Ladegüter - selbst gebaut

  • Guten Abend Gerd,


    Die Juweela Briketts habe ich schlicht mit ziemlich dicker seidenmattem schwarzer Farbe von Model Masters verklebt. Prinzipiell taugt jeder seidenmatter schwarze Farbe, halt sie muss ein wenig mehr Konsistenz als herkömmlichen Modellbaufarbe aufweisen, damit sie nicht all zu schnell trocknet, somit man eine größere Fläche einstreichen kann, worin die Briketts dann gestapelt werden.


    Gruß,


    Jacques

  • Hallo Thomas,


    die Beladung sieht super Gut aus. Keine Frage! :thumbsup:


    Was ich mich jetzt aber gerade Frage, ohne Thomas´s Arbeit in Frage zu stellen, wie Stappelt man(n) sowas?


    Hat jemand die Lösung für das Rätzel, meine Frage?

  • Hallo Jürgen,

    die Beladung sieht super Gut aus. Keine Frage! :thumbsup:

    Danke!

    Was ich mich jetzt aber gerade Frage, ohne Thomas´s Arbeit in Frage zu stellen, wie Stappelt man(n) sowas?

    Gute Frage! Ich dachte etwa so wie auf diesem Bild ... will nicht direkt verlinken, man weiß ja nie!
    Von wegen: "Früher war alles besser!"


    Ich hatte irgendwo ein Foto vom Vorbild, auf dem Bretter per Hand verladen werden, aber ich finde es nicht wieder ;(


    Gruß
    Thomas

  • Hallo,


    alter Beitrag, aber immer noch aktuelles Thema!


    Da ich wegen des bevorstehenden Umzugs nicht viel am Anlagenbau tue, bastel ich halt ein bisschen an anderen Sachen.
    Neulich fiel mir ein einfacher Bausatz von Addie in die Hände, genau das richtige für ein Feierabend-Bastelei! Aber wie das so ist, es zieht sich....... eins kommt zum anderen!


    Die Schritte sind einfach nachvollziehbar, aber seht selbst... erst der Zusammenbau:



    Dann lackieren und altern:


    Dann noch ein bisschen granieren...


    Anschließend die Ladungssicherung für den Flachwagen bauen... diese entstand aus 3 x 3 mm-Kieferleisten:



    Beim der ersten Probe stellen auf dem Wagen fiel auf, dass die patinierten Kisten nicht zum sauberen Wagen passten..


    Also muss man etwas nacharbeiten... erst abkleben, dann mit Revellfaren behandeln, nass in nass:



    Der Bretterboden erhält auch noch einen Überzug mit Tusche...


    Den Rest verdünnter Tusche habe ich den seitlichen Brettern des Wagens spendiert... das Fahrwerk kommt später dran...



    Hat doch etwas länger gedauert, hat aber sehr viel Spaß gemacht! Muss man eigentlich auch eine seitliche Sicherung einbauen?


    Gruß
    Thomas

  • Hallo Thomas,


    zu Deinen gut gemachten Bretterstapeln im Beitrag 83 muß ich einen Einwand bringen. Üblicherweise werden Bretter zu Bündeln zusammen gebunden und ohne Stapelhölzer verladen. Lediglich zwischen den Bündeln werden Stapelhölzer eingelegt, um das Be- und Entladen zu erleichtern. Bei Deiner Fuhre würde der Fahrtwind die Bretter aus dem Wagen wehen. Also: Sichere sie noch mit Gurten.


    Mit freundlichen Grüßen
    Roland

  • Auch wenn dieser Artikel, den ich heute gefunden habe, schon etwas "veraltet" ist finde ich den sehr interessant und habe diesen gleich in meine Bookmark-Sammlung aufgenommen.


    Schade nur das einige wohl ihre Bilder auf externen Servern hosten und diese nun nicht mehr angezeigt werden.


    Jan

  • Mein Großonkel war Sägewerkbesitzer und ich durfte die ersten 2 Monate zum Start meines Arbeitslebens in diesem Werk verbringen ehe ich meinen Lehrberuf auszuüben begann.

    Sägerauhe Bretter werden IMMER mit Zwischenleisten(-brettchen), vor allen unter freiem Himmel, gestapelt weil es notwendig ist wegen der natürlichen Holzfeuchte eine Luftzirkulation zu ermöglichen. Wie in Beitrag 83 zu sehen. Und durch diese kleinen Spalten trocknet das Holz aus. Diese Zwischenholzleistchen fallen im Regelfall beim "Schwarten" an. Das ist das Abfallholz beim Besäumen der Bretter um die Rinden zu entfernen. Im Modell wären richtigerweise Furnierstreifen, mit 0,5 mm Dicke aber auch schon grenzwertig dick, als Zwischenhölzer zu verwenden.

    Werden Bretter ohne Zwischenhölzer verladen, gelagert oder sonstwas ist das Holz binnen kürzester Zeit - natürlich aus der Sicht des kostenbewusten (!) Handels aus unerklärlichen Gründen - innen grün verschimmelt. Das ist auf der Oberfläche des Holzes nicht unbedingt zu sehen. Gilt natürlich nur wenn es einige Zeit nicht verkauft wird, aber die Zeitspanne ist nicht sehr lange.

    #Rollo Das Bündlen von Bretterstapeln ist schon richtig, aber ohne Zwischenleisten grundfalsch und Billigsdorfermäßig gemacht. Und zwischen die gebündelten Bretterstapel kommen dann als Zwischenhölzer 5/8er Staffeln. Richtig geraten, wegen dem Luftaustausch.


    lg Franz

  • Hallo,


    gerade gesucht und gefunden - leider nur aus der Neuzeit, vielleicht gibt es auch noch etwas Älteres.


    LG

    Günter

  • In einem anderen Posting wurde beschrieben, wie man gebündelte Weihnachtsbäume als Ladegut erstellen kann.


    Ich finde diese sollte, zumindest als Link in dieser Liste der Vorstellungen nunerwähnt bleiben.


    RE: Unsere Anlagen-Revue von 2014 ... könnte es eine Revue Nr. 2 geben?


    Sollte zumindest als Querverweis nicht fehlen das Thema der Zuckerrüben - siehe RE: Rüben für die LENZ RÜBENKAMPAGNE zusätzlich kaufen Eo 013 - mit Ladeguteinsatz und Rüben


    Gruß Jan

  • Ich habe eine Ausbildung für Ladungssicherung (Vortragender) und gleich im 1. pdf (Teil C) ist bei dem Keilen die Nagelung falsch dargestellt. Ein Keil muß mindestens 35 Grad oder steiler sein, die Ladung darf die Ladefläche nicht berühren und der Keil ist mit mindestens einem Zugnagel - der ist im rechten Winkel zur schrägen Keilfläche und mindestens einem Stoppnagel - der ist im rechten Winkel zur Ladefläche - auf dem Holzboden des Wagens festgenagelt sein.

    Und bitte keine Hinweise das das möglicherweise eine offizielle Seite ist, diese Darstellung entspricht nicht der gültigen Norm. Und auch die LaSi Norm ist für ein Produkt falsch aber für den Verlader rechtlich ohne Folgen wenn er die Vorschrift einhält. Ladungssicherung ist eine technische Norm die in Rechtsform gegossen ist.

    Grundsätzlich ist der Formschluß bei der Ladungssicherung anzustreben. Das letzte Bild im Posting #88 ist eine formschlüssig gesicherte Ladung wo die Sicherungskraft flächig in die Stirnwände eingeleitet wird. Ohne die Querhölzer bei der Ladung und den Stirnwänden wäre die Belastung nur punktuell und nicht ausreichend. Auch die Mitte zwischen den Ladungsteilen ist vorbildlich dargestellt.

    Der wesentliche Unterschied Schiene/Straße bei der Ladungssicherung sind auf der Straße die Brems- und Fliehkräfte und auf der Schiene die Rangierstöße.

  • Freunde des Transportwesens...


    Wir sind uns in einem Punkt alle einig: Güter gehören auf die Bahn!!!


    Ich fahre meine Stämme aus Altenau ganz unkonventionell ab:


    39935396zs.jpeg


    Steht unter einem Bild im Buche „Mit der Eisenbahn in den Oberharz“ von Ulrich Herz und Werner Martsch auf Seite 67 geschrieben:

    „Im Gegensatz zu heute wurde es mit der Ladungssicherung noch nicht so ernst genommen - das Holz ist weder mit einer Kette noch mit einem Spanngurt nach oben hin abgesichert (20. Oktober 1973)“ Zitat Ende... und genauso halte ich es in meinem Hobby, da ist noch kein Preiserlein zu Schaden gekommen :D


    Gruß

    Hans
    der Altenauer


    - unterwegs im schönsten Mittelgebirge Deutschlands - sowohl Regelspur als auch auf der Meterspur... ;) -

  • Hallo Roland, sichern mit Gurten geht nicht, die gab es in der Ep.III noch gar nicht. Die Wagen, ob Güterwagen oder LKW hatten zu der Zeit auch noch keine Möglichkeit die Gurte irgendwo ein zu hängen. Ladungssicherung wurde erst in den 90er jahren zu einem Thema. Bis dahin wurden Ladungen mit Draht oder Seilen gesichert. Ich wäre froh gewesen, als Lkw Fahrer,wenn ich in den 70ern schon Spanngurte zur Ladungssicherung gehabt hätte.

    Gruß Micha:(

  • Tja Micha, das siehst DU so,


    in den letzten 8 Jahren als Versandleiter unseres 13000qm Außenlagers musste ich immer wieder feststellen, dass bei gut 10 von durchschnittlich 30 Transporten täglich die Fahrer die Prozedur der Ladungssicherung aus Zeitgründen lieber hätten sein lassen... Aber ohne haben wir keinen vom Hof gelassen. Das war noch bis vor 15/16 Jahren anders!


    Gruß

    Hans
    der Altenauer


    - unterwegs im schönsten Mittelgebirge Deutschlands - sowohl Regelspur als auch auf der Meterspur... ;) -

  • Das Problem für die Ladungssicherung sind die Bremsleistungen der neuen Technik welche heute schon fast 1g erreichen. In der Epoche 3 war auf der Straße eine Verzögerung vom 5m/s² schon ein Spitzenwert. Bei dem hat sich aber die Ladung nicht bewegt. Und das höhere Tempo. Bei 40 km/h bewegt sich die Ladung auch bei 8,5 m/s² Verzögerung nur ganz wenige Zentimeter.

    Leider sind mir die Verzögerungswerte auf der Schiene nicht bekannt.


    Ich finde das Micha mit seiner Darstellung sehr authentisch ist.


    lg Franz

  • Hallo Franz,


    auf der Schiene in Längsrichtung beim Bremsen 1,2 m/s2, quer 1 m/s2, als quasistatische Werte, in Querrichtung kann es dynamisch etwa das zweifache sein.

    Auflaufstoß dauerfest mit 5 m/s2.


    Grüße

    H3x

    Im Bau: Papierfabrik Koslar an der Jülicher Kreisbahn und Module nach Fremo-Norm.


    Mein Spur 0 Blog: 1durch45.de

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