Rangieranlage auf 3,36m*0,65m

  • Hallo zusammen!


    Nachdem ich meinen Onkel bei seinem Einstieg in Spur 0 begleitet habe, juckte es mir doch in den Fingern, es mal wieder mit Spur 0 zu versuchen. Es hat einfach zu viel Spaß gemacht, mit Köf und 24er zu spielen. :)


    Also wurde kurzerhand wieder ein Startset geordert um ein Regal im Arbeitszimmer mit Leben zu füllen. Viel geht natürlich nicht auf dieser Fläche, vor allem weil die Regalstreben des verwendeten Regalsystems gefühlt immer im Weg sind (vgl. die roten Markierungen in der Zeichnung). Die maximale Tiefe von 0,65 kann bei den beiden äußeren Segmenten leider nicht genutzt werden, links schließt eine Balkontür an (max ca. 52cm), rechts eine Tür Richtung Flur (max ca. 54 cm).


    Ein bisschen Spielerei mit dem Gleisplanungs-Programm brachte zunächst einen Plan mit Lenz-Kreuzung hervor, bevor ich dann feststellen musste, das sie zwar weiterhin bei Lenz in der Gleisplan-Geometrie auftaucht, aber schlicht nicht mehr verfügbar ist. Jetzt ist der Gedanke, den Fabrikanschluss mit einer Sägefahrt zu bedienen, dabei muss natürlich beachtet werden, ob noch Wagen am Güterschuppen stehen.


    Grundsätzlich ist angedacht, von links her kommend mit der Köf und max. zwei Wagen in den "Bahnhof" einzufahren, an einem kurzen Bahnsteig halt zu machen und die Wagen an ein Fabrikgleis (oben links) bzw. an ein Gütergleis (oben rechts) zu rangieren bzw. Wagen von dort abzuholen. Das Gleis links lässt einen 54cm langen Zug zu, bevor die erste Weiche anschließt. Bei längeren Garnituren werde ich in Kauf nehmen müssen, dass die Lok dann auf der Weiche steht. Dann könnte z.B. ein GmP einfahren und am Bahnsteig halt machen, die Lok kann dann über das Umfahrgleis zurücksetzen und den letzten Wagen abziehen und z.B. dem Güterschuppen zustellen. Alternativ kann der 1. Wagen auch mit abgezogen und umgesetzt werden. Spannend wird es natürlich, wenn zuerst noch Wagen abgeholt werden müssen... :)


    Alternativen zum weiteren Ausbau wären noch ein Abzweig vom Umfahrgleis nach links sowie der Einbau einer kleinen Schiebebühne auf der linken Seite.


    Anbei nun also der Gleisplan. Ich bin mal gespannt, was Ihr von meinen Ideen haltet. Die S-Kurve vor dem (Halbrelief-) Güterschuppen beim Abzweig Richtung Fabrik nehme ich übrigens bewusst in Kauf, damit der Bahnsteig noch eine ausreichende Tiefe bekommt. Ich halte es für verschmerzbar, da der Abzweig ohnehin nur mit kurzen Wagen (bzw. Achsständen) und nur im Rangiertempo befahren werden kann.



    Anbei übrigens ein Bild von der Raumsituation mit einem Testaufbau eines ähnlichen Konzeptes in Spur 1:


    Lieben Dank für alles Feedback und viele Grüße!


    Dirk

  • Hallo Herbert,


    tatsächlich ist da kein Anschluss eines Fiddle-Yards möglich. Das liegt natürlich nicht nur an den Türen zu beiden Seiten der Anlage, sondern schlicht daran, dass der Raum insgesamt schon recht voll ist. Die angegebene Fläche ist daher wirklich leider das verfügbare Maximum.


    Viele Grüße


    Dirk

  • Nochmal "Hallo" in die Runde!


    Erstmal ganz lieben Dank für den Zuspruch! Da bisher keine Kritik kam, habe ich jetzt nochmal eine zweite Variante gezeichnet und bin gespannt, ob Ihr diese besser findet:

    Bei dem hinzugefügten Gleis unten links bestünde ggf. die Möglichkeit, ein Umsetzen per Schiebebühne zu ermöglichen. ICh weiß nur nicht, ob es die Sache dann nicht überfrachtet. Daher bin ich gespannt auf Eure Meinungen.


    Viele Grüße,


    Dirk

  • Hallo Dirk,


    die Stützen sind natürlich ein echtes Problem, trotzdem noch mal der Hinweis mit der kleinen Neigung zur Anlagenkante.

    Es sieht oft natürlicher aus wenn einen Betriebsstelle nicht genau parallel zur Anlagenkante ausgerichtet ist.


    Viele Grüße,

    Stefan


    PS: Ich habe bei mir die vorderen IKEA Regalstützen rausgesägt und durch eine Quertraverse ersetzte, die sich auf den äußersten Regalstützen abstützt.


    PPS: Vielleicht ist es auch eine Idee von vornherein auch Ansatzstücke mit einzuplanen die in Betriebspausen unter der Anlage ruhen - während des Betriebs aber die Anlage verbreitern/verlängern ...

  • Hallo Stefan,


    erstmal vielen Dank für Dein Feedback! Bzgl. des parallelen Verlaufs zur Anlagenkante gebe ich Dir natürlich recht.


    Über weitere Möglichkeiten, mehr Platz zu schaffen, habe ich als erstes nachgedacht. Änderungen am Regal scheiden für mich allerdings aus, da die 3 Reihen über der Anlage teilweise in Doppelreihen mit Büchern bestückt sind und ein Fehler in der Statik des Regals dann gleich tausende Euros zerstören würde.


    An weiterem Spielraum sehe ich daher nur einen gewissen Versatz nach vorn, d.h. bei den mittleren 80cm-Regalen könnte ich auf 0,65m statt 0,6m Tiefe gehen. Das Problem ist, dass sich direkt an die Türen weitere Regale bzw. mein Arbeitsplatz anschließen, der Raum ist schon ziemlich voll, weitere Anlagenstücke wollen ja auch noch untergebracht werden. Die Variante mit einer leichten Schrägstellung werde ich dann aber auf der etwas größeren Tiefe austesten, sobald das Gleismaterial da ist.


    Und ich muss auch dazu sagen, dass diese Anlage mehr als "Fingerübung" und Fahrgelegenheit für Zwischendurch gedacht ist, da im Keller noch der größere Teil von ca. 4,8m*4,6m darauf wartet, mit einer Anlage gefüllt zu werden. Allerdings habe ich noch nie eine voll ausdetaillierte Anlage gebaut, deswegen möchte ich lieber hier klein anfangen und lernen.


    Daher ist für mich hier vor allem wichtig, ob das Anlagenkonzept betrieblich überhaupt Sinn ergibt oder ob ich irgendeine blöde "Kleinigkeit" übersehen habe, die sich später bitter rächt.


    Viele Grüße


    Dirk

    Edited once, last by T18 ().

  • Änderungen am Regal scheiden für mich allerdings aus, da die 3 Reihen über der Anlage teilweise in Doppelreihen mit Büchern bestückt sind und ein Fehler in der Statik des Regals dann gleich tausende Euros zerstören würde.

    Moin Dirk,

    da die hinteren Stützen stehen bleiben, würde ich keine Einsturzgefahr sehen, wenn die vorderen Mittelstützen nach deren Verbindung mit einer ca. 100X20mm starken Querverbindung weggenommen werden. Wenn es nur eine Testanlage werden soll, könntest du die Stützen natürlich einfach ausblenden.

    Viel Erfolg,

    Johann

  • Hallo Johann,


    auch nochmal vielen Dank für Dein Feedback! In der Tat mache ich mir bereits Gedanken, wie ich die Stützen etwas kaschieren kann, z.B. im linken Bereich durch das Fabrikgebäude.


    Was für mich derzeit noch als Frage offen bleibt:

    - ob das Anlagenkonzept betrieblich überhaupt Sinn ergibt bzw. wesentliche Schwachpunkte aufweist.

    - ob der Vorschlag 2 evtl. schon zu überfrachtet wäre.


    Hier wäre ich für weitere Rückmeldungen echt dankbar.


    Viele Grüße


    Dirk

  • Hi Dirk,

    Du hattest um Rückmeldungen gebeten, deshalb auch von meiner Seite ein paar Anmerkungen:

    Da Du Dein Diorama zu Testzwecken baust, kann es ruhig das zusätzliche Gleis haben, denn damit kannst Du zusätzlich Rangierbewegungen machen. Die ganzen Gestaltungstechniken, der Gebäude- und Landschaftsbau, sowie vor allem die Farbgebung lassen sich an so einem Probestück wunderbar üben.

    Ich würde allerdings das Stumpfgleis in die andere Richtung führen und paralell zum Gleis #5 beim EG legen. Damit wäre die "Strecke" optisch ein wenig vom Bahnhof zu unterscheiden.


    Fang einfach an zu bauen, das lohnt sich auf jeden Fall.


    Viele Grüsse. Jay, the K.

  • Hallo!


    Wenn ich die Informationen richtig verstanden habe, geht die Ausdehnung in der Länge nicht, weil Türen in Längsrichtung anschließen?


    Wenn der Raum insgesamt breiter ist, wäre aber eine Möglichkeit, eine klappbare oder einsteckbare Verlängerung an die Anlage zu setzen.


    Damit könnte man z.B. links? ein Streckengleis oder noch besser eine Schiebebühne als Fiddleyard anschließen.


    Alternativ auch einen entfernbaren Bogen 90 Grad oder 180 Grad, je nach Platzverhältnissen und dann das Fiddleyard auf Rollen motiert, so dass es im Raum verschiebbar wäre und nur im Betrieb angeschlossen wird.


    Vor der Dreiwegweiche wäre auch ein 90 Grad Bogen möglich, wenn der Raum links von der Weiche ca. 110 cm Platz lässt, (R2 ideal, R1 zur Not) und das Bogenstück oder zwei 45 Grad Bogenstücke nur im Betrieb angesetzt werden.


    Ich glaube, dass ohne die Möglichkeit eine Garnitur zu tauschen bzw. nur mit händischem Eingreifen die Anlage zu wenig Betriebsspass auf Dauer bietet.

    Wobei mich in erster Linie die links fehlende Möglichkeit einer Garnitur mit mehreren Waggons stören würde.


    Die Grundkonzeption ist eigentlich nicht übel.


    Z. B. von der Strecke kommt eine Übergabe mit zwei Güterwagen, die mit den in den Stumpfgleisen stehenden 2 Wagen ausgetauscht werden müssen.


    Mich erinnert der Gleisplan an das "Frickelmann" Layout, vielleicht wäre eine vergleichbare Anbindung auch eine Lösung für mehr Möglichkeiten der Anlage. Z.B. der Gegenbogen zur rechten Weiche führt "Diagonal" aus der Anlage zu einem abnehmbaren Anlagenteil, das würde mehr Tiefe im Spielbetrieb, aber nicht mehr Länge benötigen.


    Die andere Frage ist, welche Art von Zügen dort bewegt werden sollen.

    Bahnsteig vorhanden, also kurzer Personenzug, (VT 98) oder PmG mit einem Personenwagen, einem Güterwagen, bzw. reiner Übergabe oder Nahgüterzug.


    Unter Verzicht auf Personen-Bahnhof wäre ein Industriebahnhof, Werksanschluss o.ä. in der Ausgestaltung möglich, mit entsprechend anderen Schwerpunkten in Fahrzeugwahl und betrieblichen Ansätzen.


    Jedenfalls Platz ist in der kleinsten Hütte (bzw. im kleinstren Regal) wenn Thema und Fuhrpark zusammenpassen.


    Grüße vom

    Zweispurer

  • Auch wenn nur die Türen oder eine davon mit Klappen überbrückt werden können, wäre schon etwas gewonnen. Bei der Planung müssen immer die Fahrzeuglängen berücksichtigt werden, da die Güterwagen für 0 18-27 cm lang sind, sind 54 cm nicht optimal, da man zwei lange hineinbekommt, aber keine drei kurzen (es sei denn O02 oder dergleichen).


    Herbert

  • Hallo Zusammen,


    erstmal vielen Dank für die Rückmeldungen. Wie bereits geschrieben, ist der Raum (noch dazu Dachgeschoß) bereits so voll, dass auch das Überbrücken der Türen keine Option darstellt, zumal ich dann ja auch weitere Segmente habe, die noch untergebracht werden müssen. Deswegen war meine Rückfrage ja auch ausdrücklich auf das Betriebskonzept gerichtet, dass sich möglicherweise auf dieser Fläche realisieren lässt.


    Dazu ist die Frage nach dem Rollmaterial in der Tat wichtig, ich hatte hier ja nur etwas von Köf+2 Wagen sowie ggf. mal GMP mit einer längeren Lok geschrieben.

    Ergänzend ist zunächst mal eine T3 und bei Lieferbarkeit ein VT98 sowie eine V60 angedacht. Personenverkehr soll nur spärlich stattfinden, d.h. ein Personenwagen im GmP oder später auch nur der Schienenbus, der ja im Vorbild auch Güterwagen mitgenommen hat. D.h. der Rangierspaß beschränkt sich dann auf 2 Güterwagen, wenn man aber davon ausgeht, dass gleichzeitig ein voller Wagen in der Fabrik und ggf. ein anderer am Güterschuppen/Freiladegleis stehen, die entsprechend mit umrangiert werden sollen, wird es ausreichend knifflig.


    Die vorgesehenen Gleislängen (z.B. die erwähnten 54cm) ergeben sich aus der Positionierung der Weichen ggü. den Regalstützen, die 11,25 Grad Abzweigwinkel der Lenz-Weichen lassen da leider sehr wenig Spielraum. Natürlich könnte ich auch mit PECO Code 124 bauen, da gibt es Weichen mit 22,5 Grad Abzweig, aber das befriedigt mich dann optisch nicht.


    Auf die Schiebebühne Links müsste auf jeden Fall noch ein drittes Gleis passen, auf dem ein weiterer Wagen oder eine Lok "gespeichert" werden können.


    Das abzweigende Gleis Richtung Bahnhof zu führen, wäre optisch sicher schöner. Ich muss das Gleis mal auslegen und sehen, ob das bei den max. 57cm in der Tiefe am rechten Anlagenteil machbar ist, ohne dass das Gleis direkt am Anlagenrand entlang führt. Beim Entwurf in Spur 1 passte das nicht, deswegen hatte ich es hier gar nicht mehr probiert. Also noch mal Danke für diesen Hinweis!


    Viele Grüße,


    Dirk


    P.S: Ich wurde auch noch einmal gebeten, den Entwurf mit der nicht lieferbaren Kreuzung einzustellen, das werde ich heute Abend nachholen.

  • Man könnte auch das Ziehgleis mit Scharnieren an der Anlage befestigen. Auf der linken Seite wird in jedem Fall ein Fiddle-yard bzw. Ziehgleis gebraucht, und der Platz vor der Tür ist sowieso zu nichts anderem nütze. Da es sich um eine Balkontür handelt, ist auch kein Publikumsverkehr wie auf der Hohe Straße in Köln anzunehmen, und wenn nicht gerade ein Zug darauf ist, wäre das Gleis in Sekundenschnelle hochgeklappt. Es kann dann auch kein Zug von der Anlage fallen.


    Herbert

  • Hallo Zusammen,


    also, ich finde es ja sehr nett, dass Ihr Euch weiter Gedanken über zusätzlichen Platz macht, aber wie ich bereits mehrfach geschrieben habe, gibt es neben den Türen keinen weiteren Platz, den ich nutzen könnte. D.h. ich "gewinne" ca. 90 cm, muss dafür dann aber noch den Radius unterbringen. M.E. keine lohnende Perspektive.


    Anbei nun also der versprochene Gleisplan mit der Kreuzung in zwei Varianten:


    Jetzt noch die Variante mit dem Rangiergleis in Richtung Bahnhof:

    Tatsächlich lassen meine Raumverhältnisse die zweite Variante nicht zu (fehlende Tiefe rechts), bei dem Plan ohne Kreuzung wäre dies ggf. machbar:

    Schon mal vielen Dank für alle Rückmeldungen zum Anlagenkonzept!


    Viele Grüße


    Dirk


    P.S.: Das Konzept von nycjay finde ich trotzdem klasse, danke für's Zeigen!

  • Hallo Dirk,


    Dein erster Plan, oder dessen erweiterte Variante mit dem Gleis unten links erschienen mir als die besten bisher. Bei den zuletzt gezeigten existiert ja kaum noch eine erkennbare Nutzlänge sowohl bei der Umfahrung, als auch vor der Einfahrtweiche.


    Ein Plan der auf rd. 3 Metern Platz findet habe ich in Buseck (bevor die Spur Null Tage nach Gießen umzogen) als Segmentanlage gesehen. Hier einmal der Link zu meinem Beitrag im Thread "Gleispläne für die Spur Null":


    https://forum.spurnull-magazin.de


    Die erste Variante dürfte die für Dich interessanteste sein.

    Das EG war auf der Originalanlage im rechten Teil der Anlage hinter dem im Plan untersten Gleis platziert, das obere Gleis endete dann links vom EG.

    Inwieweit sich das mit den vorhandenen Regalstützen vereinbaren lässt wäre zu prüfen.


    Hier ein Link zu drei Fotos dieser Anlage: www.spurnull-magazin.de


    Solltest Du entgegen Deinen bisherigen Angaben eine Möglichkeit haben doch nach vorne ein abnehmbares Teil anzusetzen, wäre auch die zweite Variante denkbar.

  • Hallo Zusammen,


    vielen Dank für das hochinteressante Feedback, ich habe gestern noch begonnen, mit dem Plan von Ulrich Aikele zu arbeiten, wenn man die beiden Weichen links durch eine DWW ersetzt und (aufgrund der Regalstützen) die Gleisverläufe etwas begradigt, sieht das tatsächlich sehr ähnlich zu meinem Plan aus, aber das ist vermutlich noch nicht das Ende der Fahnenstange. Dazu später mehr.


    Zunächst habe ich mal eine Skizze des Raums erstellt, ich glaube die Positionen der Türen waren bisher tlw. unklar.


    Ich hoffe, jetzt ist klarer, warum ich keine Vorteile darin sehe, einen Abzweig zu bauen.


    Viele Grüße


    Dirk

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