Erste Eindrücke von der Lenz E 41

  • Gestern das Paket: Die Größe machte schon klar, es konnte keine Rücksendung einer Schlepptenderlok aus dem AW Gießen sein, es konnte nur die mir angekündigte E 41 darin stecken. "Wir planen die Auslieferung für die 34. KW", hatte es geheißen, und so erreichte mich gestern das Besprechungsmuster - eine grüne E 41, Epoche III beschriftet.

    Und da gestern bei uns wieder Basteltag war wie jeden Mittwoch beim Team der Euregio Spur Null, absolvierte das Modell die ersten Meter auf unserer Anlage mit einem Heckeneilzug. So wie sie aus dem Karton kam, nur die Bauteile zwischen den Drehgestellen habe ich zuvor montiert. Zwei kleine Schrauben und fertig ist das Modell.

    Die Auspackanweisung ist deulich: Die Pantografen auf keinen Fall mit den Fingern hochziehen (das ist schließlich keine E 94 von MTH!)! Sie sind fein und gewiss nicht unempfindlich. Gesteuert werden sie mit F-Tasten (dazu später mehr).

    Erfreulich, das fand ich am Abend heraus, als ich wieder daheim war: Mit der Auslieferung der Lok steht auch die Decoderbeschreibung im Netz. Wo unter anderem geklärt ist, dass man die Höhe, bis zu der die Pantografen hochfahren, mit zwei CVs einstellen kann. Auf den Bildern stehen sie noch so hoch, wie sie werksseitig voreingestellt sind. Neben dem bisher wirklich guten Eindruck, den das Modell macht, will ich hier nur anmerken, dass es lohnt, sich intensiv mit der Pantografensteuerung auseinander zu setzen. Auch dazu später mehr. Hier erst mal einige Bilder.

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    Gruß

    Wolfgang

  • Mittlerweile ist es mir gelungen, einen kurzen Clip bei Youtube einzustellen. Die Qualität bitte ich zu entschuldigen, Filmen, Filme schneiden und veröffentlichen - das ist nicht mein Hobby. Ich wollte damit nur zeigen, wie die Pantografen arbeiten. Wenn die automatische Steuerung mit F8 eingeschaltet ist, dann hebt sich der in Fahrtrichtung hintere. Nach Umschalten der Fahrtrichtung, geht erst der andere hoch, dann der in Fahrtrichtung nun vordere wieder runter. Und erst dann geht die Fahrt los. Also nix mit Pantos rauf und runter während der Fahrt! Natürlich geht es auch ganz ohne, also beide runter und trotzdem fahren.

    Mit CV 121 (für Fahrtrichtung 1) und 122 (für 2) lässt sich die Höhe einstellen, bis zu der die Pantos hochfahren. Werksseitig auf 200, habe ich sie nun - das ist in den Bildern noch nicht zu sehen - auf 75 eingestellt.

    Gruß

    Wolfgang

    Lenz E 41
    Filmen ist nicht mein Hobby, ich bitte also die Qualität zu entschuldigen. Es geht mir in dieser kurzen Sequenz nur darum zu zeigen, wie die Pantografen arbe...
    www.youtube.com

  • Hallo zusammen,


    ist das vom Betriebsablauf so korrekt?

    Wenn ich mich richtig erinnere wird bei Fahrtrichtungswechsel bei Zugfahrten zuerst der ausgefahrene Panto gesenkt und dann der andere hochgefahren, es liegen also nicht beide gleichzeitig an.

    Bei Rangierfahrten wird nicht jedesmal der Panto gewechselt.

    Was sagen denn die altgedienten Lokführer dazu?


    Die Einheits-Ellok-Pfeife bei der E 63 klingt anders, das hört sich m. E. eher nach Schienenbus an.


    Grüße

    Klaus

  • Hallo,


    sehr schön finde ich, dass man die Panthographenhöhe

    mit CV frei einstellen kann.

    Dann kann man entsprechend auch ohne anliegen an den Fahrdraht

    Elektro-Betrieb machen.

    Hintergrund ist dabei, dass ich nur die Masten aufstellen müsste und weiterhin

    eine gewisse Freiheit habe mit der Hand kupeln zu können.

    Mal sehen wie das aussieht .... :S


    Gruß

    Hannes

  • Wenn ich mich richtig erinnere wird bei Fahrtrichtungswechsel bei Zugfahrten zuerst der ausgefahrene Panto gesenkt und dann der andere hochgefahren, es liegen also nicht beide gleichzeitig an.

    Das kenne ich auch so. Deshalb habe ich den Ablauf bei den umgebauten E94 mit einer Verzögerung realisiert (ESU und Servos machen's möglich).


    Aber man kann die Pantos der E41 ja manuell und dann richtig steuern. Mir gefällt die Lok immer besser, auch wenn es bei mir die blaue Version werden wird.


    Klaus, gut dass Deine schöne E63 nur einen Panto hat... ^^

  • Hallo Zusammen!



    Üblicherweise hat man den Stromabnehmer bei den Einheitsloks im Maschinenraum mit dem Stromabnehmerwahlventil umgesteuert. Um ein Ausschalten des Hauptschalters (Meist von einem lauten Knall begleitet) bedingt durch die kurzzeitig fehlende Fahrdrahtspannung beim Umschalten zu vermeiden, legte man das Wahlventil auf "Beide hoch". Wenn man sicher war, dass "beide am Draht" sind, hat man das Ventil so weitergedreht, dass sich der Bügel senkte, den man eben nicht mehr brauchte.

    Bei modernen E-Loks findet dieses Prozedere z.B. im Steuerwagenbetrieb sogar automatisch statt, wenn man den Wahlschalter auf "Automatisch" hat.

    Der Ablauf ist immer der Gleiche.

    Zuerst hebt sich der zweite Stromabnehmer. Nach kurzer Zeit senkt sich dann eben der Andere.


    Kleine Nebeninfo: Im Winter wenn starker Schneefall zu erwarten war wurden Loks mit beiden Bügeln oben abgestellt.

    Bei stark vereister Fahrleitung wird auch unter besonderen Auflagen mit beiden Bügeln gefahren.

  • Danke, Klaus, für die Aufklärung.

    Wolfgang

    Sehr gerne Wolfgang!

    Kleines Anekdötchen zum Schmunzeln:


    Nicht selten passierte es, dass beim Umlegen des Wahlventils zu schnell gedreht wurde, weil man nicht darauf achtete ob der zweite Bügel wirklich angelegen hat. Dann wurde der Hauptschalter auf dem Dach, durch die fehlende Fahrdrahtspannung, ausgeschaltet, was in den meisten Fällen den Lf im Maschinenraum vor Schreck (Der Knall war echt heftig!) zusammenfahren lies. Mir ist das natürlich niiiiie passiert! :D


    Zum Thema: Gefällt mir sehr gut die neue 141. In Verbindung mit 1 oder 2 Silberlingen und einem Hasenkasten oder Karlsruher Kopf eine echte Augenweide!

  • Quote

    Um ein Ausschalten des Hauptschalters (Meist von einem lauten Knall begleitet) zu vermeiden, legte man das Wahlventil auf beide hoch. Wenn man sicher war, dass "beide am Draht" sind, hat man das Ventil so weitergedreht, dass sich der Bügel senkte, den man eben nicht mehr brauchte.

    Ja! Genau so hatte es mir der Lokführer der Museums-E41 001 auch erklärt......


    Null-Problemo 8)

  • Ja, die Trittroste sind durchbrochen. Sehr schön gelöst auch die Ausstattung der unteren Scheinwerfer: Weiß leuchtet in der gesamten Fläche, ein kleines rotes Licht dann nach dem Fahrtrichtungswechsel am oberen Rand. Ist schon was anderes als die knalligen roten LEDs mancher Dampflok.

    Wolfgang

  • Hallo an die E-Lok Begeisterten,


    und hier schon mal die stahlblaue Variante, nachdem die grüne schon oben zu sehen war:


    Hier erst mal nur ganz auf die Schnelle ein paar Aufnahmen. Die Lok ist seit heute Abend auf meinen Gleisen.

    Und die Bremsschläuche sind auch noch nicht dran…..


    Bitte die Empfehlung von Lenz beachten, dass bei dieser Lok 28 Fahrstufen eingestellt werden sollen und nicht 128. Siehe hierzu die Passage in der Betriebsanleitung unter F 3, Motorgeräusch.


    Hört sich soweit alles ganz gut an. Bei mir funktioniert auch soweit alles. Der Lokführer kann auch wieder verschwinden und auftauchen via F 20, wie bei der BR 218.


    Wenn man die Panthos auf Automatikbetrieb eingestellt hat, muss man erst nach Richtungswechsel eine Fahrstufe aufschalten, damit die Panthographen dann auch nachziehen. Und dann wieder den Fahrsteller auf Null legen, wenn noch nicht sofort losgefahren werden soll.


    Oder eben dann gleich losfahren, dann erfolgt der Pantho-Wechsel, bevor die Lok losfährt.


    Ich empfehle aber tendenziell die manuelle Funktionssteuerung, da das dem Original auch näher kommt.


    Die roten Rücklichter sehen dezent gut aus, wie Wolfgang oben auch schon erwähnt hat. Die durchbrochenen Umläufe an den Stirnseiten sehen prima aus.


    Allen anderen, die die Lok die Tage bekommen, auch viel Freude damit.


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    Gruß
    bahnboss :thumbup:^^ :thumbup:

    Edited 3 times, last by bahnboss ().

  • Post by Fahrmotor ().

    This post was deleted by the author themselves ().
  • Hallo,


    herzlichen Glückwunsch an alle E41 Besitzer. Eine schöne Lok geworden. Wenn mal eine mit Doppellampen erscheinen wird, könnte ich auch als Nebenbahn Fahrer mal ne Ausnahme machen. Aber vielleicht werden in den nächsten Jahren die Einheitsellokfamilie nach und nach ergänzt. Eine BR150 in oz wäre super.

    Jetzt aber erstmal die Lok genießen. Ich diesel mal weiter............

  • Was ich nicht so ganz richtig verstehe, ist dass Blaukäfer (mit seiner grüner E41 :) ) und Bahnboss mit seiner blauen E41 hier Berichte einstellen über das Modell was sie empfangen haben, obwohl der Lieferungsstatus bei Lenz noch immer (gerade kontrolliert) auf "im Zulauf" steht.


    Hat lenz schon angefangen mit dem Ausliefern und hat dabei vergessen die Lieferungsstatus an zu passen? Oder haben Blaukäufer und Bahnboss eine andere Beziehung zu Lenz als andere Kunden?


    Bei mir kam gestern oder heute kein Paket an. Auch keine Benachrichtigung von meinem Händler dass die Auslieferung im nächsten Tagen statt finden wird.


    Zur Seite, Ich bin übrigens froh über die Berichte von Blaukäfer und Bahnboss, denn sie bestätigen meine Bestellung. Aber diesen "mismatch" (auf Englisch) zwischen Lieferstatus und Erfahrungsberichte verstehe ich nicht so ganz.


    Oder gibt es jetzt inzwischen sehr viel Leute die ihren bestellten E41 empfangen haben? In diesem Fall erwarte ich mehrere Beiträge die z.B. bestätigen würden dass der Sound der Pfeife auch bei ihnen in Ordnung ist... Diese Beiträge fehlen in diesem Moment gerade....


    Gruss,

    Walter

  • In der Bucht verkauft auch schon ein Haendler die Blaue. Interessant, denn bei allen Haendlern in den Onlineshops sthet nur "Vorbestellung".

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