Mathildenthal - ein Bahnhof im Fränkischen (anno 1976)

  • Hallo zusammen,


    danke für eure Rückmeldungen und Anregungen!


    Eine DKW hatte ich zwischenzeitlich tatsächlich mal im Gleisplan, hab sie dann aber zugunsten des etwas kompakteren Gleisplans und wegen der aktuellen Nichtverfügbarkeit wieder entfernt. Mal schauen wie der Bahnhof wirkt, wenn die Gleise liegen.


    Das mit dem Stw ist auch ein guter Hinweis, macht ja absolut Sinn, dass es vom Bahnhof aus bedient wird.


    Schattenbahnhof/Fiddleyard

    Als nächstes möchte ich euch mal den Zwischenstand zum Schattenbahnhof/Fiddleyard zeigen. Insgesamt ist hier noch mehr in der Planungsphase aber vielleicht habt ihr hier ja auch Ideen. Die Herausforderung ist, dass die Zufahrt von beiden Seiten aus möglich sein soll, an der Ecke rechts ist die Tür, da ist also nicht mehr Platz und das gebogene Holzelement muss abnehmbar sein, da sollte also nur eine einfache Gleiskonstruktion drauf.


    Für den Moment gibt es zwei Bogenweichen als Abzweige, die jeweils in einem kurzen Tunnel versteckt werden und die restlichen Gleise in der Kulisse verschwinden. Alle grauen Gleise sollten also später nicht sichtbar sein. Beim Haltepunkt könnte es z.B. dann eine Mauer geben und darüber eine Böschung.


    Mit der jetzigen Planung sind dann Ein- und Ausfahrten in beiden Richtung möglich, das rot markierte Gleis ist eine Schiebebühne, so dass im Endeffekt vier Gleise zur Verfügung stehen plus ein Umfahrungsgleis.


    Der aktuelle Arbeitstitel für den Schattenbahnhof ist übrigens Katerstädten.



    Anregungen und Ideen sind sehr willkommen!


    Viele Grüße

    Oliver

  • Guten Morgen,


    zwei Ideen zum SBF:


    1. Es wäre noch ein Bypass möglich, dann könnte der SBF als Umfahrung des Haltepunktes bzw. als Ausweich-Gleis mitgenutzt werden.


    2. Wenn der SBF durch eine Kulisse verdeckt wird, ist es schwierig bei den kurzen Stumpfgleisen zu rangieren, erst recht, eine Garnitur zu zerlegen oder einen Lokwechsel zu tätigen. Das ist auch das Problem der linken Seite, wie kann man da eine hakelnde Kupplung händisch erreichen?


    Jedes Mal durch die Klappe in den Außenbereich, um dann die Lok über die Schiebebühne umzusetzen, das ist nicht so ganz das Gelbe vom Ei. Mit Kamera ist auch nicht ideal.


    Mir würde als einzige Lösung eine in der Höhe begenzte Kulisse einfallen, die man im Stehen so überblicken kann, dass zumindest mit Sicht vom Anlageninneren rangiert werden kann.



    forum.spurnull-magazin.de/core/attachment/82927/

    Grüße


    "Zweispurer"

  • Moin


    Darüber habe ich mir auch Gedanken gemacht und bin zu folgendem Ergebnis gekommen:


    1. Würde den zusätzlichen Einsatz einer DKW und einer Weiche erfordern und gleichzeitig würden die Abstellgleise kürzer werden müssen... Praktisch wäre dieses ja auch jetzt schon möglich


    2. Den linken Bereich würde ich als reinen Abstellbereich nutzen. Entweder direkt von rechts reinfahren und bei der Ausfahrt erst rückwärts, um dann vorwärts nach links zu fahren, oder von links kommend erst nach rechts in ein freies Gleis zu fahren und dann zurück zu drücken.

    Im rechten Bereich >könnte< man fiddeln - das ist richtig. Aber ebenso könnte man hier ja auch "nur" einen Lokwechsel durchführen. Viele Loks haben ja eine (automatische) Entkupplungsmöglichkeit.


    Insofern - Abstellbereich ja, Züge neu zusammenstellen - eher nein.



    Das dazu eine entsprechende Möglichkeit des Betrachtens/Beobachtens nötig ist, sehe ich allerdings auch so. Ein halbhohe Kulisse oder ein zumindestens abnehmbarer Bereich oberhalb oder eben auch mittels (guter) Kameras - egal wie.


    Gruß Ralph

    Wenn die Klügeren immer nachgeben, regieren irgendwann die Dummen die Welt...

  • Hallo Ralph,

    ich verfolge deine Planung mit Interesse. Zu deiner Schattenbahnhofsidee sehe ich 2 Möglichkeiten: Die Bedenken von "Zweispurer" teile ich - durch Kulisse oder sonstige Tarnung der Abstellgleise kommst du kaum noch vernünftig an die Fahrzeuge heran. Mein Vorschlag wäre- wenn du diese Anordnung weiter verfolgen willst: Gestalte doch einfach die Fläche aus! Haltepunkt mit einer Abstellgruppe und das Dreiergleisbündel könntest du vor der Schiebebühne mit einer Hallenfront abschließen. In Stuttgart-Neuwirtshaus gab es vor vielen Jahren eine private Wagenwerkstatt, dort wurden u.a. Tankwagen revidiert. So könntest du diese Gleisgruppe begründen. Dein Haltepunkt liegt dann einfach im Einzugsbereich einer größeren Stadt.

    Ein anderer Ansatz wäre, vielleicht doch den Gang in die 2.Ebene zu wagen. Da würde sich die Anordnung mit Durchfahrgleisen geradezu aufdrängen. Darüber würde dann der Haltepunkt liegen, evtl. durch eine Ladestelle ergänzt, was betrieblich immer Leben bringt. Der Vorteil wäre, daß du die Haltestelle ähnlich schmal halten könntest wie in deinem Entwurf. An die Wand gerückt, wäre der Zugriff zu einem Großteil der Abstellgleise im Schattenbahnhof weiter ohne Probleme möglich.

    Weiterhin viel Spaß und viel Erfolg,

    viele Grüße aus dem nun wieder sonnig werdenden Schwarzwald,

    Dieter

  • Hallo Ralph,

    ich verfolge deine Planung mit Interesse.

    Moin


    ICH bin nicht der Anlagenbauer. Das ist Oliver/Pixelbahner.


    Bezüglich der zweiten Ebene würde ich dir grundsätzlich zustimmen - wenn denn die Anlagenfläche und damit die Steigungslänge größer wären.


    Gruß Ralph

    Wenn die Klügeren immer nachgeben, regieren irgendwann die Dummen die Welt...

  • Hallo Zusammen,


    Die Idee mit einer zweiten Ebene finde ich gut - vielleicht wäre "unter" der Anlage so ein halb verdeckter Schattenbahnhof eine Möglichkeit. Du musst nicht so weit runter wie ein "über" dem Motiv liegender Schattenbahnhof und wenn Du den SB unter dem eigentlichen Bahnhof anordnest hast Du auch genug P Platz für die Rampen.


    Grüße,

    Stefan

  • Moin Oliver,

    ich finde Deinen Plan sehr gut, nicht überladen, aber trotzdem gibt es viele Rangiermöglichkeiten. Spielspaß ist auf jeden Fall gegeben.

    Nur das mit der Hintergrundkulisse würde auch ich weglassen. Erstens müsste die Landschaft schon sehr weit "nach oben" gehen; denn eine Landschaft, die direkt an der Tunneldecke aufhört, wirkt nicht sehr glaubhaft. Dieses könnte man umgehen, wenn man ein Überführungsbauwerk plant, oft zu sehen an Bahnhofseinfahrten, wenn Gleise über andere Gleise hinweggeführt werden sollen ohne Weichenverbindungen. Das würde aber bedeuten, das oben auch noch Gleise liegen. Dazu fehlt aber wahrscheinlich der Platz.

    Wir haben so etwas bei uns auf der Anlage gebaut und in dem Tunnelbereich liegen zwei Weichen verdeckt. Aber wenn Fahrzeuge entgleisen, dann meistens genau auf diesen Weichen (Murphies Gesetz). Und da Du ja genau in der Mitte die Weichenverbindung zu beiden Seiten des Schattenbahnhofes hast, wäre mir die Gefahr zu groß. Mit der Zeit würde eventuell der Frust überwiegen, immer wieder genau dort hineinzukriechen, um Fahrzeug zu bergen. Daher finde ich die Idee von Dieter (27) besser, Landschaft zu bauen und es als Abstellgruppen zu deklarieren.

    Viel Spaß bei Deinen weiteren Planungen.

    Freundliche Grüße aus Ostfriesland,


    Elso

  • Hallo zusammen,


    vielen Dank für eure Beiträge, da ist wieder sehr viel dabei, das zum Nachdenken anregt.


    Ich habe in meinem Beitrag dazu den Plan nur teilweise erklärt, das hole ich hiermit gern etwas nach.

    Den linken Bereich würde ich als reinen Abstellbereich nutzen.

    Genau den Gedanken hatte ich bei der Planung auch, dass der linke Bereich ausschließlich zur Abstellung genutzt wird. Rangiert wird auf der rechten Seite und ein Zug kann dann nach links in die Abstellung fahren um Platz im Rangierbereich zu machen. Daher muss man dort im Normalfall nicht dran. An die rechte Seite (dort ist ja auch die Tür und dort bleibt es frei) kommt man sehr gut heran.


    Mir würde als einzige Lösung eine in der Höhe begenzte Kulisse einfallen

    Guter Punkt, es geht tatsächlich auch mehr um einen Sichtschutz als den Bereich komplett zu überbauen (außer an den Tunneln, das wird überbaut). Es soll nur eine optische Trennung gegeben sein.


    Mein Vorschlag wäre, den linken Abzweig als solchen sichtbar zu lassen

    FInde ich auch sehr interessant, ein Abzweig auf der Strecke würde nochmal ein weiteres Motiv schaffen. Auch die Idee, eines weiteren kurzen Gleises auf der rechten Seite finde ich gut bzw. es könnte ja auch bis zur Schiebebühne geführt werden, dann würden drei volle Gleise genutzt werden und es wäre dennoch eine Umfahrung vorhanden.


    Überführungsbauwerk plant, oft zu sehen an Bahnhofseinfahrten, wenn Gleise über andere Gleise hinweggeführt werden

    Das finde ich auch spannend, spontan fällt mir ein, dort z.B. eine andere Strecke kreuzen zu lassen, ohne Betrieb sondern nur als Anmutung. Oder eine Straße, die über die Strecke führt. Bei passender Platzierung könnte die Abstellgruppe auch versteckt werden.


    Mit einer zweiten Ebene wird es schwierig, die Rampen könnte ich vermutlich irgendwie unterbringen aber das würde vermutlich bedeuten, den kompletten Holzbau (oder zumindest an vielen Stellen) neu zu machen, der Aufbau ist in Segmenten, so dass viele Holzteile im Weg wären. Ich denke aber auch, mit der Kapazität von (mit der Idee von jbs) dann vier Gleisen rechts und zweieinhalb links kommt man ganz gut hin.


    Vielen Dank nochmal für die Beiträge, alle sehr hilfreich!


    Schönen Abend

    Oliver

  • Moin miteinander!

    Nur das mit der Hintergrundkulisse würde auch ich weglassen. Erstens müsste die Landschaft schon sehr weit "nach oben" gehen; denn eine Landschaft, die direkt an der Tunneldecke aufhört, wirkt nicht sehr glaubhaft.


    Grundsätzlich ist das richtig.

    Im Speziellen vielleicht dann doch anders... 8)



    Liebe Grüße, Matthias

  • Moin miteinander!

    Nur das mit der Hintergrundkulisse würde auch ich weglassen. Erstens müsste die Landschaft schon sehr weit "nach oben" gehen; denn eine Landschaft, die direkt an der Tunneldecke aufhört, wirkt nicht sehr glaubhaft.


    Grundsätzlich ist das richtig.

    Im Speziellen vielleicht auch nicht... 8)


    22757075vm.jpg


    Uhrenturm der Marinebasis Karlskrona, Schweden


    Liebe Grüße, Matthias

  • Hab den Plan nun etwas angepasst, ein viertes Gleis auf der rechten Seite angelegt, so dass nun ordentlich Platz auf der rechten Seite zum Rangieren besteht.


    Der Übersichtlichkeit hier noch erwähnt sei, dass der linke Bereich ausschließlich zur Abstellung gedacht ist. Ebenfalls für bessere Übersichtlichkeit habe ich die Tunnelportale entfernt, die grauen Gleise sollen in der ein oder anderen Form verdeckt werden. Evtl bleibt der linke Abzweig auch offen und als sichtbarer Abzweig erhalten.



    Den Haltepunkt habe ich nun etwas in den Bogen nach links gelegt. Der Hintergedanke hier ist, möglicherweise in ferner Zukunft eine weitere Industrie in der Raummitte zu bauen und dann wäre hier ein Abzweig zu platzieren, bei dem ein mittig platzierter Haltepunkt stören würde.



    Viele Grüße

    Oliver

  • Hallo Oliver,


    Deinen Gleisplan und Dein Vorhaben finde auch ich generell gut, vor allen Dingen weil - wie einige meiner Vorschreiber schon bemerkten - nicht überladen. Pokal für alles bisher, Deinen Tröööt heute erst gelesen.


    Mal "etwas schräg" gedacht: Wie wär´s im Industriebereich mit einer Schleppweiche. Die Vorteile liegen auf der Hand (kurz, Abzweigwinkel beliebig, maximal flexibel ect.) und ist auch mal eine Abwechslung.


    Hab´ ich selbst schon gebaut, geht rel. easy. Als Antrieb eignet sich ein starker Getriebemotor, Endabschaltung habe ich selbst gebaut, geht aber auch mit "auf Anschlag" oder gar händisch. Achtung: Bei einem starken Getriebemotor rechtzeitig anhalten wenn´s "auf Anschlag" sein sollte, sonst reist der mit seiner Kraft alles `raus.


    War nur mal so eine Idee zu beengten Platzverhältnissen im Industriebereich.

  • Hallo Robert,


    das merk ich mir mal, danke! Mit dem Eigenbau von Gleisen habe ich noch überhaupt keine Erfahrung, ein besonderes Talent würde ich bei mir dazu auch nicht vermuten. Ich hab mich zu den Platzverhältnissen ungünstig ausgedrückt. Wenn neben dem Haltepunkt noch ein weiterer Industrieanschluss entstehen würde, kämen da auch noch weitere Holzelemente hinzu, die dann die Anlage mehr in Raummitte verlängern. Allerdings ist das Zukunftsmusik, für den Fall, dass der Rest komplett fertig ist und noch Lust zum Bauen besteht. Dann könnte somit die Anlage noch erweitert werden und dürfte nicht allzu eng werden.


    Aktuell ist ein Industrieanschluss in Bahnhofsnähe auf der rechten Anlageseite vorgesehen, diesen Bereich des Plans will ich demnächst mal vorstellen, wenn ich mir die Branche überlegt habe. Aktuell gefällt mir eine Möbelfabrik mit am Besten. Holz per Rungenwagen anliefern, fertige Waren per geschlossenen Güterwagen abtransportieren.


    Und ein kleiner Nachtrag zum vierten Gleis im Fiddleyard auf der rechten Seite: Da hatte ich vergessen, dass da ja die Tür ist... Und die lässt sich dann nicht mehr öffnen, zumindest in der langen Variante mit Anschluss an die Schiebebühne wird das wohl nichts. Aber ein kurzes Gleis kann z.B. für einen Schienenbus ja auch nützlich sein.



    Viele Grüße

    Oliver

  • Hallo zusammen,


    ein kleines Planungs-Update: Eigentlich wollte ich meinen Urlaub dazu nutzen, zumindest im Bahnhof die Gleise zu verlegen. Das Paket mit den Gleisen ist allerdings noch in der Post unterwegs, also verzögern sich die nächsten Schritte leider. Dafür ist zwischenzeitlich weiteres Rollmaterial eingetroffen und ich stöbere weiter um den Fuhrpark zu vergrößern.


    Fahrplan Personenverkehr

    Zwar fehlt mir aktuell noch jegliches Wagenmaterial für Personenverkehr aber einen Fahrplan gibt es schon. Sicher keine neue Idee: ich habe mir eine Tabelle in Excel erstellt und dort die Fahrplan-Zeiten hinterlegt und dazu eine Einstellung, den Betriebstag in beschleunigter Geschwindigkeit durchzuführen. Aktuell steht die Beschleunigung auf 6-facher Geschwindigkeit, ein Betriebstag. Ich kann zudem die Uhrzeit eintragen, zu der ich mit dem Betriebstag beginnen kann. Bei 6x Tempo kann der Betriebstag in ca. 2,5 Stunden nachgestellt werden.


    Im Beispiel unten beginnt der Betriebstag um 10:00 Uhr (Echtzeit). Damit würde der Frühzug mit der Fahrplanzeit 06:07 (Spielzeit) um 10:02:40 (Echtzeit) abfahren.



    Für eine kleine Nebenbahn dürfte der geplante Betrieb realistisch sein. Fehlt nur noch das passende Rollmaterial, was aber aktuell schwierig zu bekommen ist. Zum Einsatz kommen sollen Umbauwagen, Silberlinge oder auch ein Schienenbus.


    Güterverkehr


    Inspiriert durch den Beitrag von Ralph / errel hab ich mich noch ein wenig weiter umgeschaut und bin auf diesen klasse Bericht von Wolfgang Gerwien gestoßen ( https://www.spurnull-magazin.d…nspiel-selber-herstellen/ ). Das Prinzip dort finde ich super, für meine kleine Anlage ist es aber wohl etwas überdimensioniert.


    Ich habe also mal angefangen, ein paar Frachtkarten zu basteln, die Gestaltung hab ich auf dem Computer gemacht, dann ausgedruckt und aufgeklebt. Für jeden Wagen habe ich eine Karte erstellt. Die Idee ist dann, aus der vorhandenen Auswahl ein paar Karten zu ziehen und damit den Güterzug zusammenzustellen. Dann wird gewürfelt, wohin der Wagen gebracht werden soll. Final ist es noch nicht aber man kann es sich vorstellen, denk ich.



    Viele Grüße

    Oliver

  • Hallo Oliver,


    vielen Dank für die Vorstellung deines Anlagenprojekts! Solche Beitragsbäume zur Anlagenplanung finde ich immer spannend in ihrer Entwicklung insbesondere bei Reflexion unterschiedlicher Vorstellungen. Ich möchte nochmal Bezug zu deinem in Beitrag 16 veröffentlichten Bahnhofsgleisplan nehmen. Der Fortgang des Baumes zeigt, das du kein reiner Kreisbahner bist, sondern schon Ansätze eines Betriebsbahners vorhanden sind, wie deine Gedanken zu Abstellgleisen/Schattenbahnhof als auch Betriebsstellen sowie Fahrplan und einem einfachen Frachtkartensystem zeigen.


    Daran anknüpfend möchte ich anregen, den Gleisplan des Bahnhofs und damit des betrieblichen Mittelpunkts, ja des Stars deiner Anlage, unter betriebsmodellbahnerischer Sicht nochmals zu überdenken. Zwar wurde deine Sparsamkeit in der Gleisausstattung von einigen Foristen gelobt, es ist für mich jedoch fraglich, ob du dauerhaft mit den doch recht begrenzten Möglichkeiten zufrieden sein wirst. Auch wenn du wie angegeben dich schon in der Epoche IV bewegst, war doch die Gleisausstattung von Unterwegsbhf. oftmals noch nicht so reduziert und Bahnhöfe mit ordentlichem Güterverkehrsaufkommen sowie direkt im Bhf. liegenden Privat-Anschließern und eventuell von dort noch mittels Übergaben auf der Strecke zu bedienenen Anschlüssen eher mit drei beidseitig angebunden Gleisen ausgestattet.


    Zu einem betriebs-/rangierintensiven Bhf. als Mittelpunkt der Anlage zählen für mich folgende Elemente:


    Ein Güterschuppen mit separatem Gleis, die Nutzlänge braucht auch nur eine Wagenlänge an der Rampe vor dem Schuppen und insgesamt drei Wagenlängen betragen. Schön und platzsparend ist die Anbindung über einen einfachen Hosenträger und das andere kreuzende Gleis geht zu einer Ladestr. oder einem Privatanschließer wie zum Beispiel deinem Landhandel, Gratulation für die Auswahl dieses Anschließers, die Firma Zapf hat da ein tolles kompaktes Modell im Angebot!


    Mindestens ein Freiladegleis mit einer Ladestraße, an der 4-5 Wagen gleichzeitig entladen werden können, kann auch beidseitig mit Weichen angebunden sein, eventuell aber auch noch kombiniert mit einer Kopf- und Seitenrampe, dann natürlich als Stumpfgleis. Hier kann man eine große Vielfalt an Wagengattungen und damit Ladungen respektive Empfänger und Versender simulieren. Wer auf Hulds! d. h. Hingucker und liebevolle Details steht, kann hier immer wieder neue Szenen mit LKWs, Förderbändern, Behältern, den unterschiedlichsten Ladegütern sowie Figuren gestalten. Dabei muss die gepflasterte oder geteerte Ladestr. ja nur angedeutet sein, wenn du zu viel platzfressende Breite befürchtest, die Radabweiser für die Straßenfahrzeuge müssen aber schon sein. Wenn noch Platz ist, sieht in diesem Bereich auch eine Gleiswaage und ein Lademaß einfach toll aus, ein Bockkran wäre der Oberhammer!


    Des weiteren mindestens ein privater Anschließer direkt im Bhf., vor allem einer, der mehr als nur einen Wagen die Woche und nur von einer Wagengattung bekommt oder versendet, insofern ist der Landhandel super ausgewählt, da geht eine Menge. Schön ist auch ein Brennstoffhändler, also nicht nur der typische Kohlenhandel sondern auch zusätzlich Heizöl, Briketts oder sogar auch Schmierstoffe in Fässern.


    Aufgrund eigener Erfahrung mit gleich drei größeren Anschließern (Brennstoffhändler, Schotterwerk, Traktorenwerk) auf der Strecke, die von meinem Bahnhof mit Übergaben bedient werden, kann ich nur für die Einrichtung mindestens eines weiteren nicht zu kleinen Anschließers auf deiner Strecke plädieren, vielleicht eine größere Maschinenfabrik, die aufgrund ihres Produktionsvolumens und/oder der Größe der Fertigprodukte einen Gleisanschluss rechtfertigt. Bedeutet aber, das dein Bhf. mindestens ein Abstellgleis hat, auf dem die zuzustellenden Wagen bzw. für den nächsten Nahgüterzug zur Abholung bereitzustellenden Wagen aufgestellt werden können.


    Was für mich zugunsten des Güterverkehrs bei einem Unterwegsbhf. dann eher verzichtbar ist, ist ein Zwischenbahnsteig. Überlege mal, ob dir das Thema Zugkreuzungen von Personenzügen so wichtig ist, das tatsächlich einmal zwei Personenzüge nebeneinander stehen müssen und den ganzen Bahnhof verstopfen. Bei meinem 6-gleisigen Endbahnhof Marktoberdorf (Preussen) EP III gibt es auch nur einen 2,70 m langen Hausbahnsteig mit Teerdecke und modernisierter Betonkante, der an Gleis 2 befindliche schmale Zwischenbahnsteig mit Splitbelag und einseitiger Schwellenkante wird aber so gut wie nicht benutzt, ist im Grunde aufgelassen, es werden am Gleisstutzen 2a sogar oftmals Güterwagen abgestellt . Ich empfinde bei vielen Anlagen eine Überbetonung des Personenverkehrs und Loks und damit inhärent die inflationäre Einrichtung von Bahnsteigen sowie die Darstellung von Lokschuppen/Bws und das im Gegensatz dazu der Güterverkehr und die früher dafür sehr zahlreich vorhandenen Gleise eher zu kurz kommen, dabei ist das doch das Salz in der Betriebsmodellbahnersuppe!


    Mein Fazit und Empfehlung aus eigener Erfahrung nach vielen Betriebssessions:


    Spare nicht an Gleisen und Weichen in deinem betrieblichen Mittelpunkt, du hast nur einen und so ein kleiner Bhf. ist sehr schnell zugestellt und sieht dann auch nicht mehr vorbildgerecht aus.


    Drei beidseitig angeschlossene Gleise, Güterschuppen mit eigenem Gleis, Freiladegleis, falls möglich Kopf- und Seitenrampe sowie Privatanschließer, machen den Betriebsmodellbahner glücklich! Dafür verzichte ich gerne auf nicht bahnbezogene Gebäude und ausschweifende Landschaftsdarstellungen.


    So nun genug geschwätzt aus der romantisch verklärten Epoche III Brillen-Sicht, ich freue mich über ein Feedback von dir und bin gespannt auf die weitere Entwicklung deines Anlagenprojekts, es muss dir gefallen, nicht anderen!


    Freundliche Grüße


    Ralf

    Spur0 Team Ruhr-Lenne e.V. - Die Hagener Spur 0 Leidenschaft in XXXL seit 2007.


    http://www.spurnullteam.de/


    Betriebsabend: aktuell keine Treffen in Hagen. Frühlingsfahrtage vom 26.-27.03.2022 so die Pandemie es zulässt ;( .


    Ich hoffe in 2022 wieder schreiben zu können: jeden dritten Freitag im Monat 18.00-22.00 Uhr - Betrieb, Essen,Trinken, Fachsimpeln, Spaß haben in kompetenter und netter Runde. Gäste und Gastfahrzeuge sind herzlich willkommen: Södingstr. 16-18, 58095 Hagen.

    Edited once, last by Br86fan ().

  • Moin Namensvetter


    Das ist eine wunderschöne Zusammenfassung und deckt sich absolut mit meinen Gedanken!


    Gruß Ralph

    Wenn die Klügeren immer nachgeben, regieren irgendwann die Dummen die Welt...

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