Bergrasungsgerät

  • Hallo Spur Null Gemeinde,
    ich hätte gerne euren Rat welches käufliche Begrasungsgerät wirklich gut ist.
    Der Umgang damit ist sicherlich nicht so einfach jedoch wohl besser zu erlernen wenn die Qualität dann stimmt.
    Da ich noch keine praktische Erfahrung damit habe, lausche ich mit grossem Interesse euren Erfahrungen speziell mit der Funktion des Gerätes an sich.
    Da ich mir den Kauf mit einem Kollegen teilen werde würde sich dass schon lohnen, speziell auch für lange Grasfasern,die Technik schreitet auch hier wohl voran sodass ich nicht mehr auf dem neuesten Stand bin.
    Ich bedanke mich im Voraus bei Euch.


    Gruss Jürgen

  • Hallo Jürgen,
    Vor einiger Zeit Stand ich auch vor der Entscheidung, welches Begrasungsgerät soll ich kaufen.
    Damals hab ich mich für den "Begrasomaten" entschieden. Kleine Flächen und kurze Fasern waren kein Problem. Lang Fasern gingen nur schlecht. Der Nachteil von diesem Gerät war, die geringe Hochspannung von nur 10kv. Die Progigeräte haben deutlich mehr Power 20Kv.


    Da mich das Gerät von der Leistung her nicht überzeugt hatte, habe ich mir vom Schachtelbahner (aus dem h0-modellbahnforum) den Schachtelbegraser geleistet. Großer Vorteil: 220V Anschluss (somit Genügend Leistung vorhanden), Hochspannung von 20kv, verschiedene Einsätze für kurze und lange Fasern, größere Flächen sind auch kein Problem.
    Natürlich kommt es auch auf die Qualität der Fasern an. Ich benutze nur Miniatur-Fasern. Die Fasern von Noch hingegen sind grauenhaft zu verarbeiten.


    Ich hoffe ich konnte Dir ein wenig helfen. :)

  • Hallo Jürgen,


    ich habe kürzlich mit einigen Vereinskollegen einen Begrasungskurs bei Manfred Grünig gemacht. Dieser verwendet den bekannten Umbau aus einer elektrischen Fliegenklatsche. Anleitungen findet man im Internet. Grundsätzlich ist es handwerklich, zumindest aus meiner Sicht, sehr einfach.


    Ein gutes Ergebnis hängt weniger vom Begrasungsgerät, sondern vielmehr von der Vorgehensweise ab. Es genügt nicht, eine einzelne Faser zu verwenden. Das wirkt eintönig, wie eine einfache Grasmatte. Wichtig ist die richtige Reihenfolge der Arbeitsgänge, eine möglichst große Auswahl an unterschiedlichen Materialien und besonders ein geeigneter Staubsauger und sein Einsatz zum richtigen Zeitpunkt.


    Das vielleicht Wichtigste ist ein geschultes Auge. Nur eine intensive Beobachtung in der freien Natur und Ihre Umsetzung wird ein gutes Ergebnis bringen.


    Viele Grüsse


    Peter

  • Hallo Jürgen,


    das neue Begrasungsgerät der Firma NOCH hat mich in den letzten Wochen absolut überzeugt. Zudem sind längere Fasern, wie eben in der Spur 0, überhaupt kein Problem.


    Gruß Heinz

  • Guten Morgen,


    auch bei mir stellte sich diese Frage, allerdings bin ich bereits Besitzer eine Grasmasters von Noch. Dieser gehört allerdings zur ersten Serie, bei welcher die Hochspannung noch 15kV betrug, beim aktuellen Gerät ist diese auf 20kV erhöht worden. Für Fasern über 6mm Länge ist mein Grasmaster aufgrund der relativ geringen Spannung nur bedingt geeignet, deswegen denke ich über eine Neuanschaffung nach.


    Wichtig ist zu wissen was man mit dem Gerät machen will, bzw. welche Fasern verarbeitet werden sollen. Aussagen wie:

    Die Fasern von Noch hingegen sind grauenhaft zu verarbeiten.

    halte ich dabei für wenig zielführend, weil nicht geschildert wird was der Grund für dieses Statement ist. Zum Beispiel habe ich nur gute Erfahrungen mit den Grasfasern von Noch gemacht ... :)


    Ein gute Entscheidungshilfe war für mich u.A. auch das Heft "Neue Wege im Landschaftsbau " (MIBA). Neben einer Übersicht und Anwendungsmöglichkeiten der aktuelle angebotenen Materialien, ist auch ein Vergleich der zur Zeit am Markt erhältlichen Begrasungsgeräte enthalten.


    Sicher wird der ein oder andere jetzt auch wieder die "Self-Made-Variante" (umgebaute elektrische Fliegenklatsche) ins Rennen werfen. Solcherlei Dinge halte ich persönlich allerdings alleine in Bezug auf das Gefahrenpotential beim Umgang mit (ungeprüften und selbst umgebauten) Hochspannungs-Geräten für bedenklich. Ob es dann am Ende auch wie gewünscht funktioniert, dürfte ebenfalls fraglich sein.




    Gruß


    Thomas


    Betriebsleitung der Werkelburger-Industriebahn



    _____________________________________________________________________________________________________________________________________________


    Die Kritik an anderen hat noch keinem die eigene Leistung erspart. (Noël Coward)

  • Hallo Spur Null Gemeinde,
    vielen Dank für eure Statements,es ist für mich sehr lehrreich und Spannend zu lesen.


    Jürgen

  • Hallo,


    ein sorgsamer Umgang mit Begrasungsgeräten ist zweifellos angebracht. Auch bei der Verwendung eines professionellen Gerätes kann man einen Stromschlag abbekommen, wenn man während des Begrasungsvorgangs mit dem feuchten Leim in Berührung kommt. Deshalb arbeite ich mit Einmalhandschuhen (Latex). Sie sollten keine Löcher haben!


    Eine Grundsatzdiskussion macht keinen Sinn, diese wurde an anderen Stellen bereits ausgiebig geführt.


    Eines ist mir jedoch aufgefallen, dass Bedenken meist auf mangelnden elektrotechnischem Wissen basieren.


    Wer etwas für Spass übrig hat, kann sich den Clip ansehen, alle anderen lassen es besser bleiben :-)


    Clip


    Gruss
    Peter

  • Hallo Jürgen und alle anderen Mitleser,


    da ich mit den Ergebnissen, die ich mit meiner umgebauten elektrischen Fliegenklatsche erzielt habe, überhaupt nicht zufrieden war :thumbdown: , habe ich vor einiger Zeit an einem "Workshop" während eines FREMO-Treffens teilgenommen, bei dem jeder Teilnehmer ein Begrasungs-Gerät gebaut hat.


    Mit den Ergebnissen dieses Gerätes war ich aber auch nicht zufrieden :( , also habe ich "in den sauren Apfel gebissen" und mir das Mini-Flock-Gerät der Fa. Maag-Flock gekauft.
    Das Batterie-betriebene Gerät mit 6cm-Applikator und zwei unterschiedlichen Sieben kostet allerdings etwa 700,- €, aber damit lässt sich hervorragend arbeiten. :thumbsup:
    In meinem Baumbau-Thread hatte ich im Beitrag 31 und 72 jeweils ein Foto eingestellt, auf dem eins meiner H0e-Module zusehen ist.
    Die Begrasung hierauf habe ich mit verschiedenen Fasern von Borchert+Moller, MiniNatur, Heki, Noch und Polak gestaltet. Dabei habe ich auch Fasern der verschiedenen Hersteller gemischt und keine Probleme beim Begrasen bekommen :!:


    Wie ich die Begrasung durchgeführt habe beschreibe ich dann im Beitrag 33 in meinem Baumbau-Thread. :whistling:


    Wenn Fragen dazu sind, nur her damit, ich werde sie schnellstmöglich beantworten.



    Hier der Link auf die entsprechende Seite der Fa. Maag-Flock: http://de.maag-flock.com/content.php?id=70



    Tschüß aus Leese


    Frank-Martin



    P.S.: Die 700,- € für das Begrasungs-Gerät von Maag-Flock habe ich bis heute nicht bereut :!:
    Man kann damit nicht nur Gräser in die Modell-Landschaft pflanzen - man kann auch kurze Fasern als "Nadeln" an die immergrünen Fichten, Tannen, Kiefern, Lärchen, ... schießen :!:

    Gutes Werkzeug kann man(n) nur durch noch Besseres ersetzen !!! ;)

    Edited 4 times, last by Baumbauer 007: P.S.: ergänzt und Fehlerkorrektur ().

  • Gerade bei der Verabeitung von längeren Fasern, und damit meine ich Fasern ab einer Länge von 4mm (!!), stossen herkömmliche Geräte schnell an ihre Grenzen. Auch wenn man größere Flächen begrünen möchte, kommt man um den Maag-Flock nicht herum. Und beides trifft bei der Spur 0 glaube ich zu.


    Deswegen habe ich auch vor langer Zeit mich von meinem Grasmaster getrennt und den (zugegeben) teuren Maag gekauft. Aber bereut habe ich es nicht.
    Die Einsatzmöglichekiten sind vielfältiger. Ein Beispiel....mehrere Arbeitsgänge mit unterschiedlichen Faserlängen.


    Grüße, Sascha

  • Hallo alle zusammen,


    ich kann Sascha und Arnold nur zustimmen. auch ich habe seit es den Grasmaster von Noch gibt damit in H0 gearbeitet und war eigentlich zufrieden, bis ich bei Langmesser mit dem Profigerät von Maag gearbeitet habe. Da merkt man dann den Unterschied. Allerdings ist der Preis auch nicht ganz ohne. Wer viel mit begrasen zu tun hat , sollte es sich überlegen, ob er sich das Profigerät zulegt. Ansonsten geht auch der Grasmaster, wenn man nicht zu hohe Ansprüche beim Landschaftsbau (begrasen) stellt. Ich jedenfalls habe den Kauf des Profigerätes nicht bereut.


    Gruß aus Sachsen


    Klaus

  • Hallo,


    gutes Werkzeug allein bringt noch keine guten Ergebnisse!


    Es gibt sicherlich auch den einen oder anderen "Künstler", der mit einer Fliegenklatsche bessere Ergebnisse erzielt als ein anderer mit einem Profigerät!


    ...aber das Profigerät macht es auch einem Laien einfacher bessere Ergebnisse zu erzielen!


    Bis 6 mm Faserlänge ist der Grasmaster eine günstige Alternative! Nicht so gut wie das Profigerät, aber aufgrund des Preises attraktiv!


    ...und eigentlich kann man mit Fasern bis 6 mm beinahe alles erschlagen!


    Man kann das Profigerät auch leihen oder aber sich mit mehreren Personen ein Gerät gemeinsam anschaffen!



    Gruß
    Joachim

  • Hallo,


    sicher, ein schwieriges Thema... Selbstbau, Hobby- oder Profe-Gerät? Einfacher wird die Entscheidung (für mich!), wenn ich den Preis für ein Profigerät bei Langmesser sehe... 1.700 €! Ich habe extra nochmal auf die Nullen am Ende geschaut...


    Dafür kann ich mir ja Rollrasen verlegen lassen ;)


    Gruß
    Thomas

  • Hallo Thomas,


    ich weiß nicht, wo bei Langmesser Du nach dem Preis geschaut hast ...


    ... aber wenn ich auf den Link klicke, den Arnold im Beitrag 10 mit eingestellt hat, dann stehen da bei mir 859,- € für das "Profi"-Gerät. :whistling:


    Tschüß aus Leese


    Frank-Martin

    Gutes Werkzeug kann man(n) nur durch noch Besseres ersetzen !!! ;)

  • Hallo,


    ich habe mit der selbstgebauten Fliegenklatsche durchaus gute Erfahrungen gemacht.


    Auf dem Bild hier kann man das gut sehen:



    Bei dem Feld auf dem Bild links habe ich das Gerät von Noch verwendet. Und neu für mich war, dass man das Gras "verlängern" kann. Also kurze Fasern "verlegen", dann mit Sprühkleber übersprühen und die nächste Ladung kurze Fasern. So sah das fast wie eine Bürste aus:




  • Servus,


    Du brauchst ja eh nur einen. :D


    Obwohl, beidhändig begrasen... hätte schon was 8o


    LG


    Arnold

  • ..., wenn ich den Preis für ein Profigerät bei Langmesser sehe... 1.700 €! ...


    Hallo Thomas,
    da muss wohl über Nacht die Deflation zugeschlagen haben. Heute Mittag sind es 859,00 EUR :D



    Bei dem Profigerät steht im Datenblatt bis 70kV und bis zu 0,15mA, das sind nach meinem Taschenrechner immer noch mehr als die erlaubten 3 Joule Entladungsenergie.
    Also schön aufpassen!



    Gruss
    Kpt. Blaubär

  • Oh, da hab ich aus Versehen 2 Stk. in meinen Warenkorb geklickt :love: Wie Arnold schon sagt: Beidhändig, das hat was!


    Also, mea culpa, ich nehm alles zurück! Es sind "nur" 859 €!! Ist ja cool... was mach ich nur mit dem vielen Geld, was ich jetzt einspare?? ;)


    Gruß
    Thomas

  • Hallo zusammen,
    im Beitrag 12 von "leser" ist die Möglichkeit des Entleihens eines solchen Profigeräts erwähnt.
    Grundsätzlich finde ich diese Idee sehr gut, da man ja dann sicherlich ein paar Euros sparen kann und der Entleiher sein Gerät vielleicht etwas günstiger am Ende bezahlt hat - guten und sauberen Umgang mit dem Gerät vorausgesetzt.
    Ich zum Beispiel würde gerne von solch einem Angebot gegen Zahlung eines Obulus Gebrauch machen, da es hier nur ca. 1 qm in vielen Einzelstücken sind. Da lohnt eigentlich nicht der Kauf eines Profigräts, obwohl man gerne zweck bester Resultate damit arbeitet.
    Was meint Ihr denn zu solch einer Möglichkeit?
    Gruß aus der Eifel
    Rainer

  • Hallo Rainer,


    ein ähnliches Beispiel: bei uns im Moba-Club können Mietglieder ein clubeigenes Gerät kostenlos ausleihen. Und es wird reichlich Gebrauch davon gemacht!

    Gruß, Wolli ---> wünsche allen HP1 !

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