Militärisches Ladegut für die Spur Null

  • Hallo Zusammen,


    ein sehr interessantes Thema, das auch in Friedenszeiten präsent war.


    Ich erinnere mich noch gut an die Transporte der belgischen Armee zu und vom Truppenübungsplatz Vogelsang bis Mitte der 2000er Jahre im heutigen Nationalpark Eifel. Dort fand die Verladung in Höddelbusch bei Schleiden statt. Sehr imposant war auch die Fahrt des Zuges über die Ortsdurchfahrt in Olef zwischen Kall und Hellenthal gelegen.


    Ich schaue mal nach Fotos, die ich damals geschossen habe.


    Bespannt waren die Züge mit der BR215, früher auch mit V100 und bis in die 1970er mit 50er des Bw Köln-Eifeltor. Verladen wurden hauptsächlich Panzer und andere Kettenfahrzeuge. Das Gelände war gut zugänglich und nicht eingezäunt und befand sich direkt an der Strecke Kall-Schleiden-Hellenthal.


    Interessant ist in der gleichen Region auch die UTA (Untertageanlage) in Mechernich. Das ist ein Bunker der Luftwaffe, wo ganze Züge reinfahren können. Zur Zeit ist die Zufahrt von der Eifelstrecke in die UTA aber gesperrt. Hier wurden eher G-Wagen zugestellt. Im Netz findet man aber kaum etwas darüber. Die Bundeswehr hatte damals die 290 999 in altrot dafür vorgesehen, die aber nachher auch im normalen Güterzugdienst bei der DB in der Region eingesetzt war. KM-1 wird dieses Modell ja auf den Markt bringen.


    Mit diesen "militärischen" Themen kann man etwas Abwechslung in die Zuggestaltung bringen. Es genügt schon ein Wagen mit einem militärischen Radfahrzeug, egal welcher Streitkräfte, das in einer Übergabe unterwegs ist. Vorbildfotos dazu findet man häufig im Netz.


    Schöne Grüße

    Norbert

  • Während einer Radtour 2007 bei Heidelberg

    Horido Spur 0-er!


    Habe ein paar Fotos von einem Panzerzug gefunden.


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    Zug stand über das Wochenende im Bahnof Mauer.


    Mit freundlichen Grüßen


    Wolle

  • Moinsen!

    ... dass die leichten M113 auf normale Niederbordwagen verladen wurden ...

    Der M113 war ja in dem Sinne auch kein Panzer, sondern eher eine Brotdose. ^^ Seine Hülle besteht aus einer Aluminium-Magnesium-Legierung die mit der 20mm Munition des Marders locker durchschlagen werden konnte. Spitzname: "Gelände-Taxi"


    ... kann ich DIr bestätigen, dass der Bausatz einen Leo 1 A5 darstellt und keinen Leo 2

    Soweit richtig, aber ein 1A5 ist auch nicht, eher ein Leopard 1A2 (Baulos ab 1973).


    Die ersten Leopard 1 wurden Mitte der 1960er Jahre an die Bundeswehr geliefert und waren demnach eher auf Wagen der Epoche IV zu finden. Bis dahin war der amerikanische M48 der Standard-Kampfpanzer der Bundeswehr. Einen M60 hat meines Wissens keine Einheit bei der Bundeswehr bekommen.


    Der Marder wurde sogar noch später bei der Truppe eingeführt, nämlich erst 1971. Vorgänger war der HS 30 (Hotchkiss), ein absolut unzuverlässiges Gefährt.



    Gruß


    Thomas


    Betriebsleitung der Werkelburger-Industriebahn



    _____________________________________________________________________________________________________________________________________________


    Die Kritik an anderen hat noch keinem die eigene Leistung erspart. (Noël Coward)

  • Hallo das M113 Modell ist aber auch ein neuerer Umbau. Triemplatte ist einer Kiste gewichen und Umbauten am Heck und Seitenverkleidung. Da waren sonst nur Gummischürzen die leicht mal irgentwo hängen blieben.


    Gruß von Karl - Michael

  • Moin,


    Ich suche schon länger vergeblich nach Bundeswehr-Ladegut in 0, für die vorhandenen Schnellenkamp- und Kiss-Wagen... in 1/



    Mitte der 70er dürften M48, Jagdpanzer Kanone und zunehmend der Leo 1 als Ladegut für diese Wagen infrage kommen. Schon der Kajapa ist derartig leicht, dass von daher auch ein zweiachsiger Wagen (Kbs) reicht, für Hotchkiss und M113 gilt das erst recht. Ein Vierachser wäre interessant, wenn zwei von den Dingern draufpassen.


    Im Modell ist auch bei mir die Bundeswehr unverzichtbar, die Kaserne in Ebern sicherte zusammen mit den Schotterwerken Maroldsweisach und Voccawind den Bestand der Strecke, an der ich mich orientiere.


    Beides gibt auch Anlass, einmal schwerere Lokomotiven als 280 / 211 oder mal eine Doppeltraktion auf die Nebenbahn zu schicken. Bei mir steht dafür eine 50 Kab im Fahrzeugpark. Von der Vorbildstrecke gibt es Bilder mit M48 als Ladegut. Leider finde ich kein Modell in 1/48 davon.


    Die Zeiten romantischer Friedfertigkeit sind vermutlich gerade wieder vorbei. Ich halte es auch nicht mehr für ausgeschlossen, dass meine beiden Söhne wieder Wehrdienst leisten müssen, wie alle ihre männlichen Vorfahren (...außer dem Uropa aus dem Saarland, der dem Wehrdienst unter Tage, auf Heinitz vor Kohle schaffend, entgangen ist).


    Gruß,

    Schlußscheibe

  • Einen wunderschönen guten Tag


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    Mit freundlichen Grüßen


    Lothar

  • Hallo zusammen,


    der von Tom in der Vorbildlinks Rubrik erwähnte (empfehlenswerte) V 100 Film enthält auch eine interessante Szene zum hier diskutierten Thema. Man sieht in bewegten und detailreichen Bildern die Verladung von mehreren M113 der Bundeswehr auf Rungenwagen. Am Ende folgt dann noch ein "richtiger" Panzer auf einem Schwerlastwagen. Interessantes Detail: Beim letztgenannten Kanonenjagdpanzer hat man das starre Kanonenrohr für den Transport abmontiert und die entstandene Öffnung mit einer Plane verdeckt. Auch eine Form der Abrüstung. ;)

    Hier nochmal der Link zum Film, ab Minute 41:00 wird's spannend. Gegen Ende des Films taucht dieser Wagenverband ein zweites Mal bei der Streckenfahrt auf.

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    Viel Spaß

    Klaus

  • Moinsen!

    Interessantes Detail: Beim letztgenannten Kanonenjagdpanzer hat man das starre Kanonenrohr für den Transport abmontiert und die entstandene Öffnung mit einer Plane verdeckt. Auch eine Form der Abrüstung.

    Keinesfalls, denn so eine Kanone kann man nicht mal eben an- und abbauen!

    Die Kanonenjagdpanzer (KaJaPa) wurden zum Ende ihrer Dienstzeit als Beobachtungs- und Führungspanzer umgerüstet. Das Waffensystem war für diese Fahrzeuge obsolet und wurde daher im Zuge der Umrüstung ausgebaut.



    Gruß


    Thomas


    Betriebsleitung der Werkelburger-Industriebahn



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    Die Kritik an anderen hat noch keinem die eigene Leistung erspart. (Noël Coward)

  • Hallo Thomas,


    Danke für die Klarstellung. Ich hatte mich schon gewundert, denn bereits Mitte der Achtzigerjahre wurde ein Teil auch zum Raketenjagdpanzer umgerüstet. Und das kann ich genau sagen, denn ich habe 1984/85 meinen Wehrdienst in der zentralen Ausbildungseinheit für diese damals recht neuen Systeme abgeleistet.


    Viele Grüße

    Klaus

  • Hallo zusammen,


    eher zufällig bin ich über ein Angebot gestolpert, das wir hier in diesem Beitragsstrang wohl noch nicht auf dem Radar hatten.

    Es handelt sich um einen Plastikbausatz der US-amerikanischen Panzerhaubitze M109 (siehe auch das Video in Beitrag #28) im Maßstab 1:48. Laut Beschreibung handelt es sich um die unveränderte Wiederauflage eines Bausatzes, der seit den Siebzigerjahren nicht mehr erhältlich war, man sollte also keine Wunderdinge erwarten. Erfreulicherweise sollen dem Bausatz auch Schiebebilder für eine Bundeswehr Ausführung beiliegen, man hat also die Wahl. Das Vorbild wurde ab 1961 bei der Bundeswehr in Dienst gestellt und erst ab 1999 abgelöst.

    Hier geht es zu der (einer) Bezugsquelle, momentan sind dort noch vier Stück verfügbar.

    M-109 SP Howitzer (1:48)
    www.modellbau-koenig.de


    Viel Spaß

    Klaus

  • Hallo Klaus,


    hast Du Dir die Decals mal angeschaut? Ich würde da nicht von „Wahl haben“ sondern von „Qual haben“ sprechen. Von den US-Gummigleisketten will ich schon gar nicht sprechen, oder etwaigen BW-spezifischen, notwendigen Anpassungen… Auch der zu kleine Maßstab ist - was gepanzerte Fzge. angeht - nicht gerade prickelnd. Was einfach fehlt sind gepanzerte BW-Fzge., da gibt‘s beim besten Willen einfach nix „gscheits“ ||


    Gruß, Christoph

  • Hallo zusammen,


    zum Glück habe meine Exemplare bestellt bevor ich den Hinweis hier gepostet hatte. Am nächsten Morgen war das Modell ausverkauft.

    Heute ist das Paket angekommen und ich kann Christophs rhetorische Fragen beantworten.

    Der Bausatz hat die Qualität, wie sie eben in den Siebzigerjahren üblich war, darauf hatte ich bereits hingewiesen. (kann ich ungefähr beurteilen, da ich mich in meiner Jugend einige Jahre intensiv mit diesem Hobby beschäftigt hatte). Die Spritzlinge sehen sauber aus, einige dünne Schwimmhäute sind vorhanden, aber die lassen sich leicht entfernen. Über die Passgenauigkeit kann ich (noch) nichts sagen, aber laut einer Rezension eines ähnlichen Bausatzes aus dem gleichen Hause soll diese gut sein. Die Ketten sind aus einem gummiartigen, elastischen Material gespritzt, wie es zu der Zeit eben üblich war. Sie sind sehr flexibel und werden sich m.E. gut in einer realistischen Form anpassen lassen. Da hatte ich damals weitaus störrischere "Ketten" bändigen müssen. Die beiliegenden Decals sind tatsächlich sehr sparsam und für eine Bundeswehr Version nicht korrekt bzw. vollständig. Wer es genau(er) nimmt, der wird vielleicht hier fündig:

    Peddinghaus-Decals 1/48 1947 Bundeswehr Standart Bogen
    Bundeswehr Standart Bogen
    www.peddinghaus-decals.de


    Dieser Zusatzaufwand könnte sich auszahlen, denn diese kleinen Farbtupfer sind auf dem einfarbigen BW-Oliv ohne Tarnschema gut zu erkennen und würden das Endergebnis sichtbar aufwerten.


    Ich denke, dass sich aus dem Bausatz ein Modell zaubern lässt, dass sich hinter den an anderer Stelle gezeigten 3D Druck oder Resinguss Modellen nicht verstecken muss. Als Ladegut allemal ausreichend.


    Viel Spaß

    Klaus

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