2D Daten zum Lasern oder Ätzen - Formate?

  • Hallo,



    natürlich gilt mein Dank den Bereitstellern der Dateien. Ich lade aber derzeit nur herunter, der Drucker fehlt noch und konstruieren ist bei mir in 3D leider Fehlanzeige.



    Allerdings möchte ich auch hier nicht unerwähnt lassen, dass es nicht sonderlich beachtet wird, wenn man für die Forengemeinde Arbeitszeit und Freizeit opfert. Wenn ich gerade an meine zeitaufwendigen Recherchen im Museum in Speyer (den Eintritt für drei Besuche musste ich auch bezahlen) zu den US-Tankwagen die nach dem Krieg in Deutschland liefen denke, dann bin ich schon sehr enttäuscht. Meine Fotos und Zeichnungen wurden genutzt aber auch ich habe nie ein Feedback oder gar Daten von Druckdateien erhalten. Aber Gott sei Dank hat sich hier im Forum ja wohl einiges geändert und es sind zumindest einige nicht nur von "Ich haben will" besessen.



    Deshalb nochmals Danke an alle die Daten zur Verfügung stellen und auch noch werden.



    Da gleich noch eine Frage: Wie sieht es mit Daten zum Lasern oder zum Ätzen aus? Wird das überhaupt gewünscht oder sind die 2D-Techniken out? Leider ist ja Djordje's Vorstoß schon am Anfang in die Hose gegangen. Aber so ein paar Kleinigkeiten für solche Anwendungen hätte ich da schon. In welchen Datenformaten sollten solche Daten vorgelegt werden? Kann sich bei Laserdateien jeder den Zuwachs für die Schnittbreite selbst erarbeiten?



    Liebe Grüße von Schorsch dem Bahnindianer

    Bau einer kleinen Nebenbahn-Endstation. Derzeit noch Planungsphase - Baubeginn voraussichtlich August 2022.


    Ich bin der Georg oder wie man bei uns in der Kurpfalz sagt der Schorsch.

  • also: zu Deiner Frage nach dem Format und Zuwachs.


    Der Laser tut so als ob er ein Drucker wäre. Man erstellt eine Zeichnung mit einem Programm der Wahl, drückt auf drucken, wählt den Laser unter Drucker aus und schickt den Druckauftrag ab. Soll geschnitten werden stellt man die Strichdicke einer Körperkante auf Haarlinie, andere Strichdicken werden graviert. Parameter wie Geschwindigkeit und Leistung kann man unter Eigenschaften oder im Druckspooler einstellen.


    Da die Zeichnung beim export/import ihren Maßstab verlieren könnte (grösser oder kleiner wird) sollte unbedingt ein Maß oder Maßstab dabei sein, damit man die Zeichnung entsprechend skalieren kann.


    Unser Laser hat eine Schnittbreite von 0,1 mm d.H. im besten Fall wird das teil um 0,05 mm zu klein im ungünstigsten Fall 0,1 mm zu klein. geht i.A. in den allgemein Toleranzen unter.


    Hoffe das hilft weiter


    George

  • Hallo George,



    du hast natürlich recht mit dem was du schreibst. Ich bin der Meinung jeder sollte sich seinen Zuwachs selbst erarbeiten. Die Vielzahl der Schnittbreiten ist doch etwas größer als die hier beschriebenen 0,1 mm. Profis erklären auf ihren Seiten Schnittbreiten von 0,2 bis 0,3 mm, ältere Modelle haben oft sogar Schnittbreiten von 0,6 bis sogar 0,8 mm. Da werden Maßveränderungen durch den Laser schon nicht mehr so unbedeutend. Und auch mit den Strichbreiten ist das nicht ganz so einfach zu sehen. Ein Hersteller von Lasercut-Bausätzen verlangt z.B. Strichstärken von 0,2 mm, ein anderer Haarlinien. Der eine verlangt Gravuren für Flächen in einer bestimmten Strichstärke, der andere gefüllte Flächen in einer bestimmten Farbe. Oft ist das auch von der Software zum Schnitt abhängig.



    Worum es mir aber eigentlich ging ist das Dateiformat in dem man solche Daten bereitstellt. Ich erarbeite mir Laserzeichnungen z.B. in CorelDraw und exportiere diese dann in ein DXF-Format um die in LightBurn einzulesen. Ist also DXF das Format der Wahl?



    Gleiches Problem bei Ätzdateien. Viele Lohnätzer können Filme direkt aus Corel belichten. Andere wollen ein TIF oder JPG, wieder andere ein PDF. Sollte die „Filmdatei“ positiv oder negativ sein?



    Das wollte ich eigentlich gerne geklärt haben. Stelle ich eine Corel-Datei ein und keiner kann das Ding öffnen ist auch keinem geholfen. Mache ich eine JPG-Datei daraus und jemand möchte gerne etwas ändern ist das auch nicht mehr ganz so einfach. Dazu braucht er dann schon Wissen im Photoshop oder ähnlichen Programmen.



    Alles andere kommt ja erst zum tragen wenn es ans Filament, das Resin, den Karton, das Holz oder das Blech geht. Das sind Fragen die jeder je nach Arbeitstechnik und vorhandener Gerätschaft selbst entscheiden muss.



    Gruß Schorsch

    Bau einer kleinen Nebenbahn-Endstation. Derzeit noch Planungsphase - Baubeginn voraussichtlich August 2022.


    Ich bin der Georg oder wie man bei uns in der Kurpfalz sagt der Schorsch.

  • tja, das mit den Schnittbreiten ist mir neu.

    dxf ist ein Standard Format, ob man Strichstärken nachträglich ändern kann muss geprüft werden und Grössenänderung dürfte ein Problem sein da die Konstruktion nicht mehr parametrisch sein sollte.

    Echtes Problem!


    Wahrscheinlich gibts keine allgemeine Lösung


    George

  • Die Strichstärke ist nur dort relevant, wo sie auch explizit gefordert wird. Ich nutze zum Laser-Cut das Programm LightBurn und eigentlich kümmert mich die Strichstärke in der DXF-Datei nicht. Der Laser muss am Ende lediglich seine Koordinaten kennen.


    Die so genannte Kerf-Width (Schnittweite) ist dagegen sehr wohl von Relevanz. Die sollte man in den 2D Daten vorsehen. Das kann man sicherlich über Strichstärken machen, nur finde ich das schrecklich unintuitiv beim Konstruieren. Deswegen verzichte ich darauf.


    Natürlich fallen Schnittweiten bis 0,1mm mehr oder weniger in die Toleranz. Wenn sich die Toleranz aber 10x wiederholt, sind wir schon bei 1mm angelangt.


    Wie sich das ganze in Verbindung mit Grafikdateien verhält (also JPEG, Corel, etc.) weiß ich nicht. Da könnte die Strichstärke womöglich wieder von Bedeutung sein. Ich nutze jedenfalls konsequent DXF zum Schneiden.


    Schneidet man dickeres Material vergrößert sich die Schnittweite so oder so, weil der Laser mehrmals die Stelle überfährt. Ab 4mm kann man bei den Lasern für den Heimgebrauch schon mit 0,15mm Kerf-Width rechnen. Auch noch im Rahmen der Toleranz, je nach dem was man bauen möchte.


    Im professionellen Umfeld, geht es ruck zuck Richtung 0,3mm aufwärts. Wie schon von Schorsch erwähnt hat.


    Ich zeichne inzwischen alles mit Fusion 360. Dort gibt es ein tolles Plugin: Save DXF for laser cutting. Da kann ich die Schnittweite hinterlegen und die 2D-Zeichnung wird daraufhin entsprechend angepasst. In meinen Anfängen habe ich tatsächlich auch noch in 2D konstruiert, dabei die Schnittweite nicht beachtet, das führte stellenweise zu katastrophalen Ergebnissen. Meine erste Modulen waren demnach alle für die Katz. Schade um das schöne Geld. Aber nur so lernt man.


    Gruß

    Djordje

  • Hey Micha,


    Das stimmt!


    und an Djordje - Dann also dxf!


    und ich sehe nicht wie sich die "Toleranzen der Schnittbereite" addieren sollen? Der Schnitt muss ja eine geschlossene Kontur ergeben, oder?


    Wir haben übrigens einen Laser der die Z-Achse bei tiefen Schnitten mit mehreren Durchgängen anpasst, um den Focus im Schnittgrund zu halten.


    George

  • Gleiches Problem bei Ätzdateien. Viele Lohnätzer können Filme direkt aus Corel belichten. Andere wollen ein TIF oder JPG, wieder andere ein PDF. Sollte die „Filmdatei“ positiv oder negativ sein?


    Gruß Schorsch

    Hallo Schorsch,


    bezüglich dem Ätzen gibst du dir doch schon selbst die Antwort, jeder Ätzer arbeitet anders, der eine braucht negativ, der andere positiv und meinem braucht keine Schwärzung. Im Prinzip sollte ein Ätzer aus einer positiven eine negative und umgekehrt erstellen können, jedes Grafikprogramm kann invertieren.

    Ebenso verhält es sich bei den Dateiformaten, einer nimmt pdf, ein anderer jpg/jpeg oder auch CAD Formate wie dwg oder dwg, .. Wenn du dir einen Ätzer ausgesucht hast, musst du mit ihm eben abklären in welchem Format er deine Zeichnungen weitergearbeitet kann und entweder bleibst du bei dem und zeichnest so weiter oder du musst ggfs deine Zeichnungen umstellen und dir einen anderen suchen.


    Noch etwas zu CAD Zeichnungen, bei einer dxf ist der Strich/Linie immer relativ und somit 0, mein CAM nimmt immer die Mitte der Linie, auch wenn sie 2mm breit ist, ich denke das wird bei anderen CAM Programmen nicht anders sein.

    Grüße,
    Wolfgang


    Nicht labern sondern schaffen

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