Die V15 der WIB

  • Moinsen!


    Da die BR 56 derzeit auf Teile wartet, konnte zwischenzeitlich an der V15 weitergearbeitet werden. Infos zum Vorbild gibt es hier: https://de.wikipedia.org/wiki/DR-Baureihe_V_15


    Doch fangen wir mal vorne an:

    Vor geraumer Zeit sendete mir ein befreundeter Modellbahner einen Teilesatz für das Modell einer V15 der DR zu. Er hatte das Gehäuse gedruckt, Rahmen und Fahrwerk waren aus Polystyrol gefräst. Soweit so gut, allerdings stellten sich beim Bau diverse Diskrepanzen heraus, angefangen vom abweichenden Achsstand, über zu breite Motorhaube, falsche Fensterform und Größe, sowie einige Kleinigkeiten mehr. Nach und nach arbeitet ich mich durch das Modell, wobei am Ende ein kompletter Neubau herauskam ... so kann's gehen ;)


    Der gelieferte Teile-Satz in der Übersicht:



    Als erstes stand der Rahmen zur "Überholung" an. Die dem Teilesatz beiliegenden Frästeile ergaben ein zu schmales Bauteil, so dass ich den Rahmen samt Fahrwerk neu zeichnete und zum Fräsen gab. Dabei wurde auch gleich der Achsstand korrigiert. Heraus kam dies hier:





    Der Antrieb wird von einem Faulhaber 2020C012 zusammen mit einem Getriebe von Schulz-Modellbahn gebildet. Die Räder hat LKM-Modellbahn beigesteuert. Die Kopfstücke, sowie Gegenkurbeln wurden gedruckt. Die Achslager werden später noch von unten verschlossen.


    Was noch fehlte war die Kuppelstange welche aus einer Originalzeichnung abgeleitet und gedruckt wurde. Das Druckteil reicht für Testfahrten aus, dient aber in erster Linie als Platzhalter und zur Passprobe. Später sollen hier entsprechende Teile aus Messing-Guss verbaut werden. Diese Gussteile passen dann übrigens auch an die V23 von LKM-Modellbahn. ;)



    Die zu breite Motorhaube musste als nächstes "dran glauben". Es entstand ein Neubau aus 0,3mm Neusilberblech, welches händisch auf Maß gebracht wurde. Der Korpus ist dabei aufgedoppelt, um eine ausreichende Stabilität zu erreichen. Die Abdeckung wurde ebenfalls aus 0,3er NS-Blech gefertigt und passend gebogen. Die bei den DR-Maschinen verbaute Hutze wurde ebenfalls "zu Fuß" angefertigt und aufgelötet, die Kühlermaske wurde wieder gedruckt:



    Die Lampen aus Messing-Guss stammen von der Modellbahnmanufaktur Crottendorf. Auf dem Bild ist noch die ursprüngliche Kabine mit den abweichenden Fenstern zu sehen. Diese wurde neu gezeichnet und gedruckt. Um eine dauerhafte Formstabilität des Druckteil zu gewährleisten wurden von innen Streifen aus 1mm Messing-Blech mit Stabilit eingeklebt, diese sorgen auch gleichzeitig für eine Erhöhung des Gewichts:



    Die Bodenplatte der Kabine ist ebenfalls aus 1mm Messing-Blech entstanden.


    Die neue Kabine bekam dann noch passende Fenstereinfassungen gedruckt und es wurden Auspuffverkleidung sowie das charakteristische Typhon ebenfalls als 3D-Druckteile erstellt:



    Derzeit läuft die Konstruktion für weitere Kleinbauteile, in den nächsten Tagen soll zudem die abschließende Grundierung aller Bauteil erfolgen. Nach und nach werde ich den Fortschritt hier zeigen.


    Auch wenn vom ursprünglichen Teilesatz nicht ein Teil "übrig geblieben ist", so war der Teilsatz doch die Initialzündung zum Bau des Modells. Das Projekt vereint verschiedene Disziplinen und macht mir vielleicht gerade deswegen so viel Spaß, die inzwischen weit über 100 Stunden Bauzeit (besonders für die handgefertigten Teile und die Anpassungsarbeiten) vergingen zwar nicht wie im Fluge, aber es war auch keine Qual. Auch der Mix macht's, denn jede Fertigungstechnologie hat ihre Stärken und Schwächen, so sind Druckteile bei komplexen Form ideal, Frästeile für Bauteile die eine hohe geometrischen Exaktheit fordern und für filigrane Dinge wie die Hutze ist eben Neusilber-/Messingblech ideal. 8)



    Gruß


    Thomas


    Betriebsleitung der Werkelburger-Industriebahn



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    Die Kritik an anderen hat noch keinem die eigene Leistung erspart. (Noël Coward)

  • Hallo Thomas,

    da wir als "Keinsterie" auch bereits Jahre an der V 15 arbeiten( max 6 Lokssätze) haben wir auch die Kuppelstange gezeichnet und bereits in MS abgiessen lassen,Habe im Moment aber nur 1 Satz , der als "Urmodell" dienen soll,sobald ich die Räder unf Blindwellen erhalte(werden woanders montiert)

    Eventuell passt es auch bei Deiner Lok.

    Rufe einfach mal an oder sh´chreibe eine Email.

    Gruß aus Klein Köris

    Michael Schulz

  • Hallo Thomas,


    sie schaut schon sehr gut aus Deine V 15, lt. Typbezeichnung eine V 18B. Bisher wurde die Lok häufig nicht überzeugend umgesetzt, die Formen des Führerhauses und die Position der Fenster sind wohl doch zu schwierig. Ich hatte/habe zwar nicht mit V 18B aber mit ihren Schwestern V 10B, V 22B und V 10C zu tun.


    Die Mühe mit der Gravur der hinteren Sandkastenklappen hättest Du dir nicht machen brauchen, den diese sind aufgesetzt, umrahmt von einer Wasserablaufrinne.

    Gruß

    Martin

  • Moinsen!

    Die Mühe mit der Gravur der hinteren Sandkastenklappen hättest Du dir nicht machen brauchen, den diese sind aufgesetzt, umrahmt von einer Wasserablaufrinne.

    Na ja, Mühe ist das nicht, lediglich eine Volumenkörpersubtraktion im CAD ^^

    Die Nut für die Sandkästen dient aber in erster Linie als Positionierungshilfe für die Klappen der Sandkästen. Ein erhabener Rahmen wäre bei möglichen Schleifarbeiten in diesem Bereich mit "verschwunden", ebenso gleich mit gedruckte Klappen, also habe ich mich für die gezeigte Variante entschieden.



    Gruß


    Thomas


    Betriebsleitung der Werkelburger-Industriebahn



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    Die Kritik an anderen hat noch keinem die eigene Leistung erspart. (Noël Coward)

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