ZugBildungsGeschichten

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    „Kleine Ursache, große Wirkung“


    Hallo!


    Eine Verkaufsanzeige hier im Forum für einen zweiachsigen Abteilwagen ehemals preußischer Bauart machte mich stutzig. Ich konnte mich erinnern, daß Fleischmann in seinem frühen H0-Programm von 1952 einen solchen Wagen als BC pr 21 angeboten hatte, der aber mehr nach einem dreiachsigen Wagen aussah, bei dem man auf die die Mittelachse verzichtet hatte. Seitdem hatte ich diesen Wagentyp nicht mehr „auf´m Schirm“. Also begann ich zu recherchieren und schließlich zu suchen. Im Internet fand ich Informationen, daß die zweiachsigen Abteilwagen doppelten Ursprungs waren, daß sie nämlich schon am Ende der Produktion der dreiachsigen Wagen als neue Bauart pr 21 hergestellt und dann später auch von der DB aus dreiachsigen Wagen durch Weglassen der Mittelachse umgebaut wurden. Obwohl auch entsprechende Modelle für H0, TT und N angeboten wurden, sind sie mir nicht „untergekommen“, obschon meine H0-Sammlung sonst alle Typen von Personenwagen enthielt.


    Nun war aber mein Interesse für die Wagen von Lenz erwacht und meine Suche war erfolgreich. Bei zwei Händlern konnte ich schließlich je einen Wagen erster und zweiter Klasse kaufen, preislich sogar noch unter den ursprünglichen Lenz-Preisen. Fast möchte ich mich zu der Annahme versteigen, daß ich letzten beiden, noch auf dem deutschen Markt erhältlichen Wagen erwischt habe. Werksseitig schon lange ausverkauft werden diese Wagen nach meinen Beobachtungen auch second hand kaum angeboten.


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    Kurze Zeit nach meinen Einstieg in die Baugröße Null wurden mir von einem anderen 0-Bahner

    die beiden Behelfs-Personenwagen MCi nebst dem kanzellosen Pwg, ebenfalls bei Lenz schon lange ausverkauft und auf dem Gebrauchtmarkt nur selten zu finden, angeboten. Mit diesen drei Wagen und der V36 als Zuglok habe ich einen kurzen Nebenbahn-Zug gebildet, wie er als Arbeiter- oder Schülerzug in der DB-Epoche III verkehrt haben mag. Für meine erste Null-Bahn „Es geht los“ hatte er gerade die richtige Länge.


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    Als mein zweiter 0-Bahn-Versuch „Auf ein Neues“ abgeschlossen war, wurde dieser Zug zur Museumsbahn degradiert oder je nach Sichtweise geadelt und kommt nur noch an ausgesuchten Tagen zum Einsatz. Die neue Anlage bot Raum für zwei normale Personenzüge der Epoche III, wobei die Klassifizierung „normal“ Definitions- bzw. Ansichtssache ist. Außerdem sollte die Länge eines Zuges in einer angemessenen Relation zur Anlagengröße stehen. Unter diesen Aspekten habe ich für mich entschieden, daß schon ein Fünf-Wagen-Zug eben ein normaler Zug ist.


    Meine Personenzüge präsentieren sich auf dem folgenden Foto. Hinten, auf Gleis 1 meines Personenbahnhofs wartet eine 38er mit ehemals preußischen Abteilwagen zuzüglich Packwagen auf ihren nächsten Einsatz, vorn auf Gleis 2 eine 24er mit vier „Donnerbüchsen“ und dem passenden Packwagen.


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    Und nun? „Aller guten Dinge sind drei.“ Wenn es keine plausible Begründung gibt, muß ein Sprichwort herhalten. Doch braucht es unbedingt eine Begründung? Also weiter! Man nehme die beiden zweiachsigen Abteilwagen und die beiden Behelfspersonenwagen, ergänze sie mit einem PwPost, dem wegen seiner relativen Seltenheit auch eine Wiederauflage von Lenz gut anstände, und fertig ist eine weitere Personenzug-Garnitur, die jetzt nur noch einer geeigneten Zuglok bedarf.

    Dafür habe ich eine 50Kab abgestellt. Nachdem der kanzellose Pwg frei wurde, ist die Lok mit dem Kabinentender im Güterzugdienst entbehrlich geworden. Als Ersatz für einen Pwg war er beim Zugpersonal wegen der Unbequemlichkeiten ohnehin nicht beliebt. Aus persönlicher Erfahrung kann ich das nur bestätigen, aber das wäre ein Thema für die Kategorie „Persönliche Bahn-Anekdoten“. Nach zwei artreinen Zügen nun ein gemischter Personenzug, wie er für die frühe Bundesbahn wohl nicht untypisch war.


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    So weit, so gut. Doch bleibt die V36 nun auf der Strecke? Mitnichten oder besser gesagt, sie bleibt wirklich auf der Strecke. Bevor die legendären Schienenbusse als Retter der Nebenbahn hoch gejubelt wurden, waren auch die V36er so eine Art Retter der Neben- und Vorortbahnen.

    Was hat man ihnen nicht alles angehängt? Donnerbüchsen in rot und grün, mit und ohne Steuerwagen, Beiwagen von Triebwagen und schließlich auch preußische Abteilwagen. In einem Bildband fand ich ein Bild vom Wuppertaler Vorortverkehr der frühen Nachkriegsjahre mit einer V36 und drei Abteilwagen. Die Bremserhäuser waren bereits entfernt; einmal wurden sie inzwischen mehr gebraucht, einer anderen Quelle zufolge wurde in ihnen eine Gefahrenquelle auf bereits elektrifizierten Strecken gesehen.


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    Zum Schluß noch einige Betrachtugen zum Thema Güterzugbegleitwagen. Geradezu klassich: Zuglok BR 50 mit Kastentender und Begleitwagen in Urform, der Pwg pr 14 mit Kanzelaufbau.


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    Der Gegenzug gezogen von einer BR 50 mit Wannentender und dem dachgeglätteten Pwg ohne Kanzel.


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    Um dem Mangel an Begleitwagen abzuhelfen, baute die DB gedeckte Güterwagen der Bauart Gms54 um zu Begleitwagen der Bauart Pwghs54. Davor durfte auch schon mal eine moderne Diesellok der Bauart V160 zum Einsatz kommen. Das Lenz-Modell verfügt über Rückleuchten, deshalb wird es tunlichst nicht hinter der Lok, sondern am Zugende eingereiht.


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    Vom Reichsbahnwagen der Bauart Pwgs 41 gibt es von Lenz leider noch kein Modell, ob von einem anderen Hersteller ist mir nicht bekannt. Wohl aber gab es ja vor kurzem den aus einer „Donnerbüchse“ abgeleiteten Pwghs 84 238 als Forums-Sonderwagen. Auf ihn werde ich demnächst noch zurückkommen.


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    Vielen Dank für Euer Interesse und schöne Grüße

    Reinhard

  • ZugBildungsGeschichten


    Große Ereignisse … - Teil1


    Hallo!


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    Meine erste 0-Anlage war konzipiert als Rangieranlage mit vielseitigem Güterverkehr. Personenverkehr spielte nur insofern eine Rolle, als mit einem Oldtimer-Personenzug Sonderfahrten stattfinden sollten. Dieser Zug bestand aus einer Tenderlok der ehemals preußischen T3 und vier ehemals bayerischen Nebenbahnwagen sowie einem G10 für den Transport von Fahrrädern.


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    Kritiker meinten, preußische Lok und bayrische Wagen ein absolutes NoGo; ich sagte, ein Preuße in Bayern kann damit leben. Doch nun hat Lenz für den Sommer die 98.8, also die ehemals bayerische GtL4/4 angekündigt und dafür muß die T3 dann schon ihren Platz räumen. Und den Güterwagen mit der Werbung für eine norddeutsche Fahrradfabrik kann sie gleich mitnehmen.


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    Wird sie nun deswegen arbeitslos? Keineswegs! Doch gut Ding will Weile haben, und noch ist die GtL 4/4 ja nicht da. Für´s erste könnte die T3 bei einer Eisenbahnschau einen kleinen Stückgut-Güterzug mit weiteren Werbewagen vorführen.


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    Diese Wagen wurden von Lenz 2015 angeboten. Märklin hatte sie schon 1998 in zwei Wagen-Sets „Wirtschaftswunder 1“ und Wirtschaftswunder 2“ im Programm. In den frühen 1950er Jahren

    sollten solche Wagen der ganz große Clou werden, wie die Beilage zu den Märklin-Wagen-Sets belegt.


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    Soweit mein kleiner Exkurs in die Vergangenheit. Das meiste davon ist inzwischen Geschichte. Die Fahrradfabrik Stricker z. B. existiert nicht mehr; deren Gebäude soll nun als Jugendzentrum benutzt werden. Kaffee-Ersatz wird kaum noch getrunken und wer schreibt heute noch mit Tinte?

    Selbst die Güterwagen vom Typ G10 dürften größtenteils verschrottet sein. Und „Wirtschaftswunder“ ist bestenfalls noch ein nostalgischer Begriff. Aber Loks der Baureihen T3 gibt es immer noch, und wie es mit meiner T3 weitergeht … Fortsetzung folgt.

    Schöne Grüße

    Reinhard

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    T3 – Eine bemerkenswerte Lok


    Hallo,


    neben der P8 und vielleicht noch der S3/6, in Bayern auch S Drei Sechstel genannt, gehört die T3 zu den ganz wenigen Lokomotiven, deren Länderbahnbezeichnung die Zeiten im allgemeinen Sprachgebrauch überdauert hat. Fast jeder Eisenbahnfreund weiß sofort Bescheid, wenn von ihnen die Rede ist. Dabei möchte ich annehmen, daß nur wenige Fans dieser Lok sie jemals erlebt haben.

    Ich selbst konnte sie vor vielen Jahren bei einer Italienreise als Werklok beim Rangieren im oberitalienschen Cuzzago beobachten und später noch als Denkmallok sinnigerweise im Kölner Zoo.


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    Ursprünglich für den Rangierdienst und für den leichten Güterzugdienst auf Nebenstrecken konzipiert hat sich die T3 nach meinem Empfinden im Bewußtsein der Modellbahner als Zuglok für für leichte Personenzüge zusammengestellt aus ehemals preußischen Nebenbahnwagen eingegraben, wohl begünstigt durch entsprechende Fleischmann-Neuheiten des Jahres 1956.


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    Wie sie aufgenommen wurden, wird in der Jubiläumsschrift „100 Jahre Fleischmann“ von 1987 treffend beschrieben:


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    Dem möchte ich mich anschließen, zumal ich 1956 weder die Lok noch die Wagen kannte und somit auch total überrascht war. Dabei ist noch zu berücksichtigen, daß es zu jener Zeit nur wenige Bücher oder Zeitschriften gab. Zwar erschien die MIBA seit Sommer 1948, war nach meiner Erinnerung aber gleichermaßen überrascht. Das eisenbahn magazin, damals zunächst noch moderne eisenbahn getitelt, gab es erst fünf Jahre später. Kurz zuvor hatte ich mich aus alter Tradition für die 1953 eingeführte Trix-Express Gleichstrombahn entschieden. Aufgrund der seinerzeit noch gepflegten Markentreue zog ich den Kauf des Fleischmann-Zuges daher nicht ernsthaft in Betracht.


    Zwölf Jahre später machte die von Willy Ade zunächst für Trix geschaffene und dann bald in eigener Regie unter dem Firmennamen RöWA vertriebene T3 Furore. Sie eröffnete in der Tat eine neues Verständnis von optischer und technischer Vollkommenheit. Und wiederum gab es gleichzeitig zur Lok passende preußische Nebenbahnwagen.


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    Nach und nach eroberte die T3 fast alle Baugrößen, in TT von RöWA/Rokal und in N von Arnold, beide ebenfalls mit entsprechenden Wagen. Selbst für die Baugröße Z gab es von der Fa. Bahls eine gut gemachte T3-Schiebelok. In der Baugröße 0 mußte wohl auf Kleinserien oder auf Bausätze zurück gegriffen werden; doch fehlen mir da die entsprechenden Kenntnisse.


    Überdies fand in den frühen 1960er Jahren auch meine Begeisterung für Trix-Express ihr Ende.

    Abschluß meiner Ausbildung, Familiengründung, mehrfacher Stellenwechsel zu Beginn meiner Berufstätigkeit und daraus resultierende Umzüge waren eh keine günstigen Bedingungen für die kontinuierliche Pflege der Modellbahnerei. Die folgenden dreißig Jahre waren eher geprägt von einer Art Wanderschaft durch die Modellbahnwelt. Bau einer durchgestalteten N-Anlage, Bau einer betriebsfähigen Z-Anlage, weit fortgeschrittene Planung einer Bemo-RhB-Anlage – von Desinteresse oder Untätigkeit keine Spur. Apropos Spur, nach meiner Ansiedlung in Oberbayern und Bezug des eigenen Hauses stand mir endlich auch ein separater Modellbahnkeller zur Verfügung, den ich in den folgenden Jahren mit einer Märklin-Anlage in H0-Spur füllte.


    So kam ich endlich auch zur T3 und das sogar gleich zweimal. Märklin hatte wohl aus der Trix/RöWA- Hinterlassenschaft eine Wechselstrom-Ausführung ins Programm genommen und Fleischmann hatte schon einige Jahre zuvor eine neu konstruierte T3 herausgebracht. Auch sie war auf der Höhe der Zeit und entsprach zudem dem Maßstab 1:87. Als Vorbild diente eine Unterbauart der T3, die wegen vergrößerter Kohle- und Wasservorräte von der DRG als 89.74 bezeichnet wurde und sich auch äußerlich von den normalen Loks der Bauart 89. 70-75 unterschied.


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    Außerdem hatte Fleischmann einige preußische Nebenbahnwagen neu im Programm. Die ehemaligen RöWa-Wagen waren übrgens bei Roco gelandet. Es wäre also grundsätzlich möglich gewesen, mit beiden Lokomotiven zwei kurze „Preußenzüge“ zu bilden, doch alle Wagen gab es

    nur als Modelle der ehemaligen Deutschen Reichsbahn und meine Loks waren Modelle der DB. Damals war ich in dieser Hinsicht halt noch ein Purist. Als ich jedoch vor einigen Jahren noch einmal eine neue Trix-H0-Anlage – Thema Museumsbahn – aufgebaut habe, verschaffte ich mir die Wagen und stellte einen achtteiligen Zug mit unterschiedlichen Wagen zusammen. Als Zuglok wählte ich allerdings keine T3, sondern eine Lok der 56 in DRG-Ausführung.


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    Die kurzen Wagen im helleren Grün stammen von Fleischmann, die längeren Wagen im dunkleren Grün von Roco.


    Die Trix-Anlage ist inzwischen auch Geschichte, so wie meine jahrzehntelange Beschäftigung mit der Baugröße H0. Bekanntlich bin ich vor drei Jahren auf Spur 0 umgestiegen. Beiden Spurweiten gemeinsam ist mein Faible für die ehemals preußische T3. So wird es nicht verwundern, daß meine erste 0-Lok die 89.7417 von Lenz war.


    Im übrigen finde ich es schade, daß nicht schon PolaMaxi die Spur 0 wiederbelebt hat. Ob die Zeit dafür – ihr erstes Erscheinen datiert auf das Jahr 1970 – noch nicht reif war, oder ob das frühe Ableben des Firmeninhabers für das Verschwinden der Produkte auf Raten entscheidend war, ist eine müßige Fragestellung. Bemerkenswert, daß zum Startprogramm auch die T3 nebst dazu passendem Wagen zählte. Zur Erinnerung mag ein Auszug aus dem MIBA-Messeheft von 1969 diesen Beitrag beschließen.


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    Schöne Grüße

    Reinhard

  • ZugBildungsGeschichten


    T3-Anhängsel


    Hallo,


    eine neue Zuggarnitur für meine T3 , …


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    Pardon, das war die falsche, viel zu gro0, mindestens Spur 1, wie der Vergleich mit der richtigen zeigt. Passende Personenwagen gibt es auch nicht.


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    Also weitersuchen. Bildbelege lassen erkennen, daß bei der DB praktisch alle Personenwagen von der T3 gezogen wurden: 3achsige ehemals preußische Abteilwagen, Donnerbüchsen und sogar noch dreiachsige Umbauwagen. Doch richtig passen tun nur die ehemals preußischen Nebenbahnwagen, wie die Beispiele aus dem vorangegangenen Beitrag belegen. Das ist wie bei den bekannten Schauspielerpaaren, z.B. Bud Spenzer und Terenz Hill. Natürlich konnten sie auch mit anderen Schauspielern auftreten, richtig authentisch waren sie aber nur, wenn sie gemeinsam draufhauten.


    Als Beipack zu einer gebraucht gekauften Lokomotive von Lenz kam ich zu folgendem PolaMaxi-Wagen, der ja eigentlich bestens zur T3 passte.


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    Obwohl schon ein halbes Jahrhundert alt – ein bißchen verstaubt, Flugrost an den Achsen, Kupplungen fehlten – machte er eigentlich noch einen recht guten Eindruck. Trotzdem verschmähte ich ihn; in meinem Wagenpark war einfach kein Platz für ihn. Das sollte sich jedoch bald ändern. In Gießen bei den diesjährigen Spur-Null-Tagen – trotz meiner Altersbeschwerden wollte ich wenigsten einmal das Mekka der Nullbahner besucht haben – entdeckte ich auf einer Anlage das folgende Züglein und war sehr angetan.


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    Sein Besitzer erzählte mir, daß er die Wagen mit Federpuffern und Lenz-Kupplungen ausgrüstet habe, zusätzlich mit einer Innenbeleuchtung, so daß sie den Wagen von Lenz kaum nachstanden.

    Solche Umbauten traute ich mir allerdings nicht mehr zu, und damit tat ich recht, denn der Versuch aus Bausätzen solche Wagen zu erschaffen, führten auch wegen meiner nicht mehr ausreichenden Fähigkeiten nicht zu dem angestrebten Erfolg. Äußerlich fielen die Mängel gar nicht einmal so deutlich auf, ich jedoch wußte umso besser von den Schwächen.


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    Ganz aufgeben wollte ich aber noch nicht. Und da kam mir der Zufall zur Hilfe. Bei Ebay wurden gleich mehrere Wagen in gutem Zustand angeboten, die ich recht günstig ersteigern konnte und da sie von einem Anbieter kamen, fielen auch die sonst üblichen Versandkosten nicht ins Gewicht. Dabei war sogar ein Modell des PwPost pr 92, dessen Existenz ich auch erstmals in Gießen wahrnahm, da ich ihn zuvor noch in keinem Katalog gefunden hatte. So bin ich doch noch zu einem ansehnlichen Oldtimer-Zug gekommen, den ich je nach Lust und Laune auf meiner Anlage fahren lasse.


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    Bei den Personenwagen habe ich die ursprüngliche Beschriftung und Klassenbezeichnung der Epoche 2 beibehalten. Der bei Touristikszügen schon obligatorische Güterwagen für den Fahrradtransport – hier ein ehemaliger Bierwagen – und auch die Lok sind der Epoche 3 verhaftet.

    Zu den uns Modellbahner ohnehin zugestandenen Freizügigkeiten bei Gestaltungsfragen nehme ich für mich noch die „Gnade der frühen Geburt“ in Anspruch, die es mir erlaubt über die kleinen Unzulänglichkeiten – konkret der Abstand der Puffer – hinwegzusehen, weil die bis in jüngere Vergangenheit ja gang und gäbe waren. Die Pola-Kupplungen habe ich höhenmäßig den Lenz-Kupplungen angepaßt, wodurch sich ein problemloses Kuppeln ergibt.


    Hätte ich für passende Wagen einen Wunsch frei: Langenschwalbacher Wagen in Ursprungsform.

    Daumen drücken!


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    Unterwegs auf meiner abgebauten H0-Anlage. Nicht im Bild der kombinierte Post-Packwagen


    Schöne Grüße

    Reinhard

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