Schnellenkamp Kö1

  • Moinsen!

    Da die Lok aber der Buckel im rechten Motorvorbau bekommen hat war auf jeden Fall ein 4 Zylinder Deutz in der Lok.

    Hmmm, also der Deutz-Motor konnte auch ohne den "Buckel" untergebracht werden. Zumindest lassen die Fotos der Kö 0258 dies vermuten. Siehe hier: https://www.deutsche-kleinloks…1&id=3859&action=portrait


    Fakt scheint aber zu sein, dass sowohl die Gmeinder wie auch die Windhoff Maschinen den 2-Zylinder Kälble Motor F125z 25/30PS serienmäßig verbaut hatten, zumindest lässt die technische Beschreibung der DRG aus dem Jahr 1934 diesen Schluss zu.


    Auffällig ist m.M.n. die bei den Gmeinder Maschinen scheinbar abweichende Ausführung des mittleren Pfostens der FH-Seitenwand. Bei den Loks von Windhoff führt hier lediglich eine Art Griffstange bis unter das Dach, bei den Gmeinder-Maschinen (so scheint es mir zumindest) ist dort ein Blechstreifen verbaut worden oder handelt es sich hier um ein nachträgliche Änderung?



    Gruß


    Thomas


    Betriebsleitung der Werkelburger-Industriebahn



    _____________________________________________________________________________________________________________________________________________


    Die Kritik an anderen hat noch keinem die eigene Leistung erspart. (Noël Coward)

  • Kleiner Nachtrag:

    ... die Bedienungshinweise sind knuffig. War das Teil wirklich so empfindlich wie sich das liest? Oder haben die nur ganz wenig Öl und Wasser gehabt? Oder waren die Dichtungen so schlecht? ...

    Weder das eine noch das Andere, Öl war früher nicht legiert, also mit Additiven versetzt. Dieses unlegierte Öl kann m.E. nicht durch eine Filterpatrone gefiltert werden, wie wir das heute von modernen Motoren kennen, sondern meist durch sogenannte Spaltfilter (auch Plattenfilter genannt). Dies hatte aber zur Folge, dass Verunreinigungen im Öl nicht ausgefiltert wurden, sondern sich bei Stillstand des Motors als Ölschlamm in der Ölwanne absetzten bzw. im Schlammraum des Spaltfilters gesammelt wurden. So entstehen die kurzen Wechselintervalle. ;)

    Wenn da ein Motor mit offener Wasserkühlung also Verdampfer verbaut ist sollte man doch schon öfter nachschauen, ...

    Ein Verdampfer war nicht verbaut, denn da hätte man sich die Wasserpumpe sparen können. Es gab also einen "ganz normale" Wasserumlaufkühlung, der Bediener war eben einfach angehalten regelmäßig den Kühlmittelstand zu prüfen. Wir sind es heute gewohnt, dass solche Aufgaben an unseren Fahrzeugen und Maschinen von Sensoren übernommen werden, daher kommen uns solch alte Bedienungshinweise oft merkwürdig vor.



    Gruß


    Thomas


    Betriebsleitung der Werkelburger-Industriebahn



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    Die Kritik an anderen hat noch keinem die eigene Leistung erspart. (Noël Coward)

  • Auffällig ist m.M.n. die bei den Gmeinder Maschinen scheinbar abweichende Ausführung des mittleren Pfostens der FH-Seitenwand. Bei den Loks von Windhoff führt hier lediglich eine Art Griffstange bis unter das Dach, bei den Gmeinder-Maschinen (so scheint es mir zumindest) ist dort ein Blechstreifen verbaut worden oder handelt es sich hier um ein nachträgliche Änderung?

    Der Blechstreifen anstatt der Rundeisen Griffstange Im Führerhaus ist eine Änderung in der Serie. Ging so ab Kö 0245 los. Dazu kann ich empfehlen den Bericht im April Heft der Miba zu lesen.


    Gruß

    Michael

  • Moinsen!

    Der Blechstreifen anstatt der Rundeisen Griffstange Im Führerhaus ist eine Änderung in der Serie.

    Um genau zu sein, betraf dies augenscheinlich nur die Gmeinder-Loks ab Kö 0245 (BJ. 1936/37). Kö1 von Windhoff mit diesem Blech habe ich bisher noch nicht entdecken können :/



    Gruß


    Thomas


    Betriebsleitung der Werkelburger-Industriebahn



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    Die Kritik an anderen hat noch keinem die eigene Leistung erspart. (Noël Coward)

  • Hallo zusammen,

    ab 1936 wurde die Kö noch ein letztes mal verstärkt. Die Kö 0245 bis 0289, die dann auch nur noch von der Firma Gmeinder gefertigt wurde, bekamen ein stärkeres Getriebe, robustere Achswellen und Räder. Die Fahrwerksfedern wurden ebenfalls verstärkt. Das Führerhaus bekam am Einstieg dann den Blechstreifen anstatt der Griffstange.


    Gruß

    Michael

  • Hallo zusammen,


    Herr Petau hat den ersten Prototypen, für den Tausch des Lok-Bügels gegen eine Hakenkupplung (analog zum System Lenz) fertiggestellt. Sie kann in der Höhe eingestellt werden.






    Nach dem ersten Testeinbau, wird dies von ihm als Bausatz mit 2 Stück angeboten.

    Der genaue Preis ist in einigen Tagen im Shop bzw. in Gießen an seinem Stand zu erfahren.

    Herzliche Grüße

    Andreas

  • UPDATE


    Hallo,


    der Bausatz für die Hakenkupplung Typ Lenz, ist im Shop von Herrn Petau "freigeschaltet" und wird auch in Gießen verfügbar sein.



    Herr Petau hat mit Dirk ("Fritze" als Ideengeber) zusammen, die letzten Feinheiten ergänzt.


    Die Bauanleitung ist übersichtlich und leicht verständlich, sodass der Bastelspass garantiert ist.


    https://www.mbpetau.de/images/Lenzkupplung.pdf


    Viel Spass!



    Herzliche Grüße

    Andreas

  • Hallo Thomas,


    zu spät bemerkt - sorry!


    Tipp: Suchbegriff oben neben dem "Seitentitel" PETAU II MODELLBAU in das Feld eintragen

    und Suche starten ... in diesem Fall " Kö 1". Funktioniert in der Regel gut - mit vielen weiteren Vorschlägen.


    Herzliche Grüße

    Andreas

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