Fahrzeugalterung mit Kreidestaub

  • Hallo 0 Fans, es kommen ja immer wieder Fragen, wie man Fahrzeuge altert. Heute möchte ich mal berichten, wie ich das mache. Mein Hauptmaterial ist Staub von Pastellkreide, den man im Künstlerbedarf findet. Ich verreibe die Kreide auf einer groben Feile sammle das Pulver auf eine Unterlage und fülle es dann in kleine Behälter. Die Werkzeuge sind Pinsel in mehreren Größen, ein abgelegter Schminkpinsel der Ehefrau, Wattestäbchen und eine alte Zahnbürste, damit man die Feile wieder sauber kriegt. Eigentlich eignen sich alle Farbtöne zur Patinierung von Eisenbahnfahrzeugen. In erster Linie natürlich schwarz, um den Plastikglanz weg zu bekommen und hellgrau um kalkspuren an Dampfloks zu erstellen. Dann natürlich braun, für den Fahrwerksbereich von Wagen. Den Rest kann man je nach Verschmutzungsgrad von Loks oder Wagen einsetzen. Bei der Arbeit mit dem Pastellkreidestaub, ist es ratsam, Einweghandschuhe und alte Kleidung zu tragen.


    Vor der Alterung


    Überflüssiges Pulver wird mit dem Pinsel wieder entfernt.


    So sollte es dann aussehen.


    Hier einige Beispiele.





    Weiter im nächsten Teil

  • Diesen Wagen habe ich zusätzlich mit Revellfarben behandelt.


    Hier kam nur Kreidestaub zur Anwendung.


    Bei Loks ist es natürlich ganz wichtig, den Plastikglanz zu verdecken.




    Ich bin mit dieser Art der Alterung sehr zufrieden und Anfänger können sich erstmal vorsichtig rantasten und dann entscheiden, wie weit man mit der Alterung gehen will. Wenn man mal einen Fingerabdruck bei der Pflege und Wartung auf einem Fahrzeug hinterlassen hat, ist es auch kein Problem. Einfach mit dem Pinsel drüber und die Sache ist erledigt.

    Ich hoffe, ich konnte allen, die sich bis jetzt nicht getraut haben, ein Fahrzeug zu altern, eine kleine Hilfe geben, es doch mal zu versuchen.

    Viel Spaß und Guten Rutsch wünsch Micha :)

  • Hallo zusammen,


    Kreidepulver oder andere Pulver-Pigmente lassen sich mit Klarlack fixieren. Dabei wird der vorher erzielte Effekt wieder geschwächt. Man sollte seine Pigmente also kennen. Sind die Pulver eher fettig wie z.B. die Pigmente von MIG haften sie vorher schon sehr gut. Extremes Beispiel sind die Pigmente von Pan Pastel. Kreidepulver ist genau das Gegenteil und staubtrocken. Man kann die Haftung auch durch eine vorherige Lackierung mit mattem Klarlack unterstützen.


    Auf jeden Fall sollte man seine Farben gut kennen um keine Überraschungen zu erleben. Kennt man sie sehr gut, kann man mit den unterschiedlichen Eigenschaften spielen.

  • Hallo Micha,

    ich habe auch schon oft über die Anwendung dieser Pastellkreide gelesen, mich aber nicht getraut. Jetzt werde ich es an einem matt lackierten Schrottoberteil mal ausprobieren. Ich bilde mir ein, dass der Kreidestaub auf matten Oberflächen besser haftet. Das ist aber alles nur angelesenes Wissen <X Danke fürs Zeigen und die Anregung.

    Viele Grüße aus dem Norden

    Manfred

    Dieser Beitrag besteht aus zu 100 % recycelten Elektronen!

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