Plan Vorstadthaltepunkt Lomnicky aus SNM- und die Realität

  • Hallo zusammen,

    den Plan von Herrn Lomnicky aus dem SNM fand ich, wie auch schon die vorherigen, recht interessant.

    Allerdings hatte ich immer Zweifel, ob die Umsetzung mit dem Standardmaterial wie beschrieben möglich ist.

    Daher kurz mit Anyrail ein paar Gleise zusammengesteckt und versucht den Plan zu realisieren (die Gleise hinter der Kulisse habe ich bewusst weggelassen).


    Wie zu erwarten, passt das so nicht. Jedenfalls, wenn man noch Gleislängen wie auf den Zeichnungen suggeriert, realisieren möchte.

    Aber wenn man ein paar Zentimeter mehr in der Länge hat, dann kann das ganze doch noch etwas werden. Bei 420cm Länge sieht das ganze dann so aus:


    Allerdings gebe ich zu bedenken, das auch die gezeichneten Gebäude wohl nicht ganz Maßstäblich umzusetzen sind, genauso wie die Straßenbreiten etc.

    Da müsste man dann ggf. noch ein paar Anpassungen vornehmen.

    Der Plan hat m.E. Potenzial, jedoch ist die Handschrift der Baugröße H0 irgendwie immer zu spüren.

    Daher meine Bitte an die Macher: Einfach vor der Veröffentlichung ein Paar Gleise mit einem Gleisplanungsprogramm zusammenstecken, die realistischen Gebäudemaße genauso wie Straßenbreiten berücksichtigen, und dann die schönen 3D Zeichnungen zur Inspiration und Appetitmacher zeichnen.

    Sonst kommt schnell Frust auf bei Einsteigern, die mit der Planung beginnen.

    Danke, weiterhin viel Spaß beim Planen


    Gruß Jörg

  • Lieber Jörg, zeig doch mal wie Deine Anlage aussieht.


    Hallo Werk 2,


    ich finde die Pläne von Herrn Lomnicky immer sehr interessant und wenn sich Jörg die Mühe macht das mal umzusetzen, dann ist das durchaus aufschlußreich.


    Da ich Jörg persönlich kenne und schätze, bin ich mir sehr sicher, dass seine Motivation das Interesse an der Machbarkeit war und nicht hier zu zeigen, dass das evtl. nicht machbar ist. Es gibt hier schon genug "ich weiß was besser Threads"...


    Dann nach seiner Anlage zu fragen ist beinahe unverschämt. Aber gut, ich empfehle sich mal die Eigenentwicklung seiner Kupplungen und Fahrpulte anzuschauen.


    Und da wir unsere Gebauer-Köf III parallel gebaut haben...ich kenne keinen Köf III Führerstand, der so nah am Vorbild gebaut wurde. Und ich weiß wovon ich spreche.


    Also Jörg, vielen Dank für's Probieren!


    Gruß nach Berlin!


    Jörg

  • Hallo Freunde, es ist sehr schade, wenn ihr hinter jeder Antwort einen Angriff vermutet. Habt ihr das nötig? Seid ihr perfekt? Ich jedenfalls nicht! Neugierig auf guten Modellbau bin ich aber schon. Deshalb meine Bitte gestern. Also, ihr Asse, nix für ungut und schönen Gruß


    Hans

  • Hallo zusammen,

    ich dachte ich hatte mein Anliegen ausreichend formuliert. Aber wie man lesen kann, ist das mit der Kommunikation so eine Sache..

    Ich fand den Plan interessant, wie auch schon andere vom Autor. Ich hatte bereits vor längerer Zeit einen Bahnhofsplan aus dem SNM von Herrn Lomnicky auf Wunsch eines Kollegen versucht umzusetzen. Das ging damals auch nicht so wie gedacht, war aber eine gute Vorlage für die Realisierung.

    Hier ging es mir ähnlich.

    Daher meine Bitte an die Macher (H. Lomnicky/ Stefan K.), die gezeichneten Pläne mit der Realität grob abzugleichen, was ja heute mit den modernen Mitteln kein Problem ist. Und erst dann diese wunderschönen inspirierenden 3D Skizzen erstellen, du Lust auf eine Umsetzung machen.

    Dann wird es auch nicht auf den Zentimeter passen, aber man wäre dichter an der Wahrheit. Nicht mehr und nicht weniger.


    @ Johann: Ja, aber damit käme ich immer noch nicht um die Ecke, da braucht es schon vier Meter Länge.

    Man bekommt sicherlich alles auch irgendwie in 3,60m unter, nur hat das dann nicht mehr die Wirkung wie in der Zeichnung.

    Würde der Plan mit 4,5m x 1,20m angegeben sein, wäre er sicherlich gut umsetzbar. Wir sollten ehrlich zu uns und unseren Maßen sein- zumindest was den Platzbedarf der Spur 0 betrifft ;) Das erspart geraden Neueinsteigern m.E. so manche Enttäuschung.


    @ Jörg: Danke für dein Kompliment zu meiner Köf III. Zum Glück hat Charlie Oscar noch keine Köf III gesupert. Wenn ich an seine V100 denke... :)


    Weiterhin allen viel Spaß an den eigenen Projekten


    Gruß Jörg

  • Hallo Hobbyfreunde,


    so wie es Jörg ( jmdampf ) schreibt ging es mir auch, habe immer schon gefallen an den Plänen von Herrn Lomnicky gefunden, aber dieses Mal gibt es einen Vorschlag der mehr als nur ein kleines Diorama darstellt. Was mich begeistert hat war die Möglichkeit des zusammenhängenden Fahrbetriebs auf den beiden Ebenen, zumal ich eine ähnlich Dachgeschoss-Situation habe.


    Natürlich habe ich auch gleich AnyRail bemüht. Bei mir gibt es in der Breite sogar noch mehr Platz. Allerdings sind mir auf dem Gleisplan im Heft die Radien aufgefallen. Der Zeichnungs-Maßstab ist ca. 1:20. Bei einer Breite von 360 cm hat der Sichtbare Teil eine Tiefe von ca. 100 cm und der nicht sichtbare Teil ca. 150 cm. Die gezeichneten Radien liegen zwischen ca. 110 cm und bei der Auffahrt sogar nur bei ca. 85 cm. Das ist unter normalen Umständen nicht mit Spur-0-Modellen zu realisieren.


    Ich könnte zwar mehr in die Breite bauen, aber in der möglichen Tiefe für die Gleisverlegung (damit ich in der Schräge auch noch ausreichenden Lichtprofil behalte) stehen mir nur 250 cm zur Verfügung, so wie auf dem Plan im Heft. Also habe ich auf dieser Basis angefangen zu Testen den Gleisverlauf anzupassen, zuerst als digitale Zeichnung, danach mit vorhandenem Gleismaterial. Hiermit befasse ich mich jetzt seit einer Woche, immer wenn es meine Freizeit zulässt.


    Da ich grundsätzlich noch im Planungsstadium bin habe ich noch nicht so viele Gleise. Einen ganzen Kreis aus der Grundpackung, eine Lenz-Weiche und ein paar alte Schullernweichen aus einer ehemaligen Clubanlage und unendlich viele Meter Flexgleis-Bausätze von Herrn Dora (damals).


    In meinem Planungsstadium bin ich jetzt soweit - nach zwei komplett unmöglichen Ansätzen - das ich max. mit Radien von 100 cm auskommen müsste. Ob das klappt werde ich vielleicht in der kommenden Woche feststellen können.


    Ein Real-Test hat ganz schnell ergeben, dass der R1 von Lenz (r 91,44 cm) nicht in Frage kommt. Ich nutze ausschließlich Originalkupplungen. Meine größte (längste) Dampflok - die BR86 - hat so viel Überhang das sich die Puffer im Bogen überpuffern. Der Test mit einer BR64 geht soeben, allerdings ganz sicher nur gezogen. Geschoben wird es sehr kritisch. Hinzu kommt, zumindest bei Wagen mit festen Lenz-Original-Kupplungen, das diese, wenn sie zu lang sind durchaus auch mal auskuppeln und wenn sie zu kurz sind die Bögen nicht meistern. Also werde ich jeden Lenzwagen mit Federpuffern ausrüsten [Edit: nach einem Hinweis habe ich bemerkt, dass es wohl "gefederte Original-Kupplungen" heißen sollte] - übrigens nach dieser Erfahrung egal ob ich dieses Konzept umsetze oder nicht.


    Plan für die kommende Woche ist, die 2m-Felxgleise in einem Radius von ca. 100 cm herzurichten und weiter ausgiebig zu testen. Der Lenz R2 (r 102,87 cm) kommt nicht in Frage, weil mir dazu die Anlagentiefe fehlt.


    An dieser Stelle macht es noch keinen Sinn einen Gleisplan zu veröffentlichen, denn zuerst sollte sich eine Planung umsetzen lassen. Und hiermit meine ich die Kreisbahn und die Auffahrt. Wie auch von Jörg erwähnt, lässt sich die Planung im sichtbaren Teil dann auch nicht 1:1 so umsetzen wie im Heft abgebildet. Darum kümmere ich mich dann aber erst wenn ich sicher auf der oberen Eben ankommen kann.


    Weil mir das Konzept sehr gefällt möchte ich alle MEINE Möglichkeiten gründlich austesten.


    Bleibt gesund,
    Ralf

  • Hallo RalfE,


    Deine Erfahrungen, was die Radien angeht, decken sich mit meinen. Viel Erfolg beim weiteren Planen!


    ...

    Also werde ich jeden Lenzwagen mit Federpuffern ausrüsten


    Aber: Du schriebst, dass Du die Lenzwagen mit Federpuffern ausstatten willst - Lenzwagen haben doch alle vom Werk aus bereits Federpuffer!?!


    Fragender freundlicher Gruß

    EsPe

    Ja, ich mag die Spur 1 nicht!

    Edited once, last by EsPe: Zitat nachgetragen ().

  • Moin,


    nun möchte ich auch mal meinen unmassgeblichen Senf dazugeben. Planen mit Software ist sicher eine schöne Zeitverschwendung, es bleibt aber reine Theorie. Immer wieder, enige Weichen und Gleise beschaffen und lose mal zusammenstecken, es ergeben sich daraus viele Varianten und man bekommt ein Gefühl für den Platzbedarf und die Wirkung in 0. Das kann kein Planungsprogramm und kein aus einem anderen masstab adaptierter Vorschlag ersetzen.


    Gruss, Dirk

  • Hallo Dirk,


    dazu möchte ich sagen: Es kommt darauf an.

    Wenn jemand in seinem Leben viele Planungen durchgeführt und ein gutes räumliches Vorstellungsvermögen hat, also sich das, was er / sie auf dem Papier aufgezeichnet hat (Voraussetzung ist natürlich ein exaktes, fehlerfreies Planungsprogramm) , vor seinem geistigen Auge vorstellen kann, wird er / sie auch keine allzu großen Enttäuschungen erleben. Wobei natürlich eine "reale" Gegenprobe nicht schaden kann.

    Von mir kann ich sagen, ich habe über die Jahrzehnte einige Anlagen geplant, die letzte H0-Anlage hatte 3 1/2 Ebenen, davon 2 Ebenen mit Schattenbahnhöfen. Auf meine alten Bleistiftzeichnungen und bei der letzten großen H0-Anlage sowie bei der Spur-0-Anlage auf die Zeichnungen mit WinRail konnte ich mich immer verlassen - auch auf das optische Resultat.

    Aber, entscheiden muss das jeder für sich selbst.


    Ich wünsche noch einen schönen Abend

    Günter

  • s bleibt aber reine Theorie. Immer wieder, enige Weichen und Gleise beschaffen und lose mal zusammenstecken, es ergeben sich daraus viele Varianten und man bekommt ein Gefühl für den Platzbedarf und die Wirkung in 0.

    Naja, man muss sich nicht für teuer Geld Lenz Weichen und eine Kreuzung anschaffen, um im Anschluß zu bemerken, dass der Gleisplan auf 3,6m Länge nicht aufgehen will. Da kannst du zusammenstecken was du möchtest, es wird einfach nicht klappen. Der Entwurf im Magazin ist in jederlei Hinsicht zu optimistisch gestaltet. Insofern macht es sehr wohl Sinn, vorab mal den Gleisplan vorsichtig abzustecken, ehe man Geld und insbesondere Hoffnung in eine Idee versenkt.



    Gruß

    Djordje

  • Moin Dirk,
    ich habe ein gutes halbes Jahr "Vorsprung" vor Dir, was die Planungsphase anbelangt. Ich kam direkt von der Spur N zu Null, und mir hat folgendes geholfen: Auslegen vorhandener Gleise und dann habe ich ALLE verfügbaren Gleise kopiert und auf festem Papier ausgedruckt. Auch die Weichen, die muss man ggf. aus zwei Teilen zusammensetzen. z.B. die Bogenweiche:


    Jedenfalls muss man dann nicht gleich alle Weichen in größeren Stückzahlen kaufen, sondern kann sich seinen Gleisplan erst mal "grob" auslegen". Ich habe dann auch Fahrzeuge und Figuren sowie Grundrisse von infrage kommenden Gebäuden auf festem Papier ausgeschnitten, um zu sehen, wie viel Platz Gebäude und andere Ausstattungsgegenstände benötigen. Die Umsetzung der groben Vorplanung über ein PC-Programm wie Anyrail gleicht dann die Ungnauigkeiten der "Dummy-Methode" der groben Vorplanung aus.

    Und last but not least hat mir die Diskussion hier im Forum sehr geholfen, mein Projekt voranzubringen. Natürlich muss man seinen eigenen Weg finden und hat seine eigenen individuellen Vorgaben, aber der Blick über den Tellerrand hilft in vielen Fällen weiter.

    Ich wünsche Dir viel Freude und gute Fortschritte bei Deinen Planungen,

    viele Grüße
    Rüdiger

  • Genau,


    hiermit nehem ich Bezug auf alle Beiträge und dem letzten von Rüdiger und auch Djordje:

    Planung in 1:1 ob mit Gleis oder Dummy ! Das ist der richtige WEG :thumbup:


    Genau das bringt die wirkliche Erkenntnis was geht und was nicht.

    Weichen kann man auch kürzen, aber Verbindungen zwischen Weiche oder DKW etc kann ich nur empfehlen mit R10 zu planen. Dann bleibt auch noch etwas "Reserve" in der Umsetzung. Ich weiß wovon ich schreibe, ich bin seit Wochen in der Phase.

    Papier oder Programme zur Planung sind wie heißt es ... geduldig.

    Trau keiner Statistik oder einem Buisnessplan den du nicht selbst gefälscht hast...


    Also je näher der Realität in 1:45 desto besssr !

    Grüße

    Andreas

  • Hallo Ihr Planer,


    alle die jetzt in der Planungsphase sind, haben auf ihre Weise recht - und sollen sich mit ihrem Vorgehen auf dem richtigen Weg fühlen.


    Und wenn Andreas sagt, er weiß wovon er schreibt, ist das sicherlich so.

    Andererseits kann ich für mich ganz klar sagen: So wie ich es gemacht habe, kann es (auch) gehen.

    Denn Erfahrung (von früher) habe ich reichlich, das Ergebnis und auch die vielen positven Reaktionen auf die entsprechenden (aktuellen) Beiträge bestätigen mich.

    Mit einem guten Planungsprogramm kann man auch Gleise "manipulieren" und praktisch jede gewünschte Form hinbekommen. Bei echten Gleisen säge ich doch auch nicht so mal eben an einer Weiche herum. Da sind dann Papierschablonen hilfreich - und vor allem budgetschonend.


    Allerdings wandert das Thema in Richtung Glaubensfrage ab - da braucht man nicht streiten / diskutieren - jeder soll nach seiner Fasson selig werden.

    In diesem Sinn wünsche ich gutes und erfolgreiches Planen mit Ergebnissen, mit denen jeder langfristig zufrieden ist.


    Gute Nacht

    Günter

  • Aber: Du schriebst, dass Du die Lenzwagen mit Federpuffern ausstatten willst - Lenzwagen haben doch alle vom Werk aus bereits Federpuffer!?!

    So viel dazu, wenn man am Sonntag kurz vorm Essen noch schnell ein paar Zeilen schreibt. Ich meinte natürlich, dass ich den Lenz-Wagen gefederte Original-Kupplungen spendieren möchte.



    Planen mit Software ist sicher eine schöne Zeitverschwendung, es bleibt aber reine Theorie.

    Ich für meinen Teil habe ja geschrieben, dass ich nach der digitalen Planung dabei bin meine Ideen in 1:1 zu testen.
    Und wenn man eine Fläche gestalten möchte ist eine "digitale Skizze" durchaus hilfreich, man merkt in unserem Maßstab ganz schnell was geht und was nicht!



    Der Entwurf im Magazin ist in jederlei Hinsicht zu optimistisch gestaltet. Insofern macht es sehr wohl Sinn, vorab mal den Gleisplan vorsichtig abzustecken,

    ... genau so ist meine Vorgehensweise ...

    Vor allem aber vom Threaderöffner sehr wichtige Hinweise für den Gestalter des Berichtes und den Herausgeber des Magazins.


    Schönen Abend,

    Ralf

  • Hallo Jörg,


    ich finde die Zeichnungen auch immer sehr animierend, jedoch : Mir fehlt der Platz. Ich denke aber, daß mann

    die Zeichnungen wirklich nur als Anregungen sehen kann. Die tatsächliche Größe wird sich wirklich erst beim

    Auslegen der Gleise ergeben.


    Grüße aus Stadtoldendorf


    Dirk

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