Ein Feuerwehrhaus für die Weilroder Kleinbahn

  • Seit längerer Zeit überlege ich schon, wie ich meine Feuerwehrfahrzeuge unterbringe. In der Nähe des Lokschuppens fand sich ein Platz. Es sollte ein sehr einfaches ländliches Gebäude werden. Also wurden die unterzubringenden Fahrzeuge ( ein Löschfahrzeug, eine kleine Drehleiter und ein Löschanhänger ) zunächst auf eine Bodenplatte gestellt. So wurden die Außenmaße festgelegt. Das Gebäude hat kein Vorbild. Dort sind 2 Fahrzeuge untergebracht. Der Anhänger steht in einer Garage ( Heftbeilage SNM )neben dem Hauptgebäude. Er wird von einem Trecker gezogen. Das Löschfahrzeug ( IFA W50 ) habe ich mit Feuerwehrfiguren von Figuren Bauer bestückt. Außerdem habe ich eine Führerhausbeleuchtung und eine Beleuchtungselektronik für das Blaulicht eingebaut. Ausgelöst wird das Ganze durch einen Taster an der Anlagenkante. Sehr zur Freude meiner Enkel. Aus der Drehleiter ( Hannomag ) wird ein Robur 1800. Den Anhänger zieht ein IFA Pionier. Auch die stehenden Figuren sind von Figuren Bauer.

    Der Rohbau des Gebäudes ist nun fertig. Als nächstes folgen die Feinarbeiten.

    Wenn ich soweit bin, werde ich wieder berichten

    Viele Grüße aus dem Norden

    Dierk der Kleinbahner



  • Moin Dierk!


    Schönes Detail, so oft zu sehen auf‘m Dorf - aber nie beachtet. Glückwunsch.


    Für die Beleuchtung von Fahrzeugen verwende ich einen Lenz Standard+ Dekoder. Der kann alle vier Ausgänge einzeln schalten und zu jedem Ausgang noch mit einer zweiten Taste Effekte (Blinken, Wechselblinken usw.) aktivieren. So kann man statt Enkel-Taster mit dem handregeler über eine eigene Adresse die Beleuchtung von Firlefanz schalten. Und meist sind die Dinger für einen Zwanziger am Start.


    So hab ich einen amerikanischen Polizeiwagen, der hat Fahr- und Rücklicht, Fernlicht. Bei Blaulicht (Wechselblinker) blinkt zusätzlich das Fernlicht. Der Wagen wird mit dünnen Kabeln bei fliegendem Aufbau mit dem Gleis verbunden.


    Viele Grüße aus dem Norden, dirk

    Modellbahn ist Spaß - und den definiert jeder selbst!

  • Hallo,


    ein Turm für die Schläuche muss nicht unbedingt sein. Gerade bei kleineren Spritzenhäusern im ländlichen Raum fand man keinen Schlauchturm. Kleinere Feuerwachen hatten dafür spezielle Trocknungsöfen bzw. Trocknungsgeräte. Somit waren die Schlauchtürme, die mussten ja immerhin die Höhe einer Schlauchlänge haben, überflüssig.


    Gruß vom Schorsch


    PS.: Ich wurde darüber von meinem Sohn, einem ehemals aktiven Feuerwehrmann einer Freiwilligen Feuerwehr, aufgeklärt als ich ebenfalls mit dem Bau eines Spritzenhaus ohne Turm begann.

    Bau einer kleinen Nebenbahn-Endstation. Derzeit noch Planungsphase - Baubeginn voraussichtlich August 2022.


    Ich bin der Georg oder wie man bei uns in der Kurpfalz sagt der Schorsch.

  • Hallo Dierk!


    Als aktiven Feuerwehrmann geht einem schon gleich bei diesem Motiv das Herz auf.

    Allerdings passen einige Dinge bei deinem Motiv nicht unbedingt zusammen, so sind die Hanomag Kurier Leiter aus Nürnberg und das W 50 Tanklöschfahrzeug aus Berlin bestimmt nie zusammen zum Einsatz gefahren.

    Kleiner Tipp, bei dem W 50 TLF passt die Lagerung der Steckleiterteile nicht. Es hatte nur 2 Steckleiterteile an Bord und die lagen auf dem Aufbau und haben nicht darüber hinausgeragt.

    Eine unserer Nachbarfeuerwehren hatte solch ein TLF- "Scheißtürentanker"- im Einsatz.

    Warum "Scheißtürentanker?- Weil einem die Türen im Einsatz bei geöffneten Zustand immer im Weg waren.

    Wir hatten nach der Wende auch ein W 50 TLF, allerdings als W 50 TLF GMK. GMK bedeutet hier Ganzmetallkoffer, dieser Aufbau besaß die heute üblichen Jalousien und bestand komplett aus Metall, während bei deinem TLF der Aufbau in Mischbauweise Stahl - Holz ausgeführt war.


    Nun noch einmal zum Gerätehaus, Schlauchtürme waren nicht immer angebaut. Die nassen- gebrauchten Schläuche wurden schon recht frühzeitig zentral eingesammelt und gereinigt und getrocknet.

    Oftmals wurden und werden solche Türme aber auch für Leiterübungen genutzt. Daran lässt sich prima der Umgang mit tragbaren Leitern üben oder man kann sich daran abseilen als Selbstrettungstechnik.

    An Gerätehäusern waren oftmals auch andere Bauten noch angebaut, so kenne ich ein solches Gerätehaus mit einer angebauten Trafostation.


    Wenn Du noch weitere Fragen zum Thema Feuerwehr hast, dann melde Dich ruhig, ich bin mittlerweile 30 Jahre im aktiven Dienst.


    MFG, Andrej.

  • Falls Kritik gestattet ist: Mir fällt auf, dass das Obergeschoss nur per Drehleiter erreichbar ist, da der Architekt kein Treppenhaus eingeplant hat (die komplette Grundfläche wird ja als Stellfläche für die Fahrzeuge genutzt) und es auch keine Außentreppe gibt.

    Vielleicht lässt sich da noch was machen?

    Gruß, Freddy

    Ich mache gern Kompromisse. Aber nicht beim Maßstab.

  • Hallo Dierk,

    deine Feuerwache - besser Spritzenhaus - könnte auch bei uns im Dorf stehen. Die ist dir sehr gut gelungen! Bei uns gab es bei den kleinen Dorfwehen einen " Trockengalgen", bevor die Schläuche in zentralen Wehren gewaschen und gepflegt wurden. Das konnte ein einfacher Holzmmast sein, an dem ein Metallring hochgezogen wurde, welcher wiederum Halterungen zum Einhängen der Schläuche rundum hatte.

    Gab es in der Nachbarschaft einen ausreichend hohen Giebel, so wurde dort solch ein Trockenring mit einem Ausleger an die Wand montiert.

    Möge auch für deine Wehr der Spruch gelten: Stets bereit, doch nie gefragt!

    Viele Grüße aus dem trüben Schwarzwald,

    Dieter

  • Falls Kritik gestattet ist: Mir fällt auf, dass das Obergeschoss nur per Drehleiter erreichbar ist, da der Architekt kein Treppenhaus eingeplant hat (die komplette Grundfläche wird ja als Stellfläche für die Fahrzeuge genutzt) und es auch keine Außentreppe gibt.

    Vielleicht lässt sich da noch was machen?

    Gruß, Freddy

    Moin Freddy,

    der Zugang ist von hinten über eine Treppe geplant.

    VG Dierk

  • Hallo Dierk!


    Dass der Hanomag mal eine Robur- Drehleiter werden soll, habe ich leider definitiv überlesen. Dann passt es nämlich sehr gut.


    Mit dem Zugang zum Schlauchturm würde ich mir gar nicht so viel Aufwand machen, bei dem Gerätehaus was ich kenne (heute nicht mehr in Betrieb) war einfach eine senkrechte Leiter nach oben auf den Zwischenboden eingebaut. Außen war hier gar nichts, außer der Sirene auf dem Dach angebaut, von daher kannst Du über dieses Detail hinweg sehen.

    Die "Spinde" der Feuerwehrleute, früher oft auch als Haken bezeichnet, waren entlang den Wänden aufgestellt, solche Zeiten kenne ich auch noch.

    Das war dann immer sehr unschön, wenn es draußen kalt war und die Tore schon offen, denn oftmals wurden solche Häuser nicht geheizt, dazu kamen dann noch die Fahrzeugabgase beim Startvorgang.


    Dann allen noch ein schönes Wochenende, Andrej.

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