Die Fahrzeuge der Westönner Kleinbahn, Sektion Deutschland

  • Nachdem die Faller Hittrain Wagen aktuell auf die Lackierung des Fahrgestells und den Einbau der Bremsanlage warten, habe ich Weihnachten 2021 ein weiteres Projekt begonnen.


    Es handelt sich um den PKB O-Wagen von Jaffa, den ich mir vor längerem schon gekauft hatte um zu prüfen, ob das Bühnengeländer auch für ältere RhB Fahrzeuge brauchbar wäre.


    Als erstes habe ich mal die Rahmenteile trocken zusammengesteckt und dann mit einem "fertigen" Universalfahrwerk verglichen



    Abweichend von der Bauanleitung habe ich die Rahmenteile einzeln montiert, damit ich die Kupplungsaufnahme für die Kadee-Kupplung einbauen konnte.

    Daher wurde als erstes das Mittelteil mit dem oberen Teil verklebt



    Nachdem der Basisausschnitt feststand, konnte das untere Rahmenteil zugeschnitten und anschließend montiert werden. Nach Montage der Achslager konnten dann erstmals die Radsätze installiert werden



    und anschließend die erste Kupferplatte und das Decking auf das Fahrgestell geklebt werden. Und so konnte er dann das erste mal aufgegleist werden



    Ein sehr "stupide" Tätigkeit war die Montage der Bremsklötze an den Hängeeisen, wobei ich hier alle für 4 Wagen am Stück montiert habe



    Der letzte Schritt vor der Farbgebung war dann die Montage der Dreiecke für die Bremswelle sowie der Kupplungsaufnahmen




    Und da das Wetter gut war, konnte direkt das Fahrgestell gespritzt und nach Tocknung wieder auf die Schienen gesetzt werden




    Bevor es an den Aufbau gehen konnte, musste noch die Bremsanlage fertig gestellt werden.


    Hier habe ich den Bremszylinder und den Tank ergänzt, wobei leider die Halterung des Tanks nicht zwischen die Längsträger passt und ich diese extrem verschmälern musste.



    Für den Aufbau hatte ich mir als Aussenfarbgebung mein obligatorisches Braun vorgenommen, jedoch sollten die Innenseiten verwittert dargestellt werden.


    Hier kam mir die von Jaffa vorgesehene Konstruktion zu gute, bei der jedes Wandteil aus zwei einzelnen Teilen zusammengeklebt wird.


    Daher konnte ich die eine Hälfte braun lackieren, während die andere ein Bad in Weather All nehmen durfte.


    Nach Trockung wurden dann die Teile vereinigt und konnten jetzt montiert werden



    Nach Montage des Bühnengeländers konnten dann die ganzen Profile, die ich zuvor gespritzt hatte, installiert werden




    Die letzte Arbeit war dann die Montage der inneren Profile sowie die farbliche Nacharbeit an diversen Stellen



    Damit ist der Wagen bis auf die Beschriftung fertig.

  • Parallel zu den Arbeiten an den Hittrain-Wagen kam mir die Überlegung, einen weiteren offenen Güterwagen dem Fuhrpark hinzuzfügen.


    Vor rund 8 Jahren gab es im alten RhB-0m-Forum - dem Gutsherrenforum - eine Forenaktion, bei der ein Hochbordwagen der RhB von einem Mitglied konstruiert worden war und dann allen Forenmitgliedern im Rahmen einer Sammelbestellung verfügbar gemacht wurden.


    Diese Hochbordwagen der Serie Ek 6020 - 6040 wurden 1903 von der MAN in Deutschland an die RhB geliefert.

    Da es zum damaligen Zeitpunkt keine 0m Modelle von Hochbordwagen der RhB gab - die von Bemo kamen ja erst viel später - hatte ich mir 3 Stück dieser Bausätze gesichert und eingelagert. Einen Wagen hatte ich im Rohzustand, wie er aus dem Druck kam, 2019 auf der NuSSA ausgestellt.




    Von diesem Bestand an Fahrzeugen der Schweizer Sektion der Westönner Kleinbahn wurde jetzt ein Bausatz an die deutsche Sektion abgegeben.


    Nachdem die Teile heute lackiert werden konnten, wurden sie zusammengeschraubt und mit den Kadee-Kupplungen versehen.

    Der ganze Wagen besteht aus 6 Teilen (4 x Achslagr mit Halter, Rahmen mit Bühnengeländer, Aufbau) und wird mit M1,6 Schrauben zusammengehalten.

    Und auch die Schrauben für die Montage der Kadee-Kupplungen waren schon vorhanden.



    Aktuell warte ich jetzt auf die Lieferung der Beschwerungsgewichte (1,5mm tiefe Einbuchtungen für Gewichtsplatten sind in der Bodenplatte des Wagens vorgesehen).

    Diese Gewichtsplatten und die Schrauben werden dann mit einem zugeschnittenen Moebo Boden abgedeckt.

    Und es fehlt noch die Bretterplatte für die Bühne, die ich noch zuschneiden und beizen muss.

  • Anlässlich unserer privaten NuSSA hatte ich auch den (ehemaligen) RhB O-Wagen dabei und wir haben ihn auch mal auf Engiadina mitlaufen lassen.

    Dabei mussten wir feststellen, dass der eigentlich ein Fremdkörper bei der "modernen" RhB ist und irgendwie nicht dazu passt. Er ist schmäler und auch einiges kürzer als die sonstigen Hochbordwagen.


    Daher haben wir beschlossen, auch die restlichen zwei Bausätze an die deutsche Sektion abzutreten und dort einzusetzen.


    Wie auch schon beim ersten Fahrzeug ging es relativ zügig über die Bühne, zerlegen, lackieren, wieder zusammen bauen.

    Nebenbei wurde bei allen Radätzen (zwei Wagen Sternspeiche, ein Wagen Scheibe) die gelben Radreifenmarkierung entfernt, da die bei dem zukünftigen Einsatz unpassend sind.


    Und damit konnten dann mal alle Wagen (die beiden gedeckten braunen Hittrain Wagen sind noch nicht ganz fertig, es fehlen noch Teile der Bremsanlage und die Tritte unter den Schiebetüren) zusammen hinter der ebenfalls an die WKB-D abgegebene Diesellok abgebildet werden.



  • Jetzt ist schon wieder ein Monat vergangen seit dem letzten Update.


    Nachdem ich nach längerer Wartezeit dann entlich die Wagenböden von Möbo bekommen hatte, konnte ich dieses Wochenende weitermachen.


    Leider war es etwas tricky, die Kupferplatte (1,5 mm) für die Gewichtsplatten zuzusägen, da sich bei meiner Kreissäge die Schraube für das Sägeblatt zum Wechseln einfach nicht lösen lässt. Daher musste ich dann leider mit einem suboptimalen Blatt die Sägearbeiten vornehmen.


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    Nachdem die Platten eingeklebt waren, wurde dann Wagen für Wagen der eigentlich für einen Lenz Linz Omm32 gedachte Boden zugeschnitten und eingepasst.

    Wie üblich habe ich dann den Boden mit meinem Klebeband aus den USA (ich habe inzwischen herausgefunden, dass es hier als Transferklebeband doppelseitig von 3M erhältlich ist) selbstklebend gemacht und eingeklebt.

    Ebenfalls wurde aus der Platte die Bretter für den Bühnenbelag zugeschnitten und aufgeklebt, hier jedoch mit Sekundenkleber Gel.


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    Damit sind die Wagen bis auf die Beschriftung und eine leichte Alterung fertiggestellt.


    Und wie üblich habe ich dann einen Wagen verwogen, er bringt 97 g auf die Waage.

    Zum Vergleich:


    Der Plettenberger O-Wagen von Jaffa hat 87 g, und der erste fertiggestellte G-Wagen aus dem Faller Hittrain mit Jaffa Fahrgestell als Leitungswagen wiegt 91 g.

    Also alle ziemlich im gleichen Rahmen.

  • Auch an den Hittrain Wagen ging es inzwischen weiter, denn bei zweien musste noch die Bremsanlage installiert werden.


    Bremszylinder und Vakuumbehälter entstanden aus dem Zurüstsatz von Jaffa.

    Bei der Montage der Bremsanlage am Plettenberger O-Wagen war mir aufgefallen, dass die Teile eigentlich etwas zu groß sind und insbesondere der Tragrahmen für den Vakuumbehälter nicht zwischen die Längsträger passt.

    Daher habe ich für die Hittrain Wagen den Tragrahmen durch passende Aufleger ersetzt und daran die Spannbänder befestigt.


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    Nachdem dem lackieren waren sie eigentlich fertig für den Einbau


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    Leider musste ich feststellen, dass der Vakuumbehälter so gerade zwischen die Längsträger passt, der Bremszylinder musste jedoch zwischen den Wangen verschmälert werden.

    Für zuküntige Wagen auf Basis des Universalfahrgestells muss ich mir was anderes einfallen lassen :(


    Nachdem Einbau wollte ich dann das Bremsgestänge von den Kelsterbacher Wagen mit Abbremsung von beiden Seiten des Rades installieren, jedoch war dies nur auf einer Seite möglich. Auf der anderen Seite kollidierte es mit dem Vakuumbehälter, so dass ich mir eine andere Lösung einfallen lassen musste.

    Dieses bestand darin, dass ich analog zum Plettenberger O-Wagen nur auf der Aussenseite die Bremsbacken behalte und das Bremsgestänge mir aus Messingdraht zusammenlöte.


    220430_1


    Heute wurden dann die Restarbeiten mit der Montage des Hebelswerk an der Bremswelle und der Endmontage des Bremszylinders fertig gestellt.


    Wenn der Kleber getrockent ist, kann noch die farbliche Anpassung erfolgen.


    220501_1.jpg

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