Mathildenthal - ein Bahnhof im Fränkischen (anno 1976)

  • Hallo Ralf,


    vielen Dank für deinen Beitrag mit so vielen guten Anregungen und Ideen, ich bin wirklich begeistert! Zwischenzeitlich habe ich mir noch weitere Gedanken gemacht, denn ich befinde mich in einem Zwiespalt zu diesem Thema. Ich versuch das mal zu beschreiben:


    Auf der einen Seite bin ich absolut ein Freund von "weniger ist mehr" und habe großen Gefallen an einem kompakten Gleisplan gefunden. Auf der anderen Seite sehe ich ebenso deinen Punkt, dass man sich evtl etwas den Spielspaß nehmen könnte weil außerhalb des Bahnhofs nicht viel Betrieb gemacht werden kann und das Rangieren in die immer gleichen drei Gleise eintönig werden könnte.


    Aber - dem Punkt von oben steht nun entgegen, dass mit mehr Gleisen, mehr Ausweichmöglichkeiten gleichzeitig die Herausforderung kleiner wird, in einer kompakten Situation den vorhanden Platz zu nutzen. Wenn immer eine Ausweich-/Umfahrung frei ist, kommt man nie ins Grübeln. Von daher nun möglicherweise weniger Spaß. Dagegen könnte man nun sagen, dass Bahnhöfe beim Vorbild ja nicht so gestaltet wurden, dass sie eine Herausforderung für die Rangierer bieten. Aber auch bei der realen Bahn gab es möglicherweise räumliche und finanzielle Einschränkungen, die weitere Gleisanlagen verhindert haben.


    Um das Stichwort "Zugkreuzung" aufzugreifen, daran hänge ich ehrlichweise nicht besonders, hier könnte ich mir vorstellen, dass der Bahnhof direkt überfüllt aussieht. Vermutlich werden ich den 7074 etwas verschieben, so dass die Kreuzung außerhalb der Spielwelt stattfindet.


    Der zweite Bahnsteig ist durch die dunkelgraue Farbe vielleicht auch etwas sehr präsent im Gleisplan, ich stelle mir hier einen einfachen Schüttbahnsteig vor, der vermutlich kaum wahrnehmbar ist.


    Zwischenlösung

    Ums vorweg zu nehmen, zu einem richtigen Ergebnis werde ich wohl am besten durch Ausprobieren kommen. Zunächst werde ich wohl den kompakten Bahnhof bauen und probieren, ob es mir so Spaß macht oder ob mir etwas fehlt. Aber ehrlich gesagt, allein schon das Nachdenken darüber und der Austausch hier macht auch schon richtig Laune!


    Aktueller Gleisplan

    Das ist vielleicht eine gute Gelegenheit, den aktuellen Plan in Gänze zu zeigen. Ich habe außerdem darin ein paar Markierungen gemacht um ein paar Bereiche etwas näher zu beschreiben.



    Zu den Markierungen im Bild:

    1. Das "obere" Gleis und die Weiche sind seit der letzten Fassung hinzugekommen. Diese Erweiterung bietet somit eine weitere Möglichkeit, ohne aber die Gesamtstruktur des Bahnhofs wesentlich zu erweitern oder zu verändern. Der grundsätzliche Gleisplan bleibt erhalten und wird nur minimal erweitert. Hier könnte ich mir auch sehr gut den von dir erwähnten Bockkran vorstellen.
    2. Hier fehlt mir ehrlicherweise noch die entscheidende Idee, wofür dieses Gleis genau genutzt werden soll. Ich möchte hier vermutlich eine Dieseltankstelle für Loks unterbringen. Ich frage mich aber, muss das Gleis dazu so lang sein? Bzw. hat es außer der Tankstelle noch eine weitere Funktion? Hier könnten aber auch einmal Güterwagen zwischengeparkt werden, wenn z.B. das Anschlussgleis zu dem sie eigentlich befördert werden sollen, noch belegt ist.
    3. An dieser Stelle könnte ich mir vorstellen, noch eine Weiche zu ergänzen, so dass sich ein Stumpfgleis nach links ergibt. Allerdings stelle ich mir das im Moment als "zu viel" vor - das wäre nur eine Möglichkeit, die auch begründbar erscheint. Ich denke, das Probieren wird zeigen ob "mehr" gebraucht wird.
    4. An dieser Stelle wäre eine Rampe bzw. der Anfang des Gleises wäre als Freiladegleis nutzbar.
    5. In der Betrachtung bzw. bei der Vorstellung bisher sehr kurz gekommen ist der Werksanschluss, die Branche ist noch immer offen. Aber zumindest eine weitere Möglichkeit für Rangiertätigkeiten außer den beiden Gleisen am Landhandel, dem Freiladegleis (mit Rampe) und dem Gleis bei Nr. 2.

    Aber Probieren geht über Studieren, hoffentlich werden die Gleise bald geliefert, allerdings ist mein Urlaub auch bald zu Ende...


    Und zu guter Letzt, bei Nummer 6 könnte ich mir in einem möglichen zukünftigen Bauabschnitt eine weitere Industrie vorstellen, die Raummitte ist ja bislang noch komplett ungenutzt.



    Vielen Dank und viele Grüße

    Oliver

  • Hallo nachtaktiver :) Oliver,


    prima, da freue ich mich über die wohlwollende Aufnahme meiner Gedanken. Und du hast ja schon weiterentwickelt.


    Lass dir Zeit bei der Planung, nutze hier den Austausch, die beste Planung ist für mich tatsächlich auch auf dem möglichen Unterbau eine Echtplanung mit echten Gleisen, Weichen, Pappschablonen von fehlenden Weichen sowie Dummies für Gebäude und sonstige Einrichtungen, nur so werden die Dimensionen wirklich klar und man kann prüfen, ob es das wirklich für einen ist. Und bitte keine Weichenkombination von der aktuellen Lieferbarkeit des Herstellers abhängig machen, die Lenz KZW kommt und im Zweifel hilft für eine Sonderbauform Weichen Walter. Nichts ist schlimmer für mich, als eine Anlage, die unzufrieden macht, weil sie nicht gut geplant ist und ständig umgebaut oder sogar abgerissen wird.


    Zu weniger ist mehr und bewusst in Kauf genommenen betrieblichen Einschränkungen durch eine sparsame Gleisausstattung:


    Weniger ist mehr ist bei mir eher die Philosophie, wie sie auf Youtube bei der "Modellbahn Gleiswüste" oder zuletzt in Otto O. Kurbjuweits formidablen neuen Anlagendesignjournal Nr. 2 von Michael Sterna in seinem Beitrag "In der Leere liegt die Kraft" inszeniert bzw. thematisiert wird. Nicht jeden Zentimeter der Anlage mit Details und Themen zustopfen, sondern bewußt leere Gleisanlagen, Ladestraßen, Brach- bzw. Freiflächen nur mit Schotter/Sand/spärlichem Bewuchs, wenige Gebäude und Anlagen, die für sich stehen und keine peinlichen Intimszenen oder gar brennende Finanzämter des generischen Spielbahners benötigen. Der Star gerade bei unserer Baugröße ist tatsächlich die einzelne Lok oder der Wagen auf dem schön mit allen Regeln der Kunst gestaltetem Gleis, nicht das vom Wesentlichen ablenkende Zubehör der Modellbahnhersteller.


    Tatsächlich habe ich beim Betrieb mit meiner Anlage festgestellt, das ein zu wenig an Gleisausstattung und damit bewußt in Kauf genommene Einschränkung beim Betrieb doch sehr schnell nervig wird. Mein typischer Schotterzug aus 6-8 Ommis oder Otmm muss auch als geteilte Übergabe zum Anschluss Schotterverladung gefahren werden, weil maximal 4 Wagen nacheinander beladen werden können. Diese Zugteilung ist ja durchaus betrieblich belebend. Wenn ich aber schon im Bhf. viel zu wenig Abstell- und Umfahrungsmöglichkeiten habe und das Chaos ausbricht, wenn der Nahgüterzug eintrifft, ist für mich eher Frust vorprogrammiert, weil ich vorher immer Platz schaffen muss und im Zweifel dann mit dem Fünffingerkran leider Wagen runter nehmen muss . Im übrigen sind Modellbahnbahnhöfe in der Regel immer viel zu vollgestellt mit Fahrzeugen, ein Gleis mehr schafft Luft und Sicht auf der Theaterbühne Modellbahn, die Fahrzeuge wirken ganz anders bei mehreren Gleisen parallel, sie haben Platz für ihre Inszenierung. Ich glaube bei Betrachtung deiner Unterbauzeichnung das du den Platz hast, das Bahnhofsgebäude reicht auch als Halbrelief, sind bei mir viele Gebäude.


    Auf die Nutzung eines Gleises für eine Dieseltankstelle zur Lokbetankung würde ich verzichten und auch keinen Köfschuppen auf dieser eher kleinen Unterwegstation einrichten. Das hat es beim Vorbild so nicht gegeben, die Kraftstoffvorräte zum Beispiel einer V100 als die typische Streckenlok für deine Anlage waren erheblich, da gab es keinen Tankstopp unterwegs, dafür ein Gleis aufzuwenden halte ich für Verschwendung und bringt betrieblich nicht viel. Das Thema Kesselwagen und Lagertank ist aber viel zu schön, um es nicht auf der Anlage zu verwirklichen. Der besagte Brennstoffhändler ist der Empfänger erster Wahl, aber auch der schon von dir angedachte Industriebetrieb ist ein dankbares Vorbild für einen Lagertank z.B. für Heizöl.


    Bei 3 rate ich auf jeden Fall zu einer Weiche nach links für eine Kopf- und Seitenrampe als weitere Betriebsstelle, drei Wagenlängen Nutzlänge maximal reichen völlig. Ich würde sogar das vorderste Gleis schon etwas vorher in der Kurve unterhalb des Landhandels ausfädeln und auf der anderen Seite wieder mit einer Weiche beidseitig anbinden und als großzügiges Freiladegleis mit Ladestr. inszenieren, die Hinguckerbühne für abgestellte Güterwagen, wie schon gesagt gepflastert mit Radabweisern, Gleiswaage, Lademaß usw. Das ergibt für mich eine Gleisausstattung, wo man gut einen Nahgüterzug zerlegen kann bzw. Wagen zustellen und wieder mit aufnehmen kann und tatsächlich sogar mal parallel auf Gleis 1 am Hausbahnsteig der Personenzug gemäß Fahrplan eintreffen darf, Betriebsaction pur und High Noon in Mathildenthal!


    Die Erweiterungsmöglichkeit mit einer Zunge in den Anlagenraum auf jeden Fall mitplanen, das ergibt noch Raum für ein entfernteres Ziel für Übergaben zu einer weiteren Betriebsstelle, na langsam brauchst du ja dann doch eine Bahnhofsköf ;-).


    Bei der Planung der Anschließer empfehle ich auch in dich zu gehen, welches deine beliebtesten Wagengattungen sind, die du unbedingt haben möchtest, und was diese transportieren und darauf aufbauend die Anschließer dann auszuwählen und zu entwickeln.


    Nun denn, schon wieder viel naseweises geschrieben, jedoch praxiserprobt und für mich persönlich sehr zufrieden stellend.


    Ich bin sehr gespannt über dein weiteres Vorgehen, ich wünsche dir weiterhin viel Spaß und Erfolg bei deinem Umstieg auf Spur0 und deinem Anlagenprojekt!


    Freundliche Grüße


    Ralf

    Spur0 Team Ruhr-Lenne e.V. - Die Hagener Spur 0 Leidenschaft in XXXL seit 2007.


    http://www.spurnullteam.de/


    Betriebsabend jeden dritten Freitag im Monat 18.00-22.00 Uhr - Betrieb, Essen,Trinken, Fachsimpeln, Spaß haben in kompetenter und netter Runde. Gäste und Gastfahrzeuge sind herzlich willkommen: Södingstr. 16-18, 58095 Hagen.

  • Hallo Oliver,


    was mir an Deinen Gleisplänen immer wieder auffällt, sind die Lagen der beiden Einfahrtweichen. Um größere Gleislängen zu erzielen, würde ich die Bogenweichen mehr nach außen legen. Die Länge und Lage der Bahnsteige so lassen. Wenn vor und nach dem Zug noch etliche Längen an freiem Gleis zu sehen sind wirkt das viel realistischer. Züge, die genau von Grenzzeichen zu Grenzzeichen reichen wirken m.E. zu spielbahnerisch. Die Abstellgleise würde ich auch nicht gerade herausführen, sondern in einem sanften Bogen dem Stammgleis folgen lassen. Die Kurve des Stammgleises muß doch eine Erklärung im Geländeverlauf haben. Sonst könnte das doch auch gerade sein.


    Ansonsten sehe ich in Deinem Gleisplan schon viel Betriebspotential.


    Grüße

    Klaus

    Der frühe Vogel kriegt den Wurm, aber die zweite Maus erhält den Käse

  • Moin Oliver


    Nachdem mein Namensvetter Ralf alias Br86fan schon viele meiner Gedanken aufgeschrieben hat - und die decken sich wirklich zu fast 100% - nur soviel von mir:

    Die Weiche bei 1 könnte man auch umdrehen, eine Rechtsweiche einsetzen und den Landhandelanschluss quasi als Spitzkehre für z. B. ein Güterschuppengleis oder einen Brennstoffhändler verwenden. Da reichen auch Reliefgebäude.

    Bei 2 kann durchaus ein zweiter Fabrikanschluss vorgesehen werden. Das Gleis kann bis zum Anlagenrand durchgeführt und dies mit einem Gebäude davor getarnt werden.


    Gruß Ralph

    Wenn die Klügeren immer nachgeben, regieren irgendwann die Dummen die Welt...

  • Moin Oliver.


    Es ist prima, dass Du Deine Anlagenplanung hier diskutierst.

    Insbesondere Deine Zeichnungen erleichtern den Überblick sehr!


    Untere rechte Ecke:

    Die in kleinem Abstand nebeneinander liegenden Gleise erlauben, viele Fahrzeuge abzustellen.

    Ein manueller Eingriff, der aus meiner Erfahrung auch bei Spur Null immer mal nötig ist, wird aber erschwert.

    Der äußerste Bereich soll nach der Zeichnung mehr als einen Meter von der vorderen Anlagenkante entfernt sein, was den Zugriff nochmal deutlich schwerer macht.

    Je nach altersbedingter Sehschwäche bleiben da dann nur noch rückenmordende Turnübungen. 🤔


    Bin auf die weitere Entwicklung Deiner Bahn sehr gespannt.


    Liebe Grüße, Matthias


    -- (Ich warne vor Alarmismus.)

  • Moin Oliver,

    ich würde an deiner Stelle jetzt erst mal mit dem probeweisen auslegen deines Plans loslegen und schauen wie das in 45:45 wirkt,

    Die neue Weiche oben links würde ich allerdings verlegen, siehe unten. Dann hast du vorne mit gutem Zugriff separate Gleise für eine lange Ladestraße und ein Gleis mit Kombirampe.

    Der Güterschuppen soll wohl am EG ohne eigenes Gleis sein. Kann man machen. Ansonsten bei (2) bei eher gerade Gleisführung,

    Viel Erfolg,

    Johann

  • Hallo zusammen,


    vielen Dank an alle, die sich hier so rege beteiligen. Gerade weil mir im Bereich der Spur Null ja die Erfahrung fehlt sind eure Erfahrungen und Anregungen so wertvoll für mich. Viele der letzten Anmerkungen drehen sich ja darum, doch etwas großzügiger zu bauen, sei es durch größere Gleislängen oder auch durch zusätzliche Gleise.


    Wie schon oben beschrieben, werde ich zunächst den Bahnhof probehalber aufbauen, zunächst auch mehr oder weniger wie im Gleisplan oben dargestellt, und auf mich wirken lassen. Damit kommen dann tatsächliche Eindrücke zur Geltung, auf dem Papier bin ich nämlich mit meinem Plan nicht unzufrieden. Aber wie es dann in der modellbahnerischen Realität wirkt, mag ein ganz anderes Paar Schuhe sein.


    Von daher, all eure Hinweise und Tipps sind angekommen und werden nicht vergessen. Ich werde einfach mal etwas ausprobieren. Vermutlich werde ich dann in den kommenden Wochen auch ein paar Varianten ausprobieren, entsprechend der gemachten Vorschläge. Mein Urlaub ist aber nun vorbei, aber werde hoffentlich mal das ein oder andere Stündchen finden, etwas zu bauen.


    So würde ich gern noch ein paar andere Sachen ansprechen:


    "Die Brücke"

    Aber auch wenn der Gleisbau diese Woche noch gibt losgehen konnte, es gibt auch noch einiges zu planen, z.B. die "Brücke" der Ecke zur Tür. Optimal wäre wenn das Verbindungselement abnehmbar ist aber nicht ständig entfernt werden muss. Die Tür kann man jederzeit komplett öffnen. Die lichte Höhe sind ca. 1,4m - das geht auch ohne größere Verrenkungen darunter durchzukommen. Hier stelle ich mir vor, eine Flutbrückenanmutung zu machen, damit es nicht nur ein Brett über einer 140 Zentimeter tiefen Schlucht ist. Das würde zwar ein wenig lichte Höhe kosten aber sollte verkraftbar sein. Und stabil sollte es sein und bei (vermutlichen seltenem) Bedarf dennoch ohne größeren Aufwand entfernbar.


    Elektronik & Technik

    Und meine andere Baustelle ist technischer Natur, habe hierzu auch schon einige Threads hier durchstöbert zum Thema Digitalzentrale. Aus diversen Starter-Set in H0 und N habe ich mehrere Roco z21 bzw. auch den Vorläufer der z21 mit der Multimaus. Allen gemeinsam ist, dass sie bekanntermaßen max. 3A haben. Für meinen kleinen Testbetrieb reicht das, für später wird es vermutlich zu eng. Zwar habe ich vor, diverse Bereiche abschaltbar zu machen aber mit ein wenig Puffer würde ich mich definitiv wohler fühlen. Stellt sich nur die Frage: Booster oder doch eine neue Zentrale mit mehr Ampere. An sich mag ich die Multimaus sehr, die z21 ist aber vermutlich nicht nur etwas unterdimensioniert und auch für die Programmierung/Auslesen nicht optimal. Obwohl ich eigentlich eh nur Standardsachen brauche, strebe keine automatische Steuerung an, hier wird selbst gefahren. Aber Auslesen wär schon schön.


    Die Weichen und sonstige Beleuchtung soll übrigens analog gesteuert bzw versorgt werden, das wird mit einem separaten Trafo erledigt.




    Viele Grüße
    Oliver

  • Hallo Oliver,

    finde dein Projekt interessant.

    Ich fahre auch mit der z21 oder Z21 mit Multimaus oder App, sogar die Weichendecoder auf dem gleichen Stromkreis.

    Die 3A sollten reichen, da du ja bestimmt nicht mehr als zwei Loks gleichzeitig fahren wirst.

    Bei uns im Verein (H0 3L 6x10m) fahren wir mit 40+ Loks, ca 6-8 gleichzeitig computergesteuert mit weit weniger als 3 Ampere.

    Die Grundlast ist ca. 1,7 A . Jede fahrende Lok erhöht um ca 100-300 mA. In Spur 0 ziehen stehende Loks

    nur max 100 mA, aber meist deutlich weniger. Beleuchtete Wagen max 40mA.

    Brauchst also nur einen Booster wenn du mehrere alte Messingloks mit alten Motoren gleichzeitig fahren willst.

    Den Booster kannst du ja später jederzeit nachrüsten.

    Fange erst mal mit der z21 und du wirst es schon sehen.

    Da du ja mehrere z21 hast, nehme eine nur zum Programmieren auf einem extra Programmiergleis.


    Weiterhin viel Spaß beim planen

    Grüße aus dem Odenwald


    Andreas :)

  • Hallo zusammen,


    im heutigen Beitrag geht es leider einen halben Schritt zurück: In meinem nicht-mehr-so-jugendlichen Leichtsinn habe ich verdrängt, dass meine Arme nicht zwei Meter lang sind und die Ecken insbesondere auf der Bahnhofsseite beim momentanen Plan nicht wirklich gut erreichbar sind.


    Bei der damaligen Planung für Spur N wäre das soweit unproblematisch gewesen weil hier vorrangig schmale Trassenbretter im Einsatz gewesen wären und so ein guter Zugang möglich gewesen wäre. Die Planung in Spur 0 basiert aber auf vollflächigen Platten.


    Im Grunde sehe ich drei Möglichkeiten:

    1. Anlage von hinten nach vorne bauen, quasi erst alles für den Hintergrund bauen und auch die Ecken fertigstellen, inklusive sämtlicher Gestaltung. Bin aber sehr skeptisch ob das tatsächlich so durchführbar ist. Zumindest müsste ich gut überlegen, wie z.B. die Brett-Kanten kaschiert werden könnten. Und auch schon alles komplett fertig begrünen bevor überhaupt die Gleise liegen... das dürfte keine richtige Option sein.
    2. Bei den Anlagenplatten genügend herausnehmbare Elemente vorsehen um überall im hinteren Bereich Zugang zu haben. Aber irgendwann müssen diese ja auch mal bebaut werden und sind dann vermutlich nicht mehr wirklich gut entfernbar im Bedarfsfall.
    3. Die Anlage komplett ca. 40cm von der Wand wegziehen in Richtung Mitte des Raums, so dass jederzeit von der Rückseite ein Zugang möglich ist. Es würde vom Gleisplan her noch aufgehen, aber natürlich die Fahrstrecke entsprechend verkürzen. Diese Möglichkeit ist zwar die mit dem meisten Aufwand aber dennoch ohne größere Umbauten durchführbar. An den kurzen Seiten der Anlage sind jeweils zwei kleine Segmente verbaut, die ca. die nötigen 40 cm Platz hergeben, wenn ich sie entferne. Ein zusätzlicher Gedanke ist, die Tiefe des Bahnhofsegments zu reduzieren von aktuell 80 cm auf 60 cm. Dann hätte man zudem bequemeren Zugriff von vorne.

    Ehrlicherweise wurde das Thema mit den Ecken hier schon von manchen Mitschreibern erwähnt, dort habe ich es eher im Zusammenhang mit dem Zugang zu Rollmaterial betrachtet. Aber für die Gestaltung ist es ja mindestens so relevant.


    Evtl gibt es weitere Ideen, auf die ich noch nicht gekommen bin. Anregungen sind wie immer sehr willkommen. Immerhin hatte insofern die verzögerte Lieferung der Gleise etwas Gutes, sonst hätte ich mich nach dem (wenn auch vorläufigen) Verlegen der Gleise damit beschäftigen müssen.



    Einen schönen Abend,

    Oliver

  • Moin Oliver


    Ja, diese Überlegung sollte man nicht verdrängen.

    Aber wenn du Johanns jbs Überlegungen bezüglich des weglassens der Weiche in 1 und dafür deren Einsatz mit halben Hosenträger bei 3 verwendest, kannst du das Gleis bei 1 in Reichweite anlegen. Bei 3 würde ich ein herausnehmbares Teil verwenden. Das kann man ja auch außerhalb gestalten.


    Gruß Ralph

    Wenn die Klügeren immer nachgeben, regieren irgendwann die Dummen die Welt...

  • Hallo Oliver,


    bau doch Deine für Dich nicht leicht zugänglichen Anlagenecken als Segmentkästen.

    Die kannst Du dann bei Bedarf aus der sonst durchgehend montierten, festen Anlage nach oben herausheben zwecks Basis- oder Fein-Gestaltung.

    (Dazu ggf. in die Kästen oben, unter abnehmbaren Gebäuden, oder unter abnehmbarer "Grün"Gestaltung Grifflöcher einbringen zum besseren Anheben) Nachtrag: Oder, wenn Du sie in nach hinten enger zulaufender Form (Tortenstück) baust, als nach vorne herausziehbare Elemente.

    Schienenverbinder an den Gleisübergängen sind nicht nötig. Lediglich solche Gleisendstücke wie z.B. von rbs-modellbau, oder anderen Anbietern, auf Schrauben auflöten etc. wäre vermutlich sinnvoll.

    Geht auch beim Übergang im Bogen.

    Dazu elektrische Steckverbindungen für die nötige Stromversorgung (Bananenbuchse/Stecker in solche Abzweigdosen eingebaut, die mit ausreichend langen Kabeln per Magnet (Metallplatte unter den Segmentkastenabdeckungen, Magnet in die Dose kleben) Segmentkästen befestigt werden.

  • Hallo Oliver,


    Segmente hätte ich Dir jetzt auch vorgeschlagen, wenn Dirk nicht schneller gewesen wäre. Meine Heimanlage baue ich komplett aus Segmenten auf. Der Vorteil ist, zur Gestaltung und Detailierung kannst Du Dir die Segmente herausnehmen und auf Böcken ablegen. Du hast dann von allen Seiten direkte Zugänglichkeit. Das macht das Bauen doch erheblich einfacher.


    Gruß

    Klaus

    Der frühe Vogel kriegt den Wurm, aber die zweite Maus erhält den Käse

  • Hallo Oliver,


    ich habe mir erlaubt Deinen Entwurf zu kopieren und darin etwas herumzuscribbeln.


    Eine Option wären nach unten abklappbare Platten in den durchgehenden Rahmen einzubauen. Dass das Ganze stabil (ggf. Metall) und superpräzise ausgeführt werden muss und dass das eine Sauarbeit wird ist schon klar. Wenn aber einmal fertig, dann ist das dauerhaft und easy zu handeln.


    Vorteil - hält fit: Darunterkrabbeln, Klappe entriegeln und abklappen, Alabasterkörper hoch aufrichten, unbeschwert kreisförmig basteln, Material oder Werkzeug vergessen? Das Ganze von vorn. Gebühr für´s Fitnessstudio sparen.


    Ich habe für meine Anlage so eine ähnliche Klappe gebaut, allerdings nach oben - zum heben. Funktioniert seit Jahren tadellos.

  • Hi Oliver,

    ich möchte den Vorschlag von Klaus und Dirk unbedingt unterstützen:

    Baue Deine Anlage aus Segmenkästen die leicht lösbar miteinander verschraubt sind. Damit ist nicht nur der Landschaftsbau einfacher zu machen, auch die Verdrahtung und die Antriebe unter der Platte ist wesentlich bequemer zu bewerkstelligen. Zu guterletzt lassen sich Segmente auchg bei einem Umzug transportieren (wenn sie durch die Türe passen)


    Viele Grüsse. Jay, the K.

  • Hallo Zusammen,


    ich möchte auch "Segmente" empfehlen - wir werden ja alle nicht jünger und beweglicher ... und wenn man den Platz unter der Moba auch verwenden möchte -und immr wieder was im Weg steht ... und/oder wie es Murphy so will muss man dann in die Ecke in die man am schlechtesten kommt ...


    Viele Grüße,

    Stefan

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