Oberleitung und Co.

  • Was muss denn ein Stromabnehmer leisten?


    Er muss


    • ausfahren....
    • einfahren....
    • und sich federnd am Draht bewegen. Dabei muss er sich innerhalb der NEM für "Normallage", "höchste" und "niedrigste Fahrdrahtlage" frei und federnd bewegen können....

    Alles andere, wie Fahren ohne Draht bzw. eine niedrigere, fixe Höhe, wären doch Ausnahmetatbestände.....


    Null-Problemo 8)


    P.S.. es wäre spätestens jetzt an der Zeit, eine optisch befriedigende und vor allem baubare Oberleitung zu entwickeln!

  • Hallo Oliver,

    das ist alles richtig, was Du sagst, jedoch der Wunsch die Pberleitung ohne Fahrdraht darstellen zu können, finde ich schon wichtig!

    Ich denke ich bin da nicht alleine.

    Gibt es Erfahrungen mit dem Sommerfeld System ?

    Ich habe da keine Erfahrung ob der Fahrdrat auch nur eingehängt werden kann und dann im Fall des Berührens abfällt und einfach nur wieder aufgesteckt werden müsste…


    Gruß

    Hannes

  • Quote

    Aber um nochmal auf die Fahrleitung zurückzukommen - welche Ansätze gibt es denn da bisher?

    Sommerfeldt:


    • stabil
    • beschränke Lieferfähigkeit (wir Nuller sind eben nicht der Nabel der Welt)
    • beschränktes Masten und Teileprogramm
    • eigentlich zu grob für die Möglichkeiten in unserer Baugröße

    Wenz:

    • sehr umfangreiches Teileprogramm (damit kann man wirklich viel machen!)
    • konsequentes Outsourcing der Arbeit an den interessierten Modellbahner
    • nur für Spezialisten mit entsprechenden Lötkenntnissen zu empfehlen

    Alle anderen Ansätze sind entweder nicht mehr zu bekommen (höchstens gebraucht) oder sind unvollständige Ansätze geblieben.


    Wenn hier keine Impulse aus der Spur0-Szene kommen wird sich da auch nicht viel ändern. Das wäre aber ein eigenes Thema und hat mit der lenz´schen E41, um die es hier geht, nur am Rande zu tun.


    Null-Problemo 8)

  • ....

    Alle anderen Ansätze sind entweder nicht mehr zu bekommen (höchstens gebraucht) oder sind unvollständige Ansätze geblieben.


    Wenn hier keine Impulse aus der Spur0-Szene kommen wird sich da auch nicht viel ändern. Das wäre aber ein eigenes Thema und hat mit der lenz´schen E41, um die es hier geht, nur am Rande zu tun.


    Null-Problemo 8)

    Ja, doch ist dieser Rand schon sehr relavant.


    Für einen "Vollsortimenter", wie sich die Fa.Lenz gerne feiern läßt, ist es aus meiner Sicht ein inkonsequenter Weg,

    Ein "Oberleitungsgebundes Fahrzeug" (im Original) auf die Lenz Gleise zu stellen und die "Infrastruktur" dem Markt bzw. wie Du es nennst - der Spur 0 Szene - zu überlassen, stellt für mich eine Enttäuschung auf ganzer Strecke dar ... . Noch dazu, dass eine weitere (verbesserte) E-Lok angekündigt ist.


    Zum Schmunzeln hat mich die Ankündigung: "Aufgebügelt: Blick auf die E41" gebracht ... .

    Aber vielleicht weiss ich auch nur noch nicht alles ... . :)


    Gruss

    Andreas

  • Hallo Andreas,

    nur mal so als Denkanstoß: An dieser Stelle könnte man einen Blick auf andere Spuren werfen:

    Fleischmann bzw. Roco: Spur N bzw. Spur H0? Oberleitung Fehlanzeige
    Trix / Minitrix? Oberleitung Fehlanzeige (na ja, Märklin für H0 nehmen wir mal aus):
    Piko hat auch keine Oberleitung im Programm, und es gibt noch mehr Hersteller als Beispiel.


    Dafür hat z.B. Sommerfeld zwar ein ganz passables Oberleitungsprogramm in verschiedenen Spurweiten,
    aber kein rollendes Material im Programm. Ergänzt sich aber doch eigentlich ganz gut, oder?


    Ich finde, da muss Lenz das Rad nicht noch einmal erfinden.


    Viele Grüße
    Rüdiger

  • Andreas,


    Da gibt es aber andere und größere Enttäuschungen als die, von der du gerade hier schreibst.

    Woher kommt deine Erkenntnis, daß sich „..- Fa. Lenz gerne als Vollsortimenter feiern läßt.“ .... ?

    ich verstehe diese Häme nicht....


    Grüße

    Dieter

    Freundschaft ist ein zerbrechliches Gut

  • Hallo zusammen


    Nur mal zur Info , Sommerfeldt wird in Null nix mehr produzieren , wird nur noch Lagerbestände abverkauft.

    So meine Info letztes Jahr von der Dame am Telefon bei Sommerfeldt.!!!


    Gruß

    Jürgen

    wer mich als Freund hat , braucht keine Feinde :D

  • Guten Abend,


    der Threat gleitet zwar etwas von der E41 weg, aber da es die erste Lenz-E-Lok ist, kann man das als Begleitproblem noch tolerieren, denke ich?


    Also egal ob das nun stimmt, dass Sommerfeld die Null schmeisst oder nicht - verwunderlich ist es nicht.


    Aus meiner Sicht ist das Oberleitungssystem zu früh auf den Markt gekommen, weil die Masse fehlt. Klar hat sogar Hübner/Eurotrain schon vor vielen Jahren E-Loks produziert.


    Aber welche DB E-Lok Modelle sind denn in welcher Menge produziert worden? Bei den Epoche I und II Modellen werden andere Masten benötigt, für die SBB Modelle ebenfalls.


    Die Kiss Modelle und einige andere hochpreisige Messing-Modelle sind oft in die Vitrinen gewandert, m.E. sind die ersten "günstigen" Eloks die MTH Loks gewesen. Jetzt kommt als erste "Großserien-Elok" die E41 von Lenz, danach die überarbeitete MTH E94.


    Und auch bei diesen Loks werden genügend Käufer sein, die trotz Fahrbetrieb gar keine Oberleitung wollen oder auch solche, die mit einer Sommerfeld-Oberleitung nicht die Lösung für ihre Einsatzgebiete finden. Z.B. die Modulisten. Oder welche Masten werden in welcher Menge gebraucht? Was dürfen die Teile kosten, wie robust müssen sie sein, aber auch wie filigran? Auch hier wieder die Quadratur des Kreises für einen Hersteller.


    Aber wie schon Rüdiger "Kaltental" geschrieben hat, die Verfügbarkeit von Oberleitungs-Systemen, das ist kein Problem, welches nur die Spur Null betrifft.


    Wie immer es mit diesem Marktsegment weiter geht, es bleibt eine sehr kleine Nische.


    Schade, wenn sich dadurch Nuller vom Kauf einer E41 abhalten lassen sollten, denn das würde unabhängig von der Epoche vielleicht auch Auswirkungen auf zukünftige Projekte von Lenz haben, zumal schon mehrfach von möglichen Varianten mit Doppel-Lampen und ohne Regenrinne für die neueren Epoche geschrieben wurde, wie auch auf die anstehenden Überarbeitungen der E94 Familie und ggf. der Taurus und Trax Maschinen, sofern Lenz diese Formen auch erworben hat.


    Meint der Zweispurer

  • Hallo,

    ich mache mal einen neuen Thread zum Thema Oberleitung auf.

    Aus dem vorigen Thread über die Lenz E41

    ist einiges über Sommerfeld geschrieben worden.

    Ich habe auf der Seite die Streckenmasten und den Fahrdraht als lieferfähige Artikel gesehen und den Fahrdraht bestellt.

    Insofern kann ich das „ Gejammer „ über Oberleitungshersteller nicht ganz nachvollziehen.

    Ich denke auch, das wo es einen Markt gibt, die Hersteller nicht lange warten , diesen zu bedienen.

    Gruß

    Hannes

  • Hallo Freunde des elektrischen Betriebes,


    auf meiner ehemaligen Modellbahn hatte ich einen Teil der Strecke elektrifiziert. Die Fahrleitung, unterer Teil bestand aus Bronze Draht, der an den Enden über Federn gespannt war. Das Tragseil war schwarzer elastischer Faden. Die Verbindungen zwischen Faden und Tragseil waren Messingdrähte.


    Die Konstruktion war einige Bastelarbeit und bei allen Temperaturen sehr betriebssicher im Betrieb mit Stromabnehmer.

  • Hallo Freunde des elektrischen Betriebes,


    um meine Bauweise der funktionsfähigen Fahrleitung mit Fotos noch zu verdeutlichen, habe ich in meinem Archiv passende Fotos gefunden.

  • Moin


    Ich bin sicher, die SNM Leser haben es in dem Artikel in Heft 47 bereits gelesen, für alle anderen und zur Erinnerung; Es gibt bereits 3D Druckvorlagen von Fahrleitungsmasten von Andre Dovermann zum kostenlosen Download. Ich habe den Link gerade unter Downloads einegstellt.



    Und irgendwie habe ich das Gefühl, dass auch Turmmasten und andere Bauarten nicht mehr weit sind. Fehlen zugegebenermaßen die Ausleger, die zu fein für 3D Druck sind, die aber jeder mit Grundkenntnissen in Sachen Löten hinbekommen sollte. Vielleicht hat ja auch jemand eine Zeichnung samt Abmessungen zu Hand? Die sind zwar nicht für echtes Verspannen geeignet, aber als Version ohne Fahrtraht durchaus. Wobei - die Drucke sind erstauinlich stabil, die Konstruktionsprinzipien des Vorbilds werden ein Stück weit auf das Modell übertragen.


    Und weil wir viele aufgeweckte Kleinserienhersteller in der Szene haben, bin ich recht optimistisch, dass Lösungen zusätzlich zu den bereits vorhandenen Angeboten nicht mehr lange auf sich warten lassen.

  • Und weil wir viele aufgeweckte Kleinserienhersteller in der Szene haben, bin ich recht optimistisch, dass Lösungen zusätzlich zu den bereits vorhandenen Angeboten nicht mehr lange auf sich warten lassen.

    Das wäre wünschenswert!!!

    Freundliche Grüße aus München


    Zierni

    (Thomas Ziernwald)

  • Hallo,


    ich bin begeisterter E-Lok-Fan, allerdings von stangengetriebener E-Loks, also Epoch II. Ich baue alle meine Masten selbst, wobei ich teilweise Flachmaste von Sommerfeld mit verarbeite. Einen Betrieb mit Oberleitung habe ich geplant, werde aber die Pantos so justieren, dass sie die Fahrleitung nicht berühren. Vorerst stehen nur die Maste.

    Jetzt werden sich einige fragen, warum ich nicht an der Fahrleitung schleifen will. Das hängt mit dem Abstand der Fahrleitungsmaste zusammen. Will man diesen Abstand nämlich realistisch gestalten, funktioniert das Ganze nicht mehr sicher. Dazu muß man die erst einmal die Originalabstände der Fahrleitungsmaste kennen. Durchgesetzt hat sich auf gerader Strecke ein Mastabstand von 75 Meter, was in 0 ein Abstand von 1,67m wäre. So ein langes Fahrleitungsstück drücken die Pantos nach oben, also habe ich mich auf einen Meter festgelegt. Da muß man schon gewaltig nachspannen, damit die Pantos die Oberleitung nicht nach oben drücken.

    Da wir mit wenigen Ausnahmen aber nur begrenzten Platz haben, bauen wir größtenteils Strecken im Bogen, und da reduziert sich der Mastabstand bei einer benutzbaren Oberleitung schon gewaltig.

    Radius 1,00m= Mastabstand 31 cm

    Radius 2,00m= Mastabstand 56,7 cm

    Radius 3,00m= Mastabstand 69,11 cm

    Radius 4,00m= Mastabstand 80 cm

    (Ermittelt aus Tabelle im Siemens Taschenbuch "Elektrische Bahnen" von 1929)

    Die Länge des ET 89 (ähnlich auch ET 85) beträgt 52cm. Wie sieht das nun aus, wenn solch ein Triebwagen durch den Radius 1,00m oder 2,00m fährt? Im Gleisbogen würde ein unnatürlicher Mastenwald entstehen, den es beim Vorbild so nicht gibt.

    Ich habe da größere Abstände gewählt und da meine Loks die Fahrleitung nicht berühren, fällt es auch kaum auf, dass sie nicht immer genau unter der Oberleitung fahren. Dieser Kompromiss ist mir lieber, als ein unnatürlicher Mastenwald.


    Allgemein ein Tipp an Fahrleitungsbauer: Bevor die Masten aufgestellt werden, sollte man sich mit dem Vorbild befassen. Dann Planen und immer berücksichtigen, dass jeder Fahrleitungsstrang abgespannt werden muss. Je mehr Weichen im Bahnhof sind, desto mehr Abspannmaste sind erforderlich.


    Eine einfache Einfahrt in einen zweigleisigen Bahnhof sieht dann so aus:

    Der vorletzte Streckenmast vor der Einfahrtsweiche hat ein Spannwerk (in meinem Fall ein Hebelspannwerk), welcher einmal die Streckenfahrleitung aufnimmt und an welchem die Fahrleitung für das erste abzweigende Gleis beginnt.


    Der letze Mast vor der Einfahrtsweiche nimmt dann mit einem Doppelausleger beide Fahrleitungen auf (bei mir nur ein Doppelausleger an einem Betonblock)


    Und dann nach der Einfahrtsweiche das erste Tragwerk für zwei Fahrleitungen über zwei Gleisen.


    Benötigter Platz, 1,80m. (bei meiner Fahrleitung handelt es sich um eine preußische Fahrleitung, bei modernen Fahrleitungsbauarten ist es aber auch so, nur die Ausleger und Maste sehen etwas anders aus)


    Und nun viel Spaß beim Planen der Oberleitung.


    Mit freundlichen Grüßen

    Roland

  • Moin Rollo und alle anderen,



    das was Du so nett beschrieben hast, sind alles alte Werte. Heutzutage, bereits beginnend in den sog. Epoche IV wurden auch engere Mastabstände beim Vorbild gewählt. Ich habe selbst schon in der Logistik für den Fahrleitungsbau gearbeitet, mit V22 und 701 unzählige Schichten in dem Metier gefahren.


    Bei hohen Geschwindigkeiten hat man auch mal Mastabstände unter 50m. Der Regelabstand in großen Radien oder der geraden liegt aber immer noch bei 75 Metern. Im Zusammenhang mit Brückenbauten, wenn die Fahrdrahthöhe reduziert werden muss, können auch Mastabstände von 40m in der Geraden zustande kommen. Klassischer Fall, genau da wo die Brücke übers Gleis soll, steht so ein dusseliger Mast, intelligent wie eine Schippe Sand er ist, in der Landschaft herum.


    Dann wird der abzubauende Mast durch einen Mast vor und hinter der Brücke ersetzt, dann wird noch 2 bis 3 Maststandorte auf die Regelentfernung vermittelt.


    Aber die von Dir genannten Mastabstände i.V.m. dem Bogenradius sind zwangsläufig. Man möge bitte auch immer bedenken, ein Lenz R1 entpricht 41,1m Radius im Vorbild, ein R10 aus dem Hause Lenz entspricht "nur" 74,2m Radius im Original. Einfache Weichen haben als kleinsten Radius, zumindest wenn wir von sog. Regelweichen ausgehen, einen Radius im Abzweiggleis von 190m. Also bräuchten wir bei der Steigerung von R1 zu R10 dann theoretisch einen R20! Selbst die 2500mm Radius lt. Fremo-Norm auf Modulen sind alles andere als Vorbildgerecht, sie wirken aber deutlich besser als kleine Radien. Nur wer hat für die großen Radien Platz? Ich jedenfalls nicht. Das Thema Radius ist hier im Forum schon oft genug durchgekaut worden, auch die Unmöglichkeit der Befahrung dieser engen Radien mit Originalkupplung, zumindest wenn wir von Weichenverbindungen ausgehen welche einen Bogen und einen Gegenbogen haben.


    Also wird man ein Stück weit mit deutlich kürzeren Mastabständen leben müssen. Bei meinen geplanten Straßenbahnmodulen werde ich mir vmtl. auch Querabspannungen an Häusern befestigen, Rosetten hat glaube Michael Schnellkamp im Angebot, innen kann man den mit einer Feder sichern. Dazu kämpfe ich mich auch grad durch ein CAD-Programm, mal sehen ob ich das ganze Haus dann aus PS fräsen lasse.


    Bei dieser Befestigungsweise fällt es unter Umständen weniger auf. Straßenbahnen haben ohnehin einen engeren zulässigen Radius. Na? Habe ich jemanden angespornt zu einem Wechsel? Michael Schnellkamp hat auch schon das erste Fahrzeug in Entwicklung... 8) 8) 8)


    Viele Grüße

    Sebastian Woelk

  • Hallo!

    Wenn kann Ich Mein Oberleitung zeigen, dann auf Anfang Paar Infos. Es handelt sich um Strassenbahn

    aus 30 Jahre in Industriestadt auf Meterspur, eingleisig mit Ausweichen. Maste sind aus Messingrohren,

    Ausleger aus Profile. Ein Stück ist aus Holz, Ein hat als grund Schnellis Gittermast aus ausverkauf. Zwei

    selbständige Ausleger sollten auf Wand montiert werden.Isolatoren sind Drehlinge aus Messing.

    Ein Bild zeigt, wie sollten befestigt werden. Roseten sind von Schnelli.

    Aus Bad grüsst

    Vladimir

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