Einstieg Spur 0 Rollmaterial

  • Hallo wie schon gesagt ich bin der neue und da ich erst eine Frische 0 bin habe ich Fragen zum Thema Rollmaterial wenn ich hier falsch bin bitte verschieben.

    Frage 1

    Gibt es Neben Lenz noch andere Firmen die 0 Modelle Verkaufen? Brawa ist ja raus wenn ich richtig gelesen habe,Kiss und Wunder macht oder machte noch was aber die sind zu teuer für mich da kann ich gleich mit Spur 1 anfangen :D

    und durch Leonthal weis ich das es vor allem in England und der USA eine Große 0 gemeinde gibt.

    Was mich zu Frage 2 Bringt.

    So eine Lenz T3 oder eine BR 50 ist ja sehr teuer im vergleich zu H0 und selbst einer LGB wo man Modelle für kleines Geld bekommen Legt man hier 900.2000 Euro mal hin.

    Wie ist es mit Englischen Modellen sind die Günstiger zu bekommen? und sind die genau so gut und haben Sound, Rauch usw ??.

    Frage 3

    Ich möchte Gerne die Epoche I oder II machen da ich die Alten Dampfloks gerne habe aus der DRG oder Länderbahn zeit/somit sind Preußische Modelle Toll.

    Jetzt kommt das Aber

    so wie ich es bis jetzt sehe gibt es da noch nicht viel sehe ich richtig das Epoche III.IV Dominiert?.

    Könnte man da auch auf einer Länderbahn strecke ca 1900 eine Englische Lok verwenden?? so lange Lenz die Epoche I und II weiter ausbaut.

    Frage 4

    Wie hat sich spur 0 die letzten Jahre entwickelt es war ja eine lange zeit nach dem ww2 fast verschwunden da ja 00/H0 die 0 ablöste wenn ich richtig mal gelesen habe.

    Wirt sich 0 als Standard Modellgröße neben H0 und 1 Festigen so das mehr Firmen auf den Zug Springen?? oder hat es das schon? was meint ihr?.


    Danke noch mal an Leonthal das ich wegen dir ein noch teureres Hobby habe.

    Dein Spurwechsel Video ist Schult:P




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  • Hallo,


    zu Frage 1:

    Ja es gibt ein paar weitere Anbieter neben Lenz. Aber im Maßstab 1:45 dürfte Lenz aktuell das vielfältigste Programm haben.


    zu Frage 2:

    Wenn du bei den Videos von Lejonthal gut aufgepasst hast, wird dir nicht entgangen sein, das trotz hoher Anschaffungskosten sich die Gesamtkosten am Ende auf das gleiche belaufen wie bei H0. Außer du hast sehr viele leere Vitrinen, die du gerne mit Rollmaterial füllen möchtest. Bei überschaubaren Platzverhältnissen dagegen wird man ohnehin nur wenige Loks und Wagen haben, vorausgesetzt du leidest nicht am Sammelwahnsinn.


    Gemessen an den Aufwänden die für die Spur 0 Modelle betrieben werden und der reichhaltigen Ausstattung, ist der Preis sogar durchaus als günstig anzusehen! Gute und voll digitalisierte H0 Modelle, insbesondere Dampfloks, sind alles andere als für "kleines Geld" zu bekommen. Da geht es auch erst bei 400 Euro aufwärts los. Außer man plündert Gebrauchtmärkte und deckt sich mit altem Zeug ein.


    Natürlich gibt es auch Premium Anbieter, die für ihre Vollmessing Modelle deutlich höhere Preise aufrufen. Aber so exklusive Hersteller gibt es nahezu in jeder Spurweite. Die Firma Lenz hat jedenfalls ein sehr gutes Preis-Leistungs-Verhältnis. Das kann man bedenkenlos für den Einstieg empfehlen. Ich für meinen Teil bin sehr zufrieden damit.


    zu Frage 3:

    Ja, in der Spur Null dominiert definitiv die Ep. 3. Die Epoche 4 nimmt langsam Fahrt auf. Ältere Epochen werden dagegen grundsätzlich eher schlecht bedient. Aber es gibt Spur Nuller die in Eigenregie schöne Modelle gebaut oder umgebaut haben.


    zu Frage 4:

    Das kann dir voraussichtlich niemand beantwortet. H0 und N sind zweifelsohne die Marktführer - mit großem Abstand - in der Modellbahnwelt, in den großen Spuren dürfte die 1 die Nase vorne haben. Irgendwo im Rest tummelt sich die Spur 0.


    Gruß

    Djordje

    Bin zur FREMO:32 gewechselt aber halte mir die Option Null immer noch offen. Einfach ein klasse Maßstab!

  • Hallo,


    es gibt tatsächlich auf der Insel ein großes Angebot an Fertigmodellen und Bausätzen zu geringeren Preisen als bei uns (wegen der größeren Serien und weil die Fahrzeuge dort oft weniger Einzelteile haben), aber es ist ein ganz anderes Thema als kontinentale 0, und die Fahrzeuge kann man nicht zusammen einsetzen, schon wegen des kleineren Lichtraumprofils. Sound gibt es natürlich, Rauchgenerator weiß ich nicht, weil ich in jeder Hinsicht Nichtraucher bin.


    Herbert

  • Hallo,


    vielleicht etwas weniger Videos schauen - dafür hier im Forum unter Spur 0 Hersteller Neuheiten und News, Spur Null Tage Gießen und z.B. im ARGE Forum unter dem Reiter „Link Listen“, lesen ... 😄

    Damit hast Du schon mal eine gute „Grundlage“, um Deinen weiteren Weg sortieren zu können.


    Auch der Anschluss an einen Verein / Stammtisch kann Dir bei Deiner gewählten Epoche hilfreich werden.


    Herzliche Grüße

    Andreas




  • Hallo,


    Der Kleinserien Hersteller Sauer hatte in den 70er / 80er die Epoche 2 bedient, Dampfloks / E-Loks und viele Wagen, alles Messing

    1 :43,5 etwas gröber geschnitzt dafür sehr gut alltagstauglich.

    Diese Modelle sind bei Sammlungsauflösungen bei ebay öfter anzutreffen, preislich im normalen Rahmen.


    Hier kannst du dir mal einen kleinen Überblich verschaffen was es so alles in 0 gab :


    Metropolitrain - O scale


    Gruss

    Olaf

    Der Mensch hat die Atombombe erfunden, keine Maus war je so dumm und baute eine Mausefalle !

  • Hallo Ossi,


    eine immer wieder zitierte Regel für Spur 0, man braucht Geduld. Es gibt nicht immer und alles und nicht sofort, aber mit ein bisschen Ausdauer findet man sogar für Epoche II etliche Fahrzeuge.

    Ich halte es auch für eine sehr schlechte Idee, sich englische Modelle zu kaufen, weil die so schön günstig sind. Entweder mag man die Modelle und GB oder man sollte es lassen.


    Gruss von einem Ossi (im Exil :P )

    Micha

    • Best Answer

    Hallo Ossi,


    meine Vorschreiber haben eigentlich schon alles wesentliche beantwortet, daher von mir noch kurz etwas zu den englischen Modellen.


    • Die Qualität ist m.E. nicht schlechter, günstiger sind die Modelle durch die größere Verbreitung der Spur 0 auf der Insel und entsprechend hohen Stückzahlen. Zudem sind die englischen Vorbilder ganz anders gehalten, häufig hatten sie innenliegende Triebwerke, von außen waren dann nur die Kuppelstangen zu sehen. Auch gab es weniger offen geführte Leitungen, das ganze Erscheinungsbild ist daher glatter und einfacher im Modell nachzubilden.
    • Ausstattung ist etwas flexibler als bei uns (wiederum der Vorteil des großen Marktes), eigentlich werden alle Modelle auch analog mit Digitalschnittstelle zum selbst Aufrüsten angeboten.
    • Englische Loks sind eigentlich nur ganz zu Anfang der deutschen Bahngeschichte hier in Deutschland gefahren (z.B. Adler), dann bot die deutsche Industrie relativ schnell eigene Produkte an. Du kannst daher also keine der englischen Großserienmodelle glaubhaft in einer "deutschen" Umgebung einsetzen.

    Für mich stellt sich die Frage, ob es nicht ggf. sinnvoller wäre, einen Einstieg in die britische Spur 0 zu wagen, wenn Dir die Modelle ohnehin gut gefallen. Einen guten Überblick über verfügbare Modelle, deren Ausstattung und Preise kannst Du Dir z.B. hier machen:

    Großbritannien - Spur 0


    Viele weitere Anregungen finden sich bei der britischen "Gauge 0 Guild", die übrigens auch in Deutschland vertreten ist (in diesem Forum sehr prominent durch das Mitglied "blackmoor_vale". Hier noch eine Übersicht zu den Veröffentlichungen im SNM zu britischen Bahnen/Modellen:

    Britische Bahnen - Spur Null Magazin


    Es gab in 2019? eine Ausgabe im SNM, bei dem die britischen Bahnen und ihre Epochen vorgestellt wurden. Leider habe ich die Nummer auf die schnelle nicht gefunden, aber das wäre m.E. erstmal eine gute Lektüre.


    Viele Grüße


    Dirk

  • Du kannst daher also keine der englischen Großserienmodelle glaubhaft in einer "deutschen" Umgebung einsetzen.

    Hi.

    Na ja, so ganz 100% stimmt das nicht. Es gibt die eine oder andere britische Lok, die es sehr wohl auf deutsche Gleise verschlagen hat. Zugegeben, das sind, abgesehen von der Class 66, auf jeden Fall Exoten und große Ausnahmen, aber gar keine ist doch nicht ganz richtig. Als Beispiel mal die Y1/Y3, die es von Dapol für ganz wenig Geld gibt. Ich habe schon mal eine Analoge Y3 für unter 100€ neu entdeckt. Dieser ungewöhnliche Dampfloktyp wurde, wenn auch modifiziert bei einer deutschen Privatbahn eingesetzt. Ich weiß nicht mehr welche Bahn das war, aber das könnte man raus bekommen. Daneben gibt es mehrere Class 08 (auch günstig von Dapol zu bekommen) Lokomotiven in Frankreich. Da ist ein kurzer Abstecher nach Deutschland durchaus auch im erweiterten Rahmen des Möglichen. Mal ganz ab davon, das es die Class 08 sogar in DB Farbgebung gibt (Verkehrsrot). Allerdings werden die DB Schenker 08er nur auf der Insel eingesetzt und haben das Festland nie erreicht. Eine Class 06 (meine ich zumindest, das es die 06 war) wurde von der britischen Armee im Rheinland eingesetzt, war also nach dem Krieg regelmäßig auf deutschen Gleisen unterwegs. Die 06 gibt es von Heljan, was nicht verwundert, da die Army die Lok später nach Dänemark verkauft hat, als die Truppen wieder abgezogen wurden. Und die schon erwähnte Class 66 (von Dapol kostet ab unter 300 GBP), eine große schwere sechsachsige Diesellok läuft sogar häufig auf deutschen Gleisen der Gegenwart, da sie bei einigen deutschen Bahngesellschaften im Bestand ist. Hier ein Wikimedia Foto einer Class 66 (aka BR 247) in Oberhausen:


    800px-Oberhausen_Osterfed_DB_Schenker_Class_66_ECR_247_034_%2816616351363%29.jpg


    Das ist allerdings von der Y3 vielleicht mal abgesehen (weiß ich nicht, wann die in DE lief) alles Epoche 3-6, nicht Epoche 1-2...


    Mich würde das sowieso nicht abhalten. ich bin da ganz schmerzbefreit. Bei meiner (fiktiven) Schmalspur- Bahngesellschaft auf einer (fiktiven) Karibik- Insel sind unter anderem eine österreichische Stainz, eine deutsche Krauss, eine ungarische C50, eine walisischen Manning Wardle, eine rumänische L18h und eine amerikanischen Shay munter fröhlich im selben BW stationiert. Und mir gefällt das ausgesprochen gut genau so...


    Meine Spur 0 Regelspur- Loks kann ich an 2 Fingern abzählen, eine gesuperte V20 von Pola Maxi (genauer ein Billerbahn- Bausatz) mit Munz Antrieb, Lenz Digitalkupplungen und Messing Zurüstteilen. Irgendwann wird sich da noch eine dritte Lok hinzugesellen. Und das wird vermutlich eine Dapol Lok werden, eine Class B4. Die Class B4 ist eine Bn2 Dampflok mit außenliegendem Antrieb und sieht schon ohne Umbau fast eher Deutsch als Britisch aus. Im Gegensatz zu den anderen Dapol Dampfloks schreit die B4 tatsächlich nicht zwingend nach UK. Die B4 werde ich ggfs. zu einer deutschen Privatbahnlok umfunktionieren. Andere Puffer, andere Lampen und dann soll mir erst mal jemand beweisen, das es sowas definitiv nie gegeben haben könnte. Gerade Privat- und Kleinbahnen haben überall dort Fahrzeuge gekauft, wo sie sie besonders günstig bekommen konnten. Allerdings ist die B4 noch nicht lieferbar und wird vermutlich auch dieses Jahr nicht mehr ausgeliefert werden. Bei einem UVP von 195 GBP für die analoge Version stört mich das Bisschen Fantasie, das ich für eine eingedeutschte B4 benötige, nicht wirklich... Die B4 ließe sich, leicht eingedeutscht sicher auch in Epoche 1-2 verwenden, ohne besonders unangenehm aufzufallen.

  • Hallo Claus,


    auf die modernen Epochen bezogen, hast Du schon recht. Ossi, fragte aber nach den hiesigen Epochen I und II, und ich fürchte, da haben auch die "englischen" Hersteller nichts, was man im deutschen Umfeld einsetzen könnte.

    NACHTRAG: Ich habe mal nach der B4 gegoogelt, als Werkslok, könnte ich sie mir tatsächlich vorstellen:

    4S-018-005D OO Gauge B4 0-4-0T BR LATE CREST 30096 DCC


    Viele Grüße


    Dirk

    Edited once, last by T18 ().

  • Hi Dirk.

    Ja, natürlich, die meisten Beispiele sind zu modern für Epoche 1-2. Zumindest die Y3 und die B4 könnten jedoch schon mal zwei preisgünstige (unter bzw. um die 200€ analog) wenn auch eher sehr exotische Loks abgeben, die sich zumindest so ähnlich in Deutschland vor dem 2. Weltkrieg herum getrieben haben könnten.

    Allerdings wäre es tatsächlich eine Überlegung wert, ob man dann nicht ganz auf UK umschwenkt. Dann hat man ein üppigeres Angebot als in DE, noch dazu zu einem Bruchteil der Kosten. Außer der (geplanten) bayrischen GtL4/4 (Br 98.8) sowie der preußischen T16 (BR 94.5) und T3 (BR 89) von Lenz oder die alte Pola T3 gibt es kaum etwas "Deutsches" aus Epoche 1-2, das nicht sehr groß (pr. G8 aka BR55 oder P8 aka. BR 38) und/oder extrem teure Messing- Kleinserie ist. Ja OK, es gab noch die S3/6 von MTH, die preislich deutlich unter Messing Kleinserie angesiedelt war. Aber das ist auch ein Riesenschiff und sie wird nur selten gebraucht angeboten. Wenn man die Epoche 2 eher Richtung WW2 (Mitte- Ende 30er Jahre) ausdehnt, dann kann man die Köf II, die V20 und auch die V36 sowie die Einheits- Dampfloks (BR 64 Lenz und BR 80 Riva oder die eher riesigen Schlepptenderloks a la BR 50, 44, 01 und co. ) mit dazu zählen. Dann wird die Auswahl aber auch der Platzbedarf größer. Das ist dann aber eher schon Epoche 2-3 und nicht mehr 1-2.


    Leichte Umbauten bzw. Um- Lackierungen und Beschriftungen wären obendrein oft fällig, da es die Loks meist nur in Epoche 3 Ausführung gibt. Die Auswahl in UK an kleineren und "echten" Epoche 1-2 Loks ist dann doch größer. Alleine für den "Terrier" lohnt sich das fast schon, eine meiner absoluten UK- Lieblingsloks. Außerdem sind die alten UK Wagen meist extrem kurz, so das man auch nur kurze Bahnhöfe benötigt. Weniger Geld, weniger Platz und mehr Auswahl, alles gute Gründe um mal darüber nachzudenken, bevor man schon die ersten 1000€ für eine Lok ausgegeben hat...

  • Ossi

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  • Hallo Ossi,


    auf ebay gibt es zur Zeit Güterwagen von 0scale models, auch Epoche I und II. Die zweiachsigen Wagen sind sehr detailliert: Federpuffer, gefederte Achsen, gefederte "Original"-kupplungen; man legt sich tunlichst eine Kupplungspinzette zu, die Übung kommt von allein. Bei Schnellenkamp gibt es für solche Wagen Nachrüstkurzkupplungen mit Lenzkupplungskopf, das habe ich meinen 0scale-Wagen nicht angetan. Mit wenigen Wagen kann man einen schönen Zug bilden und preislich günstig sind sie auch. Fahrgestelle können mit Eigenaufbauten (Vorbilder gibt es reichlich) zu interessanten Güter- oder Personenwagen ergänzt werden. Kleine 2 o.3-achsige Dampfloks in Epoche I oder II sind teure Messingmodelle, vielleicht tut es am Anfang eine POLA-MAXI-Lok (ebay), gut geschmiert laufen meine recht ordentlich.


    Viele 0ige Grüße aus Unterfranken

    Gisbert

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