Preiserhöhung bei Lenz

  • Danke für die gut nachvollziehbaren Erläuterungen von Herrn Wohlfart und Herrn Lenz. Die Preiserhöhung hat mich auch nicht gefreut und der Zeitpunkt war sicher auch suboptimal so direkt vor Auslieferung einer Hauptneuheit des Lenz Programms. Unerwartet kommt so eine Preiserhöhung aber für mich als Käufer dennoch nicht bei den Entwicklungen der letzten Zeit. Dass man explodierende Frachtraten etc. irgendwann weitergeben muss ist absolut verständlich. Ich nenne seit gestern eine blaue 141 aus der Epoche 4 mein eigen. Eine tolle Lok, wunderbare Optik und Technik eingebaut die begeistert. Ich freu mich sehr über dieses schöne Modell. Für mich ist das Preis-Leistungsverhältnis wichtig und das stimmt meiner Meinung nach auch noch nach der wohl unvermeidlichen Preiserhöhung.

    Sonntagsgrüsse von

    Bernd

  • Guten Tag,


    Das ist ein typischer Mitnahme Effekt auf dem Rücken der Kunden und Händlern!


    Das kann sich nur der Marktführer erlauben!

    Diese Behauptung ist mit Verlaub entweder naiv oder kilometerweit am derzeitigen Weltgeschehen vorbei gedacht. Gründe für Preiserhöhungen in nahezu allen Branchen wurden hier in diesem Thread bereits mehrfach erwähnt und schlüssig begründet. Ich erlaube mir also solche nicht zu wiederholen, da müssig.


    Was ich mir wünschen würde, wäre jetzt ein argumentatives Vorgehen Deinerseits, die bisherigen Antworten betreffend.


    Oder eben zurücklehnen und nix machen, weil zufrieden ob des Losgetretenen. Kann man machen, ist aber eher uncool, oder?

  • off topic


    Gude,

    E-Loks und Dieselloks haben keine Pfeifen, sie haben Hörner oder gefälliger Tröten.

    Auch wenn der Physiker rebelliert, die E 41 und auch ihre Schwestern E 10/40/50 hatten Druckluftpfeifen. Diese sind auf dem Dach der Lenz E41 auch nachgebildet. Kein Makrofon, Hupe oder sonstige Tröte.

    Und auch Diesellok wie die V 80 und die Vorauslok der V 200 hatten solche Pfeifen.


    Nachtrag: Am 17./18. 9. 22 sind in der Bahnwelt Darmstadt-Kranichstein auch Fahrten mit der E 41 228 vorgesehen. Da kann man die Pfeife hören und sehen.

    Mit Gruß vom Nick

    Edited once, last by Nick ().

  • Hi.

    Klar wird auch für einen Modellbahn- Hersteller alles massiv teurer zur Zeit. Das Problem ist, das Modellbahn ein reiner Luxus- Artikel ist, der nun mal zum Leben nicht gebraucht wird. Wenn jemand von seinem Gehalt X bisher ca 50% für Miete Strom, Heizung, usw. ausgeben musste, also 0,5 X für anderes übrig bleibt, sind es dank der massiv gestiegenen Energiekosten aktuell eher 60%, die für solche Fixkosten drauf gehen. Also steht nur noch 0,4 X für "Sonstiges" zur Verfügung. Worauf man ebenfalls nicht verzichten kann, sind Lebensmittel. Die sind, zumindest die günstigen Produkte, um mindestens 100% teurer geworden, seit Jahresbeginn. Eine Tüte Nudeln oder ein Liter Milch von 0,45€ auf 0,99€, ein Pfund Hackfleisch von 1,99€ auf 4,49€, 200g Aufschnitt von 0,79€ auf 1,59€, ein Kopf Salat von 0,45€ (vor einem Jahr um diese Zeit, da ein saisonaler Artikel) auf 1,19€, eine Aubergine von 0,49€ auf 1,29€, usw... Sind bisher 15% von X für Lebensmittel drauf gegangen, sind es jetzt 30% von X. Also stehen statt 0,25 X nur noch 0,1 X für andere Ausgaben zur Verfügung. Und davon geht da auch noch sowas wie das 9€ Ticket ab, sofern man das Glück hat, es nutzen zu können. Sonst müsste man davon auch noch den Sprit bezahlen, um überhaupt zur Arbeit zu kommen, usw. In Summe stehen jetzt statt ca 25% des Einkommens nur noch 5% für Sachen zur Verfügung, die "Spaß" machen. Davon kann man dann eine gerade noch mal teurere Lok sicher nicht mehr bezahlen, sofern X nicht exorbitant groß ist.


    Zum Glück habe ich sowieso nichts vorbestellt gehabt. Das hätte ich jetzt alles stornieren müssen, selbst wenn die Produkte nicht teurer geworden wären. Ganz einfach, weil mein Geld, das vorher schon ziemlich knapp war, zur Zeit gar nicht mehr für irgendwas rund um das Hobby Modellbahn ausreicht. Ich muss erst mal 1 oder 2 Jahre warten, bis sich die Lage wieder etwas entspannt hat (falls das überhaupt reicht). Eine E41 käme für mich sowieso nicht in Frage, da ich mit Sicherheit keine Oberleitung bauen werde. Aber ich wollte mir Ende des Jahres eine B4 von Dapol kaufen, sobald sie geliefert wird und diese als Industrielok "eindeutschen". Das fällt jetzt erst mal flach. Ich habe aber noch genug angefangene und geplante Projekte, für die das Material schon vorrätig ist. Also wird mir so schnell nicht langweilig. Ich weiß nur nicht, ob die Branche diese Kriese durchstehen kann, denn ich bin ganz sicher nicht der Einzige, der seine Hobby- Ausgaben ganz massiv zusammenstreichen muss.

  • Hallo,

    ich verfolge die Preisdiskussion hier im Forum mit Interesse..

    Man sollte auch bedenken, das nicht mehr Hr. Lenz für die Geschicke der Firma Verantwortung hat.

    Nach der Übergabe an Hr. Wohlfart "lenkt" er die Geschicke.

    Sicher möchte er gern sein Investment so schnell wie möglich " in den grünen Bereich" bringen.

    Da ist die Gelegenheit günstig, sich der allgemeinen Preiswelle anzuschließen, zumal ja auch die

    Finanzierungszinsen gestiegen sind.

    Wir sollten abwarten, wie sich der Markt entwickelt. Vieles wird dort geregelt.

    Wenn wir in Bälde "Sonderangebote" offeriert bekommen, wissen wir warum. Dann hat der Markt

    ( also wir Kunden ) die Preiserhöhungen nicht akzeptiert.

  • Man sollte auch bedenken, das nicht mehr Hr. Lenz für die Geschicke der Firma Verantwortung hat.

    Nach der Übergabe an Hr. Wohlfart "lenkt" er die Geschicke.

    Sicher möchte er gern sein Investment so schnell wie möglich " in den grünen Bereich" bringen.

    Da ist die Gelegenheit günstig, sich der allgemeinen Preiswelle anzuschließen, zumal ja auch die

    Finanzierungszinsen gestiegen sind.

    Steile Thesen Fremder, Belege?

  • Da ist die Gelegenheit günstig, sich der allgemeinen Preiswelle anzuschließen, zumal ja auch die

    Finanzierungszinsen gestiegen sind.


    Musste man sich für dieses erste Posting tatsächlich hier anmelden?


    1. Lenz/Wohlfart: ich glaube, dass das hier inzwischen jeder weiß...

    2. Herrje, der Klassiker an Rechtschreibfehler: mal drüber nachdenken, warum es manchmal dass statt das heißen muss...???

    3. "Gelegenheit günstig": das muss man sich erstmal trauen hier zu unterstellen...

    4. anonymer Post, nicht mal ein Vorname wird genannt...


    -> völlig überflüssiger Beitrag

  • Hallo in die amüsante Runde,


    Nr. 1) Welche Rolle spielt es denn wer für die Preiskorrekturen verantwortlich ist? Wohlfahrt, Lenz, völlig egal! In einem produzierenden Unternehmen finden solche Entscheidung ohnehin nicht im Alleingang statt.


    Nr. 2) Wer in einem produzierenden Unternehmen sein täglich Brot verdient, kann die neuen Preise von Lenz nachvollziehen. Die Gründe sind ja bereits offen gelegt. Es gibt derzeit eben nur wenige Möglichkeiten. Belegschaft halten oder abbauen? Jede Entscheidung wird enttäuschte Leute herbeiführen, aber was schmerzt am Ende mehr oder gefährdet gar das Unternehmen? Schwierig, schwierig, schwierig und deswegen würde ich mir tatsächlich mehr Respekt und Verständnis für unseren Mittelstand wünschen. Es ist ja nicht so, dass die Verantwortlichen aus Jux und Dollerei diese Preise angehoben haben.


    Ich könnte ja noch einen oben drauf legen. Wir sind aktuell 100% lieferfähig, aber haben bemerkenswerte Umsatzeinbrüche. Das ist ja noch irrer und garantiert kein Versagen vom Management.


    Gruß

    Djordje

  • So, kleiner "Entspannungskurs":

    Mal die nächsten Wochen nicht über weggaloppierende Preise ärgern, sondern mal was schaffen!

    Z.b. könnte man in dieser unsteten Zeit ( keine Panik, die vergeht auch wieder...) versuchen, seine

    Bestandsmodelle zu patinieren, seine Anlage mal ein bisschen aufzuhübschen oder einfach mal

    rantrauen, einen Baum zu bauen, nach den tollen Vorschlägen unseres Baumbauers hier im Forum.

    Nicht soviel Meckern oder Jammern, sondern etwas kreatives zuhause umsetzen, bis die Lage sich wieder etwas

    normalisiert hat. Danach kann man sich auch wieder den Neuerscheinungen widmen. Dauert ja eh immer was, bis da was kommt.

    Hat ja bei Corona auch geklappt, oder? 8)

    ...Spurnullteam Ruhr-Lenne e.V. ...

  • Da beginnt der Wirtschaftsteil…


    Ich könnte ja noch einen oben drauf legen. Wir sind aktuell 100% lieferfähig, aber haben bemerkenswerte Umsatzeinbrüche. Das ist ja noch irrer und garantiert kein Versagen vom Management.

    Dann hat man die falschen Produkte, agiert auf dem falschen Markt, den Abnehmenden geht es auch nicht besser, etc.: Dann muss man die Preise anpassen! Und wenn es nach unten ist, immer noch besser, als nichts zu tun. Vom Abwarten kann man keinen Umsatz erwarten. Saurer Apfel schmeckt besser, als gar nichts essen…

    Auf jeden Fall gibt es derzeit vor Allem im Lebensmittelbereich sehr viele Trittbrettfahrer, die die Situation ausnutzen möchten, aber auch dort tobt Krieg wenn z.Zt. Groß- und Einzelhändler diese Marken von den Großkonzernen (z.B. Mondelez) nach und nach aus den Regalen nehmen, bis diese wieder auf dem Teppich landen. Am Ende geht es aber nicht um den Endverbraucher, sondern nur darum wer von den Beiden den größeren Profit einstreicht… da sind wir dann Außen vor! Das wird sich jedoch kein Hersteller im Modellbahnbereich erlauben, ist dieser doch nur von einer aussterbenden Minderheit abhängig…


    Ein kleiner Exkurs eines Rentners, der neben 9 Jahren Elektronik 37 Jahre in der Lebensmittelbranche oder deren Zulieferer gearbeitet hat und jetzt erst recht ganz bestimmte Ketten beim Einkauf meidet, weil ich deren Geschäftsgebaren und Machenschaften während meiner Berufstätigkeit dulden musste. Insiderwissen ist manchmal auch ganz schön belastend


    weiß

  • Off topic

    Ich sprach von einem produzierenden Unternehmen. Die Teile für Deutsche Autos werden auch weltweit hergestellt, aber der gesamte Prozess wird trotzdem zentral gesteuert.

    Ich glaube der Vergleich mit einem Automobilhersteller hinkt.

    Ein Automobilhersteller unterscheidet in Kaufteile, welche er üblicherweise von Lieferten bezieht und Eigenfertigungsteilen, welche er selber herstellt.

    Kernkompetenz bzw. Karosserie.

    Endergebnis ist ein fertiges Auto.


    Bei der MOBA wird ein fertiges Produkt von einem Produzenten hergestellt und geliefert.

    Dies kann auch Dienstleistungen (Entwicklung/Konstruktion und Materialbeschaffung) beinhalten.

    Kommt auf die Vertragsgestaltung an.


    Gruß

    Lokwilli

  • Zitat von Hans, dem Altenauer: <


    ...weil ich deren Geschäftsgebaren und Machenschaften während meiner Berufstätigkeit dulden musste. Insiderwissen ist manchmal auch ganz schön belastend


    Hallo Hans,
    genau das Erlebnis hatte auch ich, und zwar jahrelang. Das vergisst man so schnell nicht.

    Viele Grüße
    Rüdiger

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