Rangieren auf kleinem Raum

  • Servus Martin,


    an die ganz alte Westbahn habe ich nicht gedacht, da hast du mich jetzt erwischt. ;) Dabei sind die entsprechenden Fotos wie das von dir eingestellte durchaus bekannt.


    Aber typisch ist der Stuhlschienenoberbau halt nicht und ich kann mich nicht erinnern, ihm in den letzten 40 Jahren in Österreich begegnet zu sein.


    Grüße,

    Albert

  • Bei nur 80cm Zuglänge ist es natürlich nicht sinnvoll, die Umsetzlänge vergrößern zu wollen, denn es passen ja nur eine Lok und zwei Wagen der Ep. IV auf die Kassette. Auf der Anlage wäre genug Platz für drei Wagen, denn die Länge des Kohlenhändler-Gleises ist von der Lage der Einfahrweiche unabhängig.


    Herbert

  • Hallo Albert,


    ein hübscher Entwurf für ein Rangierdiorama, grafisch/zeichnerisch sehr ansprechend umgesetzt. Ich lege selbst auch Wert auf eine gefällige Optik, aber die an sich gute Idee des S-Kurvenförmig angelegten "Bahnhofs" sieht durch die sehr kurzen Gleislängen doch arg gewollt aus. Auf die möglichen Schwierigkeiten beim Spielbetrieb wurde schon hingewiesen.


    Vorschlag 1: Versuche mal den Plan etwas zu begradigen und die Weiche zum Kohlehändler horizontal zu spiegeln. Dadurch entfällt die S-Kurve, die prinzipielle diagonale Ausrichtung der Gleise (Vermeidung von Parallelen zum Anlagenrand) solltest Du einigermaßen retten können.


    Vorschlag 2: Lass Dir eine passende EKW bauen (z.B. von Weichen Walter), ganz nach Maß wie es sich am besten in den Plan einfügt und ersetze damit die beiden Weichen zu den Anschließern. Damit schaffst Du ein wenig zusätzliche Nutzlänge in den Anschlussgleisen und eliminierst das Problem mit der S-Kurve. Unterm Strich sollte diese Lösung auch nicht so viel teurer werden und Du hast einen nicht alltäglichen Blickfang auf der Anlage.


    Viel Spaß

    Klaus

  • Hallo Klaus,


    habe deinen Vorschlag #2 auf die schnelle eingeplant.

    PECO DKW oder eben Weichen Walter EKW.


    Vorschlag #1 erscheint nicht machbar mit Lenz-Weichen.


    EKW bringt ein neues Problemchen mit sich, die Segmente sind nun 100 und 150, damit es mit Weichen und Landschaft passt. Rote Linie.

    Die Nutzlängen auf beiden Anschlüssen schrumpfen leicht, aber darüber kann man hinwegsehen.


  • Hallo Bernd,


    so habe ich mir das gedacht. Aber versuch doch mal die Lenz statt der Peco DKW einzuplanen. Die ist nicht kürzer, aber steiler. Damit könnte man noch ein paar Zentimeter mehr an Nutzlänge rauskitzeln. Außerdem muss die EKW/DKW nicht unbedingt genau in der Mitte platziert werden. Dann könnte die Modultrennstelle auch noch ein wenig zur Mitte wandern. 25 cm werden bei dieser Wanderung aber nicht rauskommen, eher 5 bis 10 cm (geschätzt).


    Viel Spaß

    Klaus


    Ergänzung:

    Noch ein Gedanke. Warum kann man die rechte Weiche nicht weiter Richtung Anlagenrand verschieben? Ohne angesetzten Fiddleyard, und sei es nur eine kompakte Kassettenlösung, geht in Punkto sinnvoller Betrieb ohnehin nichts. Da kann man sich das kurze gerade Gleisstück auch schenken bzw. der Nutzlänge des Umfahrgleises zu Gute kommen lassen.

  • Hallo Klaus, es taugt einfach nicht, mit Lenz DKW.


    • Die Winkel der Lenz DWK ermöglichen nur eine Lage links an der Weiche, rechts an der Weiche geht sich nicht aus.
    • S-Kurve beim Schrotthändler, nogo
    • Gebäude müssen wandern, mhmm ...
    • Es hat wieder etwas von Modellbahn-Kindergarten


  • Hallo Zusammen,


    also ich finde den Entwurf aus #25 sehr harmonisch.

    Wenn die Segmentgröße tatsächlich DAS (entscheidende) Thema ist dann vielleicht 2x ca. 95cm und die DKW auf ein eigenes Segment ?


    Viele Grüße,

    Stefan

  • Hallo Bernd,


    warum denn gleich die Flinte ins Korn werfen? Du warst doch auf dem richtigen Weg (was MEINEN VORSCHLAG angeht).

    Es ist doch nur ein Plan. Da sind die Hintergrundgebäude nicht in Stein gemeißelt. Die Kohlenhandlung müsste nur ein wenig im Uhrzeigersinn gedreht werden, schon passt es wieder. Mit ein wenig mehr Flexibilität könnte ungefähr so etwas herauskommen.

    Ob es gefällt, steht auf einem anderen Stern. Jedenfalls hat diese Variante ein paar handfeste betriebliche Vorteile, ohne die Optik zu sehr zu verhunzen. Es soll ja nur ein Denkanstoss sein.


    Viel Spaß

    Klaus

  • Guten Abend zusammen,


    danke an alle für eure Überlegungen zu meinem Plan, besonders an Bernd und Klaus, die gleich die grafische Umsetzung ihrer Gedanken mitgeliefert haben.


    Langsam beginne ich mich tatsächlich mit einer EKW statt der zwei Weichen in der Mitte anzufreunden. Wie Klaus ganz richtig schreibt, sind die Gebäude nicht in Stein gemeißelt, weil noch nicht gebaut. Wahrscheinlich baue ich die sowieso etwas anders als jetzt gezeichnet. Sobald die Gleise liegen und man mit einfachen Kartonmodellen die Wirkung verschiedener Proportionen testen kann kommen wahrscheinlich auch neue Ideen. Auch die beiden Anschließen könnten grundsätzlich den Platz tauschen.


    Die EKW würde ich mir wahrscheinlich bauen lassen, da ich im Selbstbau von Gleisen keine Erfahrung habe und eine EKW sicher nicht der optimale Einstieg wäre.


    Ebensowenig ist die Aufteilung in zwei Segmente ein Muss, denn 125 x 60 cm sind in der Handhabung ohnedies schon grenzwertig. Alternative wären drei Segmente, die auch nicht unbedingt alle exakt gleich lang sein müssen.


    Grüße,

    Albert

  • Hallo Zusammen,


    ich verfolge den Beitrag mit großem Interesse, da ich u.a. solche kleine übersichtliche Rangieranlagen sehr mag.


    Nur mal so ein Einwurf von mir: was wäre eigentlich, wenn man einen Teil der Gleisanlagen bzw der Weichenverbindungen mit der Waggondrehscheibe von Schnellenkamp realisieren würde, dazu noch eine Spilanlage?


    Waggondrehscheibe, Lasercutbausatz
    Aus MDF Platte gelaserte Bauteile für eine 8,5 Meter Waggondrehscheibe, die Scheibe wird mit Strom versorgt und kann somit auch von kleinen Loks überfahren…
    spur-0-kaufhaus.de


    Im Vorbild hat es das ja auch gegeben, auch noch in der Epoche IV.


    Schöne Grüße

    Norbert

  • Ich hatte mir in der Spur1 mal eine 8,5 Meter Wagendrescheibe selbst gebaut. Bedient habe ich sie über eine Spillanlage mit Hilfe der Köf. Das war Spielspass pur! Und ich habe sie so gebaut das sie sich um maximal 90 Grad drehen konnte dann entfällt die Elektronik zum umpolen. Überfahren konnte ich sie sogar mit meiner BR 50.

    Das es jetzt so etwas in Spur 0 fast fertig gibt finde ich toll. An deiner Stelle Bernd würde ich versuchen das Teil zu integrieren... Du hast absoluten Spielspass und kannst noch eine weitere Anschlussstelle bei dir integrieren.

    Liebe Grüße aus Cuxhaven

    Uwe

    Edited once, last by Spur0Uwe ().

  • Moin allerseits,

    die EKW, egal welcher Bauart, überzeugt mich nicht so richtig.

    Wenn es (nur) darum geht, den einzigen richtige Haken des Ursprungsplans (den Gegenbogen) zu eliminieren, würde ich auf Kosten der Länge des Kohlenhändler-Anschlusses einen Teil des rechten "Ziehgleise" opfern und diese Länge zwischen die beiden oberen Weichen bauen. Wie kurz dieses Gleis für das vorgesehene Rollmaterial sein darf, müsste experimentell ermittelt werden. Als Startpunkt vielleicht 10 cm, was zusammen mit den Stummeln der Weichen gute 15 cm Zwischengerade ergeben würde.

    Viele Grüße,

    Johann

  • Einen schönen Sonntag zusammen,


    die Waggondrehscheibe samt Spillanlage ist in der Tat sehr interessant. Meines Erachtens müsste man dafür den Entwurf aber ganz grundlegend ändern, damit die ganze Sache nicht überfrachtet wirkt. Auch würde sich der ganze Charakter von der gewerblichen Prägung hin zur Industrie verschieben.


    Den Vorschlag von Johann werde ich aufgreifen und mit einer kurzen Zwischengeraden zwischen den beiden mittleren Weichen experimentieren. Eventuell kann man auch vom linken Gleisende ein paar cm zugunsten der Zwischengeraden opfern. Das muss ich mit dem vorhandenen Fahrzeugpark in Ruhe durchspielen. Im Moment ist aber Bauen angesagt (in der halben 0 und damit hier off-topic).


    Grüße, Albert

  • Guten Abend zusammen,


    die Einwände hinsichtlich des Gegenbogens bei der Einfahrt in die Kohlenhandlung haben dazu geführt, eine neue Variante zu probieren, die dieses Manko nicht aufweist. Einen ersten, noch nicht im Detail ausgearbeiteten Entwurf will ich an dieser Stelle zeigen:


    Lässt man das Gleis zum zweiten Anschließer vom Gleis zum ersten Anschließer abzweigen, löst man die "Weichenkette" auf und eliminiert zugleich den Gegenbogen. Der Nachteil dabei: um zum zweiten Anschließer zu gelangen, muss man erst die Wagen vom ersten Anschließer abziehen. Ich denke auch daran, die beiden Betriebe so zu tauschen, dass sich der Kohlenhändler links und die Produktionshalle rechts befindet. Links lässt sich die Szene dann mit einer Straßenbrücke und ein paar Häuserfronten abschließen.


    Die Gleisanlage benötigt so natürlich mehr Tiefe. Damit genügend Platz für die Gestaltung des Umfelds bleibt, könnte ich die Anlagentiefe in der Mitte auf 65 cm erhöhen, dafür an den Rändern auf 55 cm reduzieren. Damit die Gleise zu den beiden Anschließen nicht zu viel Platz brauchen, habe ich für die beiden Weichen in der Mitte solche von Peco Code 143 eingeplant. Der geringere Weichenwinkel von 8 Grad ist hier von Vorteil. Die anderen Gleise basieren hingegen wieder auf der Lenz-Geometrie.


    Eine Verbesserung gegenüber Version 1 oder gibt es gegen Version 2 vielleicht grundlegende Einwände?


    Grüße,

    Albert

  • Hallo Albert,


    jetzt sieht es aus, wie die klassischen Timesaver-Entwürfe.


    Da die Gleise vorne liegen, kommt man gut an alles heran, eigentlich könnte die Tiefe jetzt sogar weiter reduziert werden, der Hintergrund will ja gefüllt werden.


    Es wirkt jedenfalls nicht langweilig, durch die Biegungen nach hinten. Große Abstände zwischen den Puffern sieht man so natürlich besonders gut=nah.


    Hat halt alles Vor- und Nachteile.


    "Spieltechnisch" spricht m.E. nichts gegen den Entwurf.


    Grüße


    Zweispurer

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