Anlagenneubau

  • Hallo liebe "0",


    ich werde in einigen Monaten umziehen und somit meine Anlage komplett neu aufbauen. Ich habe, wie viele vor mir, aus meinen Fehlern gelernt und möchte diese keinesfalls wiederholen. Ein Punkt dabei ist: So wenig Kabelsalat wie möglich! Also schalten und melden per Funk z.B. Wer kennt oder benutzt solche Systeme wie z.B. "CTC von railf4you.ch ? Welche Möglichkeiten sind auf dem Markt und was taugen sie? Ich würde mich freuen wenn ich einige Tipps bekäme, die mir die Planung erleichtern würden.

    Danke im Vorraus,


    Gruß Kurt

  • Hallo Kurt!


    Als Energieelektroniker kann ich Zierni nur beipflichten und rate Dir definitiv von der Funkgeschichte ab.

    Um Signale, Weichen und Gleisabschnitte zu schalten, würde ich auf die gute alte Analogtechnik zurückgreifen.

    Wenn die Leitungen ordentlich verlegt und beschriftet sind, dann stellt die Fehlersuche auch kein Problem dar.


    In meinem früheren Berufsleben musste ich in 18 geschossigen Hochhäusern Fehlersuchen und -beseitigungen an Klingelanlagen durchführen. Das war immer sehr schön, wenn die Türöffnertaste an irgendeiner Sprechstelle geklemmt hat.

    Bei den Häusern gab es auf jeder Etage 8 Wohnungen und das Haus hatte 18 bewohnte Etagen.

    Da die Anlage sehr logisch und analog aufgebaut war, war die Fehlersuche überhaupt gar kein Problem.


    Von daher würde ich Dir bei einer Anlage immer den Analogbetrieb empfehlen, zumal eine Modellbahnanlage doch sehr überschaubar ist.


    Dann noch ein schönes Wochenende, Andrej.

  • Hallo Kurt es gibt bestimmt 20 bis 50 Varianten Weichen zu schalten.


    Der Finger hat 0,0% Kabelsalat.


    Eine zentrales Klingeldraht-Analog-Stellpult hat 100% Kabelsalat.


    Was digitales geht von bis.


    Evaluieren ist also angesagt.

  • Noch zur Ergänzung zum schalten und melden:


    Ich würde digitale Bausteine verwenden.

    Diese dann möglichst nah an den Objekten platzieren und die digitalen Komponenten werden dann per Bus verbunden (z.B. mit Netzwerkkabel)

    Da hast du kurze Wege bei der Fehlersuche und der "Kabelverhau" hält sich in Grenzen😉

    Freundliche Grüße aus München


    Zierni

    (Thomas Ziernwald)

  • Hallo Kurt,


    setz dich doch mal mit martin in Verbindung… oder schau dir seine Themen an!


    Gruß

    Hans
    der
    Altenauer


    - unterwegs im schönsten Mittelgebirge Deutschlands - auf Regelspur und Meterspur... ;) - Siehe auch die entsprechenden Gebäude…: Gebäudemodelle der Oberharzbahn


    Alle nicht eigenen Bilder verwende ich mit Genehmigung der Autoren Ulrich Herz und Werner Martsch aus deren Büchern des Verlag Goslarsche Zeitung, Bücher: Mit der Eisenbahn in den Oberharz, Die Deutsche Bundesbahn im Harz und Harzvorland 1969-1994, Bw Goslar - Alle Rechte vorbehalten: http://www.bw-goslar.de

  • Hallo Kurt,


    spannende Frage und schwierige Entscheidung.


    Es gibt eine so grosse Anzahl an Möglichkeiten, die eine Auswahl sehr komplex macht.


    Ich argumentiere immer anders herum: Mit welchem Steuerendgerät möchtest Du Deine Anlage bzw. nur die Loks steuern.


    Das ist für mich die zentrale Frage. Die solltest Du Dir zu allererst ehrlich beantworten.


    Und von da schaue ich weiter.


    Bei mir ist es der ZIMO Handregler MX33FU (früher MX32FU). Damit ich den mit allen Eigenschaften, die er bietet, verwenden kann, fällt die Entscheidung sehr leicht.


    Zentrale: ZIMO MX10


    Hinzu kommt: Ich brauche nur 2 Kabel für die Stromversorgung und Datenübertragung, die an das Gleis angeschlossen werden, da DCC System und ZIMO CAN Bus. Und Spannung (Volt) und Stromstärke (A) bietet ZIMO mit dem grossen Netzteil HLG-600-30A derart viel Reserve, das es auch für Deine Anlage ausreichen wird - ohne Booster !

    Damit lassen sich dann alle DCC fähigen Digitalloks fahren.

    Rückmeldungen via Railcom Signalen.


    Keine Umbauten wie bei dem von Dir favorisierten CTC System von Herrn Iten.


    So interessant es auch klingt, für mich wäre es nichts. Weshalb? Du musst ja jede Lok auf den Funkempfänger von CTC umbauen.


    Die ZIMO Handregler MX33FU sind automatisch immer mit dem 2,4 Ghz Funksystem (Zigbee Funk*) verbunden, sobald sie vom Kabel abgesteckt werden. Zigbee Funk ist noch etwas besser als die reine 2,4 GHz Nutzung.

    Es wird bei ZIMO aber auch ein MX33WLAN demnächst geben, mehr dazu auf der ZIMO Webseite.


    Ich selbst hatte vor meinem Einstieg in die Spur 0 Erfahrungen Kontakt mit dem Direktfunk-System “Traincontrol” gehabt, das mit 433 MHz arbeitete. Die reine Katastrophe, nicht tauglich, wenngleich die Idee sicher gut war.


    Mit CTC habe ich keine Erfahrungen, aber die Balisen müssen auch alle gelegt und angeschlossen werden.

    WLAN: Da hat auch jeder so seine eigenen Erfahrungen gemacht. So ganz überzeugt es mich nicht bei der Eisenbahnsteuerung. Hat aber mehr mit den Hakeleien bei Verbindungen zutun, den WLAN Netzwerken etc.


    Hier empfinde ich das alte DECT Standard Format wesentlich unanfälliger und zuverlässiger, wie es beim “Funky” (Matthias Manhart) verwendet wird.

    Das “Funky” verwende ich auch an der ZIMO Zentrale MX10, somit kann nichts schief gehen.


    Und auch den LoDi-Con kann ich daran via WLAN Router betreiben. Mehr aus Spaß und zu Testzwecken für mich, dauerhaft fahren möchte ich damit nicht wegen des Touchscreens.


    Also meine Wünsche verschiedener Steuergeräte funktioniert soweit schon sehr gut mit ZIMO.


    Ich wünsche Dir eine gute Entscheidung und viel Erfolg beim Bau der neuen Anlage.


    PS: Funk ist nicht gleich Funk, auch hier gibt es feine Unterschiede.

    * “Die ZigBee-Spezifikation basiert auf dem IEEE-802.15.4-Standard und definiert die Funk- und Funkzugriffsschicht (PHY- und MAC-Layer), eine Netz- und Sicherheitsschicht sowie eine Anwendungs-API.

    Elektronik Kompendium

    Gruß
    bahnboss :thumbup:^^ :thumbup:

    Edited 3 times, last by bahnboss ().

  • Hallo zusammen,


    herzlichen Dank für eure Antworten. Da sind sicher gute Gedanken dabei. Ich muss das alles erst einmal sortieren. Was ich jetzt schon sagen kann ist:

    - Steuerung über PC mit WinDigipet (hab ich jetzt auch schon)

    - Raumgröße wird sich so um die 50m² bewegen, genauer kann ich das noch nicht sagen da wir uns noch nicht endgültig für ein Haus entschieden haben.

    - CTC schien mir deshalb interessant, weil ich mir zig Meter Kabel verlegen sparen würde. Ein Umbau meiner vorhandenen Loks ist aber nicht nötig, da ich nur "schalten und melden" nutzen würde, der Bereich Loksteuerung würde ganz normal über eine Zentrale und WinDigipet laufen.


    Ich werde erst einmal weiter Informationen sammeln und auswerten. Unter Umständen baue ich mir eine kleine Versuchsstrecke mit der ich verschiedene Varianten testen kann. Persönlich bin ich der Meinung dass eine Steuerung über Funkmodule, egal wie die dann aussehen, sicher der Weg der Zukunft ist. WELAN Netzwerke funktionieren heute ja auch schon sehr zuverlässig. Mal sehen.

    Erst mal danke für die Tipps, ich berichte weiter.


    Gruß Kurt

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