Von H0 nach Null - Faller 299 Gedenkstätte

  • Hallo, schon wieder der Schorsch.



    Ich sitze nun da und warte auf das Hintergrundbanner für meine Krippe. Um mir die Wartezeit zu verkürzen begann ich eine weitere Baustelle zu eröffnen. Ich hatte drei mehr oder weniger desolate Faller H0-Modelle der Gedenkstätte die einst mit der Artikelnummer 299 im Programm war. Jetzt schreit nicht gleich vor entsetzen auf, ja das restaurieren alter Faller-Modelle macht riesigen Spaß. So habe ich aus drei Modellen in Mischbauweise, Holz- und Plastikteile gemischt, ein ganz passables Modell gemacht.


    forum.spurnull-magazin.de/core/attachment/85453/



    Ich dachte mir nun so etwas einfach zum Zeitvertreib auch mal in unserer Baugröße zu fertigen. Wie üblich habe ich nach der Konstruktion mit CorelDraw ein einfaches Kartonmodell gebaut. Ich wollte sehen wie das so alles aussieht. Nun ja das Faller-Modell einfach mal 2 zu nehmen sah gelinde gesagt nicht sehr berauschend aus. Es wirkte in 1:45 wie ein flaches etwas. Also habe ich nach dem Vorbild des eigentlichen Kriegerdenkmals im Kleinwalsertal bei der Ortschaft Hirschegg gesucht. Ich habe nun versucht die Proportionen einigermaßen zu treffen und dabei mich auch etwas mehr dem Vorbild anzunähern. Es soll kein sklavischer Nachbau werden. Grund dafür ist zum einen, dass ich keinerlei Hinweise auf das Originalbauwerk mit Maßen oder so finden konnte. Der zweite Grund für eine „Nur-Annäherung“ liegt in der Tatsache, dass das aus irgendeinem Grund die Google-Map-Maßbandfunktion nicht funktioniert, vielleicht habe ich auch nur vergessen wie man das macht. Sollte das der Fall sein ist mir jetzt auch klar woher die weißen Flecken auf meinem Arbeitsplatz kommen – es ist Kalk.




    So der erste Schritt ist getan. Nun warte ich wieder, diesmal auf meinen Kreisschneider. Damit kann ich dann die Depafit-Platten problemlos rund schneiden und die Tür- und Fensterausschnitte sauber bearbeiten. Also wenn gewünscht berichte ich gerne weiter. Das Kreuz am Probebau ist bereits das welches später mit verbaut wird. Es wurde mit Holzleiten hergestellt, wobei diese an der Kreuzungsstelle der zwei Balken jeweils auf ½ Balkenstärke gefräst wurden.



    Also wenn gewünscht berichte ich gerne weiter



    Liebe Grüße vom Schorsch


    PS.: ich hoffe der Beitrag st in der richtigen Rubrik. Eine spezielle für gebäudemodellbau habe ich nicht gefunden. Notfalls bitte verschieben.

    Bau einer kleinen Nebenbahn-Endstation. Derzeit noch Planungsphase - Baubeginn voraussichtlich Januar 2022.


    Ich bin der Georg oder wie man bei uns in der Kurpfalz sagt der Schorsch.

  • Hallo,



    ich melde mich nochmal kurz. Ich habe jetzt die Wände aus Depafit ausgeschnitten aber noch nicht dauerhaft verklebt. Erst muss noch der Kreisschneider zum Einsatz kommen. Die Dachsparren habe ich auch bereits geschnitten und die entsprechenden Aussparungen in die vordere und hintere Wand geschnitten. Um alle Dachsparren auf gleiche Länge zu bringen feile ich diese mit Kosmetikfeilen aus dem Nagelstudio, in ebay zu finden, auf gleiche Länge. Hierbei nutze ich ein kleines Hilfswerkzeug aus dem Bereich Mode. Es sind sogenannte Saumklammern die es für wenig Geld ebenfalls in ebay zu kaufen gibt. Nun noch schnell zwei Bilder von den nur mit Stecknadeln zusammengehefteten Wänden und den Dachsparren.





    Es grüßt euch alle mit den besten Wünschen für’s Wochenende



    Schorsch – der Bahnindianer

    Bau einer kleinen Nebenbahn-Endstation. Derzeit noch Planungsphase - Baubeginn voraussichtlich Januar 2022.


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  • Hallo Robert,


    laut meinem Reprint eines Handbuches des Holzbaus sind beide Arten des Sparreneinbaus möglich. Die mit den senkrechten Sparren ist die die wir alle kennen und die wahrscheinlich am häufigsten gebrauchte Methode. Wurden die Sparren, wie bei mir angedeutet, nur aus Brettern gebildet kam der schräge Einbau des öfteren vor.


    Inzwischen habe ich ein Originalbild der Gedenkstätte gefunden und dort waren die Sparren quadratische Balken und senkrecht eingebaut. Das war mir aber zum Zeitpunkt der Planerstellung nicht bekannt und so habe ich mich an dem orientiert was sehr oft bei kleinen Bergkapellen gemacht wurde. Inzwischen habe ich die Zeichnungen abgeändert und werde diese noch einmal neu aus Depafit schneiden.


    Vorteil der schrägen Brettersparren war im wesentlichen auch der, dass man bei den Dachbalken die direkt bebrettert warten die Oberseite nicht abschrägen musste und eine etwas größere Fläche zum schrauben oder nageln hatten. Die Bretter der Unterdeckung liefen ja nicht von hinten nach vorne sondern von First zur Dachrinne. Darauf kam dann zumeist eine Dachpappe oder Schindeln. Heute findet man diese Art der Eindeckung noch oft bei Gartenhäuser ind der Größe ab etwa 10 m².


    Aber wie gesagt ich habe vor das wie beim Original zu ändern um dann auch Balken der Stärke 5 x 5 mm einzubauen.


    Danke für den Hinweis


    Schorsch

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  • Hallo,


    nachdem ich übers Wochenende eine „Calgon-Kur“ gemacht habe verschwand der Kalk in meinen Gehirnwindungen und die konnten sich nach Kur und mit der Hilfetaste wieder an das Vermessen auf Google-Maps einschießen. So habe ich für das geplante Denkmal die Maße von ca. 7 x 7 Meter herausgefunden. Mit weiteren Bildern vom Original und deren Entzerrung im Photoshop gelang es mir doch ein recht stimmiges Maßskelett anzufertigen. Also noch einmal alles auf Anfang zurück, neu gezeichnet und neu aus Depafit geschnitten. Alles ist jetzt mehr an das Vorbild als an das Faller-Modell angelehnt. Doch seht selbst:





    Eventuell vorhandenen Spalten und unschöne Ecken verschwinden noch mit der ersten Putzschicht aus Dental-Gips und Stärkekleber.


    Weiter geht es nun mit den „Innenausbau“ und dem Verputz innen und außen. Doch dazu wieder gerne mehr, wenn es wieder neues zu berichten gibt.



    Es grüßt der Bahnindianer Schorsch

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