Bad Kaltental

  • Moin Rüdiger,

    wo fängt denn dein Schattenbereich an? Kannst du nicht das neue VT-Gleis etwas im Boden anlegen?

    Johann

    Moin Johann,

    danke für den Hinweis. Anbei eine schnelle Handskizze mit dem Schattenbahnhof und seiner Blockeinteilung.



    Das ist alles ziemlich eng dort. Daher (und ich weiß, das ist nicht optimal, aber es funktioniert so) liegen in den Blöcken z.T. auch Abzweigungen.
    Der relevante Block 1B Block geht bis direkt vor die Bogenweiche vorn rechts, die bereits in Block 22 liegt (Übergang zum Bahnhof Bad Kaltental).
    Analog dazu fungiert Block 21 auf der gegenüber liegenden Seite den Übergang zum Bahnhof auf der anderen Seite. Beide Blöcke (21 und 22) habe
    ich erst später eingerichtet und dienen als quasi Ziehgleis bei automatischen Rangierfahrten.

    Eine Verlegung des neuen Triebwagengleises in einen Bogen wäre sicher möglich und würde noch etwas Nutzlänge zusätzlich einbringen. Wenn ich
    dann aber dort an- bzw. abkuppeln möchte, tue ich mich schwer.

    Da das Gleis ohnehin ja nur einfach verlegt und oberflur verdrahtet ist, kann ich dort relativ einfach ein Flexgleis so hinlegen, daß es ein Optimum an
    Nutzlänge und Praktikabilität bringt. Nur: ich habe nur noch kurze Reste Flexgleis, deswegen muss ich damit noch etwas warten. Sobald ich geeignetes
    Gleismaterial habe, werde ich den Vorschlag aber ausprobieren.

    Viele Grüße
    Rüdiger

  • Moin zusammen,

    treffen sich ein Optimist und ein Pessimist. Sagt der eine zum anderen...

    ... Nein, so war mein Erlebnis von heute Nachmittag nicht, aber ich habe heute versucht, das neue Triebwagengleis
    in einen Bogen noch vor den Pfosten meines Regales zu verlegen, um mehr Nutzlänge zu generieren. Aber wie ich es
    auch drehe und wende: Es kommt nicht hin. Selbst mit Radius 1 stoße ich noch am Pfosten an, und bei dem engen
    Gleisbogen muss ich noch erheblich Raum für das Lichtraumprofil hinzugeben, vor allem bei Fahrzeugen mit relativ
    langem Überhang wie den VT98.



    Ich habe dann versucht, ein Flexgleis so zu quetschen, daß ich vor dem Pfosten herauskomme, aber das wurde dann sehr abenteuerlich.
    Das Gleis wehrte sich mit Händen und Füßen, deutlich enger "gefrückt" zu werden als R1. Und beim Gleisanschluss an der Weiche, die ja ohne
    Schienen-Verbinder-Laschen auskommen muss, gab es dann einen kräftigen Knick und Versatz, daß die Entgleisungsgefahr erheblich zunimmt...

    Also sieht es jetzt im Endstadium so aus: Für den VT98 mit Steuerwagen reicht es trotz Spar-Prellbock aus Styrodur leider immer noch nicht ganz.



    Belegtmelder und Weichenantrieb funktionieren einwandfrei. Also wird jetzt das Regalbrett wieder eingebaut und gut ist!


    Um bei meinem Spruch am Anfang zu bleiben: Der Pessimist sagt, da passt kein VT98 mit Steuerwagen hin, der Optimist hält dagegen:

    Aber für den VT95 mit Beiwagen wird es schon reichen. Und wenn nicht, dann gibt es eben nur den einachsigen Gepäck-Anhänger...

    Für heute viele Grüße
    Rüdiger

  • Hallo Norbert,

    die Idee hatte ich ursprünglich auch, habe sie aber von vornherein verworfen, weil ich der Meinung war, daß die
    Bogenweiche zur platzraubend ist und nicht den nötigen engen Innenradius bringt. Jetzt bin ich Deinem Rat mal
    gefolgt und habe meinen Dummi zusammen mit einem R1 und einem R2 Gleisstück ausgelegt. Und siehe da: Du
    hast Recht, das bringt gute 5 bis 8 cm mehr Nutzlänge, damit wäre VT+VS möglich. So kann man sich täuschen.

    Jetzt lasse ich es aber erst mal so, und wenn ich günstig an eine Bogenweiche komme und Lust verspüre, werde ich
    den Umbau auf Bogenweiche vornehmen, zumal der Eingriff in die Elektrik jetzt ohnehin nicht mehr so schwierig ist.
    Es verschiebt sich einfach alles ein wenig, mehr nicht.

    Nochmal danke für den Tip und Grüße
    Rüdiger

  • Hallo Rüdiger,


    die Optionen mit der Gleisführung und verschiedenen Radien scheinen ausgereizt, da bleibt doch nur eine Lösung: verändere das Regal mit seinen heutigen Pfosten! Was passiert, wenn der Regalpfosten unmittelbar auf Höhe der Korkplatte abgesägt wird und der obere Teil des Pfostens dann in ausreichender Höhe weitergeht. Da muss dann entweder das obere Teil an der dahinterliegende Wand befestigt werden oder Du baust eine Unterstützung aus zwei an anderer Stelle stehenden Pfosten, die dann ein Querholz erhalten, auf dem dann derbisherige Pfosten steht - es entsteht also eine "Regalbrücke" über Dein abzweigendes Gleis!


    Beste Grüße Diedrich

  • Hallo Diedrich,

    auch daran habe ich schon gedacht, und so etwas hatte ich früher bei meiner N-Anlage.

    Da hatte ich die vorderen Pfosten abgsägt, die hinteren an der Wand festgedübelt und die Regalböden mit großen
    Metallwinkeln befestigt. Das würde ich jetzt nicht mehr unbedingt so gerne machen, aber ich könnte mir vorstellen,
    den vorderen Pfosten um Bereich des möglichen Gleisverlaufs vegzusägen und seitlich mit einer dicken Leiste
    abzustützen.

    mmmhhmmm. Der elegantere, aber kostenintensivere Weg wäre dann doch die Bogenweiche.

    Moin, Rüdiger,

    leg doch mal den R1-Bogen nicht ans Ende der Geraden (der Weiche), sondern so 3..5 cm in Richtung Herzstück.

    Wenn es dann passt, setze den Dremel oder Feinsäge an die Weiche....

    Viele Grüße,

    Johann,


    In jedem Fall auch Dir vielen Dank für die Idee.

    Viele Grüße
    Rüdiger

  • Moin Johann,

    da ist mit dem Zitieren irgend etwas schief gelaufen. Jedenfalls:

    Der gerade Abzweig der Peco-Weiche ist ab dem Herzstück relativ lang. Wenn ich ihn Deiner Idee entsprechend kürze, dann klappt es.
    Ich bekomme ebenfalls ca. 60cm Nutzlänge, genau so viel wie bei der Bogenweiche. Die Lösung ist kostengünstiger, und da ich die Weiche
    ohnehin schon ziemlich bearbeitet habe, macht das jetzt auch nichts mehr.

    Morgen Nachmittag nehme ich die Roco-Feinsäge zur Hand. Ich werde berichten.

    Super, danke sehr!

    Viele Grüße
    Rüdiger

  • Kaltental


    Hallo Rüdiger,


    zu Bild 1 mit Gleis vorm Pfosten: säg den Pfosten so hoch ab, das Du ein Querholz drunter setzen kannst, welches Du dann rechts und links Deines Gleises in ausreichendem Abstand nach unten abstützen kannst. Also wie so ein umgedrehtes T mit Stützen.

    Vielleicht schafft das den Platz den Du brauchst.

    Den "Schaltkasten" links müsstest Du allerdings dafür etwas nach vorne setzen.

  • Hallo Dirk und Ihr anderen Ratgeber,

    herzlichen Dank für Eure vielen guten Ideen und Ratschläge. Aber das Bessere (Bequemere, Einfachere, Schnellere oder wie man es
    auch benennen will) ist des Guten Feind. Die Lösung von Johann war für mich die zielführendste. Mit wenigen Handgriffen, ohne das
    Regal komplett ausräumen und abbauen zu müssen und mit dem vorhandenen Material, sogar ohne Ausbau der Weiche hat es auf
    diese Weise funktioniert. Ich konnte es gestern nicht mehr abwarten und habe noch am Abend die Weiche bis kurz vor das Herzstück
    eingegekürzt (in einbautem Zustand!).


    Die restlichen Arbeiten wie Gleisverlegung und einigermaßen ordentliche Verkabelung habe ich dann heute Morgen schnell erledigen können.
    Auf dem folgenden Foto ist das erste Gleis nach der Weiche R1, das zweite dann R2. Mit zweimal R1 kann ich auf einfache Weise noch etwas Länge
    zusätzlich herauskitzeln, aber das ist im Moment nicht erforderlich.


    Alles funktioniert wie es soll, und die Profilfreiheit ist auch gegeben (mein Schattenbahnhofs-Grenzzeichen in Form einer Schraube mit rot
    gefärbtem Kopf fehlt hier noch).



    Und hier noch einmal der Blick entlang der Schattenbahnhofsgleise:


    Nach Einbau eines Prellbockes aus Styrodur kann das Regal jetzt wieder eingeräumt und der Betrieb aufgenommen werden.

    Vielen Dank nochmals an alle Ratgeber und Grüße
    Rüdiger

  • Aber für den VT95 mit Beiwagen wird es schon reichen. Und wenn nicht, dann gibt es eben nur den einachsigen Gepäck-Anhänger...

    Servus Rüdiger,


    auch ohne die obere Lösung für das VT 98-Pärle wäre die Variante mit dem Einachsanhänger eine gute Wahl, da dieser im Gegensatz zum VB nicht umfahren werden muß, sondern auch geeschoben werden kann, da der Wagenführer über diesen hinwegschauen und somit einen freien Blick auf die Strecke hat...


    ...ich habe schon mehrfach Fotos gesehen wo dies auch so praktiziert wurde.

    Schöne Grüße aus dem württembergischen Schwarzwald,


    Markus

  • Moin zusammen,

    einen Nachtrag muss ich noch dringend zu meiner Schattenbahnhofs-Erweiterung durch das zweite Triebwagengleis
    bringen: Da sich VT+VS98 auf diesem neuen Gleis recht wohl fühlen, hat sich die 98.8 mit ihrem dreiteiligen Rivarossi-
    Plattformwagen-Zug heimlich auf das nun verwaiste recht lange alte Triebwagengleis getraut. Sie fühlt sich da recht wohl...



    Die Betriebsmöglichkeiten werden auf meiner Anlage werden dadurch nochmals vielfältiger, weil ich eine Zuggarnitur, die ich zeitweise nicht
    benötige, dort unterbringen und schnell auch wieder in Erscheinung treten lassen kann. Den halben heutigen Nachmittag verbringe ich jetzt
    schon damit, einen abwechlungsreichen Zugbetrieb in Bad Kaltental abzuwickeln. Heute mal nicht PC-gesteuert, sondern ausschließlich manuell.

    Herrlich!

    Damit ist dieses Kapitel endgültig abgeschlossen, und die nächsten Berichte beziehen sich dann wieder auf den gestalteten Teil der Anlage.

    Viele Grüße
    Rüdiger

  • Moinsen,

    obwohl ich eigentlich keine Kontaktprobleme bei meinen Gleisen habe, schwebt mir schon länger vor, einen Güterwagen
    für die Gleisreinigung umzubauen. Da das System von KPF Zeller nicht so besonders teuer ist, habe ich das besorgt und wolllte
    es ausprobieren. Als Wagen hatte ich mir günstig einen offenen Güterwagen von Lima besorgt, der dann mit den anderen O-Wagen
    einen kleinen Kohle- oder Zuckerrüben - Zug bilden sollte. Die Umsetzung wurde allerdings problematisch, weil in der Flucht der
    Lauffläche der Räder ein Längsträger sitzt, den ich nicht wegnehmen konnte. Weitere Probleme stellten sich am Reinigungssystem
    selbst heraus: ein sehr großes Seitenspiel der beiden eingehängten Reinigungselemte sowie die Tatsache, daß die Grundplatte, in
    welche die Achse eingeclipst wird, eine breitere und eine schmalere Seitenwand hat. So konnte ich nicht sicherstellen, daß die
    Reinigungselemente wirklich auf den Schienen laufen und ihren Zweck erfüllen. Der lange Radstand des O-Wagens war dazu ebenfalls
    nicht dienlich. So habe ich da Projekt erst einmal verworfen. Da mir der Wagen ansonsten aber gefiel und ich an ihm eines Tages das
    Altern üben möchte, habe ich ihm schon mal einen passenden Ladegut-Einsatz gebaut. Nach Einbau einer Lenz-Kupplung von Moog
    kann der Wagen dann schon mal eingesetzt werden.

    Aber das war nicht mein eigentliches Thema. Unabhängig davon habe ich einen X-05 als Bahndienst-Wagen von Pola Maxi erstanden.
    Dieser hat zum einen den günstigeren kurzen Radstand und der Längsträger liegt nicht unmittelbar in der Flucht der Laufflächen der Räder.
    Also frisch ans Werk: Ausfräsen des Wagenbodens für die Halterungen der Gleisreinigungselemente, etwas unterfüttern, damit trotz seitlichem
    Spiel die Reiunigungspads auf den Schienen bleiben, festkleben und fertig. Auf einer Seite des Wagens wieder eine Kupplungskulisse für die
    Lenz-Kupplung eingebaut (Moog), auf der anderen Seite war eine Schraubenkupplung, die ich lassen werde. Dann setze ich den Wagen zusammen
    mit einer Köf für reinigungsdienstliche Zwecke ein. Im Traincontroller werde ich einen "Reinigungsfahrplan" erstellen, so daß die Köf einen
    speziellen Umlauf bekommt. Au´ußerdem bekommt der Wagen dann noch eine standesgemäße Ausstattung mit Arbeitskiste, Schwellen,
    Werkzeug und etwas Schotter. Diese Zusammenstellung gefällt mir fast schon so gut, so daß sie mir für Reinigungszwecke zu schade ist...


    Die Probefahrt wurde auch schon erfolgreich absolviert.





    Trotzdem: So einfach wie es der Hersteller angibt, ist das Reinigungssystem nicht einzubauen. auch die konzeptionellen Schwierigkeiten
    (Seitenspiel) sollte man nicht außer Acht lassen.


    Ich wünsche Euch noch einen schnen Sonntag Nachmittag, viele Grüße


    Rüdiger

  • Hallo zusammen,


    ich habe mir die gleichen Teile gekauft und auch ähnlich an einen einfachen Wagen gebaut. Bei mir war das Problem, dass sich die Schleifer schon mal wegen der "Querbeweglichkeit" an einer Weiche verhakt haben. Ich habe den Wagen noch mit einem zweiten Schleifersystem ergänzt, welche durch ein Gewicht auf die Schienen gedrückt wird. Hier habe ich die bekannten Reinigungsgummis eingesetzt: also in Fahrrichtung zuerst die mit Druck auf die Schiene gebrachten Reinigungsgummis und dann dieses Schleifersystem. Damit lassen sich nun schon einige Beläge vom Schienenkopf abnehmen.

    Sobald ich aus dem Urlaub zurück bin, werde ich noch Fotos nachliefern - die habe ich leider nicht hier!


    Viele Grüße Diedrich

    .

  • Hallo Diedrich,

    danke noch für Deinen Hinweis. Wenn die Schleifelemente gezogen werden, gibt es bei mir keine Probleme
    mit Verhaken an Weichen. Wenn aber geschoben wird, dann kommt es an zwei Stellen zum Verhaken.
    Darauf weist KPF Zeller in seiner Produktbeschreibung aber auch hin. Ist dann blöd, wenn das auftritt, wenn
    man ein Abstellgleis reinigen will. Bei mir geht es allerdings, ich habe es in langsamer Fahrt getestet. Es hakt
    bei mir (glücklicherweise) bei Rückwärtsfahrt nur an Stellen, die ich das Gleis problemlos vorwärts befahren kann.

    Aber Deine Bilder würde ich gern sehen, interessiert mich.

    Viele Grüße
    Rüdiger

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