Lenz / ALTBAU-ELEKTROLOK E 44

  • Hallo,


    mich irritiert die Farbgebung der E 44 in Epoche II. Dieses helle Grau kommt eher einem Fotoanstrich nahe, als dem Farbton Blaugrau RAL 7018. Außerdem sollten an den Stromabnehmern noch die Gelenke rot lackiert sein.


    Mit freundlichen Grüßen

    Roland

  • Hallo,


    hier der Unterschied der Farben zwischen RAL 7018 und dem Lenzchen Grau.


    Auch die rein schwarzen Zierlinien auf der Lenz-Lok weisen eher auf einen Fotoanstrich hin. Denn, auf dem doch sehr dunklem Grau der DRG würde man schwarze Zierlinien kaum sehen, weshalb diese dann auch mit Weiß abgesetzt wurden. Beim Fotoanstrich wurden Details mit zusätzlichen schwarzen Linien abgesetzt, wie zum Beispiel die Umrandungen der Jalousien. Allerdings waren die Fotoanstriche meist nicht wetterfest und konnten abgewaschen werden, so wurden die Loks im Plandienst dann nicht eingesetzt. Hoffentlich ändert dass Lenz noch und macht nicht den gleichen Fehler wie vor Jahren Roco und Trix gemacht hatten (diese hatten sich an der falsch lackierten Museumslok E 75 09 orintiert).


    Mit freundlichen Grüßen

    Roland

  • Gude,


    ein Blick ins Buch von W. Diener zum Anstrich und Bezeichnung von Lokomotiven (Seiten 49 ff) genügt, um die Aussage von Rollo zu bestätigen.

    Fotos zeigen allerdings, dass die weißen Absetzlinien um die schwarzen Zierstreifen deutlich feiner waren als beim oben gezeigten Modell und am Dachrand nicht vorhanden waren.

  • Naja nicht ganz...


    Im EK-Buch zur E44, gibt es auf Seite 50 und 51, einen schönen Auszug zur Farbgebung.


    Bis 1942 wurde in RAL 7018 lackiert, ab 1942 dann in RAL 7011 und ab 1943 dann in RAL 7021.

    Auf Seite 51 unten, ist die E44 125 in der Lenzfarbgebung zu sehen.

  • Naja, auch nicht ganz...


    Wenn RAL 7031 im letzten Beitrag und nicht RAL 7021 (Schreibfehler ?) gemeint ist, dann ist es ok. Wobei es auch Quellen gibt, die den Einsatz von RAL 7031 ab 1942 beschrieben, aber 1942 und 1943 liegen auch nah beisammen. Auf jeden Fall gab es die E 44 in der von Lenz gewählten Farbe :)

  • "...Im Zuge von Kriegsmaßnahmen beschloss der Anstrichausschuss am 12. Juni 1942, dass bei elektrischen Lokomotiven der Farbton RAL 7018 durch "eisengrau" (RAL 7011) ersetzt wird, was zumindest die ab Mitte 1942 ausgelieferte E44 125 betraf. Im November 1942 folgte eine weitere Richtlinie, die als Außenanstrich für alle während des Krieges zu liefernden elektrischen Lokomotiven den wesentlich dunkleren Farbton "schwarzgrau"(RAL 7021) vorsah. Diesen Anstrich könnten die ab Anfang 1943 gebauten E44 126-178 erhalten haben. Ob dies überhaupt geschah und in welchem Umfang, ist nicht bekannt..."


    "...Mit Verfügung vom 29. Oktober 1944 ordnete das Reichsverkehrsministerium die Farbtarnung von Schienenfahrzeugen an..."

    "...Bei Lokomotiven, die im RAW einen Neuanstrich erhielten, sollte die Tarnfarbe als Neuanstrich aufgetragen werden, bei den übrigen war die Tarnung auf den vorhandenen eisengrauen Anstrich (in der Verfügung ist von RAL 7011 die Rede) aufzutragen..."


    Auszug aus: Die Baureihe E44 von Brian Rampp, EK-Verlage; Seite 50 und 51

  • Moin!


    Nach der Argumentation von Herrn Wohlfart ist die als "DRG" beworbene Lok [ab 1937 gab es keine DRGesellschaft mehr sondern nur noch DR] also lediglich von 1942 bis April 1943 einsetzbar [, denn im April 1943 wurde die E44 010 nach Ulm abgegeben].

    Können wir dann auch mit einem zeittypischen Federvieh auf der Seitenwand der Lok rechnen?


    Und welche Wagen soll man dahinter hängen? Kommen vielleicht noch passende Donnerbüchsen mit Federvieh?


    Da gibt es mal eine E-Lok, die schon vor 1937 im Einsatz war, und dann solch eine Beschränkung - sehr schade!

    Paßt dann aber natürlich besser zur kommenden E94.


    Herr Lenz hatte da noch eine klare Linie vertreten:
    RE: Gerade entdeckt bei Lenz


    Gruß,

    Ralf

  • ... der eigentliche Grund ist ein ganz anderer: Niemand kann genau sagen, wie RAL 7018 wirklich ausgesehen hat und um Diskussionen darüber zu vermeiden, wurde die Entscheidung getroffen, die mit verschiedenen Quellen nachweisbare Farbe RAL 7031 zu verwenden, die noch dazu durch den Lieferanten umsetzbarer war als irgendeine fiktive RAL 7018 Mischung.

    Dass das jetzt wieder zu anderen Diskussionen führt.... ;( Bitte einfach die Lok nicht kaufen, wer damit Probleme hat! ^^

    DRG verwendet man halt gern als Unterscheidung zur (Ost-) DR.....


    Aber jetzt höre ich auf, muss mich noch um andere Modelle kümmern.... ;)

  • Hallo Herr Wohlfahrt,


    ... naja, so stimmt das wohl auch nicht, sondern Sie versuchen vielleicht eine etwas oberflächliche Recherche zu rechtfertigen.


    Blaugrau RAL 7018 hieß nun einmal bis zur Löschung aus der RAL Farbtabelle anfangs der 1950er Jahre der durchaus auch heute noch nachvollziehbare dunkle Farbton (das ist kein Hexenwerk). Erst danach wurde der hellere Farbton RAL 7031 für diese Bezeichnung überhaupt wieder frei.


    Es wird jedoch ein Modell des Bw Stuttgart (Rosenstein) zwischen 1933 und 1943 nachgebildet, wobei die Zeit ab spätestens 1941 wegen der kriegsbedingten Verdunkelungsmaßnahmen wegfällt (z.B. müssten dann Laternenblenden an die Lok). Es kommt also auf das am Modell angeschriebene letzte Revisionsdatum an. Wenn es ein DRG Modell sein soll, dann trifft der Zeitraum vor dem 10.2.1937 zu. Damals, aber auch noch 1940, also auch zu Zeiten der DRB, war der Lokkastenanstrich im dunklen RAL 4h (7018) gültig.


    Erst ab Sommer 1942 war bei Neulieferung oder Vollaufarbeitung Eisengrau RAL 7011 und bereits ab Anfang 1943 Schwarzgrau RAL 7021 vorgeschrieben. Bei teilweiser Ausbesserung wurde der vorhandene Anstrich aber auch dann noch beibehalten.

    Mit Gruß vom Nick

    Edited once, last by Nick ().

  • Moin Freunde,


    wie bei den damaligen Ländrbahnlackierungen; es streiten sich die Geister und keiner war mehr dabei. Dafür giings in den einschlägigen Foren so richtig ab :D

    Aus den Schwarzweiss Bildern ist nichts zu entnehmen ....lassen wir doch mal die Kirche im Dorf. Was bringt mich dazu, einem Hersteller einen Mangel an Recherche zu unterstellen? Es gab ein dunkles Blaugrau, es hab ein Fotograu, es gab ein helleres Blaugrau und man könnte bei allen Farbtönen noch den Aufhellungsfaktor durch ausbleichen dazu nehmen.... Einfach mal sacken lassen und vielleicht dem Hersteller mal ein wenig Vertrauen entgegenbringen?


    Gruss Dirk

  • Gude,


    klar darf und soll jeder kaufen, was er schön findet.

    Und aus den Grautönen der alten Schwarzweissfotos könnte man auch einen lila Farbton ableiten.

    So kann man natürlich den Versuch einer seriösen Recherche leicht zerreden.

  • Lieber Nick,


    vorischtig mit der Argumentation, die beinhaltet schon wieder eine Unterstellung....

    Frag doch bitte in den USA an, die haben als grössten Wirtschaftsraub der Geschichte zig-tausende Zusammensetzungen aller bei der IG Farben vorhandenen Mischungen mitgehen lassen.


    Spass beiseite, der Hersteller wird vorab eine nicht wenig aufwendige Recherche betrieben haben. Ich habe das in meinen H0 Zeiten als Länderbahner selbst mal gemacht.


    Gruss, Dirk

  • Gude Fritze


    ... und ich mache das auch schon länger und immer noch.

    ... und meine diesbezügliche Erfahrung zeigt, dass man langwierige Recherchen gerne vermeidet, selbst bei sehr "renommierten" und hochpreisigen Vermarktern. Es soll eben doch möglichst schnell und einfach gehen. Aber das Vorbild ist nicht immer ein Wunschkonzert.


    So hat auch Lenz meine Recherchen zur BR 86 vom Vorgänger übernommen, dabei allerdings gleich mal mit einer Änderung bei der 86 050 einen Bock geschossen, der dann wieder auf die Beine gestellt werden musste. Nun ist alles wieder gut und wie ursprünglich vorgesehen.

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