(Re-)Digitalisierung mit PluX22-Schnittstelle

  • Moinsen!


    Für viele 0-Loks reicht ein H0-Dekoder. Ich lasse dazu die Lok an einen Prellbock fahren und messe den Strom. Bei den bisher umgebauten BR 212, BR 260 und BR 064 kam ich so nie über 1A. meist waren es so um die 600 bis 800 mA. Bei einer V80 (du-weist-schon-wer) sogar nur 400 mA


    Ein Zimo MS450 verträgt 1,2 A, ein ESU 5.0 sogar 1,5 A als Dauerlast.


    Der Vorteil einer PluX22-Schnittstelle liegt für mich darin, dass alles drin ist:

    - Licht v/h + 7 Funktion als direkt nutzbare Ausgänge

    - Speicheranschluss mit enthalten

    - Lautsprecher

    - Eingang für Achssensor

    - Susi (für besondere Funktionen oder umschaltbar als Servo, zusätzliche Schalteingänge oder Logik-Pegel-Ausgänge; bei Zimo zum schnellen Laden der Soundprojekte (wenige Minuten)


    Man braucht also keine zusätzlichen Strippen zum Dekoder, einfach ein- oder ausstecken und fertig.


    Wer noch 5V Spannungsregelung für die Ausgänge und Verstärkung auf 1,8 A will, nimmt von Zimo den Adapter ADAPLU50 (oder ...15 für 1,5V)


    Fertig zu kaufen gibt es eine Schnittstelle von ESU (#51958). Diese gefällt mir nicht, da die Anschlüsse auf einer und der Dekoder auf der anderen Seite eingesteckt wird. Der Nachteil ist, dass man so die Platine nicht einkleben oder schrauben kann um dann die Kabel aufzulegen bzw. das ganz nur nachträglich mit einem Klebepad befestigen kann.


    Bei ebay bin ich bei der Suche nach "Plux22 Adapter" auf diese von jk-modellbahn hier gestoßen:


    Die Buchse muss man selbst auflöten, was aber mit einer feinen Lötspitze schnell gelingt. Die Klammer hält die Buchsenleiste, bis die äußeren Beinchen verlötet sind. Mit 6,00 EUR (Mengenstaffel) ist das ganze auch preiswert. Ich habe schon 10 Stück davon verbaut.


    So sieht es mit Dekoder aus:


    Die Platine ist komplett verzinnt und hat mehrfache Pads für Gleis r/l, Licht v/h und +.


    Es gibt künftig auch eine Variante mit größerer Bauform (30x60mm) , mehr Platz, Steckbuchsen für Funktionen (Lv/h, F1-F5, +), Susi (hier nicht aufgelötet) und Lautsprecher. Auch sind schon Lötpads für Vorwiderstände (wenn nicht benötigt, mit 0-Ohm überbrücken). Bestimmte sind Pads mehrfach herausgeführt, hier zusätzlich noch M+ und M- je 2 x.


    Bei Interesse beim Anbieter nachfragen, der Preis steht noch nicht fest.


    Hier als Beispiel der Umbau einer Class 08 von Dapol. Diese hat zwar eine MTC21-Schnittstelle, aber ich habe diese aus 3 Gründen gegen eine Plux22 ausgetauscht:

    - kein Energiespeicheranschluss in der Schnittstelle

    - möglichst wenig Dekodertypen abweichend vom MS450

    - nicht alle Lichtoptionen waren werkseitig aufgelegt


    In der Lok wurde alles entfernt und alle Anschlüsse auf einer Buchsenleiste aufgelegt.

    So kann das Gehäuse komplett getrennt werden.


    Die Stirnbeleuchtungen haben die Vorwiderstände integriert, für die Kabinenbeleuchtung muss ein 1kOhm verwendet werden. Auf einer PS-Platte 1mm ist jetzt in ursprünglichen Halterung (2 Schräubchen) ist jetzt alles incl. 10.000er Elko alles drauf:


    Vor dem Dekoder einstecken wird alles per Testboard (hier mit 10V) nochmal geprüft:


    Dann kann der Dekoder rein:


    Licht kann ich jetzt in diesen Variationen schalten:



    Dazu nutze ich das Zimo "Schweize Mapping":

    vorn:

    F0 nur oben

    F0 + F11 oben und unten

    F0 + F12 nur unten


    hinten:

    Mit F1 dto.


    Hier die Testfahrt der Schwesterlok:

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    Fragen: gern!


    Viele Grüße aus dem Norden,


    dirk

    Modellbahn ist Spaß - und den definiert jeder selbst!

  • Hallo zusammen


    Auich ich nutze diese Schnittstelle für Umbauten an älteren Loks, vorwiegend des Herstellers Hermann. Meine überlegung ist aber eine andere, ich benutze diese PluX22 weil es sehr einfach ist ein Decoder zu tauschen. Nach einem Umbau kommt als erstes ein ESU Lokpilot drauf, im falle eines Kurzschlusses kostet dieser nicht so viel wie ein Loksound Decoder. Nach erfolgreicher Testfahrt der Lok wird getauscht gegen einen Loksound Decoder.


    Gruss Michael

  • Moin Michael!


    deine Methode kann man noch etwas rauchfreier machen, wenn man eine Zentrale mit extra Programmierausgang hat (z.B: Lenz LZ(V)100).


    Lok auf das Programmiergleis und z.B. Adresse auslesen. Wenn dann ERROR 01 (=Überlast), muss man auf die Suche gehen. Die wenigen mA am Programmierausgang töten keinen Dekoder.

    So werden nicht alle Kurzschlüsse gefunden, aber die meisten - und übelsten.


    Ganz wichtig: Verbindungen Lautsprecherausgang zu "Irgendwas" kann man nur durch "klingeln" (Durchgangsprüfung mit dem Mulitmeter) ermitteln. Hier ist jede (!) Verbindung wonanders hin tödlich für die Endstufe.


    Viele Grüße, dirk

    Modellbahn ist Spaß - und den definiert jeder selbst!

  • Hallo Dirk


    Danke für die Info, da gebe ich Dir recht, zuerst auf das Programmiergeleise, bei den "alten Loks" vor allem mit Vorlaufachsen / Drehgestellen wie z.B. SBB Ae 4/7 oder Ae 3/6II macht es Sinn auch auf der Anlage zu fahren, gerne machen Sandleitungen, Schienenräumer oder Aufstiege Kurzschlüsse und da besteht leider auch die Möglichkeit den Decoder zu beschädigen. Diese Lok's sind eigentlich für grosse Radien gemacht, fahren aber in den Regel gut durch Lenz R10.


    Gruss Michael

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