Anschlußstelle Oxstedt

  • Hallo Zusammen.


    Nachdem mich wieder der Eisenbahnvirus infiziert hat (siehe mein Vorstellungsthread) bin ich mit der Gleisplanung so weit fortgeschritten, dass ich hier einen neuen Thread über meine neue Minianlage eröffnen kann.


    Aus Platzgründen (mir stehen nur 3,75 x 0,35 m an einer Wand zur Verfügung) habe ich mich für einen kleinen Rangierbahnhof entschieden. Es soll ein Rangierbetrieb mit einer Köf II und 4-5 Güterwagen möglich sein. Heute früh hatte ich hier im Forum eine schnell gefertigte Handskitze hochgeladen. Darauf hin kamen auf dieser Grundlage gleich mehrere professionelle Gleispläne. Dafür an dieser Stelle noch einmal meinen herzlichen Dank!


    Final habe ich mich für den Entwurf von Frank Wäsche entschieden, da er sich exakt am meine Skitze gehalten hat. Danke dir dafür Frank.



    Der Betriebsablauf ist wie folgt geplant:

    Ein ankommender kurzer Zug (Lok V100 mit zwei Güterwagen) fährt in das mittlere Gleis ein. Die Lok wird abgekoppelt und zieht auf das obere rechte Gleis vor, an dem sich auch eine kleine Dieseltankstelle befindet. Jetzt rangiert die Köf II vom Abstellgleis (unteres Gleis) auf das Hauptgleis hinter die gerade entkuppelten Wagen. Nun kann die V100 über das Rücksetzgleis zurück fahren oder auf dem Abstellgleis abgestellt werden.

    Auf dem oberen Gleis links befindet sich eine Laderampe, in der Mitte ein Güterschuppen.

    Für die Zusammenstellung einer neuen Zuggarnitur steht das mittlere Gleis zur Verfügung.


    Ich denke das mit dieser Anordnung ein für die eingeschränkten Platzverhältnisse abwechslungsreicher Betrieb möglich sein wird.


    In der Ausführung sind zwei Varianten in der Überlegung:

    1. Feste Montage auf einem 35 cm tiefen Wandregal.

    2. Modulbauweise (von links ausgehend, ein 75 cm langes fest mit der Wand verbundenes Stück, dann drei 1 Meter Stücke als 10 cm hohe Modulkästen) um mit den 3 Modulen an eventuellen Ausstellungen oder Modultreffen teilnehmen zu können. Dann werden Anstelle des fest installierten 75 cm langen Zufahrtsgleises werden noch 1-2 Metermodule als Adapter auf die Normen bei Modultreffen gefertigt.


    Da der Rangierbahnhof als Endbahnhof ausgelegt wird ist nur ein Zufahrtsgleis geplant.

  • Hallo Uwe,


    was mir auf die Schnelle aufgefallen ist:

    1. Eine Garnitur aus V100 +3 Wagen (mal die nicht so langen X05, OM12 und G10 aus einem Startstet gerechnet) hat eine Länge über Kupplung von etwas über 90 cm. Das Gleis links war in Deiner Skizze ca. 80cm lang, d.h. die Garnitur würde schon auf der ersten Weiche stehen.
    2. An dieser Stelle komme ich nicht ganz mit:
      1. Die Lok wird abgekoppelt und zieht auf das obere rechte Gleis vor, an dem sich auch eine kleine Dieseltankstelle befindet. => Hier ist vermutlich das Umfahrgleis oben gemeint
      2. Jetzt rangiert die Köf II vom Lokabstellgleis (oberes linkes Gleis) auf das Hauptgleis hinter die gerade entkuppelten Wagen. => Steht dann nicht die V100 im Weg? oder soll die Tankstelle noch im Bereich des Gegenbogens stehen?

    Die einfach Lösung für 2 wäre es, die Köf schon vom Lokabstellgleis zu holen, bevor die V100 abgekuppelt wird. Alternativ könnten 1 und 2 mit einer bereits im anderen Thread vorgeschlagenen Segmentdrehscheibe statt der Rechtsweiche am rechten Ende gelöst werden, wenn das Ausziehgleis rechts wirklich nur zum Umsetzen der Lok gedacht ist. Damit könnte das Einfahrgleis links und auch das Umsetzgleis oben verlängert werden.


    Viele Grüße


    Dirk

  • Hallo Uwe,


    mir ist nicht ganz klar, was Du erreichen willst...

    Ich denke das mit dieser Anordnung ein abwechslungsreicher Betrieb möglich sein wird.

    Der "abwechslungsreiche Betrieb" beschränkt sich m.M.n. doch auf das Umsetzen der Lok, da Du einen Endbahnhof darstellen willst. Wo sollen denn die Güterwagen hinrangiert werden?


    Ich würde versuchen, mehrere Ladepunkte wie Güterschuppen, Fabrik, Rampe oder dergl. zu integrieren (eher als einen Lokschuppen). Dann kannst Du die verschiedenen Wagen mit konkreten Zielen versehen (z.B. X 05 an die Rampe, G 10 an den Güterschuppen). Diese Betriebsstellen kannst Du auchhintereinander anordnen... das macht es noch spannender!


    Rangierspaß kommt erst auf, wenn Du die Möglichkeiten und Notwendigkeiten von klaren Rangieraufgaben ermöglichst. Ist zumindest meine Meinung...


    Gruß

    Thomas

  • Hallo Uwe,


    dein Entwurf ist mir sympathisch, gehört er doch wie mein Blumendorf in die "4-Weichen-sind-genug"-Klasse! Ich habe meinen Bahnhof (hier Gleisplan) mit Düngemittelschuppen, Ladestraße und Rübenrampe nachgebaut - und da sind auch aufgrund der Enge eine Menge Rangieraufgaben gegeben: G-Wagen mit Düngemitteln gehen an den Düngemittelschuppen, an der Ladestraße gibt es eine Rampe und viel Platz für K-, O- und R-Wagen (die jeweils hintereinander stehen), Milch- und Stückgutwagen müssen an die Rampe vom Güterschuppen bugsiert werden.

    Vielleicht überlegst du dir - neben dem Umsetzen der V 100 - welcher Anschließer wo sitzt und welche Produkte er bekommt oder verschickt? Daraus ergeben sich ja viele Aufgaben, die man gerne mal abends zum Entspannen "abarbeiten" kann.

    Hast du mal überlegt, die rechte Weiche mit Umsetzgleis gegen eine Segmentbühne zu tauschen? Auf diese Weise kannst du mehr Gleislänge hinzugewinnen und so ein Ding ist ja eher einfach selbst zu bauen.


    Mit freundlichen Grüßen


    stahlone

  • Hallo stahlone,


    danke für den Hinweis mit der Segmentbühne. Leider kann ich sie schlecht verwirklichen, da ich an den Anlagenteil schlecht heran komme. Deshalb muss ich da eine elektrisch betriebene Weiche einsetzen.

    Ich habe mein oben beschriebenes "Betriebskonzept" auf Grund mehrerer Hinweise, die ich dankend angenommen habe, geändert. Wenn der Gleisplan entsprechend geändert (nur die Kürzung des unteren Gleises) und beschriftet ist stelle ich das Betriebskonzept noch einmal vor. Ich hoffe das ich bis zum WE das komplette Gleismaterial bekommen habe um dann mal einen Probeaufbau aufbauen zu können.

  • So, hier nun der endgültige Plan des Güterbahnhofs Oxstedt mit den eingezeichneten Betriebsstätten.


    DANKE Frank für die Erstellung des Planes!


    Wie auf dem Plan ersichtlich sind die Segmente in drei 1Meter und einem 75 cm Stück aufgeteilt. Über die drei Meterstücke sind noch drei 18 cm breite Segmente für eine weitere Ausgestaltung vorgesehen. Der Grund für diese Verbreiterung ist weiter unten beschrieben.


    Warum diese Konstruktion?

    Ich möchte mich mit den drei rechten Segmenten in die Bremer Stammtisch Gruppe einfügen. Deren Modulbreite beträgt 53 cm, zu Hause stehen mir aber nur 35 cm Breite zur Verfügung die ich zum gelegentlichen Fahren nutzen möchte. Um auf die 53 cm Modulbreite zu kommen werden die 18 cm Segmente angeschraubt.

    Wenn ich nun an Modultreffen teilnehmen möchte ist es darüber hinaus unerlässlich beide Enden noch zwei Übergangsmodule zu bauen welche das Durchgangsgleis (Mitte) mit Hilfe von Flexgleisen auf die erforderliche Mittellage des Gleiskörpers der Bremer Module bringt. Aber das ist momentan noch Zukunftsmusik. Bis Mai dieses Jahres soll erst einmal der Rangierbetrieb bei mir zu Hause möglich sein. Das linke 75 cm Stück wird für Modultreffen nicht benötigt und deshalb fest an der Wand verschraubt.


    Für meinen Heimbetrieb ist folgender Ablauf gedacht.

    Die Rampe befindet sich vor Kopf des unteren Abstellgleises. Sie wird so ausgelegt das mit Landwirtschaftsmaschinen beladene Flach-, oder Rungenwagen sowie X05 entladen werden können. Am Anfang dieses Gleises ist auch der Platz, an dem die Köf II abgestellt wird. Dadurch ist sie, nachdem der einfahrende Zug auf dem Mittelgleis eingefahren, die Lok abgekuppelt und über das Rücksetzgleis zurückgefahren ist, für alle Rangiervorgänge sofort einsatzbereit

    An dem Güterschuppen können G10 o. ä. Wagen entladen werden.

    An dem Gleis rechts (über der Rampe) wird noch eine kleine Dieseltankstelle aufgebaut.


  • Hallo Uwe,


    ich schicke voraus, daß nur wichtig ist, daß die Anlage Dir gefällt!


    Meine Gedanken dazu:

    Da die Zuglok umsetzen kann und soll, ist sie auch in der Lage alle Rangierbewegungen selbst durchzuführen. Die Köf ist da überflüssig. Im Gegenteil, die beiden Loks werden sich sogar oft gegenseitig im Weg stehen.

    Die Köf würde dann Sinn machen, wenn die Zuglok eben nicht umsetzen kann.


    Bie Dir zuhause kann der Zug weder einfahren noch ausfahren. Daher verstehe ich den Fokus auf das Umsetzen der Zuglok ohnehin nicht, solange die Zuglok nicht auch die Wagen zustellen soll.


    Im Verbund mit den Bremer Modulen ist es ein Durchgangsbahnhof, und da wird die Zuglok nicht umsetzen müssen sondern weiterfahren, nachdem ein paar Wagen vom Zug abgenommen oder hinzugefügt wurden.


    Wenn ich das richtig verstanden habe, ergibt das zusätzliche Ausgestaltungsstück mit 18 cm Breite zusammen mit Deinen 35 cm breiten Modulen ja die gewünschten 53 cm der Bremer Module. Wenn nun das oberste der drei Gleise das durchgehende Gleis wäre, könnte es doch schon richtig liegen und Du könntest Dir die beiden zusätzlichen Verschwenkungsmodule sparen.


    Gruß,

    Ralf

  • Hallo Ralf,

    im Prinzip hast du recht.

    Meine Gedanken bezüglich der Bremer sind erst einmal meine Eigenen. Sie sind bisher nicht mit den Bremern abgestimmt. Beginnen kann ich meine Bauaktivitäten erst nach einem persönlichen Gespräch mit den Bremern, welches auf dem nächsten Stammtisch erfolgen wird. Erst dann wird das finale Konzept stehen. Das Gebilde könnte durchaus auch am Ende eines Anschlussgleises für zwei Firmen sein. Also ein "Endbahnhof".

    Also zunächst ist meine eigene "Bespaßung" für zu Hause im Blickpunkt. Die Köf ist da die beste, da kleinste Lösung für den Rangierbetrieb, und eine noch anzuschaffende V100 steht als Zuglok für Veranstaltungen im Gedankenspiel. Sie könnte dann auch als Zubringerlok für 2 Wagen herhalten. (Die Zuggarnitur passt auf das linke Gleis vor der Dreiwegweiche).

  • Hallo Uwe,


    was ich mich Frage - wäre es vielleicht möglich auf der linken Seite ( um die Ecke rum ) ein temporäres Möbel ( Klapp-Böcke o.ä. ) via Kurve mit einem Fidleyard (in Modul- / Segmentform ) vorzusehen ?


    Weil ... Du "spielst" ja nicht ständig, damit wäre aber ein viel sinnvollerer Betrieb denkbar.


    Du könntest dann die Linke Einfahrweiche als Rechtsweiche "designen" dann bist Du auch schon halb um die Ecke rum ;)

    Viele Grüße,

    Stefan

  • Hallo Uwe,


    da hab ich mich wohl zwischen den zahlreichen kleinen Anlagenkonzepten verstrickt, und wollte eigentlich in dem Thread schreiben, der auf diesen hier verweist - dann geht das mit der Idee leider nicht.


    Viele Grüße,

    Stefan

  • Sorry,

    aber wie wäre es wenn ihr den Austausch über dieses Thema auf PN Ebene weiterführen würdet. Hier geht es um den Bau des Rangierbahnhofes Oxstedt, und nicht um den Gleisanschluss der Mannesmann Röhrenwerke.

    DANKE.



    Moderation Rainer Frischmann 06.01.2022:

    Beiträge in den Thread Kleinstanlagen - Pläne und Bilder verschoben.

  • Betriebsstelle Oxstedt

    Changed the title of the thread from “Rangierbahnhof Oxstedt” to “Anschlußstelle Oxstedt”.
  • So, nachdem nun alles Gleismaterial vorhanden ist, habe ich es einmal zur Probe zusammengesteckt. Leider ist die Kombination Dreiwegweiche und die daran anschließende Linksweiche 1,03 Meter. Passt also nicht auf mein Metermodul.

    Gestern hatte ich die Idee alle drei Gleise auf einen Gleisabstand von 90 mm zu bringen. Den Gedanken hatte ich fallen gelassen weil das Einkürzen mit der DWW nicht ging. Ich wäre nur auf 105 mm Gleisabstand gekommen. Aber ein Einkürzen der normalen Weichen ist kein Problem.

    Also habe ich kurz ausgerechnet um welche Länge der abzweigende Teil der Linksweiche zu kürzen war, und habe zum Dremel gegriffen...





    Das ging entgegen meinen anfänglichen Bedenken problemlos. Das Ergebnis kann sich sehen lassen. Die Schienenverbindung zwischen den beiden Weichen habe ich schon mal gelötet um späteren Verbindungsproblemen vorzubeugen.





    Oben seht ihr das Ergebnis der Arbeit, das komplette Gleisgebilde. Es ist jetzt genau 1001 mm lang um noch etwas Spielraum zu haben. Nach der endgültigen Montage auf dem Segment wird der eventuelle Überstand abgeschliffen.

  • Und noch etwas:


    Natürlich musste auch die rechte Gegenweiche entsprechend eingekürzt werden was mittlerweile auch geschehen ist. Und wieder erfolgte, dieses mal der finale, Probeaufbau. Er wurde ausführlich durch die Köf II befahren.


    Ein für mich persönlich sehr wichtige Effekt der Weichenkürzungen ist, dass die Gesamtbreite nur noch 250 mm beträgt. Ich kann nun bei mir zu Hause an der Wand noch einmal 50mm einsparen die ich für die Gebäudesegmente bei Modultreffen gewinne.


    Gleichzeitig habe ich den Namen der kleinen Anlage geändert. Mit der weiter oben beschriebenen Erweiterung (Tiefe mit Gebäuden und passende Anschlussmodule für Modultreffen) ist das gesamte Gebilde auch in Hauptstrecken integrierbar, von der aus die beiden Anschlussstellen Landhandel Oxstedt und Landmaschinenhandel Knust bedient werden können.


    Es ist ja definitiv kein Bahnhof, und deshalb heißt das Arrangement nun "Anschlussstelle Oxstedt"


    Hier nun der komplette, allerdings aus Platzgründen um 440 mm gekürzte Probeaufbau (die drei Gleise die daneben liegen).







    Demnächst geht es an den Modul- und Segmentbau.

  • Post by RWN ().

    This post was deleted by the author themselves: >Falsch gelesen< ().

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