Ladegüter - selbst gebaut

  • Hallo,


    in einem anderen Beitrag gibt es sehr viele Vorschläge zur Verwendung von Ladegut. Ich dachte mir, es wäre mal interessant, einen Beitrag zu Herstellung von Ladegut zu eröffnen. Mein Beitrag dazu soll die Herstellung einer Holzladung sein:


    1.Teil:
    Mein Bahnhof Bischofsheim liegt in einer waldreichen Gegend, der Holzeinschlag spielt eine wichtige Rolle für die regionale Wirtschaft. Das geschlagene Holz wird (natürlich) per Eisenbahn transportiert, meistens in den offenen Wagen von Lenz oder Biemo. ;) So eine Grubenholzladung macht auch im Modell etwas her, aber auch ein wenig Mühe. Aber das Wichtigste: es macht richtig Spaß!


    Übers Internet konnte ich günstig die passenden Baumstämme kaufen, 5 mm Rundhölzer, als „Fleischspieße“ getarnt. Sie sind ca. 17 cm
    lang, so dass man 3 Hölzer mit je 46 mm Länge daraus herstellen kann. Die Maße für einen Lenz Om12 gebe ich im 2. Teil an.


    Als erstes mussten die Rundhölzer für eine Rindendarstellung gebeizt werden. Da die „Außenhaut“ dunkler sein muss als die Schnittflächen, habe ich das vor dem Ablängen der Hölzer gemacht. Kurz mit der einen Seite in ein schmales, hohes Glas (Olivengläser sind ideal!) mit Beize getaucht, dann umgedreht, andere Seite
    eintauchen und dann mit der Spitze in eine Styroporplatte zum Trocknen einpieksen. Es empfiehlt sich sehr, diese Tätigkeit mit Einweghandschuhen zu
    machen, sonst sind die Hände gleich mitgebeizt. :rolleyes:


    Meine Stämme haben im Vorbild einen Durchmesser von ca. 22 bis 25 cm und sollen als sogen. „Kranzladung“ transportiert werden. Dabei wird an der Außenseite des Wagens ein Kranz aus senkrecht stehenden Hölzer aufgebaut, die oben über die Bordwände ragen und so das Ladevolumen des Wagens erhöhen. Dazwischen werden dann liegende Hölzer in beiden Richtungen gelegt. Wichtig bei nicht durchlaufenden Obergurten ist, vor den Türen keine senkrechten Hölzer zu stellen.


    Für jeden Wagen braucht man etwa 120 sichtbare(!) Hölzer, also wurde erst mal Kleinholz gemacht. Da ich gleich 4 Ladungen bauen wollte, kam einiges zusammen. Mit der Tischkreissäge war das aber relativ schnell erledigt. Was etwas länger dauert ist das Versäubern der Sägeschnitte….


    In einer Lehre habe ich die einzelnen Rundhölzer nebeneinander gelegt und dann mit Weißleim miteinander verklebt. Man sollte die Hölzer möglichst
    eng zusammen legen, damit kein Holzleim zwischen den Stäben durchläuft und die Fracht mit der Lehre verklebt. Während des Trocknens hält ein
    Tesakreppstreifen die Stämme in der richtigen Lage…


    Die Trocknung mache ich in dieser Jahreszeit gerne am oder auf dem Kaminofen, das beschleunigt die Sache erheblich!
    Das Kleben geschieht natürlich auf der Rückseite und nur im unteren Bereich. Diese Verklebung dient nur als Montagehilfe, muss also keinen
    besonderen Ansprüchen genügen.


    Hier einige vorbereitete Stämme:



    Mehr dazu im 2. Teil...
    Was habt Ihr so an Ladungen/Ladegütern gebaut?


    Gruß
    Thomas

  • Hallo Thomas,


    gute Idee einen Sammelthread über die Herstellung von Ladegut zu initiieren! :thumbup: An einer Grubenholzladung denke ich schon lange herum, konnte mich aber bis heute nicht dazu aufraffen... Bin schonmal gespannt auf den 2. Teil! Nach dessen Lektüre wird es für mich dann aber auch mal Zeit zur Tischkreissäge zu greifen. :whistling:


    Gruß, Dirk.

  • Hallo,


    2. Teil:
    Hier ein Bild der Lehren, gebaut aus Silvesterraketenstielen, aber Jahrgang 2011/12 ;)


    Und so sehen die Seitenteile der Ladung nach dem Trocknen aus:


    Des "Pudels Kern" ist auch schon fertig, hier bei einer ersten Stellprobe... der Deutlichkeit halber noch ohne Anstrich:


    Und hier der Probeeinsatz mit den vorbeiteten Stammreihen für die Seiten:


    Der Einsatz wird dann mit dunkler Dispersionsfarbe gestrichen... bei mir musste grad die graue Farbe weg ;)


    Die Fertigstellung gibts dann im 3. Teil...


    Gruß
    Thomas

  • Hallo Thomas,


    danke für die tolle Nachbauanleitung :thumbsup: Die Idee einer Grubenholzladung geistert bei mir auch schon eine zeitlang im Kopf herum. Könntest du uns bitte die Bezugsquelle für deine "Baumstämme" nennen? Gibts die Stämme evtl. sogar mit verschiedenen Durchmessern?


    Viele Grüße,
    Torsten

  • Hallo Thomas


    Danke für die ausführliche Anleitung.


    Durch die gute Beschreibung und die vielen Bilder, sollte jeder diese Ladung nachbauen können.


    Die Idee hier eine Sammlung von Bauberichten zu starten finde ich eine gute Sache.

    Wünsche immer Spaß beim basteln :thumbup:



    Gruß Frank

  • Hallo,


    letzter Teil:


    So, jetzt kommt das Finish: einkleben der vorbereiteten Stämme:


    Erst die Seitenteile, dann die Stirnseiten... alles eingeklebt mit Holzleim... ein Folie schützt vor Verklebung mit dem Wagen...


    Dann die 2. Reihe an den Türen und die waagerechten Hölzer...


    Das Ganze ordentlich beschweren bis alles getrocknet ist...


    ... und "schon" ist die Grubenholzladung fertig:


    EIngesetzt sieht es dann so aus:


    Eigentlich sollte es eine entspannte Feierabend-Bastelei werden, es wurde aber eine ausgewachsene Wochend-Bastelei ;)
    Jetzt, wo ich die Lehren habe und noch viiiele Meter Rundstäbe, werde ich noch 3 weitere Einsätze bauen. DIe Bodenplatten und die Innenkerne habe ich auch parallel mitgebaut, das erste Modell dauert immer am längsten...


    Tauschangebot:
    Ich weiß ja, dass Ihr seit der Beitragseröffnung am Samstag auch fleißig dabei seid, Ladungen für Eure Wagen bauen. Da ich jetzt (bald) mehrere Grubenholz-Ladungen haben werde, biete ich den vorgestellten Einsatz zum Tausch an! Wer also Interesse hat und eine andere Ladung anbieten kann, kann sich gerne bei mir melden. Ich habe keine finaziellen Interessen!


    Maße (passend für Lenz Om 12):
    Grundplatte: 3 mm Sperrholz, 57 x 167 mm (könnte auch noch je 1 mm kürzer sein)
    Rundhölzer: 5 mm Durchmesser, Länge ca. 46 mm
    Styrodur-Kern: Länge und Breite wie Grundplatte, Dicke 30 mm, besser 40 mm, dann passt nur noch 1 Schicht Hölzer drauf


    Fröhliches Basteln wünscht,
    Thomas

  • Hallo Thomas. Sieht gut aus, was du da gemacht hast. Mir erscheinen die Hölzer allerdings etwas zu lang. Ich hab das gerade mal so ca. gepeilt.Die Bordwand des Wagens ist 1,50 m. Deine Hölzer müssten dann so locker über 2 m lang sein. Da diese ja immer per Hand geladen und gestapelt wurden, müssen deine Arbeiter ganz schön was in den Oberarmen haben.


    Gruß Micha :thumbsup:

  • Hallo Micha,


    Du hast recht, sie sind etwas lang geraten ;) ich habe die Grundplatte erst später drunter geklebt, die ist 3 mm dick!


    Hab mal gelesen, dass die Rundhölzer max. 2,50 m lang dürfen... natürlich abhängig vom verwendeten Wagen und somit von der Höhe der Bordwand. Vll. baue ich die nächsten etwas kürzer... mal schaun...


    Aber das macht nichts, die Jungs in Bischofsheim haben was drauf :)


    Gruß
    Thomas

  • Hallo Thomas und alle anderen Stammholzverlader,


    auf dieser Internetseite Grubenholz und anderes Holz
    gibts Informationen zu den verschiedenen Verwendungsmöglichkeiten von Stammholz. Wenn man die kleinen Bilder anklickt, dann erscheinen noch weitergehende Informationen.


    Bei Grubenholz beispielsweise zu dessen möglichen Längen und Durchmesser: Grubenholz 2,45/2,75/2,90/3,05/3,30 m Länge, 12-21 cm Mittendurchmesser


    Damit liegt das Grubenholz von dir gut im Rennen :)


    Viele Grüße,
    Torsten


    PS: Ein wirklich schöner Baubericht. Vielen Dank dafür!

  • Hallo Kollegen,

    Du hast recht, sie sind etwas lang geraten ;) ich habe die Grundplatte erst später drunter geklebt, die ist 3 mm dick!


    Hab mal gelesen, dass die Rundhölzer max. 2,50 m lang dürfen... natürlich abhängig vom verwendeten Wagen und somit von der Höhe der Bordwand.

    im Buch "Güterwagen Band 3, Offene Wagen" von Stefan Carstens und H.U. Diener habe ich auf S. 9 ein Bild gefunden, dass einen Om 39 zeigt: Die Grubenhölzer sind hier fast doppelt so lang wie die Seitenwände des Wagens hoch sind. 8)



    Gruß



    Jürgen (HH)

    Generaldirektion der REEB

  • Hallo,


    wer es genau wissen will, kann hier mal schauen... unter § 17 steht einiges zur Kranzbildung! Ist zwar Epoche II, ich könnte mir aber denken, dass es prinzipiell in der Epoche III so gehandhabt wurde.


    Demnach liege ich mit meinen Stämme nicht ganz falsch :) die Länge (einschl. Grundplatte) beträgt 49 mm, also etwa 220 m im Vorbild.
    Aber schwer sind sie trotzdem.... ;)


    Gruß
    Thomas

  • Moin Thomas,


    scheint alles richtig von Dir gemacht zu sein. :thumbup:


    Die in Epoche 3 international in Europa geltenden "Beladevorschriften Anlage II zum RIV" vom 1.10.63 stimmten für "Kranzbildung auf Wagen mit Seitenwänden ohne Rungen" tatsächlich mit denen der Epoche 2 in der DV 607 in Deinem Link ziemlich überein. Die minimalen Abweichungen sind für uns Modellbahner nicht relevant.


    Grüße
    Eckhard

  • Willi Weber von der Holzhandlung „Franz Weber & Co“ hat ein gutes Geschäft gemacht. Er hat dem Forstwirt Hugo vom Holz eine größere Menge Windwurfholz, Länge zwischen 30 und 60 cm, für „kleines Geld“ abgekauft. Diese Scheite musste sein Mitarbeiter Alfred auf dem Spalter vierteln. Eine Ladung hat Willi Weber in der vergangenen Woche schon gewinnbringend verkauft. Heute ist die 2. Ladung fällig. Der von der DB bereitgestellte Om 12 wird in ca. 2 Stunden abgeholt.


    Willi Weber ist von einem Kundenbesuch zurückgekommen und natürlich neugierig, ob Alfred alles wie aufgetragen erledigt hat. Willi hat im Büro gerade die Jacke ausgezogen da schallt auch schon seine Stimme über den Platz:


    „Alfred, ist der Wagen beladen? Sind die Türen ordentlich verriegelt damit nichts herausfällt?“


    Die Frage ist durchaus berechtigt. Bei der vorherigen Ladung hatte Luigi, eine Aushilfe, hierauf nicht geachtet. Kurt, der sonst die Lademaschine bedient, hatte sich von einem Kumpel einen Radlader geliehen. Als der Om 12 fast fertig beladen war, drückte die Ladung die nicht ordentlich verschlossenen Türen auf. Durch die nachrutschende Landung verkeilten sich die Scheite, so dass dies in Handarbeit bereinigt werden musste. Daran denkt keiner mehr gern zurück. Die Äußerungen des Chefs waren auch nicht druckreif.


    „Hallo Chef, das kann nicht mehr passieren. Ich habe erst innen Baustahlmatten aufgestellt. Na, ist das keine gute Idee?“





    Bau des Ladeguteinsatzes:


    1. Passend zum Lenz Om 12 habe ich aus 3mm PVC den Boden ausgesägt (Tischkreissäge –Cuttermesser und Metall-Lineal gehen auch-). Danach mit einem Cuttermesser den Styroblock.




    2. Anschließend aus dem Styrodurblock 2 Teile (Länge 64mm Breite 56 mm) geschnitten und mit Ponal Express auf die PVC-Platte geklebt. Bei dieser Variante bleibt die Mitte frei!


    3. Genaues Ausrichten und Beschweren erspart hinterher Anpassungsarbeiten. Trocknung in der Nähe des Heizkörpers.


    4. Erste Passkontrolle. Hier sind an den Styroblöcken durch Druck mit Daumen und Zeigefinger noch kleine Anpassungen möglich. Ist das Malheur grösser ausgefallen, hilft der Hornhauthobel der Gattin. Aber nicht erwischen lassen!



    5. Anpassung der Baustahlmatten. Alles muss sich noch ohne Probleme herausheben lassen. Ich benutze hierfür ein Ventillehre. Dünn und stabil. Rutscht anstandslos unter die PVC-Platte.


    6. Styroblock und sichtbarer Boden werden mit grau-brauner Abtönfarbe + Beimischung von 20 % Ponal gestrichen. Durchtrocknen lassen, sonst gibt es Sauerei!


    7. Die Baustahlmatten werden ebenfalls mit Ponal –unverdünnt- seitlich auf die Blöcke geklebt. Ponal trocknet transparent. Trocknen lassen.


    8. Erneute Probe ob alles passt und sich die Türen noch schließen lassen.


    9. Nun geht’s ins Holz. Den Boden des Mittelteiles (sichtbar bei geöffneten Türen) mit unverdünntem Ponal einstreichen. Anschließend mit einer Pinzette die Holzstückchen dicht belegen. Start an der Baustahlmatte und nach innen arbeiten. Dann mit loser Hand die Holzstückchen einstreuen. Evtl. mit der Pinzette korrigieren. Fixierung mit verdünntem Ponal –Spülmittel zusetzen- in mehreren Etappen. An der Heizung durchtrocknen lassen.


    10. Erneute Passprobe.


    Und nun die restlichen Freiflächen:



    11. Ponal unverdünnt auf die Seitenteile auftragen. Mit einer Pinzette die Holzstückchen anordnen. Dies dient als Sichtschutz. Nach dem Durchtrocknen kann weiteres Spaltholz aufgehäuft werden. Dazu habe ich den Einsatz wieder im Om 12 platziert. Man sieht hier sofort die Ladekante. Eventuelle Nacharbeiten mit der Pinzette, zumindest bei mir war das so.


    12. Vor Fixierung der noch losen Ladung müssen die Innenwände des Wagens geschützt werden. Ich habe mir Masken aus Laminatfolie geschnitten. Hiermit habe ich gute Erfahrungen gesammelt. Flexibel und dicht! Diese Masken werden zwischen Landung und Bordwand eingeschoben. Dies ist auch die letzte Probe, ob sich nachher der Einsatz problemlos entfernen lässt.


    13. Mit verdünntem Ponal wird in mehreren Durchgängen die Ladung fixiert.


    Und fertig…….



    Viel Spaß beim Nachbau


    Frank

    "Teppichbahn in Augenhöhe",


    gesteuert per PC mit TrainController, SmartHand, iPad, Intellibox I und Daisy Funk

  • Hallo,


    die Holzladungen haben inzwischen ihre "Heimat" auf den offenen Wagen gefunden... sie sind zum Abtransport fertig!


    Fertig sind auch die beiden Jungs, die das Grubenholz einladen mussten... und so ein paar Stämme liegen ja noch da und warten auf die nächsten Leerwagen.


    Gruß
    Thomas


    PS: Wenn die letzten Hölzer verladen sind, haben die Jungs vielleicht auch Zeit, die Rampe fertig zu stellen ;)

  • Hallo Mobafreunde,


    die Autoverwertung „Lang & Söhne“ im Industrie- und Siedlungsgebiet Iserlohner-Heide hat ein eklatantes Problem. Die Altreifen der verwerteten Fahrzeuge werden auf einer angemieteten Freifläche ausserhalb des eigentlichen Firmengeländes gelagert. Herr Lang will diesen Lagerplatz vorsichtshalber räumen.



    Im Frühsommer dieses Jahres wird mit Indienststellung eines nagelneuen VT98 seitens der DB der Haltepunktes Iserlohner-Heide eröffnet. Alle Fahrgäste, Schüler, Arbeiter etc. müssen dann an „seiner Reifendeponie“ vorbei. Er erinnert sich noch gut an den Feuerwehreinsatz anlässlich des Schwelbrandes vor 2 Jahren. Die Verursacher wurden nie ermittelt.


    Er hat darum einen Om 12 geordert, der die Reifen abtransportiert.


    Soweit die Vorgeschichte, fangen wir an!


    Benötigte Werkzeuge und Utensilien sind m.E. bei allen Moba´s vorhanden.


    - Schneidmatte
    - Cuttermesser
    - Stahllineal
    - Pinzette
    - Ponal Express
    - Abtönfarbe (hier schwarz)
    - Uhu Kraft transparent
    - Sekundenkleber (als Nothelfer, läuft in jede winzige Nische) doch Vorsicht hinsichtlich des Styrokerns)
    - Pinsel


    1. Fertigstellung des Styrodurkerns hier mit den Maßen für den Om 12 von Lenz. Als Trägerbasis dient eine 3mm starke PVC-Platte. D.h., dieser Einsatz hat eine Höhe von 23 mm. Die Verbindung zwischen Trägerplatte und Styrodurkern erfolgt mit Ponal Express. Beides beschweren und nach 30 Minuten kontrollieren, ob noch alles in der Flucht ist.




    2. Nach Abbindung erfolgt die Farbgebung. Ponal Express + Zugabe von Abtönfarbe schwarz. Nach Trocknung hat man eine matte Oberfläche. Als kostenfreie Beigabe erreicht man zusätzlich einen gewissen Schutz des Styrokerns bei der späteren Arbeit mit verschiedenen Klebern.


    3. Ich habe den Block in 3 Teile geschnitten um einen gewissen Halt innerhalb der Ladung zu erhalten. Nun wird die Oberfläche eines Teiles satt mit dem gleichen Leim-Farbgemisch eingestrichen und die erste Lage mit einer Pinzette angeordnet. Einige Reifen wurden geteilt um nach Auftragung der Endschicht den Eindruck einer Schüttung zu erzielen.


    4. Abbinden lassen und Ergebnis kontrollieren. Lose Reifen können danach bereits mit einer Punktklebung fixiert werden. Bitte auch kontrollieren, ob der Einsatz noch in den Wagen passt!


    5. In gleicher Weise werden die Reifenlagen auf dem Einsatz angebracht. Ich habe hier in 3 Etappen gearbeitet und hatte genügend Zeit zur Korrektur.




    6. Beide Reifengrössen habe ich im vergangenen Jahr bereits in der Bucht erstanden. Sie werden immer noch angeboten.


    7. Nach Durchtrocknung erfolgt die Feinarbeit. Der Einsatz wird in den Om 12 verfrachtet und die Seitenwand vorsichtshalber geschützt. Ich benutze hierfür ein zugeschnittenes Teil einer Laminierfolie. Rutscht gut und ist ausreichend fest.



    8. Nun kann auch die Ladehöhe kontrolliert und punktuell nachgearbeitet werden.


    9. Die Oberfläche mit der Pinzette hinsichtlich noch loser oder nicht ausreichend fixierter Reifen überprüfen.


    10. Anschliessend wird der Kern wieder entnommen und für die weitere Bearbeitung vorsichtshalber maskiert. Styrodur reagiert auf lösungsmittelhaltige Kleber!



    11. Ich habe die glänzenden Reifen vorsichtig mit Russ-Pulver behandelt und die Ladung danach mit mattem Klarlack besprüht. Nach Durchtrocknung erhält der Om 12 nun seine Ladung.



    Fertig……. Die Köf II kann die Ladung abtransportieren.


    Viel Spass


    Frank

    "Teppichbahn in Augenhöhe",


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  • Ich habe auch mal einen Beitrag hierzu:

    Ich erstand auf einer regionalen Modellbahnausstellung einen Lf 16, also einen Feuerwehrwagen, von einem unbekannten Hersteller. Dieser sollte als Ladegut auf einem X05 von Lenz eingesetzt werden.


    Zuerst einmal nahm ich mir einen der schon bewährten Wagenböden von Zapf Modellbau vor. Auf diesen wollte ich die Keile kleben. Doch woher Keile nehmen? Warten, bis Zapf auf meine Bestellung reagierte, wollte ich nicht, also wurde ein Holzprofil auf der Proxxon-Kreissäge passend gesägt:
    .

    Mit der richtigen Einstellung gelingt auch das.

    .
    Als Ergebnis erhielt ich nach wenigen Minuten einen kleinen Haufen an Holzkeilen. Alternativ kann man auf die fertigen Holzkeile von Zapf zurückgreifen, sie sind sehr preisgünstig.
    .

    Ein Haufen Keile...

    .

    Nun ging es los:
    .

    Im Bild fehlt nur noch der Holzleim...

    .

    Schnell waren die Keile auf dem Holzboden befestigt, der Feuerwehrwagen diente als "Schablone":
    .

    Aufgeklebte Keile...

    .

    ...in der Draufsicht

    .

    .

    Die Achsen der Feuerwehr werden gesichert

    .

    Der beklebte Holzboden kann nun in den X05 eingelegt werden.
    .

    Der eingelegte neue Wagenboden

    .

    Wenn man nun die Feuerwehr auf den X05 stellt, dann macht das schon einen guten Eindruck:
    .

    Sieht schon gesicherter aus...

    .

    Doch sollte der Feuerwehrwagen auch verzurrt werden.
    ,
    Also habe ich den dünnsten Messingdraht, den ich finden konnte entsprechend gebogen und in passende Bohrungen in der Holzplatte eingeklebt.
    .

    Der eingeklebte Messingdraht für die Vorderseite des Feuerwehrwagens

    .

    Der Messingdraht steht nun hoch. Wenn der Feuerwehrwagen nun auf die Holzplatte gestellt wird, kann der Draht feinjustiert werden. Er wird so gebogen, dass er im Bereich der vorderen Lkw-Kupplung von unten unter die Stoßstange stößt.
    .
    Für das Heck soll die gekreuzte Verzurrung nachgebildet werden.
    .

    Die andere Form des Messingdrahts für das Heck

    .

    Der hintere Messingdraht wurde wie im Bild zu sehen gekreuzt - der waagerechte Teil verschwindet unter dem Feuerwehrwagen und ist später nicht mehr sichtbar.
    .


    Überblick über die komplettierte Holzplatte

    .

    So sieht die Verzurrung an der Vorderseite des Feuerwehrwagens aus:
    .

    Als wenn die Kupplung zur Verzurrung genutzt worden wäre...

    .

    Und hinten sieht es so aus:
    .

    Gekreuzte Verzurrung, oder?

    .

    Den Messingdraht habe ich dann einfach mit einem Edding geschwärzt. Ich hatte keine Miniatur-Kette zur Verfügung, so dass der Messingdraht ein gangbarer Kompromiss - finde ich!


    .
    Auf dem X05 sieht es nun deutlich besser aus:
    .

    Nun ist der Feuerwehrwagen gesichert und kann rangiert werden!

    .
    Freundlicher Gruß
    Stefan

  • Hallo zusammen,


    die Metzgerei Brunner erwartet via DB Rindvieh von ihrem Viehhändler. Sie hat einen Fahrer und einen Auszubildenden (früher Lehrling) zum örtlichen Ladegleis geschickt. Gerade schiebt die Köf II den G10 an die Rampe. Wo nur der Stift bleibt…….. immer wenn man ihn braucht, ist er verschwunden.


    Hinweis: Er ist nicht wirklich faul, aber ein Eiswagen lockte!



    Doch nun zum Anfang:


    Der Plan, einen G10 für den Viehtransport zu nutzen, lag schon länger in meiner Schublade. So hatte ich ausreichend Zeit, mich um das erforderliche Material zu kümmern.


    1. Die Hauptdarsteller….. Kühe von Preiser und Woodland


    2. Hanf als Strohersatz


    3. Paulo Vorsatzgitter No 45B29-3 für Lenz G10


    4. Noch Hin & Weg-Kleber


    5. Teil eines Wagenbodens (Zapf Modellbau für X05)


    6. Holzlatten aus Eisstielen geschnitten


    Der Hanf stammt aus dem Baumarkt –Abteilung Installation-. Er wird entsprechend mit einer Schere auf die gewünschte Länge gebracht und vermengt. Der Eindruck ist realistisch.



    Nun zu den „Passagieren“. Hier mal beide Hersteller zum Vergleich.


    Meine persönliche Meinung:


    - Das Vieh von Preiser ist wesentlich besser detailliert und im Maßstabe 1:43 gehalten.


    - Das Vieh von Woodland ist einfacher gehalten und fällt natürlich durch den Maßstab 1:48 kleiner aus. Ich habe mich darum für mein Projekt für das Vieh von Woodland entschieden.


    - Das Vieh von Preiser werde ich auf Freiflächen verwenden.


    Da dies natürlich eine persönliche Entscheidung ist hier die Bilder für die Meinungsbildung zum Vergleich:




    Hierbei kann das Gitter aufgesetzt werden.



    Kein Platz für das Gitter.



    Nachdem ich mich für meine „Fahrgäste“ entschieden hatte, geht es frisch ans Werk.


    Die 4 Schrauben im Wagenboden werden gelöst und mit einer Pinzette abgehoben. Vorsicht, die Schrauben verabschieden sich gern in die Umgebung.


    Der Wagenkasten kann dann nun durch leichten Druck mit dem Zeigefinger auf den Wagenboden (durch die geöffneten Türen) abgehoben werden. Es muss nichts abgespreizt werden.



    Aus einem von mir verpfuschten Wagenboden für einen X05 von Zapf Modellbau habe ich das Mittelteil ausgeschnitten und auf jeder Längsseite um 1 mm gekürzt. ( Proxxon Tischkreissäge).


    Die neuen Masse betragen danach 84 mm x 55 mm. Er deckt nun den sichtbaren Teil ab. Die Befestigung erfolgt mit Hin & Weg-Kleber.



    Die Vorsatzgitter habe ich an jeweils 4 Punkten an dem Waggonaufbau innen fixiert.



    Erste Stellprobe mit den „Fahrgästen“. Es darf nichts über den Wagenboden hinausragen. Fixierung der Tiere an den Hufen mit Uhu Hart transparent.


    Anschließend habe ich ein Trenngitter hergestellt und auf dem Boden fixiert. Die Leistchen wurden auf der Proxxon aus Eisstielen geschnitten Hiervon habe ich dank meines Haushaltungsvorstandes einen größeren Bestand. :D


    Nach der farblichen Behandlung der Vorsatzgitter und des Trenngitters mit stark verdünntem Verwitterungsmittel (Modelmates dreckbraun) folgt als letzter Schritt das Stroh (Hanf). Auch hier die Fixierung mit Hin & Weg Kleber.



    Fertig!


    Siehe Bild 1. Nun können die örtlichen Metzgereien mit Vieh versorgt werden.


    Fazit:


    Es hat Spass gemacht, auch weil mich dieses Projekt in Gedanken über einen längeren Zeitraum begleitet hat.


    Viele Gruesse


    Frank

    "Teppichbahn in Augenhöhe",


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