Ich brauch eine Oberleitung

  • Hallo zusammen,


    Ich hab auf einen 2 Meter Teilstück mal eine Oberleitung zusammengebaut.

    Der Weg war sehr steinig.

    Ausgangsmaterial:

    2 Masten von Sommerfeld

    2 Mastbausätze von Wenz

    4 Turmmastbausätze von Wenz

    20m Fahrdraht von Wenz gezogen 0,5mm

    6 H-Profilmasten eigenbau

    Für die Ausleger 1mm und 0,7mm Messingdraht.

    Isolatoren von Sommerfeld


    Die Wenzmasten sind mit UHU Endfest 300 bei 100 Grad im Backofen geklebt.





    Die H-Profilmasten sind aus 5x5mm H-Messigprofil,10x10 Mastfußplatte und Winkelmessing 3x3mm und 4mm Messingsenkkopfschraube.



    Die Fahrdrähte sind über das ganze Modul gespannt und dann die Hänger angelötet.



    Hier noch ein paar Bilder















    Die Fahrdrahtlage hab ich mit er E Lock eingestellt.Generell wurde nach dem Prinzip "Passt schon"gearbeitet.

    Weiter gehts dann mit den Turmmasten.......


    Gruß Miche

  • Guten Tag Miche,

    ich habe Deinen Bericht sehr aufmerksam und äußerst interessiert gelesen; während meiner Spur 1 Zeit habe ich mich ebenfalls sehr intensiv mit dem Bau von Abschnitten mit Oberleitung beschäftigt.


    Sobald mein neues BW ALT-UHLENDORF in Spur Null (1:45) in den Betriebsdienst geht, werden 3 Gleise und die Zu-/Abfahrt ebenfalls elektrifiziert.

    Mein Gedanke für einen dauerhaften Betriebsdienst:

    Ich will - übrigens wie beim großen Vorbild - versuchen, die Schleiferflächen der Panthographen mit Graphit zu belegen, damit nicht Metall direkt auf Metall arbeitet. Allerdings kenne ich Graphit bisher nur als Rundmaterial aus Bleistiften.

    Vielleicht kennt jemand aus der Modellbahnrunde eine Bezugsquelle, bei der man Graphit in Platten/Streifen beziehen kann. Ich bin sicher nicht der Einzige, der sich über so eine Einkaufsquelle sehr freuen würde.

    Besten Dank im Voraus.


    Bitte bleibt gesund.

    VlG Bernhard dmdB

  • Hallo Bernhard,

    Glückwunsch zu deinen Vorhaben zum Bau einer Oberleitung.

    In Punkto Graphit?

    Ich kann mir nicht vorstellen das der Anpressdruck und die Reibung vom Panto, auf in meinen Fall einen zimlich weichen Fahrdraht,zu einen nennenswerten abrieb führt. Ich habe aber keine Praxiserfahrung wie du in Spur 1.

    Wo man Graphit bekommt ,außer in Bleistiftminen, bekommt weiß ich leider auch nicht.

    Aber die Minen gibt es sehr dünn und hart,könnte man auf den Panto aufkleben.

    Versuch macht klug.

    Gruß Miche

  • Hallo zusammen,

    Weitergehts mit den Turmmasten.

    Das ist das Innenteil


    Hier mit den gelötenden Außenmessingstreifen.


    Generelle Anmekung zu den Wenzbausätzen.

    Respekt und erfurcht vor denen die es schaffen diese ansehnlich zusammenzulöten.

    Ich bin zu alt um mir sowas noch anzutuen.

    Ich brauch noch 4 Turmmaste und die bau ich gleich selber.Hoffentlich weniger frust und günstiger werden sie auch.


    Nix extra auf einen Brett vorgefertigtes Quertragwerk.Keine Schablone benützt,sondern einfach Freiauge alles an Ort und Stelle angelötet.




    Die Fahrdräte sind mit stark verdünnter Tamyafarbe Staubgrau gestrichen.



    Deteilaufnahmen von den H- Profilmasten






    Gruß Miche

  • Hallo Miche,


    meinen Respekt und die Anerkennung für die gelöteteten Wenz Masten

    hast Du!!

    Aus eigener Erfahrung kann ich sagen - der Weg dorthin, eher etwas für jemanden, der

    "Vater-und-Mutter ... " und dafür Lebenslänglich bekommen hat ... . ;-))


    Das Ergebnis ist natürlich richtig klasse!!


    Herzliche Grüße

    Andreas

  • Hallo Bernhard

    Eventuell wirst du bei http://www.koh-i-noor.cz fündig.

    Die Teile werden als Graphite blocks bezeichnet und sind eigentlich für Künstler gedacht. Gibt es in verschiedenen Härten. Nr. 4390 in 2B, 4B und 6B

    Viel Spaß beim Basteln

    ___________________________________

    Gruß Olli

    Homepage

    Edited once, last by Olli ().

  • Hi Bernhard,


    die Idee, die Schleifstücke der Pantographen mit Graphitmaterial zu belegen, gefällt mir! Aber ob das schonmal jemand gemacht hat? Das Zeug beim großen Vorbild ist sicher speziell entwickelt und auf einen geringen Verschleiß ausgelegt.

    Gibt es in verschiedenen Härten. Nr. 4390 in 2B, 4B und 6B

    Die von Olli genannten Härtegrade werden aber vermutlich viel zu weich sein, verwenden sie doch Architekten und Künstler für ihre Entwürfe u. dgl. ("mit dem dicken Bleistift"). Härtere Sorten (bis 6H) und verschiedene Durchmesser gibt es aber ohne Ende, nicht nur von Faber-Castell! Auf deren Minenbehältern ist übrigens "SUPER-POLYMER" vermerkt, das Graphitmaterial ist also ebenfalls bereits modifiziert.

  • Hallo zusammen,

    Ich wollte als nächtes mal Probefahrten machen.Dazu habe ich die Fahrdrähte gespannt.




    Zum glück hab ich die lock nochmal von Hand durchgeschoben und dabei im bereich der Weiche eine Überraschung erlebt.An der Stelle hat sich der Panto auf die Seite geschoben,anstatt nach unten,hat sich richtig schön eingefädelt.

    Das hätte im Fahrbetrieb alles rausgerissen.

    Das Bild ist nach dem Pantoumbau an der Gleichen stelle entstanden.Jetzt funktioniert es pefekt.



    Am Panto hab ich folgendes gemacht.

    Orginal war eine Seitenveschiebung von 3cm vorhanden.

    danach noch 4mm.




    Aufgebohrt auf 1mm und 1mm Messingstange .







    Das Schleifstück hab ich auch leichtgängig gemacht und an den Kanten angefast.


    Danach eine Stunde auf allen Gleisen hin und her gefahren.Und es fühlte sich sehr gut an wenn bei Fahrtrichtungswechsel sich die Pantos abwechselnd heben und senken. Und später kamen so gedanken wie,Wenn ich seit meinen 4 Lebensjahr Eisenbahner bin,was hab ich da solange ohne Oberleitung gemacht?



    Gruß Miche

  • Hallo zusammen,

    Eilmeldung!!


    Heute Nachmittag ereignete sich im Bahnhofsbereich Landmannsdorf ein Folgenschwerer Unfall einer E-Lok.

    Bei Rangiefahrten einer 182 bleibt der Stromabnehmer derselben an der Oberleitung hängen und wie Zeugenaussagen berichten, unter einen

    ernomen Ruck der durch das ganze Bahnhofsareal ging,blieb die Lock schlagartig stehen und nur die Räder drehten sich noch durch,bis der völlig überraschte Lokführer den Notausschalter fand.

    Ein eiligst herbeigeeilter Mitarbeiter des Oberleitungsaufbautrupps sprach von einen Wunder von Landmannsdorf,weil die Oberleitung bis auf einen verbogenen Hänger nicht beschädigt wurde.Der Stromabnehmer der E Lok indes weist einen Totalschaden auf.

    Ein Bahnmitarbeiter stellte uns folgende Bilder zur Verfügung.







    Gruß Miche

  • Hallo zusammen,


    Jetzt kommt Plan B!


    Um den Kontakt mit dem Fahrdraht zu vermeiden wird die Pantohöhe begrenzt.


    Einstellvorrichtung.

    .



    Den Messingstreifen auf Mass gebracht und eingelegt.


    Das Spiel in der Stromabnehmerwippe hab ich mit einer 0,7mm Hohlniete verringert.(War ein richtiges gefummel.)Ansonsten kippt die immer auf irgendeine Seite.



    Das Ergebniss







    Das der Panto nicht am Fahrdraht ist, sieht man in echt überhaupt nicht.

    Fahrdrahthöhe Strecke: 130mm

    Pantohöhe: 129mm

    Lokschuppen mit Schiebebühne: 127mm sind 4 gerade Gleise. Da liegt der Panto an,was man sicher sehen kann,weil der Bereich dierekt vor meiner Nase ist.Wenn ich auf meinen Stuhl sitze.


    Fazit bis jetzt.

    Der Fahrdraht von Wenz ist extrem robust,habe bestimmt schon 5 mal richtig reingelangt,nichts passiert, und super zu löten.

    Mit der Optik des sehr vereinfachten Aufbaus kann ich auch gut leben. Vieleicht mach ich neue Rohrausleger und dann mit Seitenhaltern.


    Gruß Miche

  • Hallo zusammen,

    Ich hab auch meinen Frieden mit den Wenz Turmmasten geschlossen.

    Um den Einsatz der Lötflamme zu vermeiden bin ich wie folgt vorgegangen.



    Eckprofile sehr sparsam mit den Lötkolben verlötet.




    Innen soll sowenig wie möglich lötzinn sein,aber durchgängig.



    Alle 4 Seitenprofiele und das innengitter zusammengefügt.Zuvor Kleber drauf.UHU Endfest 300


    Mit Draht zusammengebunden.



    Und ab in den Backofen.100 Grad Umluft.10min.Die Winkel,damit es auch gerade wird.




    So einfach kanns sein.


    Ich hab auch was mit Messingwinkelprofielen ausprobiert.






    Nicht ganz schlecht, aber ich bestell mir doch lieber noch 2 Stück von Wenz.


    Gruß Miche

  • Hallo zusammen,


    Ich habe mal gesagt,mit der Optik kann ich Leben. Aber

    je länger ich bestimmte Teile der Oberleitung betrachte umso mehr bin ich dann doch nicht zufrieden.

    Das stört mich.

    1.Manche wild zusammengpappte Lötstelle.

    2.Die fehlenden Seitenhalter an den Rohrauslegern.

    3.Die Tragseile am Quertragwerk aus Draht.

    4.Die Isolatoren.

    Hier mal ein paar Fotos.



    Die Sommerfeldisolatoren haben ein Loch von 1,5mm

    und hängen dadurch wie ein nasser Sack an den Drähten.

    Dann gefällt mir die Farbgebung nicht.



    Also kurzer Hand alles abgebaut.


    Hier der neue Aufbau.

















    Gruß Miche

  • Hallo zusammen,


    Hier noch ein paar Bilder.




    Jetzt sind die Quertragseile mit Federn gespannt.


    und die Tragseile sind jetzt Stahlseile 0,4mm und nicht mehr verlötet.




    Die Isolatoren sind jetzt mit zwei innernander gesteckten Hohlnieten an den Enden versehen und neu Lackiert.




    Die Federn zur Abspannung des Fahrdrahtes sind jetzt nur noch halb so zugstark wie die vorhergehenden.Das Tragseil wird gar nicht mehr gespannt,dadurch wird ein hochziehen der Fahrleitung in der Mitte verhindert.


    Gruß Miche

  • Hallo Miche,


    sehr gut geworden Deine Elektrifizierung.


    Und was für ein Glück, daß Du nur eine Schiebebühne hast und keine Drehscheibe :D . Der Aufwand für die “Kreisabspannung” wäre doch etwas kniffliger.

    Damit Du siehst, was ich meine, hier eine elektrifizierte Drehscheibe auf einer französischen Anlage.


    img_3596p0ktk.jpeg

  • Hallo Bahnboss,

    Freud mich das es Dier und auch den anderen gefällt.

    Tolles Bild mit der Drehscheibe.


    Das mit dem Glück ist so eine sache, aber da eine Schiebebühne eine Drehscheibe nicht ausschliest ,wird wohl beides seinen Platz auf der Anlage finden.Auf meinen Gleisplan sieht es danach aus.Pech gehabt ;(

    Gruß Miche

  • Hallo zusammen,


    Der Oberleitungsbau hat gerade eine Zwangspause,es fehlen noch ein paar Teile.

    Aber dadurch habe ich mich um ein Projekt ,das seit ca.2 Jahren in einer Schublade sein dasein fristet, gekümmert.

    Es ist eine MTH e194, die offen rumliegt.


    Die Lok ist eigentlich relativ gut gelaufen,bis bei Probefahrten im Schattenbahnhof auf einmal sie zu Stottern begann.Uhrsache war das ich vorher ein paar Löcher gebohrt hatte, aber den Dreck nicht abgesaugt hatte.schön blöd!

    Nach den Vorfall gingen die Pantograpen nicht mehr hoch.

    Dann habe ich die Pantos mit 5V dierekt auf die Motoren hochgefahren,wieder zusammengebaut aufs Gleis und,die erste reaktion,die Pantos fahren runter und da bleiben sie.

    Da ein Werksriset auch keine Besserung brachte,hab ich einen ESU 5L mit Programmer und 2 Servos bestellt.





    Mit dem Fahrpult vom ESU Programmer hab ich alles ausprobiert.

    Die Servos haben sich auch bewegt.Perfekt? nein

    Beim probieren mit der Lenzzentrale geht alles, nur die Servos bewegten sich nicht.???

    Alles in eine Schublade gepackt und vergessen.


    Und jetzt wiederentdeckt.

    Ich hatte die Orginalantriebe ja noch nicht ausgebaut,somit war klar,die bleiben drinn.

    Wer braucht schon Servos,vorallem die Analogen.(Die zucken immer beim Einschalten)



    Ein IC L293d mit zwei H-Brücken für 2Motoren soll es richten.(kleine Extraplatine obedrauf).

    Ansteuerung :

    F5 -Aux11 Logiklevel 5V Panto1 heben.

    F6-Aux12 Logiklevel 5V Panto1 senken.

    F7-Aux17 Logiklevel 5V Panto2 heben.

    F8-Aux18 Logiglevel 5V Panto2 senken.


    Für das IC und die Motoren alles mit 5 Volt.

    In der Zuleitung zu den Motoren jeweils 20 Ohm Wiederstände eingebaut.Damit sie sich langsammer bewegen.

    Und ein Pressluftgeräusch draufgelegt.

    Nachdem alles passt hab ich noch die Pantohöhe begrenzt.



    Mit einen Profielmessing die Höhe fixiert.




    Und mit einer 0,5 mm starken Plastikplatte innen den Festanschlag hergestellt.(weißes Teil)


    Und dann ab auf die Bahn.



    Hier sieht man schön das ich die Pantohöhe genau auf Fahrdrahthöhe eingestellt habe.(leichte Schleifspuren am Pantoschleifstück)







    Hat sich jetzt der Aufwand gelohnt? Ja, Ja ,Ja,


    Der Sound ist spitzenklasse. Nicht zu vergleichen mit dem Dieselgesäusel einer V60!!!

    Die Fahreigenschaften sind ein absolutes Gedicht.Und die Pantos,einfach nur perfekt.

    Jetzt hab ich zwei Lieblingsloks,beide haben einen ESU dekoder drinn.


    Gruß Miche

    PS:

    Bevor sich jetzt jeder Fragt welche die zweite ist.

    Eine V200 nach einen Umbau.(Getriebe-Stromabnehmer-...)

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