Diskussion um die 3D-Druck-Qualität eines Bausatzes Köf III

  • Moderation:

    Dieser Beitrag bezieht sich auf den Baubericht Köf III BR332 205 ozeanblau/beige Bw Trier.

    Um den Baubericht nicht zu sehr "zu zerfleddern" habe ich die Diskussion, die sich im Wesentlichen auf 3D-Druck sowie auf den Lieferanten ZT bezieht ausgegliedert.


    Hallo Norbert!


    Der Rohling sieht ja schon mal sehr gut aus. Wie ist denn der Rohling entstanden? Im 3D- Druck oder im Gussverfahren?


    MFG, Andrej.

  • Siehe auch hier…



    Sehr schönes Modell!


    Gruß

    Hans
    der
    Altenauer


    - unterwegs im schönsten Mittelgebirge Deutschlands - auf Regelspur und Meterspur... ;) - Siehe auch die entsprechenden Gebäude…: Gebäudemodelle der Oberharzbahn


    Alle nicht eigenen Bilder verwende ich mit Genehmigung der Autoren Ulrich Herz und Werner Martsch aus deren Büchern des Verlag Goslarsche Zeitung, Bücher: Mit der Eisenbahn in den Oberharz, Die Deutsche Bundesbahn im Harz und Harzvorland 1969-1994, Bw Goslar - Alle Rechte vorbehalten: http://www.bw-goslar.de

  • Moinsen!

    Der Rohling sieht ja schon mal sehr gut aus. Wie ist denn der Rohling entstanden? Im 3D- Druck oder im Gussverfahren?

    Den Eindruck kann ich so nicht ganz teilen ... :/

    Entstanden ist das (Ur-)Modell im 3D-Druck, das zeigen die deutlich zu erkennenden "Druckstreifen" am Motorvorbau. Auf den ersten Blich ist das Dach augenscheinlich verzogen und auch die Kabine erscheint im hinteren Bereich Verformungen aufzuweisen. Sollte es ich um ein Spritzguss-Modell handeln wäre m.M.n. das Urmodell nicht gut präpariert worden.


    Die "Druckstreifen" am Motorvorbau sollten verspachtelt und/oder verschliffen werden, damit sie sich am Ende nicht im Lack abzeichnen. Da hier u.A. aber Niet-/Schraubennachbildungen sitzen keine ganz leichte Herausforderung. Vorteil des Bausatzes ist hier eindeutig, dass man solche Unzulänglichkeiten überhaupt nachbessern kann, bei Fertigmodellen wird dies leider (wohl aus Kostengründen) nur bedingt gemacht.


    Viele Erfolg jedenfalls bei deinem Projekt! :)



    Gruß


    Thomas


    Betriebsleitung der Werkelburger-Industriebahn



    _____________________________________________________________________________________________________________________________________________


    Die Kritik an anderen hat noch keinem die eigene Leistung erspart. (Noël Coward)

  • Hallo "Moinsen"-Thomas


    ICH finde gerade diese ... nennen wir es mal "Unregelmäßigkeiten" am Dach gerade sehr authentisch.

    Ich habe noch nie ein absolut gerades Fahrzeug im Bahndienst gesehen! Jeses Fahrzeug hat irgendwo Dellen und ist z.T wellig!


    Die Umläufe bei Dampfloks waren zum Teil so verzogen, dass würde sich kein Modellbahnhersteller trauen zu fertigen, wobei wir bei einem großen Problem sind!


    Viele Modellbahner wünschen und erwarten ein Modellfahrzeug, was es so in der Wirklichkeit gar nicht gab bzw. gibt!!!


    Ein Beispiel: am besten zum nächsten Bahnhof gehen und sich dicht an einen Personenwagen stellen und dann das Gesicht zur Seite drehen und sich genau den Verlauf der Aussenwände ansehen! Da sind immer Wellen drin! Kein Modellbahnfahrzeug ist so glatt, wie es die meisten Modellbahner wünschen!


    Viele Grüße

    Arnold

  • Hallo,

    seit 1 Jahr bin ich im Besitz des ZT-Fertigmodells und vollauf damit zufrieden.

    Die von Thomas geäusserten Bedenken kann ich in keiner Weise bestätigen.


    Heiner

  • Hallo Thomas!


    Ich weiss ja, dass Du sehr fit bist am 3D- Drucker. Deine Modelle sehen wirklich hervorragend aus.

    Es gibt jedoch auch Kleinserienmodelle in Resinguss- Technik wo ja grundsätzlich Nacharbeit erforderlich ist.

    Ich habe hier auch noch 2 solche Modelle auf dem Arbeitstisch zu liegen, wo sich die Gehäuse beim Gießen leider verzogen haben.

    Von daher war meine Meinung, dass das Gehäuse doch recht gut aussieht.


    Zu den Verformungen an den Aufbauten von Schienenfahrzeugen kann ich sagen, ja das es auf jeden Fall so ist. Man sieht besonders häufig auf Fotos, wenn die Fahrzeuge noch im "Hochglanzlack" dastehen. Besonders extrem ist es bei Streiflicht.

    Die Rahmen von Lokomotiven verziehen sich ja auch nach dem Schweißen. Sie werden dann vor der weiteren Fertigung gerichtet. Das ist eine Wissenschaft für sich, da gibt es Spezialisten dafür, die kommen dann mit einem Stück Kreide in die Halle und zeichnen dann mit Hilfe von einer Richtlatte genau an, wo noch einmal erhitzt werden muss, damit sich der Rahmen wieder gerade zieht.


    MFG, Andrej.

  • Jetzt, wo der Thread geteilt wurde, möchte ich dann doch etwas zu dem Modell der Köf III schreiben.


    Ich versuche in meiner Sammlung ausschließlich nur Modelle in 1:45 zu haben, denn ich sehe einfach den Unterschied zu 1:43,5.


    Die Köf III ist da eine Ausnahme. Sicher hätte ich mir den BS auch zugelegt, aber was ich noch schlimmer als die oben genannten Punkte finde, ist die Wandstärke des Bausatzes. Gerade beim Führerhaus fällt das doch arg auf.


    Leider sind dadurch die Chancen auf ein weiteres Modell in 1:45 gleich Null.


    Hier mal zwei Bilder vom Gebauer-Modell zum Vergleich während der Bauphase (Wandstärke FH) und bei Eckhard:





  • Hallo,


    Die ZT-Köf 3 ist von Schnellenkamp übernommen worden.


    Edit: Die Aussage ist etwas missverständlich und kurz, ich bitte um Entschuldigung. ZT hat die Konstruktion und einige fertige Modelle von Schnellenkamp übernommen und einen neuen Antrieb gemacht.


    Grüße

    H3x

    Im Bau: Papierfabrik Koslar an der Jülicher Kreisbahn und Module nach Fremo-Norm.


    Mein Spur 0 Blog: 1durch45.de

    Edited once, last by H3x ().

  • Das habe ich anders in Erinnerung: Das Schnellenkamp Projekt wurde von ZT übernommen.

    Schnellenkamp hatte die Bausätze von der ARGE übernommen und wollte Fertigmodelle anbieten.

    Das hat dann aber ZT übernommen und gleichzeitig noch Antrieb und Elektrik/Digitalisierung überarbeitet.


    Ich habe damals den ARGE-Bausatz gebaut und bin auch recht zufrieden gewesen.

    Weil der Original Antrieb des ARGE-Bausatzes nicht so ganz meinen Vorstellungen entsprach, habe ich später ZT angeschrieben. Dort hatte man mir dankenswerterweise einen neuen Antrieb gemacht, womit die Lok jetzt sehr gut läuft.

  • Hallo Zusammen,


    zunächst vielen Dank, dass das Thema von meinem Baubericht ausgegliedert worden ist, natürlich können gerne weitere Fragen gestellt werden!


    Schnellenkamp hatte die Köf III zuerst für die ARGE im Angebot und wollte nach dieser Bausatzaktion das Modell auch für andere Modellbauer anbieten. So hat er mir das vor Jahren jedenfalls mitgeteilt.


    Dazu kam es dann nicht mehr und ZT-Modellbahnen hat das Projekt übernommen und überarbeitet. Das Modell wurde zuerst nur als Fertigmodell angeboten. Auf Nachfrage bekam ich die Antwort, dass auch Bausätze aufgelegt werden. Es kam durch verschiedene Umstände dann zu Verzögerungen, aber Herr Zeunert hat immer und auch umgehend auf meine Emails sachgemäß geantwortet. Auch wurden besondere Wünsche umgesetzt, wie die individuelle Beschriftung und beispielsweise die auf dem Dach quer stehende Dachantenne, die bei dieser Lok um 90Grad versetzt steht, als bei vielen anderen Köf III. Bisher habe ich mich bei diesem Hersteller jedenfalls sehr gut aufgehoben gefühlt. Vielen Dank dafür!


    Laut Hersteller ist der Bausatz in einer Mischbauweise aus Messingguss, 3D-Druck und CNC-Frästeilen hergestellt.


    OK, die nachfolgende Info gehört jetzt eigentlich in den Baubericht:

    Die Bauanleitung ist wirklich super, habe mich gestern damit beschäftigt. Die ist fast vergleichbar mit modernen Anleitungen aus dem Plastik-Modellbau von Flugzeugen und dem Militärmodellbau. Es wird auf alles mit Fotos, Pfeilen und Beschreibungen sogar in Farbe hingewiesen, sogar die Farbangaben für die einzelnen Teile sind mit RAL Angaben angegeben.


    Ich finde am Gehäuse nichts verzogen, außer vielleicht am Dach die Regenrinne ein wenig, aber man könnte es korrigieren, wobei beim Vorbild die möglicherweise auch einen "Schlag" mitbekommen hätte können!


    Über die Wandstärke des Gehäuses von 1,7mm kann man jetzt streiten. Also ich finde die nicht unbedingt zu dick oder dramatisch, da das Gehäuse voll geschlossen ist. Im Original sind das ca. 76mm. Mit Außenhaut und Dämmung bzw Verkleidung könnte das doch fast hinkommen.


    Bei der Schnellenkamp Kö I hat auch niemand bei gleicher Wandstärke "gemeckert" und da fällt es wegen der kleineren Bauform des Fahrzeuges und der offenen Führerstandbauweise eher auf.


    Alles weitere dann in meinem Baubericht.


    Schöne Grüße

    Norbert


    P.S. Hat eigentlich noch jemand einen Bausatz bestellt oder haben hier einige die Fertigvariante?

  • Hallo Zusammen,


    … eigentlich ist es ganz einfach … entweder eine schön umgesetzte Köf III mit etwas zu dicken Wänden… oder _keine_ Köf III mit korrekten Wandstärken.


    Wenn ich alleine daran denke, dass diverse Märklin H0 Schüttgutwagen bewegliche Schieber haben …


    Eifelbahner - Norbert -viel Spaß mit Deiner Köf ! Lass Dir da nichts madig machen …


    Viele Grüße,

    Stefan

  • Hallo zusammen,


    warum, lässt man sich denn immer hochziehen?


    Perfektion gibt es in allen Bereichen, diese auch zurecht. Es kann doch jeder sein Hobby(Beruf) leben wie er will.


    Es hat niemand etwas abwertiges gesagt und ob schön oder nicht…entscheide immer noch ich selbst. Leute, es ist Hobby und Spass am gebauten. Der Lebensalltag, sieht wieder ganz anders aus.


    Schöne Ostertage.

    Viele Grüße
    Rainer

    Edited 2 times, last by RWN: Typo ().

  • Hallo,


    ich habe auch eine ZT Köf 3, als Fertigmodell gekauft. Epoche 3 mit Schraubenkupplungen.

    Beim ersten Modell passte die Beschriftung von Fahrwerk und Aufbau nicht zusammen und die Lackierung war nicht so ganz gelungen. Das hat sich aber schnell klären lassen und jetzt ist das Modell so, wie es sein soll.

    Die Fahreigenschaften sind sehr gut, irgendwelche Streifen oder zu große Materialstärken sind mir nicht negativ aufgefallen. Klar, es geht immer besser, wem das Modell nicht gefällt kann ja auf ein Anderes warten :P ^^


    Nicht so gut gefällt mir der Sound, meine klingt sehr bass-arm und zischt irgendwie. So habe ich das Vorbild nicht in Erinnerung.


    Grüße


    H3x

    Im Bau: Papierfabrik Koslar an der Jülicher Kreisbahn und Module nach Fremo-Norm.


    Mein Spur 0 Blog: 1durch45.de

  • Die Köf III ist einer meiner Lieblingslokomotiven und wenn ich kein Gebauer-Modell hätte, würde ich mir sofort auch den Bausatz von ZT zulegen, gar keine Frage!


    Und da Gebauer-Bausätze nur noch sehr selten angeboten werden, ist das Modell von ZT praktisch alternativlos.


    Auch das Gebauer-Modell hat(te) seine Probleme, so ist der normale Kühlergrill völlig misraten, was durch ein Gußteil von Klaus Weihe korrigiert wurde. Auch der Antrieb hat z.B. noch eine Pendelachse bekommen. Und da gibt es noch ein paar weitere Punkte.


    Die Lok ist eigentlich seit Jahren fertig, aber ich habe gerade den Lenz-Gold+ Decoder gegen einen ESU LokPilot V5 getauscht, weil ich erst jetzt weiß, dass man das Dietz-Modul mit dem Köf III Sound über SUSI auch an ESU Decoder anschließen kann. Dank an Oliver für den Tipp.


    So wie fast alle Anlagen nie fertig werden, bekommen bei mir meine Modelle immer mal wieder ein Upgrade (wenn sinnvoll).


    KÖF III

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