Kleine Eck-Anlage auf 4.6 x 1.5 Metern

  • Guten Abend allerseits


    Meine Fahrzeug-Schmierereien zwangen mich heute Nachmittag zu einigem Warten. Also habe ich den digitalen Bleistift hervorgeholt und ein wenig geplant. Eigentlich wollte ich nur ein kleines Skript im neuen Illustrator testen, aber dann hat mich das Illustrier-Fieber wieder einmal gepackt. Herausgekommen ist eine kleine Eck-Anlage, die als Betriebsdiorama oder als vollwertige Anlage funktionieren kann. Gerade für Einsteiger ist interessant, dass die Anlage ausschliesslich aus fertigen Gleisstücken aus dem Lenz-0-Programm besteht - die Bogenweiche macht es möglich!



    Wer den Gleisplan in gaaaaanz gross (2400 px Breite) sehen möchte, klickt hier.


    Der kleine Endbahnhof verfügt über ein Hauptgleis mit Bahnsteig und ein Verkehrsgleis. Zugskreuzungen von Personenzügen sind keine vorgesehen.
    Für den Güterverkehr stehen zwei Gleise zur Verfügung: ein kombiniertes Ladestrassen- und Güterschuppengleis und eine Kombirampe. Damit ist ein Grundstock an Güterverkehr möglich.


    Die Nutzlängen sind nicht berauschend, aber für kurze Nebenbahn-Züge ausreichend:



    Die verwendeten Gleisstücke:




    Nun, da der Basisplan besteht, kann ich auch noch ein wenig weiterplanen - vielleicht ein zusätliches Abstellgleis oder ein Gleisanschluss? Mal sehen, was mir so in den Sinn kommt... ;)

  • Versprochen ist versprochen... hier folgt also noch eine kleine Ergänzung:


    Die doch sehr kurz geratene Ladestrasse im Originalplan überzeugt vermutlich viele nicht. Immerhin ist die Ladestrasse eine der universellsten Umschlagmöglichkeiten auf einem Bahnhof. Wenn dann noch eine Gleiswaage Platz finden soll, dann braucht es ein paar Meter Gleis mehr. Das sieht dann so aus:



    Und in gaaaanz gross wieder hier zu finden.


    Die Nutzlänge des dritten Gleises ist beachtlich:


    Der Vollständigkeit halber noch die "Stückliste":



    Mehr Gleis dürfte die Anlage in dieser Form nicht mehr ertragen. Aber vielleicht gibt es noch interessante Alternativen zur 'banalen' Ladestrasse?

  • Hallo Mark,


    das sieht für mich auch interresant aus :thumbsup:


    Frage,


    wie handhabst Du das mit den "Planen " der Gleisanlage(sorry,bin Neu) kann man Dich zu Rate ziehen,evtl. planen lassen?


    Gruß


    Thomas

  • Hallo Thoralf,


    hast Du die Weichen und Kreuzung des halben Hosenträgers mit einer Herzstückpolarisierung vorgesehen?


    Habe die Weichen und Kreuzung nach einem Miba Vorschlag etwas gekürzt um sie auf die Metermodule zu bekommen und wüßte gern ob sie bei Digital sicherheitshalber polarisiert werden sollten.


    Gruß


    Carsten

  • Hmmmmm,


    ich glaube, die Kreuzung benötigt nicht wirklich eine Polarisierung. Wozu auch, es kreuzen doch keine unterschiedlichen Polaritäten, oder?


    Ich hoffe, dass ich mit meinen Kenntnissen bei dieser Aussage nicht auf dem Holzweg bin??????


    Grundsätzlich werde ich alle Weichen meiner Anlage polarisieren, alleine um nicht irgendwann stehen bleibende Loks zu riskieren.


    Der Hex Frog Juicer gefällt mir ganz gut ...



    Was planst Du denn für einen Bahnhof Carsten? Gibts da mal ein Bild oder Skizze?



    Gruß


    Thoralf

  • mein Vorschlag, am Beginn der Ladestraße noch eine Weiche einbauen und das Gleis Richtung Bachlauf verlegen. Ein Anschlussgleis für einen örtlichen Handel, z. B. Kohle oder Lagerschuppen Raiffeisen. Damit sind die Güterwagen in zwei Richtungen zu rangieren und die Rangierlok muss umsetzen. Noch mehr rangieren erforderlich.




    Viele Grüsse von der Weser


    Hans-Günter

  • Hallo zusammen


    Die technischen Einzelheiten wie die Polarisierung der Herzstücke habe ich mir noch nicht überlegt. Das ist auf dieser Stufe der Planung auch nicht nötig, denn im Prinzip handelt es sich nur um eine Idee. Aber manchmal entwickeln diese Ideen eine Eigendynamik, mal sehen ob sie meine bisherige Planung über den Haufen zu werfen vermag.


    @ Thoralf: dein Plan gefällt mir sehr gut. Gibt es bereits Bilder von der Umsetzung oder ist es auch erst eine Idee?
    @ Hans-Günter: die Idee ist grundsätzlich interessant. Ich bin im Moment daran, drei weitere kleine Ideen skizzenhaft zu zeichnen, dein Vorschlag ist dort bereits berücksichtigt.

  • Hallo in die Runde,


    ich bin gerade in Spur 0 eingestiegen und verplane zur Zeit mein Startset.
    Entstehen soll eine An-der-Wand-entlang-Anlage, zunächst noch ohne landschaftliche Gestaltung,
    da ich hauptsächlich rangieren und fahren will, um auszuprobieren, was in einem Zimmer geht
    oder auch nicht geht.
    Mein Raum misst 2,60 x 3,90; meine Rangierecke wird wohl bald so aussehen, wie in dem Bild zu sehen ist.
    In der anderen Hälfte des Raumes soll so etwas entstehen wie ein kleinerer Durchgangsbahnhof.




    Gruß aus Bielefeld
    Stephan

  • Hallo Mark,


    wenn Du bereits im langen Einfahrbogen 2 rechte Bogenweichen verwendest, ähnlich wie bei Thoralfs (tokiner) Nerlingen, hättest Du noch längere Nutzlängen. Und wenn Du für den Bahnhof Flexgleise im leichten Gegenbogen verlegst, wäre das ganze noch eleganter.

  • Hallo Mark,


    nein, es existiert noch nichts, ausser dem Plan. Aber die Modulkästen sind schon bestellt und kommen hoffentlich bald :-)


    Ich habe schon ganz oft überlegt, den Bahnhof vielleicht noch umzuplanen Aber in letzter Überlegung finde ich ihn immer noch am optimalsten und kome auf diese Version zurück.


    So wird er jetzt auch gebaut.



    Gruß


    Thoralf

  • Als Abschluss der kleinen Gleisplan-Entwicklung möchte ich nun noch drei mögliche Optionen zeigen. Sie zeichnen sich alle dadurch aus, dass ein weiteres Gleis eingeplant wird. Ich habe den Eindruck, dass diese Optionen insgesamt die hier verfügbare Fläche übernutzen.


    Rot: neue Gleise, blau eingefärbt: für diese Option notwendige Flexgleise.


    Option 1




    Option 2




    Option 3


  • Hallo und Guten Morgen Thoralf und Mark


    wenn Ihr bei der Variante 2 z.b an dem vorderen linken Abstellgleis eine Viehverladung einplannt, kann die Rampe zur Viehverladung am Gleis liegen und das Gebaüde am Ende vieleicht sogar vor Kopf und verdeckt somit noch mehr die Einfahrt, falls diese einen engen Radius liegt. der Blick auf die Verladeszene bleibt frei.


    Eine solche Viehverladung habe ich auch eingeplant. Die idee ist aus der Miba Spezial 82, Seite 74


    "ideales Konzept für die Spur 0"


    von Herrn Gerhard Peter


    Der dort abgebildete Bahnhof Berrow ist den hier vorgestellten Gleisplänen sehr ähnlich.


    Aucn bei mir diente Berrow als Vorlage meines Bahnhofsplanes.


    mfg


    Klaus

  • Guten Morgen Thoralf und Klaus


    Die Idee mit der Rampe - insbesondere jene fürs Vieh - finde ich klasse. Ich habe selber nicht daran gedacht, aber da die Verschlagwagen von Lenz nach schönen Verladeszenen lechzen, könnte eure Idee eine sehr passende Möglichkeit sein. :thumbsup:
    Die Tatsache, dass die Möglichkeiten für die Bahnhofsentwicklung auf kleinstem Raum eingeschränkt sind, führt vermutlich immer wieder zu ähnlichen Resultaten. Die MIBA spezial 82 werde ich mir heute Abend in aller Ruhe mal ansehen.

  • Option 3 finde ich als nicht passend in das Gesamtkonzept. Option 2 ist viel besser. Eine Kombination Ladestraße mit Kopframpe wäre auch eine Option und hält das Sichtfeld frei.




    Viele Grüsse von der Weser


    Hans-Günter

  • Hallo Mark,


    ich habe gestern im Thread von "Wasi" ja gemeint, das man Deinen Bahnhof noch etwas aufrüsten kann.
    Heute habe ich dazu frecher weise mal eine Deiner Grafiken missbraucht ;) :



    Ich habe den Bahnhof etwas gedreht, dadurch etwas mehr Nutzlänge erreicht. Allerdings passt der Bogen aus dem Bf. heraus jetzt nicht mehr ganz an die ursprüngliche Segmenttrennstelle - die müßte man also etwas anders gestalten. Wenn Du nicht unbedingt sklavisch am PAN Prinzip hängst und es von der Anlagentiefe her noch verkraftbar wäre, dann könnte man das hintere Gleis links vom Eg mit einem Güterschuppen und links davon mit einem kleineren Landhandelslagerhaus versehen. Dieses Lagerhaus bekommt hin und wieder mal Wagen, aber auch nicht soviel, das das Gleis ständig zugestellt ist. Es ist eben ein kleineres Lager (solche Anordnungen von Gs und Lgh gab es in Süddeutschland durchaus).


    Von diesem Gleis zweigt (erschwerender Maßen) ein privates Anschlußgleis ab, hin zu einer kleineren Fabrik oder einem Betrieb (was auch immer passend erscheint). Dieses Gleis ist nicht in seiner ganzen Länge vom Betrieb belegt, sondern legt einen kurzen Weg hin zu diesen zurück. Es kann also sein das - obwohl Wagen am Lagerhaus stehen - der Fabrikanschluß auch noch bedient werden muß. Und schon hat man als Rangierer ein kleineres Logistikproblem zu lösen, das zu zusätzlichen Rangierbewegungen führen kann. Ähnliches gilt für Wagen die man z.B. zum Gsch zustellen will obwohl das Lgh mit einem Wagen bedient ist. Die Ladestrasse ist schön lang und beinhaltet am Ende eine Kopf-, Seitenrampe auf der auch Vieh verladen werden kann. Der Lokschuppen kann sein, muß aber nicht. Bietet sich dort aber durchaus an um die Kurve des dahinter liegenden Streckengleises ein wenig zu verdecken. Ein Abstellgleis verbleibt auch noch zur freien Nutzung.


    Ich fände (zumindest auf den ersten Blick) das man so einen schönen ländlichen Endbahnhof hätte, der schon ordentlich Betrieb bietet. Nichts außergewöhnliches was man nicht auch schon "irgendwo" anders mal hätte sehen können, aber vielleicht eine Alternative. Was meinst Du?
    Vielleicht kann man den Bahnhof ja noch etwas mehr vom Anlagenhintergrund wegbekommen, wenn man ihn mit einem leichten großzügigen Bogen in Teilbereichen ausstattet.

  • Guten Abend Thomas


    Für eine solche Anregung darfst du dir meine Skizzen jederzeit ausleihen. Vielen herzlichen Dank für den adaptierten Gleisplan!


    Ich finde die Idee ganz grundsätzlich sehr aufschlussreich, da sie ein grosses Problem der anders gerichteten Bahnhofsachse löst. Bei meinem Ursprungsplan sind die Gleise fast gezwungen, mit kleinen bis minimalsten Gleisabständen verlegt zu werden. In deiner Skizze ist da plötzlich Luft zwischen den vordersten beiden Gleisen, und parallel liegen sie auch nur noch da, wo man es dank der Rampe kaum mehr erkennen dürfte. Thorsten (alias DRG) hat mir verdankenswerterweise einige Bilder von Modul-Treffen zur Verfügung gestellt, mit denen er die Gefahr von überladenen Gleisanlagen auf kleiner Fläche dokumentiert hat. Diese Bilder haben mich doch ziemlich ins Grübeln gebracht - dein Vorschlag ist nun eine interessante Gegenmassnahme. Mit dem Drehen der Bahnhofsachse wird die kleine Bühne in vollem Umfang für die Fläche vor den Gebäuden (Eg, Gs und ggf. Lgh) verwendet. Ursprünglich habe ich mir gedacht, mit etwas "Luft" hinter dem Eg könnte man so etwas wie eine Strassen-Atmosphäre hinter den Gebäuden schaffen. Aber der durch die Drehung gewonnene Platz vorne kann letztlich besser zum Schaffen einer Bahn-Stimmung genutzt werden.


    Mit der Verlängerung in der Geraden (vom Gs in Richtung Gla) ist zudem die in Option 1 (Beitrag 12) angedachte betriebliche Erweiterung nun gefällig machbar. Die logistischen Herausforderungen in der Erreichbarkeit sind willkommen, obwohl ich mir auch eine Anbindung über eine Kreuzung vorstellen könnte (analog der Zufahrt zum Lsch, auf den ich dann aber verzichten würde). Bleibt es bei der von dir gezeigten Lösung, erhielte der linke Anlagenteil mit den beiden Gebäuden und dem dazwischen liegenden Weichenkopf eine interessante optische Dichte, während rechts mehr Platz für das Auge ist.


    Ich lasse deine Anregung gerne noch etwas auf mich wirken und versuche sie dann bei Gelegenheit einmal zu illustrieren (als Entspannung zu Beruf und Studium).

  • Hallo Mark,


    Die Pläne haben alle etwas - gefallen mir, sogar ähnlichkeit mit Dorfen, schau mal hier


    Spur 0 in Dorfen


    nur würde ich auf die beiden Weichen vor dem EG verzichten und hier eine Segmentdrehscheibe wie ich es gemacht habe einbauen - Vorteil mehr Nutzlänge des Gleises,
    und rein optisch ein Blickfang, nicht schwer zu bauen und Du sparst Dir das Geld für 2 Weichen, eventl. noch ein drittes Gleis mit anschliessen - kannst dies gesparte Geld
    gleich mit in den VT 98 investieren ;)


    leg Dir mal ein Bild von Dorfen bei



    Noch Viiiieeeeeeellllll Spass am Weiterplanen :P

    Herzliche Grüße aus Bayern


    Andreas

  • Hallo Andreas


    Danke für deinen Hinweis auf die Segment-Drehscheibe. Ich denke, das wäre eine interessante Möglichkeit, noch etwas mehr Nutzlänge aus den Gleisen heraus zu kitzeln. Aber grundsätzlich finde ich die Lösung mit den beiden Weichen wahrscheinlicher. Darum bleibe ich (vorerst) bei dieser Lösung.

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