Ladegüter - selbst gebaut

  • Hallo Frank


    Wie gewohnt ein sehr Interessanter Bericht von dir. 8o


    Was ich aber besonders gut finde, das du uns auch deine Rückschläge nicht vorenthältst.


    Darf ich fragen warum du dir die Mühe mit den Zurösen gemacht hast, die kann man doch gar nicht mehr sehen. ;)


    Ansonsten muss ich sagen gefällt mir deine Arbeit sehr gut, der Wagen sieht sehr realistisch aus. :thumbsup:

    Wünsche immer Spaß beim basteln :thumbup:



    Gruß Frank

  • Hallo Frank,


    wieder eine sehr schöne Ladung, Kompliment! Abschreckend nur der finanzielle Aufwand, ich habe 57 sichtbare Ballen im Hochbordwagen gezählt, macht 19 Päckchen von Paulo à 4,95 €... puh!
    Daher scheint der Weg des Selberbauens der richtige (für mich)...

    Der nächste Schritt war das Wälzen der Styro-Blöcke in eingefärbten Ponal und bestreuen mit der Heumischung.

    Jetzt mal ne Frage (zugegeben: vom Theoretiker!):
    wäre es nicht möglich, die Ballen mit Ponal zu bestreichen und dann in der Heumischung zu wälzen? Vorher das Ganze auf einen Spieß gesteckt... Wäre vll. nicht ganz so eine Sauerei... das muss doch gehen!?


    Außerdem würde ich (im 1. Anlauf!) auch keine einzelnen Ballen schneiden, sondern nur Kerbe in das Styrodur machen, um die Ballen anzudeuten. Dann sind die Stücke nicht ganz so fummelig... Wie gesagt, es spricht der Theoretiker! Es käme auf einen Versuch an, es ist schon eine kleine Herausforderung!


    Gruß
    Thomas

  • Hallo Frank, hallo Thomas,


    zu Frank:


    Du hast recht, die sieht man nicht mehr. Ich habe es aber deutlich leichter eine Verspannung hinzukriegen. Ich wollte einfach nicht "umwickeln".


    zu Thomas:


    Ja, das mit den Kosten ist schon happig. Ich hatte die gleiche Vorgehensweise in einer Vorprobe. Einen Block Styro und Kerben schneiden. Dies konnte mich nicht überzeugen, da die einzelnen Ballen dann kaum noch sichtbar waren.


    Die einzelnen Ballen in Ponal wälzen, das hat bei mir zu der Sauerei geführt, da hier mehrere Gänge notwendig sind um ein befriedigendes Ergebnis zu erzielen. Die Variante, daraus Schaschlik zumachen, habe ich nicht ausprobiert. Da hatte ich schon einen dicken Hals.


    Du hast recht, jeder muss seinen Weg suchen. Übrigens, die Heki-Mischung macht im Original (noch besser als das Foto) einen sehr natürlichen Eindruck.


    Viele Gruesse


    Frank

    "Teppichbahn in Augenhöhe",


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  • Tankbehälter Transport


    Hallo zusammen,


    für unsere Güterwagen bieten sich zahlreiche Möglichkeiten der Beladung an. Die Beschäftigung mit der Moba gestattet es jedem, nach seiner Facon selig zu werden. Von einem kompletten Selbstbau des Ladegutes in allen Variationen bis hin zur Verladung von Fahrzeugen und bereits fertig gekauftem Ladegut ist alles möglich. Bei allem Eifer sollte aber nicht außer Acht gelassen werden, dass natürlich auch unbeladene Wagen üblich waren.


    In den letzten Jahren haben sich fertig zu erwerbende Ladegüter sehr weiterentwickelt. Beispiele sind auf er Webseite unseres Forumfreundes Manuel „Modellbahn Engl“ sowie „Ladegüter Bauer“ zu betrachten. (Die Aufzählung ist natürlich nicht vollständig). Stefan zeigt auf der SNM-Seite z.B. die Drahtrollen von Manuel. Ich konnte in Buseck hieran nicht ohne Kauf vorübergehen. Sie werden mal einen R 20 zieren. Diese Entwicklung wird natürlich auch von all denen begrüßt, die entweder keine Ladegüter selber bauen wollen oder aus Zeitmangel dies immer wieder zurückstellen.


    Ich möchte hier einmal meine Verladung eines gekauften Tankbehälters von „Ladegüter Bauer“ zeigen. Dies war ein überschaubarer Zeitaufwand, man könnte auch sagen eine Wochenendbastelei. Hierbei nutze ich auch die Gelegenheit, eventuelle neue Ideen zu probieren.


    Darum geht es …..



    Aber so nicht.....




    Meine Rahmenbedingungen:




    • wechselbarer Einsatz

    • Einsatz für Lenz X 05

    • Aufbau auf einem Einlegeboden von Zapf Modellbau

    • Verwendung eines vorhandenen Tankbehälter von Ladegüter Bauer

    • Keine Beschädigung des Wagens


    Doch nun der Reihe nach.


    Werkzeug und Material:




    • Tischkreissäge zum Schneiden der Leisten (geht auch mit einer Feinsäge)

    • Pinzette

    • Kleiner Seitenschneider

    • Cuttermesser

    • Klöbchen mit Bohrer 0,8

    • Feile

    • Kleine Zange mit runden Backen

    • Ponal Express

    • Kettelstifte aus dem Bastelbedarf von Rayher

    • Prismenstifte aus dem Bastelbedarf von Rayher

    • Sekundenkleber zur Fixierung der Befestigung Pattex lösungsmittelfrei

    • Gummifaden für die Ladungssicherung (Gütermann)

    • Federn 10 mm Märklin

    • Schrumpfschlauch


    Zuerst erhält der Tankbehälter 2 Zurrösen von Petau. Diese wurden brüniert. Bei Gebrauch der Brünierungsflüssigkeit bitte unbedingt die Anweisung beachten!



    Danach kann der Einlegeboden nach eigenem Geschmack gealtert werden. Anschließend können die Leisten auf die angegebenen Maße geschnitten werden. Ich habe hierfür als Basis wieder Fleischspiesse genommen.


    Nach dem Abbinden des Klebers erfolgt eine abschließende Stellprobe.




    Im nächsten Schritt habe ich die Zurrösen (Kettelstifte) der Ladungssicherung gesetzt. Mit einem 0,8 mm Bohrer im Klöbchen vorbohren, Kettelstift einführen und auf der Rückseite knapp abkneifen. Anschliessend mit Kleber fixieren.



    In gleicher Art und Weise erfolgt das Setzen der Nagelung. Hierfür habe ich die Prismenstifte benutzt.Nun geht es an die Erstellung der Ladungssicherung. Ich habe mich für eine Sicherung in V-Form an Front und Heck, sowie eine 3-fache Quersicherung entschieden.


    PS: Der Lademeister der Fa. LOOS ist ein alter Hase und sehr vorsichtiger Mann. Zu weniger konnte ich ihn nicht überreden. ;) ;) ;)



    Ich habe zuerst die Querbindungen erstellt. Gütermann Gummifaden, ummantelt mit Schrumpfschlauch in blauer Grundfarbe, wird jeweils mit 2 gegenüberliegenden Zurrösen verspannt. Knoten mit einem winzigen Tropfen Kleber sichern ( mit Nadel ).




    Anschliessend erfolgt die Sicherung von Front und Heck.


    Im Vorgriff auf eine künftige Kettensicherung bei einem SSy 45 habe ich hier jeweils eine 10 mm Feder eingefügt und mit Schrumpfschlauch kaschiert. Dies ist zwar eine Fummerlei, das Ergebnis hat mich jedoch zufriedengestellt.



    Den blauen Schrumpfschlauch habe ich mit flüssigem Verwitterungsmittel –stark verdünnt- behandelt. Leider geben die Bilder das leichte Durchscheinen des blauen Grundtones nicht ausreichend wieder. :(


    Nun noch den Einsatz auf den X 05. Fertig, die Köf kann den Tank anliefern.




    Wer auf den Geschmack gekommen ist… toi, toi, toi!


    Viele Gruesse


    Frank

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  • Der Circus kommt in meine Stadt …… Teil 3 und Abschluß


    Hallo zusammen,


    heute steht die Verladung der Bully und eines Radladers des Circus Krone auf der Agenda. Kurt hat die Aufgabe, die beiden noch verbliebenen Fahrzeuge auf den bereitgestellten R 20 zu fahren und dort zu sichern.


    Schon ist auf dem Gelände eine Stimme lautstark zu vernehmen: „Kurt, es wird nicht fürs Nichtstun bezahlt! Hier kommt der R20 an die Rampe. Bring zuerst den Bully!“


    „Alles klar Chef!“



    Doch nun der Reihe nach:


    Nach den obligatorischen Stellproben habe ich mich für einen R 20 ohne Rungenbestückung entschieden.


    Erforderliches Werkzeug und Material:



    • Tischkreissäge zum Ablängen der Balkensicherung (geht auch mit einer Feinsäge)
    • Pinzette
    • Kleiner Seitenschneider
    • Cuttermesser
    • Klöbchen mit Bohrer 0,8
    • Feile
    • Kleine Zange mit runden Backen
    • Ponal Express
    • Wagenboden R 20 von Zapf Modellbau
    • Befestigungsketten von Zapf Modellbau
    • Brünierungsmittel
    • Kettelstifte aus dem Bastelbedarf von Rayher
    • Prismenstifte aus dem Bastelbedarf von Rayher
    • Fleischspiesse
    • Alterungsmittel flüssig von Modelmates
    • Sekundenkleber zur Fixierung der Befestigung Pattex lösungsmittelfrei


    Der Wagenboden wurde mit ModelMates behandelt und die ersten Ladungssicherungen aufgeklebt. Hierbei erfolgt immer zwischendurch eine Passprobe.


    Bitte die Abbindezeit beachten, der gelförmige Sekundenkleber benötigt nach meinen Erfahrungen etwas länger!




    Der Radlader muß zur Aufnahme der Kettensicherung noch entsprechend vorbereitet werden. Das Heck erhält einen passenden Holzeinsatz. Nach Verklebung mit Sekundenkleber –Gel- und Bemalung dunkelgrau kann die Zurröse mit den eingehängten brünierten Ketten befestigt werden.


    An der Frontseite habe ich mit 0,8 mm Bohrer eine Aufnahme für die Zurrösen hergestellt. Danach wurden die brünierten Ketten eingehängt und die Zurrösen befestigt.



    Nach Anbringung der noch fehlenden Ladungssicherungen können die entsprechenden Löcher für die Nagelung und Zurrösen gebohrt werden. Danach erfolgt die Vernagelung und farbliche Anpassung.


    Als Nagelung habe ich auch dieses Mal Antik-Prismenstifte von Rayher verarbeitet. Diese werden mit etwas Kleber benetzt und in die Bohrlöcher eingeführt.


    Bei den Zurrösen erfolgt die Fixierung mit Sekundenkleber erst mit eingehängten Ketten. Hier bekommt man eine gewisse Spannung automatisch.



    „Alles OK Kurt! Komm runter und fahr den Frontlader auf die Rampe“


    „Grummel, :cursing: :cursing: immer diese Hetze“



    „Zufrieden Chef? Alles gesichert!“ :thumbup:





    Wer auf den Geschmack gekommen ist… toi, toi, toi!


    Viele Gruesse


    Frank



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  • Hallo zusammen,


    nun ist der BTs 30 mit den offenen Mittelcontainern auch auf meiner Anlage angekommen. Da der örtliche Kohlenhändler und der Bauunternehmer schon länger drängeln, musste ich mich kurzfristig der Sache annehmen.




    Pflichtenheft:


    1. Wechselladungen


    2. Gemischte Ladungen ( 2 x Briketts und 1 x Ziegelsteine )


    3. Erhöhung des Gesamtgewichtes des Fahrzeuges 155 g



    Material + Werkzeug:


    1. PVC grau 3 mm dick


    2. PVC schwarz 3 mm dick


    3. Ponal / Spülmittel


    4. UHU Kraft Transparent


    5. 2 Beutel Briketts 6 von KoTol


    6. 1 Beutel Ziegelsteine von KTD-HHB


    7. 1 Bogen Laminier Folie oder ähnliches


    8. 3 Verbinder aus dem Baumarkt


    9. Pinzette


    10. Dosierspritze


    11. Tischkreissäge oder Cutter incl. Stahllineal


    Auf geht’s….



    Pro Container wird ein Inlett hergestellt. Dieses sorgt auch für zusätzliches Gewicht. Üblich ist nach meinen Beobachtungen ein Styrodurkern. Ich habe mich für die PVC-Platten entschieden. Die obere Platte besteht aus schwarzem PVC und dient als Unterlage für die erste Schicht Briketts. 33 g zusätzliches Gewicht bringt der Verbinder.




    Pflichtenheft Punkt 3 erfüllt! Der Wagen bringt nun insgesamt 320 g auf die Waage. Die Landung ist zu vernachlässigen. Wem das Gewicht zu hoch erscheint, kann statt der PCV-Platten Dämmmaterial für Laminatfußböden aus dem Baumarkt verwenden.


    Die einzelnen Platten werden mit UHU Kraft zusammengeklebt und ergeben einen 28 mm starken Block.




    Nun kann die erste Schicht Briketts mit Uhu Kraft Transparent auf die schwarze PVC-Platte geklebt werden. Die weiteren Aufschüttungen werden dann mit einem Ponal-Gemisch fixiert.




    Nach dem Durchtrocknen können die Blöcke in die Container eingesetzt werden. Zum Schutz der Container habe ich Laminier-Folie passend geschnitten.




    Ich habe einen Block innerhalb des Containers und einen Block ausserhalb des Containers aufgebaut. Beides funktioniert gut, wenn man eine gewisse Vorsicht walten lässt.


    Beim Aufbau innerhalb des Containers hat mich ein kleines Missgeschick ereilt. Meine Dosierspritze hatte Ladehemmung und mein Daumen entwickelte zu viel Druck. Nun konnte ich auch gleich noch die Dichtigkeit des Containers prüfen. :cursing:


    Ergebnis:


    Er ist nicht dicht! Also Container und Ladeeinsatz in die Badeabteilung und dann auf ein Neues.


    Wenn die Brikettladungen durchtrocknen können wir uns den Ziegelsteinen widmen.



    Fertig. Die Container können aufgeladen werden.



    Die Köf bringt die lang erwarteten Bestellungen.



    Was ist noch geplant:


    Ich habe mich bislang noch nicht an die Verschmutzung meines rollenden Materials gewagt. Im Forum sind tolle Ergebnisse zu bewundern. Ich habe mich noch nicht entschieden, ob ich selbst Hand anlegen soll oder mir die Unterstützung der Experten sichere. Mal sehen, der Winter kommt!


    Viele Grüsse


    Frank








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  • Hallo zusammen,


    die ersten Nebelschwaden ziehen früh morgens durchs Land und so langsam kündigt sich der Herbst an.
    Für mich eigentlich die schönste Jahreszeit, reich an Farben und Stimmungen.


    Herbstzeit ist auch Rübenzeit! Da diese Feldfrucht ja früher hauptsächlich mit der Bahn transportiert wurde, juckt es mich schon lange, eine solche Ladung möglichst authentisch nachzustellen.
    Also, erster Schritt: Internetrecherche, wie sehen die Dinger doch gleich wieder aus? eigentlich hat man sie ja schon unzählige mal gesehen, aber eine schöne Vorlage kann nicht schaden!
    Auch das eigene Archiv wurde noch durchgeforstet und das soll nun die Vorlage sein:




    Nun wurde die Holzreste-Kiste nach verwertbarem durchsucht. Da als erstes der BRAWA-Om "beladen" werden sollte, habe ich mich für einen Massiven Unterbau entschieden, um dem Wagen gleich noch das nötige Gewicht mitzugeben. Aus einer Auflage aus Styropor wurden die groben Konturen der Ladung erstellt. Interessanterweise sind Rüben immer recht gleichmäßig auf dem Wagen verteilt. Auch ist die Ladungshöhe immer recht ordentlich, da das Gewicht hier nur eine untergeordnete Rolle spielt.




    Ein erster grauer Anstrich als Grundierung für die weiteren Schritte:




    Dann folgt ein "Leim-Lehm-Grund" in dem die "Rüben" eingestreut werden:




    Wie man sieht, ist auch noch ein zweiter Rohling für den Lenz-Om12 entstanden.
    Nun kommt aber die alles entscheidende Frage:


    Was soll als Zuckerrübe hergenommen werden???

    Ganz klar, es muss irgendein Getreide werden! Also flugs den Rechner angeschmissen und geschaut ....... Nix is, da schaut irgendwie gleich gar nix brauchbar aus!
    Derweil sitzt meine Frau neben mir und isst schöne, große, grüne Weintrauben. Und dann kommt die entscheidende Idee von ihr: Weintraubenkerne müssen es sein!!
    Weintraubenkerne, naja, die Optik ist wirklich verblüffend ähnlich. Aber woher bekommen??
    Nachdem der Rechner ja noch lief, kurz ins Suchfeld "getrocknete Weintraubenkerne" eingegeben und siehe da eine ewig lange Liste baut sich auf!
    Wenige Tage später traf das erste Pfund der begehrten Ware ein:




    Ich muss sagen, Form und Größe überzeugen schon sehr! Also, gleich mal den Rohling damit bestückt:




    Schaut schon ganz gut aus. Jetzt fehlt noch die Wurzel- und Grünzeug-Nachbildung. Dazu wurde der Fundus an Streumaterial geplündert:




    Nun noch das Ganze mit Wasser-Odol-Gemisch durchfeuchtet, damit der Leim schön hochzieht:






    Der Einsatz des Streumaterials bedarf noch der Optimierung. Weniger ist wohl mal wieder mehr und die einzelnen Fasern müssen noch kürzer werden!
    Aber, der erste große Schritt zur authentischen Rübenladung ist getan und ein erster Probeeinsatz im Fahrbetrieb bestätigt die insgesamt gute Wirkung:




    Nun muss noch die farbliche Gestaltung vorgenommen werden. Dies wird im zweiten Teil des Betrages vorgestellt werden.
    Die Arbeiten dazu laufen schon auf Hochtouren ....... :D

    Gruß Thomas


    " Damit das Mögliche entsteht,muss immer wieder das Unmögliche versucht werden" Hermann Hesse

    Edited 2 times, last by Staudenfan: ....doppeltes Bild raus ().

  • Hallo zusammen,


    inspiriert wurde ich von einem Artikel unseres Modellbaukollegen Ludo Huybrechts im Forum ARGE Spur 0. Dort wurde die Verladung von Kabinen auf einen Flachwagen Rmms gezeigt.


    Für meine Belange wollte ich dieses Thema auf einem Lenz R 20 umsetzten, zumal ein noch nicht ausgepackter MB L911 incl. 3 Fahrzeugkabinen von Premium Classixxs auf einen Einsatz wartete. Nach ersten Testversuchen habe ich mir kurzerhand ein zweites Modell für „kleines Geld“ besorgt. Damit war die benötigte Anzahl an Kabinen vorhanden.




    Was wird benötigt:


    · Eine Tischkreissäge z.B. Proxxon ist sehr hilfreich.


    · Fleischspiesse Maße 4 x 3 mm (Real, Marktkauf, Kaufland etc.)


    · Uhu Alleskleber Kraft Transparent


    · Pinzette


    · Halteklammern für die Klebephase


    · PVC Platte (ich nehme sie gerne als Konstruktionshilfe)


    · Zapf-Boden für den R 20


    · Führerhäuser (nach Geschmack)



    Das gesamte Gestell wurde aus Fleischspiesse hergestellt.




    Die erste Probeverladung zeigt, dass die Ladung fest aufliegt.




    Die Konstruktionsplatte lag während der Bauphase statt des Zapf-Bodens auf dem R 20.


    Bei Bedarf können nach Trennung (siehe Foto) die Führerhäuser auch einzeln oder zu zweit etc. verladen werden. So ist auch eine Verladung auf einem X05 oder SSy 45 möglich.



    Nun nimmt schon alles Gestalt an.




    Fertig.


    Wer mag, kann die Lackierung der Führerhäuser entfernen und stattdessen nur mit einer grauen Grundierung versehen. Ich habe den Weg nicht verfolgt, da mir ein Airbrush incl. der Spritzkabine fehlt.


    Mein rollendes Material ist noch nicht gealtert worden. Ich habe für mich noch keine Entscheidung getroffen zwischen Selbermachen oder einen Profi ranlassen.


    Viel Spass bei einer evtl. Umsetzung.




    Frank

    "Teppichbahn in Augenhöhe",


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  • Hallo zusammen,


    nach rund 18 Monaten Leerfahrten habe ich nun auch dem Lenz Verschlagwagen V 23 eine passende Ladung verschafft. Nach dem Durchforsten der Bestände habe ich mich für Schafe entschieden.


    Folgende Materialien und Werkzeuge:


    · Tischkreissäge ( kleine Feinsäge reicht auch )


    · Pinzette


    · Uhu Kraft transparent


    · Uhu Sekundenkleber Supergel


    · PAULO Vorsatzgitter für Lenz


    · Zapf Ladeboden für Lenz G 19 (passt auch für V 23)


    · Heki Fasern Herbst


    · Preiser Schäferei No. 65325


    · Schraubenzieher (Klinge bitte magnetisieren)


    Vorgehen:


    Die winzigen Befestigungsschräubchen ( 4 Stück ) am Boden vorsichtig herausdrehen. Es bietet sich an, vorher die Klinge zu magnetisieren. Das Oberteil kann nun anstandslos abgenommen werden.


    Die 1. Etage sitzt auf den 4 Befestigungszapfen und ist herausnehmbar.


    Aber: Vorher müssen die Verschlagtüren entfernt werden, da die Führungen in der Bodennut des Etagenbodens Halt finden.




    Offensichtlich war meine Arbeit nicht feinfühlig genug, da sich hierbei eine Führung der Verschlagtür verabschiedete. Ich habe daraufhin umdisponiert und den Boden der 2. Etage im Aufbau gelassen. Die Schafe müssen nun halt direkt durch die Öffnung zusammen mit einem Bodenteil „einsteigen“. Eine Probe hat mich bei dieser Vorgehensweise bestärkt.


    Der Untergrund für die „Parterre“ bildet ein Ladeboden von Zapf für den G 19. Passt deckungsgleich.



    Die Vorsatzgitter stammen von PAULO, müssen allerdings für den Schaftransport verkleinert werden. Die schräge Versteifungsleiste lässt sich vorsichtig mit dem Fingernagel ohne Schaden entfernen. Das Vorsatzgitter wird dann auf eine Höhe von 15 mm gebracht. Die Breite kann für die Parterre bleiben.




    Jeweils ein Gitter wird mit Sekundenkleber auf den Ladeboden geklebt. Türausschnitt bitte beachten. Die Schafe von Preiser haben genau die richtige Höhe und schauen nun über das Vorsatzgitter. Ausgestreut wurde mit Heki Grasfaser Herbst.




    Für die „Bewohner“ des oberen Stocks habe ich, bedingt durch meine trübe Erfahrung, eine andere Vorgehensweise gewählt. Ein Stück Ladeboden habe ich passend zur Türöffnung geschnitten. (Breite 30 mm) Da das fertige Modul durch die Türöffnung in den Wagen praktiziert werden muss, ist auch eine Kürzung des Vorsatzgitters in der Breite erforderlich. (Originalgitter 33 mm > Einbau aber 30 mm).


    Die Gitter werden ebenfalls mit Sekundenkleber auf dem Bodenteil fixiert. Nach der erforderlichen Abbindezeit kann die erste Stellprobe mit den Schafen vorgenommen werden. Ein testweiser Einschub zeigte, dass der Bock besser in der Parterre aufgehoben ist.



    Nach Fixierung des Moduls mit einigen Punkten Kleber und der entsprechenden Abbindezeit kann der Wagen wieder verschraubt werden.


    An die Magnetisierung der Schraubenzieherklinge denken!



    Und so sieht es dann aus.


    Viele Gruesse


    Frank

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  • Hallo Frank,


    interessanter Umbau, gut gemacht!


    Nur: Warum baust Du in einen Verschlagwagen Verschläge ein? Die Türen sind doch schon als Verschlagtür ausgeführt, so dass der eingesetzte Verschlag in der Türöffnung m.E. keinen Sinn macht! Man muss nach Verladen der Schafe einfach nur die Schiebetüren zu schieben...


    Der V23 wurde extra gebaut, um kleine Tiere bis zur Größe von Schafen und Schweinen ohne viel Aufwand verladen und Befördern zu können. Verschlagwagen sind im Innern in viele kleinere Verschläge unterteilt - dazu gab es Gitterwände und -türen auf jeder der beiden Etagen.


    Wenn also Schafe in einem V23 befördert werden mussten, dann wurden die einzelnen Verschläge geöffnet und die Tiere wurden hinetriebem. Der letzt Verschlag liegt zwischen den Türen, welche sehr luftig ausgeführt sind.


    Freundlicher Gruß
    Stefan

  • Hallo...
    ist doch klar, warum Franks Bahmbedienstete den Zusätzlichen Verschlag eingebaut haben. Die Türen des V23 waren verklemmt und der Transport dringend notwendig. Kein anderer V23 war kurzfristig auftreibbar und so haben die Bahndienstleute halt ein bischen improvisiert...
    smile
    Grüße, Stefan

  • Hallo Stefan (merzbahn),


    alles ist erlaubt, man muss nur die richtige Begründung haben :)


    Lg


    Michael

  • Hallo Stefan (Nafets), Stefan (Merzbahn), Michael,


    ich hätte das natürlich in meinem Beitrag näher erläutern sollen. Dies will ich hier nun nachholen.


    Aus leidvoller Erfahrung hat der Schafzüchterverband, die Region ist mir leider nicht mehr erinnerlich, eine interne Arbeitsanweisung erlassen. Dort heisst es:


    1. Die Türöffnungen der von der DB bereitgestellten Verschlagwagen sind nach der Beladung grundsätzlich mit Holzgattern zu sichern.


    1.1 Hierdurch wird vermieden, dass durch Unachtsamkeiten unsere Tiere ungeplant den Transportwagen verlassen.


    1.2 Unsere Tiere bei längeren Aufenthalten und / oder Hitze ohne Probleme getränkt werden können.


    2. Die Holzgatter sind so anzubringen, dass die Verschlagtüren (sofern diese funktionieren) vom Personal der DB verschlossen werden können.


    Zu Punkt 1.1 Dieses Vorkommnis war offensichtlich gar nicht so selten, da auch Stefan (Nafets) in seinem Beitrag vom 15.4.2012 Fertigmodelle/Rollmaterial -Neu von Lenz der Verschlagwagen- ausdrücklich darauf hinweist.


    Zitat:


    Allerdings sollte man seinem Personal auf der Anlage mitteilen, dass beim Öffnen der Verschlagtüren besondere Sorgfalt vonnöten ist, damit das Kleinvieh nicht "ausbüchst".


    Ich gehe davon aus, dass derartige Vorkommnisse auch zu den leidvollen Erfahrungen des Schafzüchterverbandes gehört haben.


    In diesem Sinne :D :D ;)


    viele Gruesse Frank

    "Teppichbahn in Augenhöhe",


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  • Hallo Ihr lieben Schaf- und Schweinezüchter,


    gar nicht so daneben die Ausrede. Ich kann mich noch gut an meine Schulzeit erinnern, wo in Vorsfelde(Grenze) Rinder und Schweine aus den östlichen Staaten kommend getränkt wurden. Einmal war ein gutes Dutzend Schweine ausgebüchst und lief quer über die Bahnhofsgleise. Nicht alle konnten wieder eingefangen werden, da der in diesem Moment mit 140 km/h durch den Bahnhof fahrende Interzonenzug die Aufgabe teilweise schon erledigt hatte. Dies passierte allerdings bei den vierachsigen gedeckten Großgüterwagen der OPW-Bahnen, führte aber in der Folge dazu, dass Versender und Empfänger vereinbarten, zusätzliche Gatter und Sicherungen einzubauen.


    Warum also nicht beim V 23? Die "Ausrede" ist gut und nicht widerlegbar, da der Praxis entnommen - Beladevorschriften hin oder her :thumbsup:


    Grüße
    Eckhard

  • Hallo zusammen,


    da hat uns Bernd Lenz ja ein feines Wägelchen präsentiert. Aber nur einen Wagen auf der Anlage, das geht ja gar nicht. :D :D Der Schotterwagen schreit förmlich nach Geschwistern. Schauen wir mal, wie bald Drillinge aussehen.



    Natürlich kann solch ein Wagen auf der Moba auch leer verkehren. Ich möchte jedoch heute eine weitere Variante in Form eines herausnehmbaren Ladeguteinsatzes vorstellen.


    Folgendes wird hierfür benötigt:


    - PVC-Platte 3 mm stark aus dem Bauhaus


    - Tischkreissäge oder Cuttermesser


    - Schmirgelblock


    - Uhu Kraft Transparent


    - Schotter


    - Lochzange


    Zuerst aber der Gang auf die Waage.



    Unbeladen bringt der Schotterwagen 147 g auf die Küchenwaage.


    Danach wird aus einer PVC-Platte die Bodenplatte mit den Massen 76 mm x 62 mm geschnitten.


    Es bietet sich an, für den sicher zu erwartenden Zuwachs mehrere Platten anzufertigen. :)



    Anschliessend die Führungsnuten markieren und mit einer Ösenzange ausknipsen.



    Die Unterseiten des Bodens werden schräg angeschliffen.



    Anschließend werden noch 2 Seitenteile, hier als "Öhrchen" bezeichnet angefertigt und ebenfalls angeschliffen. Dadurch wird ein natürlicheres Bild erzeugt.



    Diese „Öhrchen“ werden mit Uhu Kraft auf die Bodenplatte geklebt. Diese Verklebung erfolgt innerhalb des Trichters. Also sauber und vorsichtig arbeiten.


    Nach der Aushärtung des Klebers kann der Einsatz entnommen werden. Der Aufbau der Schotterladung erfolgt außerhalb des Wagens. Hierzu wird der Einsatz auf einem Holzklotz (kleiner als der Boden) fixiert. Ich benutze klebende Knete aus dem Fotobereich.


    Der gesamte Boden + Öhrchen bekommt einen Einstrich aus Uhu Kraft und wird dann mit Schotter bestreut. Nach der Aushärtung ist eine stabile Konstruktion entstanden. Den Schotter habe ich aus der Schotterschmiede von Herr Tschunkert bezogen. (Aus der Bucht) Die Aussparungen für die seitlichen Führungen werden nun gesäubert und der Einsatz probeweise eingelegt.


    Danach kann nach Geschmack und eigener Vorstellung die Ladung aufgehäufelt werden. Die Fixierung erfolgt mit der bekannten Ponal / Wassermischung.


    Nach Durchtrocknung kann nun die Beladung erfolgen.




    Die Gewichtsermittlung vor Praxiseinsatz zeigt nun ein Kampfgewicht von 204 g.


    Fertig!



    Viel Vergnügen beim Nachbau wünscht


    Frank

    "Teppichbahn in Augenhöhe",


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  • Hallo,


    angeregt durch einen Artikel im 012 Express habe ich mal versucht, ein paar Transportkisten aus Holz zu bauen. Die kann man als Ladegüter immer irgendwo und irgendwie gebrauchen...


    Die Kisten wurden beim Vorbild (und werden immer noch) zum Schutz vom großen Maschinen, Aggregaten usw. verwendet. Jede Kiste ist dann meist eine Einzelanfertigung, also kann man sich hinsichtlich Größe und Form austoben! Eine kleine Feierabendbastelei… dachte ich. Was draus geworden ist, beschreibe ich mal hier:


    Der Korpus jeder Kiste besteht aus Holzresten… möglichst rechtwinklig und scharfkantig geschnitten, das hilft bei der Verbretterung. Diese besteht aus Bohlenbelagplatten („Schiffsdeckplanken“), die man im Schiffsmodellbau bekommt. Die Bretter haben eine Breite von 3 und 4 mm… das passt ganz ordentlich zu Spur 0.



    Ich habe die Kisten nur an den Seiten verkleidet, die Kisten erhalten dann später Planenabdeckungen als Transportschutz.
    Die Verkleidungsplatten habe ich auf der Tischkreissäge gesägt, immer etwas größer als die Seite des Holzklotzes, aber unten immer mit einem ganzen Brett beginnend. Überstehende Enden am Klotz werden nach dem Anleimen verschliffen. Die Bretter werden stumpf an den Ecken verleimt, die Stirnseite nachher mit senkrechten Verstärkungsbrettern abgedeckt.


    Da sich die Bohlen leicht verbiegen, also unter Spannung stehen, habe ich immer die beiden gegenüber liegenden Seiten zuerst verleimt, dann verschliffen und die anderen Seiten dagegen…



    Anschließend einfärben der Bretter mit Asoa-Beize ((Verwittertes Holz)…



    Dann wurden die Schnittkanten mit kleinen Leisten abgedeckt…



    Den Leim habe ich immer nur mit einem Zahnstocher aufgetragen… Die oberen Leisten sind nur „Fake“, sie werden später mit der Plane abgedeckt…


    Die Planen habe ich aus Papiertaschentücher geschnitten… die geprägte Rand hab ich abgeschnitten…
    Tücher auflegen, mit Wasser und Pinsel in Form bringen… ein paar Falten modellieren… dann mit verdünntem Holzleim einstreichen…



    Nach dem Trocknen bekamen die Planen einen Farbüberzug mit gemischten Acrylfarben…



    Anschließend noch ein bisschen altern mit stark verdünnter schwarzen Farbbrühe… ein paar Lichter setzen mit gebrochenem Weiß… eine ausgewachsene Wochenendbastelei geht zu Ende! Lag vll. auch daran, dass ich eine ganze Reihe Kisten gebaut habe :P


    Die Fotos der fertig gealterten Kisten liefere ich bei Gelegenheit nach...


    Gruß
    Thomas

  • Hallo,


    danke für Euren netten Zuspruch!


    @Carla:
    Abnehmer für eine kleine Serie zu finden, dürfte sicher kein Problem sein... aber woher die Zeit nehmen? ;(


    Hier die Foto-Nachlieferung mit den versandfertigen Kisten...wenn der Karl nur endlich mal die Hände aus der Tasche nehmen und seinem Kumpel Manni wecken würde...



    Ich könnte mir den ein oder anderen Aufkleber oder Aufdruck auf den Kisten vorstellen... hat jemand dafür eine Idee? Vll. in einem eigenen Beitrag...


    Gruß
    Thomas

  • Hallo Thomas,


    Quote

    Ich könnte mir den ein oder anderen Aufkleber oder Aufdruck auf den Kisten vorstellen... hat jemand dafür eine Idee?


    Habe mir mal ähnliche Kisten gebaut. Aufdruck Mittels Kinderstempelkasten mit Einzelbuchstaben aus Gummi. Die Buchstaben in eine Stempelschiene gesetzt und dann mit Stempelfarbe auf die Kisten gedruckt. Die Drucke sind nicht lupenrein, eher bisschen blaß, genauso wollte ich es haben. Kistenbedruckungen werden ja meist mit Schablonen gemacht, wo die Farbe durchgetupft wird, haupsache lesbar.


    Oder einfach mit Druckbuchstaben draufmalen.


    Oder eine Kartonschablone herstellen. Schrift über PC drucken und mit Skalpell ausschneiden. Dann mit Edding durchmalen.


    2 Fotos: 1x mit Schablone und 1x Schrift aufgemalt.

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