Lokhöhle-gibts sowas?

  • Ein freundliches Hallo in die Runde,

    ist es denkbar, bzw. gibt es in der Realität Beispiele, dass an Stelle eines Lokschuppens entweder eine aufgelassene Tunneleinfahrt oder ein in den Fels gehauener Raum als Lokunterkunft genutzt wird? Hintergrund ist: ich hätte gern hinter meiner Drehscheibe einen kleinen Lokschuppen für BR98 oder Glaskasten. Wenn ich das Gelände so gestalten könnte, dass eine natürliche Unterkunft entsteht, hätte ich einen großen Platzgewinn. Nun grüble ich die ganze Zeit, ob es sowas gibt. Vielleicht kann mir jemand weiterhelfen.

    Beste Grüße Thomas

  • Hallo Thomas,


    was hindert dich daran, das Projekt nach deinen Wünschen nicht umzusetzen?


    Ich sage immer wieder: es wird nie den 100%igen richtigen Modellbau geben, alleine schon wegen den Dimensionen von reelen Bahnanlagen und den Materialstärken im Vorbild!


    Wenn dass schon alles - zwie z.B. die Wandstärke bei Großserienmodellen - nicht stimmen, warum nicht dann dass umsetzen, was man selber möchte?


    Es muss nur stimmig sein!


    Eine Höhle in Norddeutschland kurz vor der Küste? Eher unwahrscheinlich!

    In Bayer: klar, an fast jeder Ecke.


    In dem Sinne: hau rein (in den Fels) ;)


    Arnold

  • Moin!


    Daß ein Tunnel einer stillgelegten Bahnstrecke nun als Busgrage genutzt wird, hatte ich letztens erst in einem Bericht gesehen, weiß aber leider nicht mehr wo.


    Als Lokschuppen für Dampfloks hätte bei einer "Höhle" eine gescheite Ablüftung enorme Bedeutung wegen der Rauchentwicklung.


    Während des 2. WK hätte man wohl gerne alles mögliche in Höhlen und Tunnel versteckt.


    Gruß,

    Ralf

  • gibt es in der Realität Beispiele, dass an Stelle eines Lokschuppens entweder eine aufgelassene Tunneleinfahrt oder ein in den Fels gehauener Raum als Lokunterkunft genutzt wird?

    Ich glaube ja.

    Wenn ich mich richtig erinnere, dann gab es in einer MIBA der 60er- oder frühen 70er-Jahre einen Beitrag, der die H0-Umsetzung einer solchen Vorbildsituation zum Thema hatte.

    Glaube, dass die Vorbildsituation irgendwo in Skandinavien war und man dort eine Art Kaverne in eine Bergflanke sprengte.


    Wie gesagt: Ich glaube; es kann gut sein, dass ich da in meiner Erinnerung einiges durcheinandergeworfen habe.


    Viel Spaß beim Recherchieren!

    Martin

  • Guten Abend zusammen,



    bei all den Gedanken wie, warum, weshalb, womit und wo überhaupt so eine Abstellung möglich gewesen sein könnte oder sogar praktiziert wird, stellt sich mir eine grundlegende Frage...


    Macht es tatsächlich Sinn, eine Lok in einem Berg zu parken. Macht es Sinn, aus einem Berg so derart viel Material herauszusprengen, dass man den Platz für sämtliche Behandlungsanlagen hat welche früher in einem Lokschuppen waren?


    Ich rede da im wesentlichen von einer Untersuchungsgrube, der notwendigen Beleuchtung, Werkstattausrüstungen, Lagerkapazitäten für Werkzeug, Ersatzteile und ggf. Pausen- und Sanitärräume. Auch wenn letztere Räumlichkeiten aus heutiger Sicht teilweise billig und wenig brauchbar aussehen, damals waren sie vermutlich wahre Schlösser.


    Ein Gebäude ist da um Welten schneller errichtet als ein entsprechend großer Raum aus einem Berg herausgesprengt und vor allem hinterher wieder ausgemauert. Denn wie sagt der Tunnelbauer? Die in den Berg geschlagene Wunde muss schnellstmöglich behandelt werden. Es muss also eine Tunnelinnenschale eingebaut werden.


    Unabhängig wo es das erfragte gab... ich denke bis auf Kriegszeiten, wenn im Tunnel eh schon Rüstungsproduktion erfolgte, dann hat man da durchaus was gemacht. Aber in einer Epoche III oder IV, ich kenne jetzt kein Beispiel wo sowas praktiziert wurde.


    Ich möchte Dir Vogtländer nichts abspenstig machen oder ausreden - keinesfalls. Lediglich anderen, sich über den Sinn und den Aufwand (im Original) Gedanken zu machen. Denn dieser Weg führt oftmals zu einem Ergebnis welches sehr überraschend ist...


    Viele Grüße

    Sebastian Woelk

  • Moin Thomas,


    Im Mittelmeerraum wird man sowas wohl am ehesten finden, da das Gestein dort haufenweise natürliche Höhlen hat.


    Vielleicht kannst Du da was kombinieren, z.B. ein natürlicher Felsüberhang, der dann noch ein Stück Dach und eine Außenwand bekommt.

    Dann hat man da nix gesprengt, sondern sich nur zwei Wände gespart...


    Gruß

    Matthias

  • Guten Morgen in die Runde!

    Erstmal vielen Dank für die vielen Denkanstöße! Da ist viel für mich dabei. Mit diesem kleinen Anlagenteil tu ich jetzt gedanklich seit etwa einem halben Jahr rum, obwohl er im Prinzip fertig geplant und schon halb dargestellt war. Hat mir dann nicht so recht gefallen und schon wars vorbei mit der Baufreude. Eine regelrechte Blockade bis heute. Ihr werdet sagen, da wären vielleicht Bilder ganz hilfreich. Aber so einfach ist es für mich als "Digitallegastheniker" nicht. Ich werds aber mal angehen und die ursprünglich gewählte Lösung und meine derzeitige "Notlage" rüberzubringen versuchen. Jedenfalls nochmal herzlichen Dank an alle Tippgeber!


    Vielen Dank und beste Grüße

    Thomas

  • Vogtländer


    Hallo Thomas,


    Deine Frage nach einem "in" den Fels gebauten Lokunterstand lässt sich ja leider nicht mit einem konkreten Beispiel aus Deutschland zur Modellvorlage beantworten.


    Der von Dir angedachten Situation zumindest nahe, käme wahrscheinlich der Lokschuppen des ehemaligen BW Betzdorf. Dort wurde, um den Ringlokschuppen unterbringen zu können, Fels weggesprengt und der Schuppen somit mit einem Teil "seines Rückens" direkt "in" den Fels gebaut.

    Heißt, die Rückwand des Schuppens steht bei einigen Schuppenständen unmittelbar am Fels.

    Ich habe nicht die idealen Fotos gefunden im Web wo man es sehen kann, aber in diesem YT Video zum BW Betzdorf kannst Du ab Minute 3.35, einige Fotos des bereits nur noch als Ruine bestehenden Ringlokschuppens sehen, die sichtbar machen, dass die Mauern direkt an den Fels gebaut sind: Link zu Youtube


    Weiterhin gibt es hier weitere Fotos der Ruinen zu sehen: https://lab42.architektur.uni-siegen.de


    Zum Trost noch ein Link zur DSO, mit einem aktuellen Beitrag, der Fotos aus den aktiven Zeiten des BW zeigt. Dort ist zumindest erkennbar, dass der Schuppen im rechten Bereich, rückseitig direkt von Felsen begrenzt wird. https://www.drehscheibe-online.de


    Gerade noch gefunden eine private Homepage, die auf der verlinkten Seite als erstes Foto einen Blick von den Felsen hinunter auf den Schuppen und die DS zeigt: https://bw-kottenheim.de


    Vielleicht hilft Dir dieses Beispiel ein wenig bei Deinen Bauplanungen, auch wenn es vielleicht kein Ringlokschuppen ist den Du bauen möchtest.

    Ich würde einfach eine glaubhafte Situation samt passender "Story" erschaffen um dies umzusetzen.

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