Henke IV K erste Generation - Getriebe optimieren

  • Hallo zusammen,


    ich wollte mal eure Meinung hören bzw. eventuell hat einer von euch eine super Idee.


    Ich habe hier noch einen Bausatz einer IV K von Henke liegen den ich gern aufbauen möchte.

    Soweit mir bekannt, hat Henke mehrer Versionen mit unterschiedlichen Antrieben gebaut.

    Meine fertig von Henke gebautes Modell hat einen Riemenantrieb, der Bausatz hat nur Zahnräder.

    Bereits mit der Hand merkt man doch schon sehr wie das Getriebe zu Geräuschen neigt.

    Versuch mit der Hand


    Wenn man das ganze öffnet sieht es so aus:



    Selbst wenn ich nur das obere Zahnrad einsetze hört man das summen schon sehr:

    Video nur oberes Zahnrad


    Meine Analyse:

    Die Schwierigkeit ist hier, dass es vor der Schnecke noch die Zahnräder gibt, die sich eben weil sie noch vor der Schnecke sind sehr schnell drehen.

    Ich kenne das vom Auto... gerade verzahnt gibt immer Geräusche...


    Ich habe jetzt schon versucht die mittleren beiden Zahnräder zu ersetzen.... habe es in Messing und habe es in Plaste versucht... keine Chance.

    Was sagt ihr...? Seht ihr eine "einfache" Lösung ohne einen kompletten Umbau....

    weil so kann das nicht bleiben ...


    Gruß Martin

  • Hallo Martin,


    schon mal direkt beim Hersteller gefragt?


    Ansonsten: Fett (Silikon? Was sagen die Mechaniker?) könnte helfen, aber wenns damit leiser wird, läuft das Getriebe auch zäher.

    Meine bescheidenen Erfahrungen mit Getrieben: Schnell laufende Zahnräder sind akustisch (zumindest von mir) nicht wirklich in den Griff zu bekommen.

    Bin jedenfalls mal auf sachdienliche Tips gespannt - hätte da auch Bedarf dran.

    Viele Grüße aus Südhessen


    Alexander

  • Hallo Martin,


    es gibt Möglichkeiten aber die Teilebeschaffung dürfte schwierig werden. Die eleganteste Lösung wäre Umbau auf Zahnriemen um die Höhenunterschiede zu überwinden aber: mit Ersatzteilen durfte es schwierig sein. Umbau Zahnriemen würde mechanisches Arbeiten bedeuten, sprich der alte Zustand lässt sich nicht wieder herstellen.

    Variante 2 wäre der Ersatz durch schräg gezahnte Zahnräder, da diese leiser laufen, durch geringere Reibung. Hier dürfte auch die Beschaffung Schwieirgkeiten bereiten. Variante 3, und so würde ich rangehen, alle Zahnräder mal ausbauen und mit einer rotierenden Drahtbürste an den Kanten der Zähne glätten. Meist ist vom Fräsen ein leichter Grat vorhanden. Danach sollte alles leiser und auch leichter laufen.

    Aber: durch die Kraftübertragung per Schnecke auf die Antriebsritzel auf den Achsen wird das Ganze im letzten Schritt des Getriebes immer wieder ausgebremst, was den hohen Kraftaufwand beim Antrieb ausmacht und damit auch mit für die Geräusche verantwortlich ist.


    Gruss, Dirk

  • Guten Morgen,


    die mir bekannten Methoden

    - Leichtgängigkeit herstellen

    - Schmieren

    - Zahnräder per Drahtbürste von Fertigungsgraden befreien

    - Unter Lupe Zahnräder auf Schäden begutachten

    habe ich natürlich vorher ohne nennenswerten Erfolg versucht.


    Dirk, die von dir angesprochenen Sachen habe ich schon versucht näher zu verfolgen.
    Leider mit eher weniger Erfolg.

    Schräg verzahnte Zahnräder in Modul 0,4 habe ich nur bei Meinert gefunden. Hier wird aber nicht zw. links und rechts unterschieden... weshalb ich davon ausgehe, dass es sich nur um Zahnräder für Schnecken handelt. GHW hat schräg verzahnt... aber erst ab Modul 0,5... und da auch nur in einer 10er Abstufung.

    Mit einem Zahnriemen wie es Henke auch aktuell baut wird wohl die "einfachste" Möglichkeit sein... hier habe ich aber gar keinen Lieferanten gefunden der Riemen und Scheiben anbietet... fertigen kann ich das selber absolut gar nicht.

    Einzig einen "normalen" Riemen (O-Ring) könnte ich selber zwei Riemenscheiben herstellen.... aber auch das wäre nicht einfach und der O-Ring wird wohl nicht wirklich die Kraft sauber übertragen können...


    Ich leg die Kiste erst mal ganz ganz weit weg... das schmeckt mir gerade überhaupt nicht.


    Euch einen schönen Start in die Woche
    Gruß Martin

  • Guten Morgen zusammen,


    ich bin immer ein wenig hin und hergerissen zw. Karton mit dem Bausatz ganz weit nach hinten zu legen und jetzt schauen wir mal wie wir das clever lösen können...


    Ich habe die Tage das Getriebe noch 2 mal komplett zerlegt und jeden einzelnen Zahn untersucht und mit Drahtbürste und 1000er Schleifpapier bearbeitet... es wird kein Stück leiser.... absolut keine Chance.


    Aber: Es liegt für mich nun mal in der Sache der Natur, dass ein gerade verzahntes Zahnrad bei hoher Drehzahl zu Geräuschen neigt. Ich meine jeder kennt ja den Rückwärtsgang bei einem Auto... dieser ist meist auch gerade verzahnt... alle Vorwärtsgänge hingegen sind schrägverzahnt... und wer schon mal mit mehr als Standgas rückwärts gefahren ist.. der weiß was gerade verzahnt heißt... und beim PKW hat man im Stand 1000 U/min und wenn man schneller fährt 3000 U/min.


    Der Antrieb in der IV K dreht mit mehr als 3000 U/min... also ich für meinen Teil verfolge den Punkt Zahnräder bearbeiten nicht mehr.

    Ich habe mir gestern zunächst mal eine kleine 3D Skizze von der Situation gemacht.


    Ach per Nachricht habe ich noch ein paar Tipps bekommen. Einen auf den ersten Blick passenden Zahnriemen MXL mit 2,032mm Teilung und 3mm Breite scheint es zu geben... Aber gerade im unteren Bereich ist das Zahnrad auf der Radachse sehr nahe an dem Zahnrad was nach oben geht... hier ist kein Platz für einen 3mm breiten Riemen.


    Meine erste Idee wäre die Übertragung mit einem O-Ring.

    Dazu müsste man nur 3 Bauteile herstellen... eine Buchse für zwei Kugellager und die Zwei Riemenscheiben... großer Vorteil wäre, dass man alles Rückbaubar umbauen kann.


    Euch einen schönen Tag


    Gruß Martin

  • Von der Firma SKR Antiebstechnik git es eine Zahnriemen, TN10, mit der Teilung 1mm. Der kleinste Zahnscheibedurchmesser ist 4,74mm.


    Alternativ könnte man auch anstelle von einem Rundriemen auch 4Kant Riemen mit entsprechenden Scheiben verwenden. Bei der zur Verfügung stehenden Breite von 3mm sind auch 2 Vierkantriemen zur besseren Kraftübertragung möglich


    Gruß

    Roland

  • Hallo Roland,


    die Firma SKR habe ich bereits angesprochen. Mit einer recht konkreten Aufgabenstellung... leider habe ich direkt eine Absage bekommen, das man keine Produkte dafür da hat. :(


    Aber ich schau mir das System einmal genauer an, vielen Dank dir.

    Auch habe ich heute noch einmal einen Satz Ritzel aber mit einer Breite von 3,0mm bestellt... um einfach das Spiel und das Kippeln auf der Welle zu minimieren.

    Was für 4 Kantriemen meinst du genau?


    Gruß Martin

  • Moin

    das hört sich auch alles sehr stramm an. Als wäre es unter zu geringem Spiel verbaut. Aber das ist ja keine Kunstkopfaufnahme,das kann sich nach allem möglichen anhören....

    Kkpmo hat mir mal Zahnräder nach meinen Vorstellungen für eine kaputte Bachman 0n30 gemacht (so eine kleine 2achsige Diesellok), aber es waren keine schräg verzahnten. Vielleicht einfach mal fragen.

  • Hey,


    okay... danke euch... ich frag einfach mal bei kkpmo an ob die das können... :)

    Zunächst habe ich wie oben schon beschrieben neue Ritzel in der doppelten Breite bestellt... denn aktuell sind die Ritzel eher zu locker... sprich die drehen recht leicht auf der Welle, dadurch kippeln sie aber auch ein wenig und das Seitleiche Spiel ist durch die vielen U-Scheiben auch nicht optimal.

    Das will ich als erstes Mal testen wie weit man damit kommt....


    - Sprich seitliches Spiel versuchen recht genau einzustellen

    - kippeln vermeiden, doppelte Breite sollte da schon von Vorteil sein

    - wieder Messing oder Plaste testen


    Und der Hersteller hat sich ebenfalls schon gemeldet... auch da wird denke ich eine eventuelle Lösung entstehen.


    Euch einen schönen Tag

    Gruß Martin

  • Hallo Martin,


    kennst Du die alte Piko-NoHab in H0? Die hatte einen Gummi-Riemen-Antrieb, damit lief sie solange der Motor in Ordung war, nahezu geräuschlos. Der "Schnips-"gummi lief oben auf der Motorwelle und im Radsatz auf einer Walze. Damit wurde der Antrieb auch relativ langsam. Ich habe viele dieser Loks in früherer Zeit mit neuen Gummis versehen, welche ich im Haushaltwarengeschäft gekauft habe. Das funktioniert einwandfrei. Dann brauchst Du eigentlich nur auf der Schneckenwelle ein Riemenrad, oben kann der Gummi direkt auf der Welle laufen. Es kann natürlich passieren, dass die Lok beim anfahren schleudert, weil die Gummis eventuell mal rutschen, aber bei einer IVK wäre das doch genau richtig!


    Sicher etwas primitiv, aber auch preiswert, und Reservegummis hast Du dann zur Genüge, da es sie nicht einzeln gibt.


    Mit freundlichen Grüßen

    Roland

  • Guten Abend zusammen,


    Rollo Die Lok kenne ich nicht, aber es gibt ja etliche Bilder im WWW zu finden.

    Eventuell wäre dies auch noch eine Variante die man mal versuchen kann. Ein wenig Bedenken habe ich allerdings schon wenn der Riemen nur auf der Motorwelle die Kraft überträgt... die IV K hat ja unten noch eine Kardanwelle zu dem hinteren Drehgestell... habe ich aktuell keine Idee ob da diese sehr geringe Umschlingung ausreichend ist. Mein Favorit ist es erst mal nicht ;)


    Ich habe mich als ersten Schritt für die schrägverzahnten Zahnräder entschieden. :)


    Für einen ersten Test sind die Ritzel wie original im Modul 0,4 mit dem 3D Drucker entstanden.

    Die beiden mittleren Zahnräder habe ich bereits verbaut und ausgerichtet. Drehen mit der Hand leise und sauber... das sieht schon mal gut aus.


    Euch noch einen schönen Sonntag
    Martin

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