0m - Mindestradius - empfohlener Radius für Bemo Lokomotiven

  • Guten Morgen,

    habe Mal folgende Frage, da ein Bekannter evtl. von H0m auf 0m umsteigen möchte (RhB) und ich bei Bemo nichts dazu gefunden habe:


    Welcher Mindestradius wird benötigt und welchen Radius würdet ihr empfehlen? Gibt es auch Bogenweichen (kein Bausatz)?

    Freundliche Grüße aus München


    Zierni

    (Thomas Ziernwald)

  • Hallo,

    40 cm Mindestradius sollte funktionieren, darunter würde ich nicht gehen. Größere Radien sind natürlich immer besser, aber durch 40cm fährt alles noch gut . ( 2 Achsen und Drehgestell Rollwagen. So meine Erfahrung mit Schnellenkamp Wagen aber auch mit Bemo 2 Achs Wagen.

    Gruß

    Hannes

  • Quote

    40 cm Mindestradius sollte funktionieren, ...

    Nein, bei 0m Finescale liegt der Mindest-Radius bei 1200 mm. Ich kenne Leute, die Radien minimal darunter haben, Erfahrungen dazu habe ich allerdings nur gelesen. Ich habe bei mir 1350 mm als kleinsten Radius festgelegt um etwas mehr Sicherheit zu haben und auch Kleinserienfahrzeuge sicher einsetzen zu können. Ferro-Suisse hat auch Bogenweichen im Programm (Radius 1300/2600mm).


    Null-Problemo 8)

  • Ich fahre seit über 35 Jahren mit 1 Meter Radius ohne Probleme mit Finescale. Das gilt auch für die Ferro Suisse Ge 4/6.


    Da hier aber explizit nach Bemo Lokomotiven gefragt wurde gehe ich davon aus, das diese den kleinsten Fama Radius befahren können, da sie ja auch bisher für das Fama System erhältlich sind.

  • Quote

    ....und bei Fama/Utz lag der Mindestradius bei 56vm oder 58cm.

    Warum 0m-Finescale, wenn man die Fahrzeuge dann so um die Ecke biegt? Machen kann man wahrscheinlich vieles, nur empfehlen kann ich das nicht......


    Ferro-Suisse beschreibt seit jeher 1200mm, bei Zahnstange sogar 1350 mm. Ich bin bei Peter Grob auf der Anlage vor Jahren 1150 mm (Ausnahmeradius!) gefahren und das knarzt schon ordentlich.


    Noch viel wichtiger ist das saubere verlegen der Gleise. Ich kann daher das "Vorbiegen" der Flexleise wärmstens empfehlen, damit keine Knicke entstehen. Nach Murphy entgleist der Zug immer dort, wo man nicht dran kommt......


    oRRQPw.jpg


    Null-Problemo 8)

  • Aber warum sollte man bei 0m größere Radien verwenden, als bei Spur 0 ? Dann muss man ja nicht Schmalspur fahren, wenn man mehr Platz braucht, als bei Regelspur - auch wenn es schöner aussieht


    meint

  • Hallo

    Auch bei Fama/Utz sind wir zur Hauptsache mit einem Radius von 1000mm gefahren, selbst in den Zahnstangenabschnitten. Dort wurden die Schwellen von den Flexgleisen neu gebohrt und die Zahnstangen entsprechend montiert. Aus Flexgleisen haben wir auch Weichen mit Radien von 1000mm hergestellt.

    Mit grösseren Radien sieht es einfach besser aus!

    Gruss Heinz

  • Quote

    Aber warum sollte man bei 0m größere Radien verwenden, als bei Spur 0 ? Dann muss man ja nicht Schmalspur fahren, wenn man mehr Platz braucht, als bei Regelspur - auch wenn es schöner aussieht

    Tja Hans,


    sind das nicht Zusammenhänge, die so gar nicht existieren? Das Vorbild kennt bei der RH.B. einen Mindestradius von 120m (Stammnetz), was knapp 2,7 m entspricht und einen Ausnahme-Radius von 100m, der z.B. im Bereich Tiefencastel in den letzen Jahren entschärft wurde. Richtig ist definitiv, dass die Schmalspur mit weniger Platz (Trassenbreite, Lichtraumprofil) auskommt. Alles andere sind Modellbahn-Mythen. Hier muss doch die Entscheidung, baue ich nach Vorbild oder eben nicht, vorangestellt werden.


    Die Rh.B. und ihre Bauten haben einen hohen Bekanntheitsgrad. Daher ist das Thema bestens geeignet, nach Vorbild zu bauen. Kompromisse sind nötig, man sollte das jedoch mit Blick auf Wirkung und Betriebssicherheit nicht überstrapazieren - meine Meinung.....


    Bei mir persönlich kommt jetzt noch hinzu, das ich möglichst mit Originalkupplung fahren möchte. Das verbietet das unterschreiten bekannter Grenzen. Alles andere kostet nur sinnlos Lehrgeld. Es gibt viele Leute (Claude Wenger mit seiner Oberwald-Anlage nach Vorbild der Furka-Oberalp-Bahn fällt mir als Beispiel ein), die das seit Jahren erfolgreich machen. Da kann man eigentlich nur lernen und die eigenen Ideen hoffentlich genau so erfolgreich umsetzen.


    Thomas wird alle Aspekte bei seiner Entscheidungsfindung berücksichtigen. Daher kann es nicht schaden, alle Möglichkeiten, aber auch die möglichen Grenzen zu kennen.


    Null-Problemo 8)

  • Tja Oliver,


    mag ja sein, aber als Harzer orientiert man sich u.a. an der in Stiege befindlichen Wendeschleife mit einem Radius von 60 m, das sieht sogar im Original Klasse aus, wenn der Zug dort durchfährt.

    Getreu dem Modellbahner-Motto: Weniger ist mehr.


    Gegen größere Radien ist grundsätzlich nichts einzuwenden, wenn man denn genügend Platz hat


    weiß

  • Hallo Hans!

    Weil man nicht mit so einer monströsen Kupplungen fahren will. In Spur 0 geht das mit den Originalkupplungen auch nicht mit Radius 1000 mm - oder man beschränkt sich auf kurze Fahrzeuge.

    Bei Bemo gab es am Stand in Gießen folgende Info zu den Radien für die neuen 4-achsigen Personenwagen:

    "Sie kommen notfalls auch noch durch 1000 mm, aber man empfiehlt ganz klar (!) 1200 mm."

    Dann sollten auch die vermutlich später folgenden längeren 4-achser passen und man kann mit Faltenbalg an Faltenbalg fahren. Ich habe mir die im Modell sehr genau angesehen. Für mich (!!) war das die beste Modellumsetzung auf der Messe.


    Zierni

    Wenn sich dein Kollege auf die 2-achsigen Anhänger beschränken will, dann kann ggf. auch weniger ausreichen. Dann kommt es eben auf die Loks an. Ich würde das aber nicht machen. Da ist in den nächsten Jahren einiges zu erwarten... :)

    Viele Grüße, Moritz

    P.s.

    Ich liebäugel auch sehr mit Bemo 0m (... und auch meine Frau - sie schaut halt lieber im grünen Engardin den Zügen zu, statt in Duisburg am Stahlwerk ;) ).

    Dann muss ich aber auch mein Motto ändern . . . ;)

    Weniger ist (nicht) mehr ;) - schwer müssen sie sein - Stahlbahn Ep. V und drumherum...

  • Hallo Forum,


    also Vorgabe sollte man sich bei Planungen an die 1,20m halten. Natürlich gibt es auch FS-Messingmodelle, die einen kleineren Radius fahren können.

    In Gießen hatten wir an einer Stelle 98cm, weil die Anlage nicht anders im heimischen Keller gebaut werden konnte. Da fuhr soweit alles Problemlos durch, aber schön ist das nicht.

    Wer mit Bemo anfängt, wird bestimmt früher oder später mal ein schönes Messingfahrzeug ergattern. Und diese sind in der Regel längerer Bauart; zwei Kesselwagen Za oder Rp-w/Sp-w direkt aneinander gekuppelt oder beispw. direkt an eine Ge 4/4III gekuppelt, wird wahrscheinlich Probleme bekommen.

    Und nicht zu vergessen: die Personenwagen mit verbundenen Faltenbälgen-da werden die Karten auch nochmal neu gemischt. Wer schonmal einen Ferro-Suisse-Personenwagen mit einem ModelRail-Wagen gekuppelt hat und Schiebebetrieb durch sehr enge Radien praktiziert hat, der weiß wovon ich rede....

    Gruß
    Matthias
    MBeBe - Moderne Bahn in den Bergen :thumbup:

  • Quote

    ....aber als Harzer orientiert man sich u.a. an der in Stiege befindlichen Wendeschleife mit einem Radius von 60 m

    Sehr schönes Vorbild, Hans! Das sind in 1:45 aber auch rund 1350 mm Radius...... ;)


    Quote

    Wer mit Bemo anfängt,....

    Da kann ich Matthias nur beipflichten! So ist es !


    Das Nischen-Thema, die Schweizer Schmalspur, ist so speziell und eigentlich zu schön um durch faule Kompromisse zur Spielbahn degradiert zu werden. Meine Empfehlung wären Bücher, Filme und unbedingt ein Besuch beim Vorbild....


    Mit 11% über den Sidelen-Bach (Fahrzeuge Ferro-Suisse, Brücke Modellbau-Voth):


    O1FvHb.jpg


    Jetzt müsste man noch Zeit zum Bauen haben, aber das ist ein anderes Thema ||



    Null-Problemo 8)

  • Ich liebäugel auch sehr mit Bemo 0m (... und auch meine Frau - sie schaut halt lieber im grünen Engardin den Zügen zu, statt in Duisburg am Stahlwerk ;) ).

    DER war guad....😂😂😂😂👍👍👍


    Mir haben die RhB Sachen in Gießen auch sehr gut gefallen 🏆 Die Anlage war supi.

    Freundliche Grüße aus München


    Zierni

    (Thomas Ziernwald)

  • Mir ist nicht bekannt, ob FS jetzt die 1.3 Meter fordert oder seit wann.


    Ich habe schriftlich vor mir de Schmalspur Digest 1 von 1984 liegen, wo man für 0m einen Mindestradius von 90 cm empfiehlt.


    In den folgenden Ausgaben 2 - 4 wird dann ein Mindestradius von 100 cm gefordert.

  • Grüß Gott 0/0m Kollegen,


    ich möchte mich herzlich bedanken für die vielen Hinweise zwecks Radius 0m.

    Meine Wenigkeit ist der Kumpel vom Zierni der von H0m auf 0m umsteigen möchte.

    Freue mich auf Euere Unterstützung und Ratschläge!

  • Hallo zusammen,


    ich verfolge die Diskussionen hier sehr gespannt, denn meine eigenen Recherchen haben ein buntes Bild gegeben, von 80cm über 100cm und 120cm bis open end ist so einiges dabei.

    Bei Bemo gab es am Stand in Gießen folgende Info zu den Radien für die neuen 4-achsigen Personenwagen:

    "Sie kommen notfalls auch noch durch 1000 mm, aber man empfiehlt ganz klar (!) 1200 mm."


    Besten Dank Moritz - das ist eine sehr interessante Info! Ich hatte mich nämlich schon ein wenig geärgert, dass ich in Giessen nicht am Stand nach dem Mindestradius gefragt hatte. Die EW I haben es mir angetan und aktuell habe ich noch alle Möglichkeiten, die Gleisradien für meine Graubünden-Bastelei anzupassen.


    Das Nischen-Thema, die Schweizer Schmalspur, ist so speziell und eigentlich zu schön um durch faule Kompromisse zur Spielbahn degradiert zu werden


    Ein sehr guter Punkt! Ich gebe zu, mir ging tatsächlich am Anfang meiner Planung durch den Kopf, kleine Radien zu bauen und die RhB-Anlage irgendwo hineinzustricken, bzw. konkret als untere Etage unter der Normalspur. Das wird dem Thema aber nicht ebenfalls nicht gerecht. Mittlerweile denke ich eher losgelöst von diesem Kellerraum über flexible Module, die dann je nach Platz in einem anderen Raum aufgestellt werden können, ggf. auch nur jeweils immer ein Teil.


    RhB242 / Wolfgang: Bin sehr gespannt auf deine weiteren Schritte, viel Erfolg beim Überlegen! Ich stehe aktuell auch vor etlichen grundsätzlichen Fragen. daher kann ich vermutlich deine Gedanken ganz gut nachvollziehen.



    Viele Grüße

    Oliver

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