0m - Mindestradius - empfohlener Radius für Bemo Lokomotiven

  • Radien…


    0m startete 1895 lt. Fremo mit Mindestradius 133 cm (60 m Radius beim Original), okay. Es geht aber auch dort kleiner (Original), soweit ich weiß, gibt es bei den RhB auf der Berninastrecke einen Minimalradius von 45 m! Auch OOK hatte bei seiner BAE1 Radien von 800-1000 mm eingesetzt und eine Henke Ts5 sah darauf gut aus, die Modelle von Schnelli schaffen den Radius vom 40cm! Will damit nur sagen, dass man auch bei weniger Platz mit kleinen Radien mit Om fahren kann. Dass es größer geht und schöner aussieht, habe ich nicht bezweifelt, aber halt jeder so, wie er will oder den Platz dazu hat… Ich werde es sehen, wenn ich die Kurve vor Stöberhai der Südharzeisenbahn angehe, da werde ich aus Platzgründen wahrscheinlich auch auf 80 bis 100 cm gehen, aber Harz ist halt nicht Schweiz… Egal, am Ende zählt das Ergebnis, das Auge wird es verzeihen


    meint

  • Mindestradien in 0m


    Das hängt ganz klar vom Rollmaterial ab. Wenns um RhB geht würde ich in jedem Fall 1300 mm empfehlen.

    Dabei denke ich nicht nur an die Räder und Rahmengeschichten ( Ge 6/6 II) sondern vor allem an die Puffer wenn

    mit Originalkupplungen gefahren wird. Da werden erhebliche Druck- und Reibungskräfte aufgebaut. Auf der Anlage

    von Peter Grob konnte ich eine Entgleisung mitverfolgen, Grund waren beim Schieben von Drehgestellwagen

    längere Zeit nicht gefettete Puffer.

    Man sollte bedenken daß ab Spur 0 mit maßstäblichen Radsätzen auch die Fahrdynamik und andere Parameter praktisch genauso wirken wie beim Vorbild. Bei langen Federzungenweichen die von schweren Loks befahren werden sind Stützknacken nicht nur aus optischen Gründen nötig!


    Wenn man kurze Fahrzeuge einsetzt gehen natürlich auch engere Radien. Auch länger Fahrzeuge mögen kleinere Radien schaffen. Ob das noch ein gefälliges Bild abgibt muß jeder für sich entscheiden.


    Gleislängen im Schattenbahnhof können auch durch entsprechende Weichen/Weichenkombinationen erreicht werden:


    dw.div.sbhf.fs.2016.04.13.1083k.jpg



    Gruß vom Bodensee


    Weichen-Walter

  • Hallo Walter!

    Guter Hinweis. Man muss ja bei den Drücken auch noch die ggf. vorhandenen Steigungen berücksichtigen, welche den Druck auf die Puffer bzw. Kupplungen von Kadee noch erhöhen.

    Viele Grüße!

    Moritz

    Weniger ist (nicht) mehr ;) - schwer müssen sie sein - Stahlbahn Ep. V und drumherum...

  • Ich nutze die Möglichkeiten von CAD um den Bogenlauf zu prüfen. Hier 3 Beispiele, allesamt für 1000 mm Radius dimensioniert. Kommt allerdings in der Praxis nicht in Frage: Der Minimalradius beträgt 2667 mm (beim Vorbild 120 Meter). Dann müssen auch die Fahrleitungsmasten nicht wie die Zinken eines Läusekamms platziert werden ..


    forum.spurnull-magazin.de/core/attachment/103391/

  • Wer den Untersuchungsbericht vom Unfall in Stgrt aufmerksam gelesen hat dem dürfte die Rolle von Zwischengeraden bei Richtungswechseln aufgefallen sein. Deshalb endet in der Regel auch bei der RhB nach dem Herzstück der Radius des abzweigenden Gleises. Ein durchgehender Radius bei einer Weiche macht nur Sinn wenn das Hauptgleis im Bogen liegt und die Weiche dann entsprechend zu einer Bogenweiche verzogen wird.

    Gruß vom Bodensee


    Weichen-Walter

  • Für die Planung von Fahrdrähten im Stationsbereich ist das Raily4 Gleisplanungsprogramm eine große Hilfe.

    Wenn der Gleisplan fertig ist schließen und abspeichern. Dann über Extras/Module verwalten (Expertenmodus einschalten!!)

    in dem Gleismodul die Spurweite auf die maximale Zick-Zack-Weite einstellen und dann den Plan öffnen.

    Jetzt kann mit verschiedenfarbigen Polygonen ganz einfach der Fahrdraht geplant werden.

    Nach fertiger Planung nicht vergessen die Spurweite wieder zurückzustellen!

    Gruß vom Bodensee


    Weichen-Walter

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