Bäume basteln leicht gemacht

  • Hallo zusammen,


    ... ein Blick in den Kiefern-Wald, aus Sicht eines Preiserleins :



    ... und einmal, wie der Bussard ihn sehen würde :




    Tschüß aus Leese


    Frank-Martin

    Gutes Werkzeug kann man(n) nur durch noch Besseres ersetzen !!! ;)

  • Hallo Frank-Martin,


    wegen des "flexiblen" Klebers ... - neben Acryl-basiertem Zeug bin ich beim Quer-Lesen darüber gestolpert, dass es im Künstlerbedarf solche "Bindemittel" (analog zu Acryl-Bindern) auch Vinyl basiert gibt ... wenn Du das noch nicht probiert hast wäre das vielleicht eine Idee, noch mal in diese Richtung zu blicken.


    Viele Grüße,

    Stefan

  • Hallo Stefan,


    bei diesen Kiefern habe ich mit "Vampiglu" von Vampisol als Kleber für die Nadeln gearbeitet.

    Hierbei handelt es sich um einen Vinylklebstoff, der auch dauerhaft flexibel bleibt.


    Das er wirklich dauerhaft flexibel bleibt, habe ich schon bei der Verarbeitung von meinen selbst hergestellten Nadelmatten festgestellt.

    Diese sind auch nach Wochen sehr "geschmeidig" und lassen sich supergut verarbeiten.



    Tschüß aus Leese


    Frank-Martin

    Gutes Werkzeug kann man(n) nur durch noch Besseres ersetzen !!! ;)

  • Hallo zusammen,


    vor einiger Zeit habe ich ein paar Fichtenstämme mit dem Netzband für die feinen, herabhängenden Zweige beklebt und diese dann auch gleich in die typische Form gebracht.


    In den letzten Tagen habe ich die ersten beiden Fichten mit dem 70kV-Elektrostat benadelt. Hierfür habe ich das 2mm-Moorbodengras der Fa. NOCH und als Kleber "Vampiglu" verwendet.


    Auf dem Foto seht Ihr links eine Fichte mit dem Netzband auf den Hauptästen, in der Mitte habe ich die Hauptäste mit brauner Abtönfarbe nachgemalt und rechts die fertig begrünte Fichte :


    40475458md.jpg


    Und wer sich nun fragt, warum ich die Äste mit dem Netzband nochmal braun übermale, hier eine Detail-Aufnahme :


    40475459ds.jpg


    Die getrockneten Zweige am Astansatz wirken, meiner Meinung nach, besser, als wenn hier auch alles grün benadelt wäre.



    Grüße aus Leese


    Frank-Martin

    Gutes Werkzeug kann man(n) nur durch noch Besseres ersetzen !!! ;)

  • Hallo zusammen,


    seit ein paar Wochen bin ich dabei ein paar Linden zu bauen. Heute Mittag sind die ersten Beiden ergrünt, der Frühling ist halt schon vorbei und der Sommer ganz nah ...


    Dieses Mal habe ich das "realistik-Laub" mittelgrün von Heki verwendet, wobei ich vorher die wenigen "Klein-Anteile" unter 1mm-Größe ausgesiebt habe.


    Meiner Meinung nach, ist dieses Laub für den Maßstab 1:45 gut geeignet :




    Hier noch eine Makro-Aufnahme vom Stamm der rechten Linde :




    Grüße aus Leese


    Frank-Martin

    Gutes Werkzeug kann man(n) nur durch noch Besseres ersetzen !!! ;)

  • Hallo zusammen,


    auf meine Anfrage bei Heki, nach der UV-Beständigkeit der (bei der Laub-Produktion verwendeten) Farben, bekam ich eine Mail von Frau Kittler persönlich :


    " ... wir verwenden schon hoch lichtechte Farben. Zur Sicherheit empfehlen wir dennoch einen matten UV-Blocker."


    Nachdem ich nun die dritte Linde mit dem mittelgrünen "realistik-Laub" versenen habe, wurden, nach dem vollständigen Durchtrocknen des verwendeten Klebers (vampiglu), alle drei Linden mit einem Fixativ, welches einen UV-Blocker enthält (Lukas Sprühfilm, matt) eingenebelt :




    Das Laub ist dadurch ein klein Wenig dunkler geworden, was dem realistischen Aussehen aber nicht schadet.


    Bei den Stämmen habe ich im unteren, sichtbaren Bereich die Rindenstruktur noch ein Wenig durch "Trockenbürsten" mit einem hellen graugrün hervor gehoben :





    Bei'm einfachen Stamm habe ich die Struktur mit der aus Federbroze-Blech hergestellten "Harke" in die noch feuchte Spachtelmasse eingearbeitet. Die zweigeteilten Stämme sind dagegen "nur" mit einem groben Borstenpinsel bearbeitet worden.



    Grüße aus Leese


    Frank-Martin

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  • Hallo zusammen,


    heute habe ich die drei Lindenstämme noch mit ein Wenig Moos bewachsen lassen.


    ... geklebt habe ich mit mattem Acryl-Binder, den ich mit einem sehr feinen Borstenpinsel aufgetragen habe und als Moos kam Woodland-"wildweeds" zum Einsatz :





    Nun können die drei Linden ihren Platz als Schattenspender beim Biergarten einnehmen.



    Grüße aus Leese


    Frank-Martin

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  • Hallo zusammen,


    in den letzten Wochen habe ich wieder "Reste-Verwertung" betrieben ...


    Beim "Abtakeln" einer Hochzeits-Girlande, vor ein paar Jahren, haben zwei der Mädels den Blumenbindedraht so akurat aufgewickelt, dass er zu schade zum Entsorgen war, also wurde er in meine Bastelwerkstatt "entsorgt" ...


    Aus 80 Drähten mit einer Länge von knapp 40cm entstand (an mehreren Tagen) dieser Stamm einer alten Eiche, wobei ich die unteren zwei Äste zusätzlich eingefügt habe :




    Die Wuchshöhe ist etwa 34cm bei einem größten Kronen-Durchmesser von 17cm.


    Da der Blumenbindedraht aus Eisen ist, erreicht der Stamm durch das Verdrillen eine hohe Festigkeit. So habe ich nur unverdünnte Heki-Betonfarbe satt aufgetragen, um anschließend mittels meiner gemischten Acryl-Spachtelmasse die Rinde zu gestalten.


    Bei diesem "Solitär-Baum" habe ich auch an den dickeren Ästen die Rindenstruktur nachgebildet. Das war 'ne ziemlich langwierige Arbeit, aber ich denke das Ergebnis kann sich sehen lassen :



    Bislang habe ich das Baumgerippe nur mit einem helleren graugrün grundiert, alles weitere wird in den nächsten Wochen folgen ...



    Grüße aus Leese


    Frank-Martin

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  • Hallo zusammen,


    auch bei uns gibt es Waldbrände ...;(


    Vorher :




    ... und nachher :




    Die große Linde sollte eigentlich nur ein Wenig überarbeitet werden ...

    Aber da der Sprühkleber, mit dem ich vor einigen Jahren das NOCH-Laub auf die Watte geklebt habe, sich auch mit Aceton nicht erweichen ließ, um von den Ästen und den Stämmen das Laub abzuwaschen, habe ich nun eine "Radikal-Kur" angewendet.


    In den kommenden Wochen wird diese Linde nach neuestem Stand aufgearbeitet ...



    Grüße aus Leese


    Frank-Martin

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  • Baumbauer 007


    Hallo Frank-Martin,


    ein echter "Burner" wird das bestimmt! Bin gespannt auf das zweite Leben dieser Linde.

    Da ich ja jetzt in der Lindenstraße wohne und diese durch eine ganze Reihe von Lindenbäumen geziert wird, eine davon steht direkt vor meinem Wohnzimmerfenster, kann ich ja nun schön vergleichen. ;):thumbup:

  • Hallo zusammen,


    nach gut zehn Tagen und reichlich Arbeit sind alle Äste wieder gerichtet und das gesammte Baumgerippe ist mit der ersten Schicht Heki-Betonfarbe satt überzogen :



    In den kommenden Wochen werden dann die Zweige ,Äste und der Stamm mit zwei oder drei Schichten der angemischten Acryl-Spachtelmasse beschichtet und in den sichtbaren Bereichen wird, mittels "Rinden-Rechen", die Rinden-Struktur eingearbeitet.



    Grüße aus Leese


    Frank-Martin

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  • Hallo zusammen,


    wie Ihr in diesem Beitrags-Faden immer wieder sehen konntet, verlöte ich meine Baumgerippe, um diese mit der nötigen Stabilität zu versehen.


    Nun gibt's das Problem, dass ich als Privat-Person kein bleihaltiges Lötzinn erwerben darf - echt blöd - Gewerbetreibende dürfen, warum auch immer ...


    Seit einiger Zeit versuche ich, meinen Baumgerippen mit bleifreiem Lötzinn (Elektroniklot mit Flussmittelseele) diese Stabilität zu verschaffen - mit mäßigem Erfolg. Leicht angelaufene Kupfer-Drähte weigern sich meistens das Lot anzunehmen ... meine Vermutung war, dass es an dem enthaltenen Flussmittel liegen könnte.

    Also habe ich einfach bei der Fa. FELDER-Löttechnik in Oberhausen angerufen und dem Vertriebsleiter, Herrn Markmann, mein Problem geschildert.


    Vor ein paar Tagen kam ein Brief mit zwei Proben eines bleifreien Elektroniklotes, welches ein neues Flussmittel enthält und dadurch für meine Lötungen gut geeignet sein soll :


    41464643lf.jpg


    Bislang bin ich noch nicht dazu gekommen dieses Lot an einem Baumgerippe zu testen, aber ich werde von meinen Erfahrungen berichten.



    Grüße aus Leese


    Frank-Martin

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    Edited once, last by Baumbauer 007 ().

  • Moin,

    manchmal hilft es einfach über 360 °C zu gehen.

    Das habe ich an meinem 0%Pb-Lötzinn lernen müssen. Da es sich bei den Stämmen ja nur um Draht handelt, sollte die hohe Temperatur egal sein.

  • Hallo zusammen,


    Olli : normalerweise arbeite ich mit einer Lötspitzen-Temperatur von 400°C und habe mit bleihaltigem Elektronik-Lot nur sehr gute Ergebnisse erzielt.



    Vorgestern bin ich endlich dazu gekommen einen Laubbaum-Stamm, den ich aus Kupfer-Draht verzwirbelt habe, mit dem neuen, bleifreien Lot zu verlöten.


    41527295km.jpg


    Auch mit diesem Ergebnis bin ich mehr als zufrieden, kein Vergleich mit bleifreiem Lot, welches ein anderes Flussmittel enthält.


    Vorher habe ich die Lötspitzen-Temperatur auf die empfohlenen 380°C eingestellt. Das Flussmittel spritzt nicht beim Aufschmelzen und das Lot fließt sehr gleichmäßig überall hin, wo es für die Festigkeit des Baumstammes erforderlich ist, auch beim dicken Teil des Stammes.


    Laut Herrn Markmann, dem Vertriebsleiter der Fa. FELDER-Löttechnik, soll es dieses Lot zukünftig (in verschiedenen Durchmessern) auch bei "reichelt elektronik" geben. Diesen Link zum Lot mit 0,5mm-Durchmesser hat er mir gestern gesendet :


    https://www.reichelt.de/loetzi….html?&trstct=pos_5&nbc=1


    Viel Erfolg beim Ausprobieren und Grüße aus Leese


    Frank-Martin


    P.S.: ... ich habe den Link zum richtigen, silberhaltigen Lot geändert



    Gutes Werkzeug kann man(n) nur durch noch Besseres ersetzen !!! ;)

    Edited 4 times, last by Baumbauer 007 ().

  • Hallo zusammen,


    in den letzten Wochen habe ich, aus 0,6mm-Cu-Draht, mehrere kleine Allee-Bäume gebastelt.

    Dieses Mal habe ich mich an einer kleinen, dreistämmigen Linde versucht :



    Das Baumgerippe ist etwa 24cm hoch, bei einem Kronendurchmesser von ca. 11cm.


    Hier noch eine Detail-Aufnahme von der geritzten Rinde im unteren Stammbereich :




    Grüße aus Leese


    Frank-Martin

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  • Hallo Sarah


    Ein schöner Baum ist Dir da gelungen, gefällt mir sehr gut.

    Wie groß ist das gute Stück?

    Hast Du die begrünten Äste und Zweige wieder mit Seemoos und Turf vorgefertigt und dann an den "Rohling" geklebt? Hast Du auch hier die Übergänge geglättet wie bei den Blumendrahtbäumen, oder welche Methode hast Du hier angewandt?


    Viele Grüße

    Frank

  • Moin

    War es der Buchsbaum-Zünsler?

    Kenn ich auch schon☹️

    Aber Spass beiseite, auf unserer Clubanlage hat eine Mäuseinvasion alle Bäume mit Naturinnereien verspeist bzw. entlaubt/gefällt. Dort, wo ggf. Mäusegefahr droht, vielleicht besser prophylaktisch Fallen aufstellen.

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