaftes Aussehen


    Zum zitternden Laufverhalten sind eine Menge Vorschläge gemacht worden, wie man das beheben kann. Ich schneide aus einer 2 mm dicken Polistyrolplatte zwei kleine Auflagen heraus, die ich neben die nicht ausreichend dimensionierten Nasen auf eines der Drehgestelle klebe. Das kostet nix und hat bei Testfahrten mit höherem Gewicht auf dem Wagen sehr gutes, ruhiges Laufverhalten und keinerlei Entgleisungsneigung gezeigt. Dabei wird gleich noch ein Streifen am offen Rahmenteil der Drehgestelle mit eingeklebt.


    Hauptproblem in meinen Augen ist aber die Wölbung der Langträger an allen meiner 4 Fahrzeuge. Das sieht absolut vorbildwidrig aus und es ist zu befürchten, dass sich diese Wölbung im Laufe der Jahre noch verstärkt.


    Hier hilft nur die brutale Ausbeinung des Fahrzeugs, um Platz zu schaffen für 2 Flacheisen von 4 x 10 x 195 mm (z.B.: Toom Baumarkt - 2,79 Euronen für 1 Meter). Dass dabei die Hauptluftleitung flöten geht und der Hilsluftbehälter abfällt, muss als Kollateralschaden inkauf genommen werden. Die Hauptluftleitung kann mit einem 1 mm Messingdraht wieder hergestellt werden und der Hilfsluftbehälter an seinem Platz später wieder eingeklebt werden. Das Entfernen der Querträger im Bereich der Flacheisen geht schnell und sicher mit einer Korundscheibe. Verklebt werden die Flacheisen zwischen den inneren Langträgern mit 2-Komponentenkleber. Wichtig ist dabei, das die Flacheisen an den Endpunkten und auch mit den inneren Langträgern und den Querträgerresten gut verklebt werden. Während des Aushärtens der Klebung sind die beiden äußeren Langträger mit einem Gewicht so zu belasten, dass diese sich ganz leicht nach unten durchbiegen. Nach dem Abheben des Beschwerungsgewichts gibt die ganze Konstruktion wieder etwas nach und ist und bleibt nunmehr gerade ohne die vorherige Wölbung. Nebenbei wird damit auch das Gewichtsproblem gelöst, da die beiden Flacheisen zusammen zusätzliche 110 Gramm auf die Waage bringen.





    Bleibt als letzter Punkt das plastikhafte Aussehen. Da hat mich die "Methode Asisfelden" überzeugt und ich werde sie anwenden. Mal sehen, was dabei herauskommt. Ich werde später darüber berichten.


    Grüße aus Kraansen
    Eckhard

  • na ja, fast...


    Moin, moin an alle mit über 100 Tonnen zulässigem Gesamtgewicht....


    die "Methode Asisfelden" wirkt, der Bohlenbelag sieht jetzt realistisch aus. Die Wagen werden mit Pigmenten (siehe SNM) behandelt und dann mit Mattlack lackiert. Danach erfolgen noch ein paar farbliche Feinarbeiten und dem Zusammenbau steht nix mehr im Wege.







    Sehr schön an diesen Wagen ist, dass die Zurrösen herausgezogen werden können und bei beladenen Wagen gedreht wieder eingesteckt werden können.
    Weiterhin sind die Hebelchen der Bremsart-Umsteller (auch G-P-Wechsel genannt - kleines weißes Schild) und der Lastwechsel-Umsteller (großes weißes Schild) als extra Teilchen nur eingesteckt und lassen sich umstellen! Damit lässt sich das vorbildgerecht gestalten. So hat mein beladener Wagen einen (großen) Hauptzettel im Zettelkasten, der Lastwechsel-Umsteller befindet sich in Stellung rechts (beladen, größte Bremswirkung) und der Bremsart-Umsteller in Stellung links (Stellung G für Güterzugbremse). Der leere Wagen hingegen hat einen (kleinen) Leerwagenzettel im Zettelkasten, der Lastwechsel-Umsteller befindet sich in Stellung links (leer, schwächste Bremswirkung) und der Bremsart-Umsteller in Stellung rechts (Stellung P für Personenzugbremse - für schnellfahrende Güterzüge - der SSym 46 darf ja 100 km/h fahren).



    Fast fertig: beim Schreiben dieser Worte fiel mir auf, dass der Bremsart-Umsteller die falsche Farbe von Kiss spendiert bekommen hat - muss noch mal zum Maler und gelb lackiert werden....


    Die Probefahren mit den fertigen Fahrzeugen verliefen zur vollsten Zufriedenheit meinerseits.


    Fazit: nur mit Polystirolresten, Farbe und Pigmenten bekommt man ein sehr anständiges Fahrzeug.


    Grüße
    aus Cry Ensen

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