Mathildenthal - ein Bahnhof im Fränkischen (anno 1976)

  • Hallo zusammen,


    auch in Mathildenthal gibt es Fortschritte zu vermelden. So ist es gestern nun in gewohnter Zusammenarbeit mit pixelbahner Senior gelungen, die Überarbeitungen am Holzbau vorerst abzuschließen und auch den provisorischen Gleisbau "fertig" zu bekommen. So kann jetzt die Zeit des Ausprobierens und Testens beginnen ob die verfügbaren Gleise so nicht nur schön anzusehen sind sondern auch damit entsprechender Fahr- und Rangierbetrieb möglich ist.


    Weil die Doppelkreuzungsweiche noch fehlt, ist der Bahnhof noch nicht fertig. Wie in meinem letzten Beitrag erwähnt, werde ich mich an den Vorschlägen der erwähnten Forumsmitglieder orientieren und ausprobieren wo sich die DKW am besten einfügt. Von daher besteht der Bahnhof aktuell aus insgesamt drei durchgehenden Gleisen und diversen Abstellgleisen. Am grundsätzlichen Gleisplan hat sich gegenüber den letzten Skizzen nicht viel verändert, erst die DKW wird den Plan etwas verändern, von daher verzichte ich hier jetzt auf eine Zeichnung zum aktuellen Gleisplan.


    Aktuell ist noch nichts fixiert, weder die Gleise noch die Korkplatten sind aktuell stärker befestigt. Es geht momentan erstmal darum, die aktuelle Anlage wirken zu lassen und dann bei Bedarf noch einfache Anpassungen machen zu können. Daher gibts zur Zeit noch Verwerfungen und etliche Ungenauigkeiten.


    Auch die Mathildenthaler Lokalpresse war mal wieder vor Ort:



    Der morgendliche Pendlerzug ist gerade auf Gleis 2 eingefahren und nimmt Fahrgäste auf. Im Hintergrund wartet die V60 darauf, ihren Rangierbetrieb nach der Abfahrt des Schienenbusses fortsetzen zu können. Am Abstellgleis wartet Zement auf Abholung.


    Jetzt hoffe ich erstmal auf eine baldige Verfügbarkeit und Lieferung der DKW - und somit dann den Bahnhof finalisieren zu können.



    Einen schönen Abend!

    Oliver

  • Hallo zusammen,


    der Januar ist schon fast wieder zu Ende, Zeit für einen kleinen Zwischenstand und eine Zeitreise nach Mathildenthal im Januar 1976. Zeit ist leider ein sehr knappes Gut, und so wurde leider nicht viel gebaut seit der ersten Bauphase rund um Weihnachten, lediglich ein paar Varianten um Abstände zu testen oder bei den Längen und Lage der Stumpfgleise. Aber alles nur minimale Änderungen. Aber zumindest kann ich ab und zu mal ein wenig Betrieb machen. Ein kleiner Schnappschuss der nachmittäglichen Übergabe noch anbei, die dem Fotografen der Mathildenthaler Lokalpresse nach seinem Besuch in der Bahnhofsgaststätte vor die Linse gefahren ist.



    Auch sicherheitshalber nochmal der Hinweis, die Gleise werden noch akkurater gebaut werden, auch im Holzbau gibts noch Unebenheiten zu korrigieren.

    Wie schon letztens erwähnt, fehlt mir noch die DKW um den Gleisplan abschließend in der Praxis zu bewerten. Falls sich mit der DKW nichts gravierendes mehr ändert, würde ich den Gleisplan aber als "final" sehen.


    In jedem Fall bin ich froh, diesen Testlauf zu machen um den Gleisplan statt nur auf dem Papier "in echt" auf mich wirken zu lassen. Auch bin ich froh darüber, die Lücke an der Tür geschlossen zu haben und die Möglichkeit zu haben, im Kreis fahren zu können. Das ist einfach manchmal angenehm, dem Zug einfach nur zuzuschauen.



    Finaler Gleisplan


    Der aktuelle und somit vermutlich finale Gleisplan sieht wie folgt aus - ein erneutes Danke an alle, die in den zurückliegenden Beiträgen kommentiert und Anregungen erstellt hatten.



    Ein paar kurze Anmerkungen:

    1. Die DKW fehlt noch, aktuell ist dort eine Linksweiche verbaut, die einer anderen Aufgabe zugeführt wird, wenn die DKW geliefert ist. Das Aufstellgleis (also Gl 4) ist noch nicht gebaut, das folgt erst mit der DKW. Hier hatte ich kurz den Gedanken ob ich dieses Gleis und die DKW überhaupt brauche aber ich denke es wird für den Güterbetrieb sehr nützlich sein.
    2. Am Industriegleis hab ich mich dazu entschlossen, doch ein R1 Gleis zu verbauen um nach der Weiche etwas mehr Abstand zum Streckengleis zu gewinnen. Bisher waren keine R1 Gleise verbaut, jetzt habe ich mal ein welche bestellt.
    3. Nur noch mal zur Vollständigkeit, die hellgrauen Gleise sind der Fiddleyard und sollen später irgendwie durch Landschaft verdeckt werden, ob durch Tunnel oder vielleicht eine Strassenüberführung (in der Nähe der Weichen an jeweiligen Ausfahrten aus dem Fiddleyard) und beim Rest durch die Andeutung einer Böschung ist noch nicht entschieden. Auf der linken Seite will ich die Ausfahrt etwas sichtbarer lassen. Hier könnte man so tun, als würde sich hier eine weitere Nebenstrecke einfädeln. Mal schauen ob Mathildenthal noch zum Umsteigebahnhof wird....
    4. Dieser Industriebereich wird nun etwas vergrößert angelegt und der bei 2 etwas verkleinert, an dieser Stelle wird die Linksweiche ihren Platz finden, die durch die DKW im Bahnhof ersetzt wird.


    Nächste Schritte:


    Es gibt in allen grundlegenden Bereichen noch viel zu tun, die Zeit ist aktuell nach wie vor besonders knapp, es geht also - wenn überhaupt - nur langsam voran. Ich habe als nächstes auf der Liste:

    • Ausbessern Unebenheiten im Holzbau
    • Gleise altern und Schottertests auf einem Testbrett
    • Gleisdämmung auf der Strecke verlegen
    • finaler Gleisbau, dazu z.B. auch noch Vorbereitung für Elektrik, u.a. Weichenantriebe machen
    • Verkabelung für abschaltbare Abschnitte (Fiddleyard, Stumpfgleise)


    Soviel erstmal dazu, außerdem bin ich immer noch in der Überlegung, welches Bahnhofsgebäude zum Einsatz kommen soll. Und auch zu den Weichenantrieben mache ich mir einige Gedanken. Einige werden auf jeden Fall Handweichen bleiben. Ob Unterflur oder der Lenz-Antrieb beim Rest zum Einsatz kommt, drüber grüble ich gerade. Und zu guter Letzt, welche Industriebetriebe dort angesiedelt werden sollen. Aktuell sind meine Favoriten eine Tiefkühltortenfabrik und etwas mit Möbeln.


    Wie zu allen Themen sind hier natürlich auch Vorschläge sehr willkommen!



    Viele Grüße, schönen Abend

    Oliver

  • Hallo Oliver,
    schön, daß Du vom Fortgang Deiner Planungen bzw. auch Deiner Arbeiten berichtest. Mathildenthal und Kaltental scheinen nach wie vor einen ähnlichen Entwicklungsprozess einzuschlagen. So öde Deine Warterei auf die DKW vielleicht sein mag, so hast Du doch durch die "gewonnene Zeit" Gelegenheit dein Konzept immer mal wieder auf den Prüfstand zu stellen und Probefahrten zu unternehmen.

    Zu den Weichenantrieben: Ich habe mich damit auch in der letzten Zeit ziemlich beschäftigt, und ich empfehle Dir, Dir dieses Thema gut durch den Kopf gehen zu lassen. In jedem Fall rate ich Dir zumindest im sichtbaren Bereich von den Lenz-Antrieben ab, da diese einen riesigen Antriebskasten haben und dadurch recht klobig wirken.

    Wie auch immer: Ich verfolge die Mathildenthaler Entwicklung mit großem Interesse. Übrigens: Demnächst werde ich auch wieder aus der "Partnergemeinde" Kaltental berichten.


    Ich wünsche Dir viel Spaß beim weiteren Planen und Bauen,
    viele Grüße
    Rüdiger

  • Gude pixelbahner,


    das sieht sehr gut aus und geht gut voran.


    Bei den Industrieanschlüssen 2 und 4 sowie beim Landhandel musst Du allerdings - falls Du vorbildnahen Betrieb machen möchtest - jeweils mit Gleissperren arbeiten, weil Schutzweichen nicht vorhanden sind. Gleiches gilt für das Gleis zum Güterschuppen und das Stumpfgleis rechts oben im Plan. Diese beiden letztgenannten Gleissperren könntest Du einsparen, wenn Du die Bogenweiche umdrehst und die normale Weiche zum Stumpfgleis dann als Schutzweiche nutzt. Grob etwa so (die Reihenfolge der Weichen 8 und 9 lässt sich natürlich auch tauschen):



    Das wird gut!

    Mit Gruß vom Nick

    Edited once, last by Nick ().

  • Hallo zusammen, hallo Rüdiger,


    so geht es mir auch, ich verfolge die Entwicklung in Kaltental sehr interessiert. Genau wie du sagst, es entwickelt sich in eine vergleichbare Richtung und wir stehen vor vielen ähnlichen Fragen. Da es bei mir aktuell aus Zeitgründen etwas langsamer vorangeht, kann ich deine Erfahrungen schon gut in meine Überlegungen einfließen lassen. Bin auf die weitere Entwicklung gespannt!


    Weichenantriebe

    Bei den Oberflur-Weichenantrieben denke ich an einen Einsatz im Fiddleyard, die Antriebe wirken schon einigermaßen groß. Dort spielt das keine so große Rolle. Aber da diese aktuell kaum oder nicht zu kaufen sind, konnte ich mir noch kein eigenes Bild machen. Eine Handvoll werde ich als ortsgestellte Weichen mit Schnellenkamp Stellböcken ausrüsten und den Rest mit Unterflurantrieben, dazu müssten sich noch etliche im Fundus aus früheren Zeiten befinden.


    Gleissperren und Weichen

    Mit den Gleissperren ist ein sehr guter Hinweis Nick - darauf wird es vermutlich auch hinauslaufen, dass diese Gleise dann so gesichert werden. Evtl. bekommt einer der Industrieanschlüsse eine Schutzweiche aber überwiegend sichern Gleissperren das Geschehen ab.


    Zum Gleisplan im Bahnhof habe ich mir auch noch ein paar Gedanken gemacht, die angedachte DKW werde ich vermutlich nicht am rechten Bahnhofskopf einbauen sondern vermutlich am linken (in deiner Skizze Nick wäre das wo Weiche 4 sitzt). Da wird dann eine Rechtsweiche frei, die ggf. als Schutzweiche genutzt werden könnte, mein aktueller Plan ist aber, den Anschluss am Landhandel etwas zu erweitern und für Waren wie Kohle, Briketts oder auch Sand ein separates Gleis zu haben.


    Eine Schnapszahl...

    Ansonsten kam mir irgendwie heute der Gedanke, dass ich mit der Spur 0 und hier im Forum jetzt schon so viel Zeit mit Planen, Schmökern und auch ein wenig Bauen verbracht habe. Alle, die mir hier gesagt haben, dass ich viel Freude mit dem Spurwechsel auf Null haben würde, haben absolut recht gehabt. Dabei habe ich dann festgestellt, dass es heute genau 3 Monate, 3 Wochen und 3 Tage sind, dass ich das Thema "Mathildenthal" eröffnet habe. Nur unwesentlich länger ist meine Anmeldung hier im Forum her und noch mal ein paar Tage länger ist der Kauf meiner blau-beigen 212, meiner ersten Lok in Null. Alles in allem bin ich noch kein halbes Jahr dabei aber die Spur 0 kommt mir genau wie das richtige für mich vor.


    ... und eine Schnaps(?)-Idee

    Und weil mir das mit der Spur 0 so viel Spaß macht, habe ich mir noch eine Art "Reserveszenario" ausgedacht: neben meinem normalen Setting im Jahre 1976 habe ich mir überlegt, mal die Zeitmaschine anzuwerfen und Mathildenthal von 1976 in das Jahr 1991 zu verschieben - und räumlich dazu ein wenig weiter nach Nordosten: Quasi an die Grenze zwischen Franken und Thüringen, irgendwo zwischen Schweinfurt und Meiningen. Ganz maßgeblich hat die Vorstellung der V100 (Ost) und der passenden Reko-Wagen durch Lenz dazu beigetragen. Das hat mich dann so richtig ins Grübeln gebracht, ob ich das nur "mal ab und zu" oder doch gleich dauerhaft so machen möchte. Denn ehrlicherweise hätte ich auch nichts dagegen, mal eine orientrote Lok im Einsatz zu haben. Da ich bisher z.B. kaum epochengerechte Deko gekauft habe, bin ich hier noch ziemlich flexibel. Und mit altrotem und blau-beigen Rollmaterial ist man auch in den frühen Neunzigern noch gut aufgestellt.


    Wegen solcher Gedankenspielereien habe ich mit dem Planen so viel Freude. Wie immer ist Feedback herzlich willkommen!



    Viele Grüße aus "Mathildenthal"

    Oliver

  • Hallo zusammen,


    über acht Monate gab es nichts Nennenswertes zu berichten, was den Baufortschritt von Mathildenthal betroffen hätte. Zeitmangel, ein langer Sommer und andere Verpflichtungen und Hobbys, damit bin ich sicher nicht allein.


    Umso mehr freue ich, dass seit September der Schalter wieder umlegt ist und ich von einem Fortschritt berichten kann. Da geht bei anderen sicher schneller, aber ich bin froh, die Fortschritte gemacht zu haben, von denen ich gleich berichten kann.


    Also der Reihe nach, im Grunde hab ich die Anlage in drei Bauabschnitte unterteilt:

    1. Bauabschnitt Bahnhof Mathildenthal und die anschließende freie Strecke: hier ist der Gleisbau zu 95% abgeschlossen, es muss allerdings noch ein wenig Holzbau gemacht werden. Hierzu wird es hoffentlich in ein paar mehr Wochen mehr zu sagen und zu zeigen geben. (Nicht im Plan zu sehen)
    2. Bauabschitt Haltepunkt/Awanst (ist ja dann eigentlich kein Hp mehr wenn die Weiche ins Werk zur Betriebsstelle gehört) und Fiddleyard Markt Luisengrün: Dazu gibt es unten in diesem Beitrag nun endlich ein Update.
    3. Bauabschnitt Awanst Luisengrün Glaswollewerk: Dieser Abschnitt ist noch nicht begonnen, mein Plan ist in den nächsten Wochen den Holzbau anzufangen und hoffentlich auch bald abzuschließen. (Im Plan ausgegraut)


    Nun also zum Fortschritt im zweiten Bauabschnitt. Hier lagen bislang übergangsweise verlegte Gleise um zumindest einen kleinen Fahrbetrieb machen zu können. Diese Gleise habe ich zunächst komplett zurückgebaut und dann großflächig Kork verlegt.


    Anschließend dann ging es an den neuen Gleisbau. Auf den ersten Blick recht ähnlich zum Provisorium. die auffälligste Änderung gegenüber dem im Januar zum finalen Plan erklärten Entwurf (wie sich auch zeigt, war der doch nicht so final...) sind die Abstellgleise auf der linken Seite. Zum einen ist ein drittes Gleis dazugekommen und zum anderen liegen die Gleise gegenüber dem letzten Plan nun wieder im Bogen um noch einen Fitzel mehr Gleislänge herauszuholen, die effektiven Nutzlängen im Abstellbereich links sind zwischen 145 cm und 165 cm, auf der rechten Seite zwischen 230 cm und 245 cm. Im Plan oben mit D markiert ist ein kurzes Trainsafe-Anschlussgleis, dort können also bequem Loks in die Vitrinenboxen gefahren werden.


    Die Weiche am Werksanschluß ist nun eine Bogenweiche um diesen Bereich etwas gefälliger zu machen. Das Streckengleis wurde statt der provisorischen Stückelung nun mit Flexgleisen gebaut, hier muss der Bogen noch sanft nachjustiert werden, so dass dann dort später ein schöner, leicht geschwungener Bahnsteig für Markt Luisengrün entstehen (A im Bild). Hier muss noch ein Brett eingemessen werden, das leicht entnehmbar ist um schnell einen Wartungszugang zu den Weichenantrieben zu bekommen. Stichwort Weichenantriebe: Alle Antriebe in diesem Bereich sind jetzt mit einem digitalen Lenz Weichenantrieb ausgestattet (mit Ausnahme der Einfahrt ins Werk) und ein virtuelles z21-Stellwerk eingerichtet auf einem betagten Tablet, das dafür aus dem Ruhestand geholt wurde.


    Die Weiche bei B habe ich von einer Links- auf eine Rechtsweiche umgestellt, das macht die Fahrt in und aus dem Fiddleyard für lange Wagen entspannter weil diese nun über den geraden Strang läuft und wirkt auf mich insgesamt harmonischer. Die hellgrauen Gleise sind die Gleise, die in Zukunft verdeckt sein sollen, u.a. die Weiche soll eigentlich durch einen kurzen Tunnel versteckt werden.


    Bleibt dann noch die Frage: Was tun mit C? Das ist aktuell eine nicht-bewegliche Holzkonstruktion, unter der man durchklettern muss (ca. 130 cm über dem Boden, das geht also schon noch). Auf der einen Seite überlege ich, es beweglich zu machen um einfacheren Zugang zum Raum zu haben auf der anderen Seite überlege ich, es fest zu lassen und es ggf. sogar mit in den Tunnel zu integrieren. Da bin ich noch nicht entschieden.


    Als nächste Schritte für den Abschnitt 2 stehen an:

    • Ecken und Kanten im Gleisbau suchen und ausbügeln
    • Kork stutzen und den Rest entsprechend befestigen
    • Holzbau (entnehmbar) für die Lücke am Haltepunkt
    • 2 Gleise abschaltbar machen
    • Vorrichtung planen, wie man den Fiddleyard etwas verstecken kann

    Dann zum Schluß noch ein paar Impressionen, beginnend von der Türseite bis zur gegenüberliegenden Wand.


    Rückmeldungen sind wie immer sehr willkommen!


    Schönen Sonntag noch!

    Oliver

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