Elsenheim

  • Hallo Forum,


    nachdem ich mich HIER im Neuling-Bereich als Spur-Null-Infizierter mit Vorgeschichte vorgestellt habe,
    nun meine Planungen, die vielleicht ab 2014 Gestalt annehmen könnten:


    Ich stelle ein paar Entwicklungsstufen für meinen Endbahnhof Elsenheim vor.
    So sahen der Lageplan und der Stellwerksplan für die
    H0-Anlage in den 90ern aus, so geradlinig liegen auch die Gleise auf der Anlage, naja...:



    Die Planung der H0 im neuen Dachboden hätte etwa so aussehen
    können. Leider fällt wahrscheinlich nun in Spur 0 die Werksbahn mit Waggondrehscheibe mit
    Dreischienengleis (schon fertig gebaut) weg, weil es sonst
    ein bisschen eng wird.



    Prämisse 1 für den Spur-0-Plan war, den Bahnhof nur so umzuplanen, dass der
    Verschlussplan des Stellwerks weitgehend unverändert bleibt. D.h. auch, dass
    die opulente Signalausstattung, die damals durch das Stellweksprojekt für einen
    Endbahnhof so üppig ausgefallen war (insgesamt vier Hauptsignale (1 Esig und 3
    Asig), beibehalten wird. Durch die örtliche Situation (Elsenheim ist
    angenommenermaßen einerseits ein Ausflugsziel für die Leute aus der Stadt
    (-> intensiver Personenverkehr, zumindest in Stoßzeiten) und ein großes
    Güteraufkommen durch z.B. Holzverladung, BayWa und zwei Privatanschließer)
    lässt sich die Ausstattung vielleicht ja doch halbwegs begründen.


    Aber der neue Bahnhof sollte interessanter werden, denn die
    H0-Variante ist schon sehr geradlinig, parallel zur Anlagenkante und dadurch
    fast etwas langweilig ausgefallen. Ich wusste es damals noch nicht besser und die
    räumlichen Möglichkeiten waren auch nicht für andere Lösungen geeignet.


    Prämisse 2: Nie mehr eine feste Anlage. Sie muss zerlegbar
    und transportabel sein. Möglicherweise will man mal eine Ausstellung besuchen,
    möglicherweise will man mal eine USA-Modellbahn im gleichen Raum aufbauen, kann
    ja alles mal sein…





    oben: Variante 1: Elsenheim verbogen und verwandelt, man erkennt
    den Bahnhof fast nicht mehr, aber die wesentlichen fernbedienten bzw. vom
    Stellwerk per Riegel überwachten Weichen sind geblieben, eine ist weggefallen
    oder so. Naja, war noch nicht so toll im Dachboden integriert, viel toter Raum.
    Das grüne ist der Treppenbereich, der muss frei bleiben. Die inneren blauen
    Linien markieren unter der Dachschräge eine ca. 1,35m- Höhenlinie, damit muss
    ich in etwa höhenmäßig klarkommen, sonst wird alles zu klein.




    oben: Variante 2: Das Ganze gespiegelt (tut ja dem Verschlussplan
    nix), grobe Planung der Segmente. Die Stütze des Dachstuhls (dunkelgraues
    Rechteck) wird in die Anlage integriert, das wird der Baywa-Turm. Nachteile:


    - der Stutzen vorne links würde zwar ein tolles keilförmiges
    EG zwischen Gleis 1 und z.B. einem Güterschuppen ergeben, verschlechtert aber
    deutlich die Eingriffsmöglichkeiten und kostet Platz.
    - hinten (Gleis 4) ist die Gleisanlage über eine recht lange
    Strecke nahe und parallel zur Hintergrundkulisse, was unnötige Schwierigkeiten beim
    Gestalten des Übergangs zwischen Anlage und Kulisse machen wird




    oben: Variante 3: Das ganze in Farbe und bunt; vorläufiger
    Zwischenstand mit etwaiger Gestaltung, der mir aber schon ganz gut gefällt.



    - der linke Stutzen ist von Gleis 2 über eine Kreuzung durch
    Gleis 1 geführt und ist nun eingeklappt, was Platz spart und besseren Eingriff
    ermöglicht.
    - die Anlage ist insgesamt leicht nach rechts rotiert, so nähert
    sich Gleis 4 nur auf Höhe der Weiche am Lokschuppen dem Hintergrund und rechts bleibt mehr
    Gestaltungsmöglichkeit für den Übergang
    (Straße/Allee/Bebauung)
    - ein Ladegleis mehr ist rechts möglich
    - die Segmenteinteilung (beiger Teil = „Kermsegmente“)
    ermöglicht Transport der Einzelteile. Zusätzliche kleine Randsegmente werden
    angehängt.


    Interessant wird noch werden, wie das Stellwerk angebunden
    wird. Bisher (H0) sind die Weichen, Riegel und Signale alle direkt per Drahtzug
    angebunden, das wird sich bei der Segmentanlage nicht mehr machen lassen. Eventuell
    geht da was mit herausnehmbaren Doppelgestängen, das muss aber erst erprobt
    werden. Eventuell auch eine (mechano-elektrische) Teil-Lösung: entferntere
    Antriebe werden elektrisch betätigt, näher gelegene rein mechanisch. Mal sehen.


    So nun hoffe ich, trotz des Umfangs nicht gelangweilt zu
    haben und verbleibe mit Hp1-Grüßen,


    Michi

  • Hallo Michael,


    deine Planung ist ganz interessant, vor allem, da du auch eine Reihe von Privatanschlüssen und Gütergleisen vorsiehst - aber du solltest das Ganze vielleicht erst einmal in Null auf dem Boden auslegen (und sei es mit Schablonen für Weichen und Gleise). Vieles sieht nämlich auf dem Papier oder am Computer machbar aus, in der Realität geht es dann aber manchmal nicht bzw. sieht einfach schlecht aus (diese Erfahrung habe ich auch selbst machen müssen).
    Es ist sowieso schade, dass du so auf dieses Stellwerk fixiert bist. Gut, es mag toll sein, damit zu spielen, aber es nimmt dir jegliche Flexibilität in der Planung.


    Zum Beispiel: Du hast drei Bahnsteiggleise (ich nehme an, der Hausbahnsteig zählt mit). Wenn sie wirklich genutzt werden sollen, dann ist dein nur viergleisiger Fiddleyard schon damit fast voll, es bleibt nur noch Platz für einen Güterzug oder es muss immer ein Personenzug im Bahnhof stehen.


    Oder: Die Tiefe. Lenz-Loks (und inzwischen auch die anderer Hersteller) können zwar ferngesteuert einen Waggon abkuppeln, um aber Waggons im Zug abzukuppeln, musst du immer noch mit der Hand (bzw. einem Werkzeug) ran oder einen festen Entkuppler benutzen. Ersteres wird in den hinteren (Güter-)Gleisen schwierig, vor allem, weil im Vordergrund auch noch EG und Baywa stehen.


    Tschüß
    Utz

    My Private Idaho - die Camas Prairie Railroad

  • Hallo Utz,


    danke für deine Anmerkungen! Jetzt komme ich mal endlich zum Antworten.


    Stellprobe und genauere Planung / Erprobung von Eingriffstiefen bzw. Bereichen, die unbedingt leicht erreichbar sein müssen usw. sind selbstverständlich. Würde ich ja auch in jedem anderen Maßstab so machen, die Probleme sind mir schon bewusst, in Spur 0 natürlich besonders. Dennoch danke, dass du mitdenkst. Ggf ist ja auch eine teilweise Spiegelung der Glesie 1-4 möglich, so dass das EG hinten zu liegen kommt. Das müsste ich wiederum mit dem Verschlussplan abstimmen, was eine ganz nette Herausforderung sein könnte. Mal sehen. Ist ja noch im Planungsstadium. Fiddleyard, so wie er momentan gezeichnet ist, eher symbolisch gedacht, den baut man dann nach den tatsächlichen Erfordernissen und Platzverhältnissen. Ich kann ja auch auf dem elektronischen Plan die genauen Verhältnisse, die durch die Dachschräge bedingt sind, noch nicht zu 100 Prozent absehen. Das muss auch im Hinblick auf Gebäudehöhen und Hintergrundhöhen erprobt werden.


    Zu überlegen bzw. schriftlich festzulegen ist auch noch detaillierter, welche Betriebsabläufe durchzuführen sind, Fahrplan, welche Züge und Wagenladungen usw. Interessant wir es auch werden, die Segmente so zu dimensionieren, dass sie noch transportabel (stapelbar?) sind und dennoch möglichst an günstigen Stellen die Gleise schneiden.


    Stellwerke machen für mich einen wichtigen Teil das Hobbys aus, die Beschäftigung damit finde ich absolut faszinierend. Im Forum gibt es aktuell einen Thread zu mechanischen Stellwerken, was mich sehr gefreut hat. Unser Stellwerk (in unzähligen Stunden entwickelt und gebaut - Herzblut :love: ) und damit ein Großteil des Lageplans ist damit gesetzt, die damit verbundene Beschränkung stört mich persönlich jetzt nicht. So kann ich auch auf der sicherungstechnischen Seite interessanten Betrieb machen.


    Gruß, Michi

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