Schienenprofil - Schnitt

  • Hallo liebe Forumsleser und -Schreiber,


    ich befass mich gerade mit dem Trennen von Schienenprofilen ...


    Ich lese überall im Netz, man soll die Profile über einem sauberen 90° Schnitt trennen, mir leuchtet das aber überhaupt nicht ein, jedenfalls nicht aus horizontaler Betrachtung. Ein schräger Schnitt mit 30 - 40° verhindert eine klassische und unschöne "Lückenbildung" und bietet dem Profil Platz zum "atmen" ( ausdehnen/ zusammenziehen ), oder ...

    ... ??!


    Mal mit einer "groben" Trennscheibe ausprobiert ...


    Liebe Grüße


    Stephan

  • Für das "atmen" ist die Lage der Schnittführung vollkommen egal. Wenn es eine Dehnfuge ist dann ist die von oben betrachtet ein Querschlitz, Eine optisch schöne Arbeit ist es die Dehnfuge längs im Schienenprofil zu machen, wie - ich glaube die Firma Tillig macht das bei seinem Ausgleichsgleis.


    Der Vorteil eines senkrechten Schienenstoßes ist nicht von der Hand zu weisen weil ein rechter Winkel auf beiden Seiten nun mal die Gleise universeller zusammenfügen läßt


    lg Franz

  • Bei Übergängen von Modul zu Modul sind Schäden vorprogrammiert, wenn etwas übersteht.

    Ganz zu schweigen von der Verletzungsgefahr, insbesondere wenn der Schnitt so schräg wie oben dargestellt durchgeführt wird. Da sind Schnittwunden vorprogrammiert.


    Darüber hinaus muss man bei einem Doppeldecker oder Haltebrett immer Luft für das überstehende Schienenprofil vorsehen. Andernfalls kann man das Brett nicht bündig am Kopfstück montieren. Auch doof.


    Ich denke die Nachteile eines schrägen Schnitts am Modulende überwiegen die Vorteile. Die Dehnungsfuge kann man ja nach belieben schneiden. Da wäre es mir ziemlich egal, vor allem wenn eine Schienenlasche ohnehin den Schnitt überdeckt.


    Gruß

    Djordje

  • Hallo.

    Wenn man einen Drehmel oder ähnliche Werkzeuge mit einer Trennscheibe zum Profiltrennen einsetzt, entsteht ein schräger Schnitt. Um einen 90° Schnitt zu erhalten muß man nacharbeiten, z.B. mit eine Feile. Nun kann man das Gleis problemlos mit eine Weiche oder anderen Gleisen vebinden.

    Bei der DB gibt es auch nur 90° Trennungen . Alles andere ist für mich Murks und wird an keinem Modulkopf akzeptiert.

    Gruß Gerhard

  • Hallo,

    also ich kann im Eröffnungsbeitrag von Stephan E432 nichts vom Modulende lesen. Es geht "nur" um das Trennen von Schienenprofil.


    Gruß Jörg

    Ich kenne keine andere Firma, bei der alles so durchdacht ist wie bei der Staatsbahn.

    Alles verläuft pünktlich auf die Minute, alles ist genau geplant, alles ist vorbereitet, ein wahres Vergnügen.

    (Egon Olsen in "Die Olsenbande stellt die Weichen")

  • Ich nehme zum Trennen von Schienenprofilen einen watenfreien Seitenschneider mit 64 bis 65 h. Der ist gerade noch bezahlbar. Entgraten des Schnittes ist obligatorisch, sowohl bei der Trennscheibe als auch bei der Zange. Ich schneide damit Profile bis 4 mm Höhe. Das einzig wirkliche Problem dabei ist das ich schon Zangen mit Härterissen hatte. Die werden dann an den Schneiden verkürzt und weiterverwendet wenn genug "Schneide" überbleibt.


    Gibt es auch von anderen Anbietern, sowas zum Beispiel: https://www.amazon.de/dp/B005E…&colid=1ZGSY586WCU31&th=1


    Nach meiner Erfahrung ist eine nachträglich einzubringende, senkrechte Trennstelle mit einer Trennscheibe als Werkzeug nur mit einem einzigen Gerät möglich: https://www.contorion.at/p/pro…3WmwweEAQYASABEgIL1vD_BwE


    lg Franz

  • Hallo.

    Wenn man einen Drehmel oder ähnliche Werkzeuge mit einer Trennscheibe zum Profiltrennen einsetzt, entsteht ein schräger Schnitt. Um einen 90° Schnitt zu erhalten muß man nacharbeiten, z.B. mit eine Feile. Nun kann man das Gleis problemlos mit eine Weiche oder anderen Gleisen vebinden.

    Bei der DB gibt es auch nur 90° Trennungen . Alles andere ist für mich Murks und wird an keinem Modulkopf akzeptiert.

    Gruß Gerhard

    Hallo,


    wer sagt denn das bei der DB nur 90 Grad Schnitte gibt ?



    Auch hier hat man überlegt, wie man den Verschleiß an Stosslücken minimieren kann. Zumindest da, wo die sich nicht vermeiden lassen. Also Isostösse:


    Gleisbau-Welt - Isolierklebestoß
    In der Signaltechnik wird heute überwiegend mit Gleisstromkreisen gearbeitet, dazu dienen die Eisenbahnfahrschienen als Stromleiter. An den Grenzen der…
    www.gleisbau-welt.de



    Grund war hier, die Isofehler durch Überwalzungen zu reduzieren.


    Hat sich aber so auch nicht bewährt …



    Gruß Patrick

  • Guten Abend!


    kleiner Tip am Rande, ich nutze zum Ablängen der Schienen seit längeren einen kleinen Akku-Winkelschleifer von Bosch (GWS12v-76) mit Trennscheibenstärke 1mm. Der Vorteil im Gegensatz zum Dremel oder Proxxon ist das rechtwinklige Ansetzen zum Gleis.

    Auch das bündige Abschneiden am Modulende ist unkritisch.

    Bei Bahnhofssegmenten hatte ich die Module einer Distanzscheibe von ca. 1,5 verbunden, die Schienen beidseitig auf Schrauben gelötet und konnte so den Zwischenspalt als Führung nutzen.

    Mir ist aber klar, dass für die meisten Anwender der Kauf dieser Gerätsschaft nur für diese Anwendung zu teuer kommt, doch ich hatte mir schon früh den Akkuschrauber aus der 10,8V-Serie gegönnt , dann die Leuchte, Stichsäge, Handkreissäge usw. Außerdem nutze ich die Maschinen nicht nur für den Modulbau!


    Gruß Thomas

  • Hallo Profiltrenner,


    ich habe im Laufe von rund 45 Jahren diverse "Geräte" im Einsatz gehabt.

    Elektrisch fing es mit dem noch als Bausatz erworbenen Bohrzwerg von M+F an, sehr viel später kam dann der Dremel hinzu.

    Aber das beste Gerät war, ist und bleibt die Feinsäge von Roco. Seit gefühlt 40 Jahren verrichtet sie ihren Dienst immer noch mit Biss. Und ich muss sagen, sie liefert auch die lagegenauesten Schnitte, da rutscht man nicht ab.

    Aber ich bin sowieso ein Fan vom Handsägen. Auch (genaue) Holzschnitte mache ich oft mit einer guten Handsäge und nicht mit einer der diversen vorhandenen Elektrosägen.


    Einen schönen Abend noch

    Günter

  • Hallo zusammen,

    ich trenne mit D= 50mm Trennscheiben. Billiges Zeug, Diamantbesetzt. Habe ich möglicherweise bei einem anderen Verkäufer bestellt, aber hier:::

    10 Tlg. 50mm Schmuck Diamant Glas Metall Trennscheibe Schleifscheibe für Dremel | eBay
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    www.ebay.de


    Bislang kein Thema mit der Stabilität. Brille aufsetzen sollte man natürlich!. Wenn die Masch nicht zu fett im D ist, sind bei auflegen aufs Gleis rechtwinklige Schitte locker durchführbar.

    Grüße an Alle

    Andreas

  • Hallo,


    bei Dremel und Co. kann man mit einem Winkelvorsatz durchaus einen 90 Grad-Schnitt durchführen.


    Wer sich einen Dremel und Co. leistet kann sich auch einen Winkelvorsatz leisten.


    Mich wundert oft hier in Forumsbeiträgen, welche und wieviele Geräte bei den Modellbauern vorhanden sind und benutzt werden.

    Grüße aus Lappersdorf (bei Regensburg)


    Heinz ;)

    Edited once, last by Heinz Becke ().

  • Zu den Beiträgen 10 und 11:


    Die Roco Feinsäge ist einfach überteuert für ihre Haltbarkeit. 12 Euro ist einfach zu hoch. Ich persönlich finde sie auch gut aber nicht um diesen Preis. Die Säge hat bei Kunststoffbearbeitung eine hohe Standzeit, stumpft aber beim Schienen(profil)schneiden sehr schnell ab.


    Diamantwerkzeuge sind grundsätzlich nicht für Metalle sondern für Steine, Glas. etc.... -was nicht heißt das sie nicht funktionieren. In meiner Lehre hieß der Grundsatz je härter das Metall, umso weicher die Scheibe. Die Begründung lag in der Abstumpfung des Schleifmittels und anschließendes Ausbrechen desselben aus der Trägerschicht.


    lg Franz

  • ... was meine Eingangsthese untermauert,

    dass es physikalisch betrachtet nicht besonders clever erscheint, 2 stumpfe Gleisenden aneinander stoßen zu lassen.


    Natürlich führen viele andere Faktoren, die hier auch alle angesprochen wurden, zu meiner ganz persönlichen Nachbetrachtung. Ganz herzlichen Dank an alle, die hier einen Blick über den Tellerrand wagten, aber auch an die besonders Fröhlichen hier in der Runde ... :D


    Liebe Grüße aus dem Allgäu


    Euer Stephan

  • Beim Isolierklebestoß dürfte im Modell die Fuge ohnehin nicht erkennbar sein, und heutezutage sind die Schienen verschweißt, so daß sich im Modell keine Notwendigkeit ergäbe, Schienen zu trennen. Ich bin zwar kein Gleisbauexperte, aber ich wüßte nicht, daß die Stöße je anders als 90° zur Schiene ausgeführt wurden, von Versuchen einmal abgesehen. Das wäre auch ziemlich unpraktisch gewesen, da sich ggf. zweierlei Schienenenden ergeben hätten und die Geräte zum Ablängen der Schienen komplizierter geworden wären.

    Daß ein rechtwinkliger Schnitt empfohlen wird, dürfte einfach daran liegen, daß das Vorbild es so gemacht hat.


    Herbert

  • Und wenn man sich mal so einen Thermitschweißvorgang beim Original anschaut, dann sind das auch Stöße im 90° Winkel zur Schiene.

    Und die Schienen"moppels", also diese übergroßen Trennschleifer, mit denen die Schienen getrennt bzw. abgelängt werden, werden an der Schiene angeklemmt und erzeugen einen rechtwinkligen Abschluss.

  • Hallo Dirk,


    so einen habe ich auch (den zweiten, mit dem ersten habe ich Stahldraht übergekniffen in der Meinung, es sei Neusilber). Für 0-Regelspurschienen ist er ein wenig zu klein.


    Herbert

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