TN - Bahnhofsuhr wieder in Betrieb nehmen

  • Hallo in´s Land,

    ich besitze eine ältere Bahnhofsuhr der Fa. TN und möchte diese in Betrieb nehmen. Allerdings kenne ich mich mit der Technik dieser Uhren nicht aus, so dass ich mich über Hilfe dazu freuen würde.

    Offensichtlich ist dafür eine sog. Mutteruhr erforderlich, da bin ich mir aber nicht so sicher. Kann hier jemand anhand der Fotos eine Aussage dazu machen? Gibt es evtl. auch eine Möglichkeit, die Uhr direkt anzuschließen oder ist sie nur mittels Impuls in Betrieb zu nehmen?

    ...über alle sachdienlichen Hilfen freue ich mich!


    liebe Grüße aus der Eifel

    Raine



  • Hallo dafür brauchst du die passende Mutteruhr. Das ist eine Pendeluhr mit 3/4 Sekundenpendel, normallerweise sind die in einem grünlichen Metallgehäuse, selten auch in einem Eichengehäuse. Die Uhren hatten ein Netzteil und dazu eine Notbatterie. Diese liefert den Sekundenimpuls und das Werk weiter zu schalten. Der Impuls wechselt sein Polarität zwischen Plus und Minus hin und her. Wie auf den Schild zu sehen ist soll die Spannung durch passendes stecken der Brücken eingestellt werden.

    Wie es aussieht hat das Werk 2 Spulen, also müsste es eine voreilende Sekunde haben, das heißt der Sekundenzeiger ist schneller als eine Minute bleibt kurz stehen und läuft dann mit springen des Minutenzeigers wieder los.



    Ich habe nocheinmal ein Bild von einer Mutteruhr



    Gruß von Karl - Michael

  • Hallo Karl - Michael,


    danke für die Erläuterung. Ich dachte bis dato immer, dass die Mutteruhr immer nur einen Minutenimpuls liefern würde und der Sekundenzeiger autark in etwas weniger als eine Minute seine Runde vollendet, auf der 12 dann abwartet und erst nach dem nächsten Minutenimpuls seine nächste Runde anfängt. Jedenfalls passt dass zu "stehenden" Uhren (die ich früher beobachtet habe), denen quasi der Impuls abhanden gekommen ist - da stand der Sekundenzeiger immer auf der 12.


    Freundlicher Gruß
    EsPe

    Ja, ich mag die Spur 1 nicht!

  • Anstelle der Mutteruhr gibt es auch entsprechende Impulssteuerungen.


    Da bin ich mal drauf gestoßen, als ich nach einem Taktgeber für Modellzeit gesucht habe, da auch ich eine Nebenstellenuhr an der Wand habe.

    Die hatten wir früher im FKSB von einem zentralen Geber angesteuert und für den Fahrplanbetrieb genutzt.


    Schaltung zur Ansteuerung von Nebenuhren

  • Hallo in soein Gehäuse lässt sich natürlich auch ein anderes Werk einbauen. Aber unter wieder in Betrieb nehmen verstehe ich eigentlich mit dem Originalwerk. Anderes Werk heist wohl auch das die Originalzeiger nicht mehr passen.


    Gruß von Karl - Michael

  • Hallo Rainer,


    Schau mal unter https://nebenuhrsteuerung.de dort gibt es fertige Nebenuhrsteuerungen für kleines Geld, auch mit Zeitverkürzungen für die Modellbahn.

    Ansonsten hat der FREMO bzw. B. Wisotzki eine Steuerung entwickelt, die auch frei nachgebaut werden kann (http://www.fremo.wisotzki.org/…te/uhrtaktgeber/index.php).

    Daneben gibt es noch einen Taktgeber, der von einem PC gesteuert wird, der vom Freundeskreis der TT-Bahner entwickelt wurde.



    Gruß

    Joachim

  • Hallo Karl - Michael,


    danke für die Erläuterung. Ich dachte bis dato immer, dass die Mutteruhr immer nur einen Minutenimpuls liefern würde und der Sekundenzeiger autark in etwas weniger als eine Minute seine Runde vollendet, auf der 12 dann abwartet und erst nach dem nächsten Minutenimpuls seine nächste Runde anfängt. Jedenfalls passt dass zu "stehenden" Uhren (die ich früher beobachtet habe), denen quasi der Impuls abhanden gekommen ist - da stand der Sekundenzeiger immer auf der 12.


    Freundlicher Gruß
    EsPe

    Nur zur Info!


    Es gibt überwiegend zwei Arten von Sekundennebenuhren.

    Die mit "schleichendem" und "springendem" Sekundzeiger".

    Bei schleichender Sekundenanzeige werden die Nebenuhren mit einem "Minutenimpuls" angesteuert und ein Motor dreht dann den Sekundenzeiger.

    Die mit springendem Sekundenzeiger werden mit einem "Sekundenimpuls" angesteuert.

    Bei beiden Arten werden die Impulse durch einen Polwechsel auf der Nebenuhrlinie von der Hauptuhr erzeugt.


    Bei der Spannung wurde in der Regel 12 / 24V= genommen.

    Da es bei großen Netzwerken auf Grund der erforderlichen Leistung und der Kabellänge zu Spannungseinbrüchen führen kann und daher die "Impuls" leicht zu schwach an den Nebenuhren ankommen und womöglich nicht "ausgewertet" werden können (die Uhren zeigen dann irgendwann unterschiedliche Zeiten an...), wurden dann höhere Spannungen genommen.

    Die Laufwerke hierfür waren dann auf andere Spannungen umschaltbar.


    Gruß

    Adalbert

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