Die BR 56 der WIB

  • Moinsen!


    Auch wenn ich vorzugsweise bei 0e "zu Hause" bin, gibt es doch die ein oder andere Regelspur-Lok die mir gefällt. Eine dieser Loks ist die preussische G 8.1 mit Laufachse, auch als BR 56 2-8 bezeichnet. Inzwischen gibt es ein Großserienmodell, aber das passt nicht ins schmale Budget, also heißt es für mich selber bauen!


    Vor ein paar Tagen konnte ich hier im Forum ein BR 55 Konvolut ergattern. Als Basis nicht schlecht, waren schon Uhde-Rahmen, Slaters-Räder, einen Laufachse der BR 50 von Lenz und eine gegossene Steuerung enthalten.


    Der Zustand bei Anlieferung:




    Zunächst wurde mal alles soweit zerlegt um einen Überblick zu haben wo denn anzufangen wäre. Der Uhde Rahmen war schon in der Ausführung für die BR 56 zusammengebaut, allerdings passte die Laufachse nicht in die vorgesehenen Ausschnitte. Ein Vergleich mit der Zeichnung der BR 56 brachte dann zu Tage, dass der "Rahmenschuh" insgesamt auch noch zu kurz ausgefallen ist. Also die vorhandenen Teile abgelötet und neu angefertigt. Dazu habe ich zwei Stücke Messingblech 0,5mm aufeinander gelötet, einen Schablone gezeichnet, aufgeklebt und im Anschluss die Bleche passend zurecht gesägt und gefeilt:




    Etwas kurios geht es innerhalb des Kessel zu, hier hat mal Jemand das Ganze mit Gips ausgegossen :wacko:



    Okay, also auf die Suche gegangen und binnen kürzester Zeit konnte ich (ebenfalls über das Forum) einen noch original verpackten Bausatz einer Biller BR 55 erwerben. Von diesem wird wahrscheinlich dann später der Kessel übernommen werden.


    Nachdem die (teilzerlegte) Steuerung ebenfalls entfernt war, bot sich dieses Bild:



    Da kein Drehgestell für die Laufachse vorhanden war, habe ich eins gezeichnet und ausgedruckt. Es fungiert für die Bauphase als Platzhalter und wird später durch ein Messingteil ersetzt werden.


    Den Rahmenschuh habe ich dann noch durch Pufferbohle und Umlaufblech ergänzt, die Messing-Gussteile stammen von Manfred Bauer:



    Die Radsatzgruppen sollen später gefedert ausgeführt sein, also habe ich den Rahmen so modifiziert, dass ich Slaters Lagerbuchsen einsetzen kann. Die Rahmenversteifungen habe ich als 3D-Druckteil erstellt, wobei ich mich an den Slaters-Gussteilen orientiert habe. Die Abweichung vom Original halte ich in diesem Bereich für vertretbar, da auch der Achsstand des Modells etwas zu kurz ist (102 statt 104,4mm) und auch der Rahmen selber deutliche Vereinfachungen aufweist.


    Hier der Rahmen mit lose aufgelegten Aussteifungen und eingesetztem Lager für Achse 1:




    Auf dem letzten Bild ist auch der Rahmenschuh inkl. "Schutzblech" bereits montiert, der Schlitz zwischen Rahmen und Schuh ist ein Montagehilfe, welche später dazu dienen soll die Zylinder lagerichtig montieren zu können.


    Immer wenn es was Neues gibt, werde ich hier in loser Folge weiter berichten. Kann aber dauern ... :)



    Gruß


    Thomas


    Betriebsleitung der Werkelburger-Industriebahn



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    Die Kritik an anderen hat noch keinem die eigene Leistung erspart. (Noël Coward)

    Edited once, last by Werkelburger ().

  • Hallo Thomas,


    auch wenn der Rahmen vereinfacht ausgeführt ist, so solltest du die Achslagerführungen doch richtigerweise innen, wie auf der Originalzeichnung zu sehen ist, montieren.


    Gruß Alfred


  • Moinsen!

    so solltest du die Achslagerführungen doch richtigerweise innen, wie auf der Originalzeichnung zu sehen ist, montieren.

    Potzblitz =O ... na gut, bevor wir gar nichts machen werden wir das dann so rum probieren ^^ ^^ ^^



    Gruß


    Thomas


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  • Moinsen!


    Schneller als erwartet wurde heute die Federung montiert. Dazu wurden die Achslager im oberen Bereich mit einem Stück Messingprofil 1x2mm ergänzt, damit die Federn einen ordentliche Auflage haben. Die Federn selber werden auf die ehemaligen Anschläge der der alten Achslager gesteckt. Die Anschläge wurden vorher um 90 Grad abgekantet, gebohrt und mit einem Niet 1,4mm versehen, auf welchem die Feder geführt wird.


    Zur Führung der Achslager kommen nun doch nicht die Druckteile zum Einsatz, sondern ich habe Messingprofile 1x2mm zur Führung aufgelötet. Dies gelang mit dem Widerstandslötgerät perfekt:



    Hier die Ansicht von oben mit eingesetzten Lager und montierter Radsatzgruppe:



    Der Federweg beträgt etwa 2mm, wobei die Lok mit aufgesetzten (Gips-)Kessel und nur drei montierten Achsen knapp 0,5mm "eintaucht".


    Als nächstes wird jetzt die angetriebene Achse aufgearbeitet, um dann eingebaut werden zu können.



    Gruß


    Thomas


    Betriebsleitung der Werkelburger-Industriebahn



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  • Moinsen!


    ... könnte das sein, dass Du ein Stiftklöbchen als Halter für die Kohle-"Elektrode" für das Wiederstandslöten verwendet hast ?

    Mit Cousinen ... ach nee, Nichten ... ;)

    Die Elektrode wird beim Löten ganz schön warm und so ein Stiftenklöbchen würde diese Wärme ungeniert an die Hand weiterleiten. Hier ist das Handstück im Vordergrund zu sehen. Das was aussieht wie die Spitze eines Stiftenklöbchens ist die Halterung für die Kohleelektrode:



    Das Foto zeigt auch den Rest meines Löt-Equipments: Ganz links einen ERSA RDS 80 Lötstation und der große weiße "Koffer" im Hintergrund ist ein Wasserstoff-Lötgerät Aquarius Typ 70. Die Edelstahlplatte auf der das Handstück liegt dient als Gegenpol für das Widerstandslötgerät.



    Gruß


    Thomas


    Betriebsleitung der Werkelburger-Industriebahn



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  • Hallo Thomas,


    dass das Teil warm wird ... ist ja klar - sonst lötets nicht ... (und dass das im direkten Kontakt an den Fingern "au" macht ist auch nix neues)


    Die (thermische) (Holz) Isolierung hab ich bei meinem ersten Widerstandslöter aus einem Feilenheft gebaut ... würde ich wieder so - oder so ähnlich machen - nur - ich bin jetzt eher am schauen wegen der Spannzangenlösung ... und das Bild hatte auf mich irgendwie an ein Stiftklöbchen als - sagen wir Basis - erinnert.


    Daher die Frage.


    Viele Grüße,

    Stefan

  • Moinsen!


    Die BR56 der WIB wurde terminlich etwas nach hinten geschoben. Der Grund ist recht erfreulich, denn ich konnte einen gefrästen Rahmen von Spur-0-Tuning für mein Modell hier im Forum ergattern. Da dieser allerdings für die BR55 gedacht ist, muss er natürlich noch entsprechend angepasst werden. Des weiteren habe ich während der JHV der Arge in Wernigerode einen passenden Vorläufer samt Deichsel gebraucht erwerben können, so dass dieser Part auch ad acta gelegt werden kann. Weitere Teile sind ebenfalls bereits eingetroffen, so dass die Teilekiste für die BR56 schon prall gefüllt ist. Aber es wird eben noch ein Weile dauern ... ;)



    Gruß


    Thomas


    Betriebsleitung der Werkelburger-Industriebahn



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