Die Fahrzeuge der Ferrocarril de Cotanga - Freelance in 0n30

  • Hallo,


    Die FC. de Cotanga ist eine fiktive Schmalspurbahn im Dreiländereck Chile/Bolivien/Argentinien. Bob Hughes hat genau hier ebenfalls seine Eisenbahngesellschaft, die FCPyF, angesiedelt und sich einen fiktiven Staat dazu ausgedacht, "Sierra Oculta". Mehr dazu ist u.a. hier zu erfahren: https://playingtrains.wordpress.com/ Er hat mir eine Menge an Inspirationen geliefert, teilweise habe ich sogar - mit seinem Einverständnis - seine Fahrzeuge nachgebaut.

    Lateinamerikanische Bahnen sind oft ein wilder Mix von Fahrzeugen der verschiedensten Herkunft, je nachdem, wer zu welcher Zeit in welchem Land genügend Einfluß hatte oder das Eisenbahnprojekt finanzierte. Ein gefundenes Fressen für mich als Freelancer, der seine Anregungen weltweit, aber möglichst abseits des mainstreams, einsammelt.

    So richtig Fahrt aufgenommen hat das Projekt in den vergangenen zwei Jahren, nach einigem Frust mit neuen Fahrzeugprojekten und dem Gefühl, mit CAD und Lasercutter eher ein Computerfreak als ein Modellbahner zu sein. Ich hatte Sehnsucht nach Polystyrolplatten, dem Zersägen von Industrie-Modellen, dem Duft von Polystyrolklebstoff und nach Werkzeug, das nicht der Computer führt. Letzter Auslöser war ein Wettbewerb im britischen "NGRM-Online"-Forum, in dem zwar keine Preise ausgelobt waren, aber ein "Abgabeschluß" und einige Themen vorgegeben waren: "Baue eine Lok", "Baue einen Zug mit mindestens drei Wagen" und "Baue etwas mit Wellblech"

    Fangen wir also an mit der Lok. In meinem Fall ein dieselelektrischer Schlepptriebwagen, umgebaut aus einer schweren Überlandstraßenbahn. Startpunkt war diese Weihnachtseisenbahn. Der rechts oben sichtbare Personenwagen geisterte vor Jahren schon einmal durch den Schmalspurtreff, war dann aber leider vom Markt verschwunden. Und für den Rest würde sich sicher auch eine Verwendung finden:


    crimbo3 by Michael Carl, auf Flickr


    Also mal das Fahrwerk einer LIMA BR 218 in H0 druntergehalten - paßt:


    crimbo6 by Michael Carl, auf Flickr


    Fetter Scheinwerfer obendrauf und Schienenräumer untendrunter, dazu die vielen Querstreben der Frontfenster etwas "entfeinert":


    crimbo8 by Michael Carl, auf Flickr


    Uuups, da ist doch glatt ein Vorbild aufgetaucht, das diese Querstreben hat:


    https://i.imgur.com/rX2MYHth.jpg


    Mir doch egal, ich laß das jetzt so! Weiter im Text - das komische "Zwischengedöns" an der Unterseite entfernt, plausiblere Türen gelasert und aufgeklebt und das Dach des Oberlichts verlängert. Außerdem einen Kühler für den eingebauten Dieselmotor mit angeflanschtem Generator (GM-Diesel V8 mit 240 PS, gab's auch als Stromaggregat und war in den Nachkriegsjahren aus Armeebeständen billig zu haben) gelasert und damit einen Teil der Fenster verschlossen. Da ich zwei Exemplare baute, was dieses Vorher-Nachher-Bild möglich:


    crimbo9 by Michael Carl, auf Flickr


    Die andere Seite des Motorabteils hatte nur ein paar Klappfenster und Entlüftungsschlitze:


    crimbo13 by Michael Carl, auf Flickr


    Hier mal ein Größenvergleich mit einer Bachmann 0n30 combine:


    Crimbo+Bachmann by Michael Carl, auf Flickr


    Lackiert wurde das Modell mit Spraydosen von Ludwig-Lacke. Als Farbton wählte ich RAL 5020 Fernblau, das sah schon neu ziemlich ausgebleicht aus und war daher genau richtig. Das Dach wurde abwechselnd mit Silber und Schwarz besprüht, bis mir das Aussehen gefiel:


    crimbo16 by Michael Carl, auf Flickr


    Die Bahnräumer stammen von der Bachmann 0n30 Mogul und sind einzeln als Ersatzteil erhältlich:


    crimbo14 by Michael Carl, auf Flickr


    Viele Grüße

    Michael

  • Aranjuez, Don Carlos!


    Eisenbahnen südlich des Rio Grande sind bei uns noch kaum ein Thema, und dabei gab es sogar welche, für die Bachmanns 0n30-Fahrzeuge die richtige Spurweite haben. Mir fallen da welche in Mexico ein, und die Antofagasta-Bolivien-Bahn (heute Meterspur) hatte ursprünglich auch 762 mm Spurweite und amerikanische Fahrzeuge. In David Scotneys dickem 30inch-Buch findet man einiges.


    In dubioso torero

    Herbert

  • Da ich für meinen Start nicht auf dem Scheiterhaufen gelandet bin :) sondern sich sogar ein paar Likes unter den Beitrag "verirrt" haben, geht es weiter mit dem Innenleben. Die Bodenplatte ist gelasertes MDF, und auch ein paar Sitzbänke wurden aus dem Material gefertigt:


    51137310706_b9e48475f5_c.jpg

    Crimbo18 by Michael Carl, auf Flickr


    Den Fahrersitz sparte sich die Bahngesellschaft jedoch und bot stattdessen den Beschäftigten Kurse in Yoga und Levitation an. Namasté...


    51136929672_02985bd9ee_c.jpgNamasté by Michael Carl, auf Flickr


    Am Schluß noch die Verglasung, ein paar "Kirchenglocken" und Drucklufthörner - bis auf die Digitalisierung ist das Pärchen jetzt fertig.


    51140543343_c9d624f1f8_c.jpg

    Crimbo19 by Michael Carl, auf Flickr


    Danke auch an Herbert für den Kommentar - nach der Bahn werde ich auf jeden Fall mal stöbern!


    Viele Grüße

    Michael

  • Als nächstes flogen mir auf ebay ein paar "Silberlinge" zu:


    50859922333_d5a14b6394_c.jpg

    the silver express by Michael Carl, auf Flickr


    Verkäufer war - wie sich später herausstellte - ein befreundeter Schmalspurbahner. Keine Ahnung, wo er die Fahrzeuge her hatte, aber der "Bilderrahmen" an der Seite hat bestimmt auch mal einen "Merry Christmas"-Aufkleber aufgenommen. Leider stellte sich heraus, daß die Wagenkästen von Höhe und Breite her eher für eine Meterspurbahn getaugt hätten - also war etwas "slicing and dicing" angesagt:


    50863614093_424f5b5b15_c.jpg

    set of parts by Michael Carl, auf Flickr


    Trotz der etwas mickrigen Kadee 501er Drehgestelle immer noch zu hoch, und die Proportionen stimmten auch nicht:


    50867047228_7d87d27977_c.jpg

    Caboose by Michael Carl, auf Flickr


    Einfach kürzen ging wegen der "Bilderrahmen" nicht, also die Opel-Manta-Methode angewandt und das Ganze tiefergelegt:


    50879837423_229189505e_c.jpg

    P1370778 by Michael Carl, auf Flickr


    Grund für die Tieferlegungsorgie war, daß da noch der Ausguck eines caboose drauf sollte. Der wurde im CAD gezeichnet und aus MDF sowie 0,5mm Karton gelasert. Schon der zweite Anlauf war erfolgreich:


    51132069594_c26ed8f846_c.jpg

    CabooseS1 by Michael Carl, auf Flickr


    Cabooses laufen immer am Zugschluß, da ist für den Fall unvorhergesehener Verfolger eine auffällige Lackierung wünschenswert. Orange stellte sich als zu intensiv heraus, also wählte ich safrangelb. Die Drehgestelle sind jetzt umgebaute Spielzeugdrehgestelle mit Bachmann-Rädern:


    51139654517_08254c3cc8_c.jpg

    CabooseS3 by Michael Carl, auf Flickr


    Die Geländerstützen stammen aus dem Schiffsmodellbau:


    51140329061_2e432289b0_c.jpg

    CabooseS5 by Michael Carl, auf Flickr


    Die Beschriftung im "Bilderrahmen" ist übrigens mein erstes selbstgedrucktes "Abziehbild". Das F steht für "Furgon", in diesem Fall "furgon de cola", "Wagen am Ende des Zuges", die spanische Übersetzung für Caboose. Es gibt dann noch den "furgon de freno", den Bremswagen bzw. brake van, und den "furgon de equipaje", den Gepäckwagen.

    F24 und seine (noch zu bauenden) Brüder haben jedenfalls den Spitznamen "perro salchicha" oder "Dackel" bekommen...


    Viele Grüße

    Michael

  • teetrix

    Changed the title of the thread from “Die Fahrzeuge der Ferroarril de Cotanga - Freelance in 0n30” to “Die Fahrzeuge der Ferrocarril de Cotanga - Freelance in 0n30”.
  • Jetzt mal was für die Regelspurer... Nächste Beute auf ebay war der Wagenkasten eines Pola-Niederbordwagens.


    O-Wagen 1 by Michael Carl, auf Flickr


    Nun kennt fast jeder, der mal H0e gemacht hat, die verschmälerten und mit Drehgestellen versehenen H0-Regelspurwagen. Klappt in 0 genauso:


    O-Wagen 2 by Michael Carl, auf Flickr


    Ein paar mm auf jeder Seite herausgenommen, einen neuen Holzboden gelasert, dann kam die Spraydose zum Zuge:


    O-Wagen 3 by Michael Carl, auf Flickr


    Ein passender Rahmen entstand aus 3mm MDF:


    O-Wagen 4 by Michael Carl, auf Flickr


    Ergänzt mit Kadee-Kupplungen und Bachmann-Drehgestelle. Die Gewichte sind eigentlich für Autofelgen gedacht:


    Owagen by Michael Carl, auf Flickr


    Macht sich doch ganz gut, oder?


    OWagen2 by Michael Carl, auf Flickr


    Für Nachahmer habe ich noch einen Tipp: Die U-Profile an den Stirnwänden haben unterschiedliche Abstände. Ich hatte die prompt als Ausgangsmaß genommen, und mein Wagen war dann an einem Ende einen guten Millimeter schmaler als am anderen... Ich habe mir dann eine Lehre gebaut, und die zeigt die Abweichungen ganz gut:


    POLALehre3 by Michael Carl, auf Flickr

    POLALehre2 by Michael Carl, auf Flickr


    Inzwischen gibt es davon drei Stück. Der vierte ist, ganz kleinbahntypisch, eine andere Bauart - aber welche? :) :


    emptyopen2 by Michael Carl, auf Flickr


    Viele Grüße

    Michael

  • Mein Klopapierrollen- Tankwagen passt von den Proportionen her durchaus zu Magic Train. Bachmann 0n30 hatte ich damals noch nicht als Vergleich verfügbar...

    Ich mache mal ein Foto davon, wenn ich wieder aus der Reha zurück bin.


    Hast du eigentlich "ganze" Wagen ersteigert oder nur Wagenteile auftreiben können? Mir wären vollständige Pola/Lima/Riva Wagen zum Zerschneiden zu teuer, zumindest bei den aktuellen Preisvorstellungen, die manche auf eBay haben (bis zu 100€ für einen Wagen)...

  • Noch ein Wort zu den POLA's: Die "drop down"-Türen sind für Deutschland eigentlich nicht typisch, aber gängige britische Praxis und waren sicher auch an exportierten Wagen zu finden. Übrigens liefen ganz ähnliche niedrige O-Wagen auf einer inzwischen stillgelegten brasilianischen Zementbahn, es gibt Bilder in Günther Feuereißens Buch "Dampf über Südamerika".

    Der Tankwagen ist angelehnt an einen Wagen, den Orenstein&Koppel für die Caminho de Ferro de Mossamedes im heutigen Angola baute und der auch in den O&K-Katalogen abgebildet war.

    Aber klären wir die Herkunft des vierten O-Wagens... Märklinisten müssen jetzt ganz tapfer sein:


    Marklin1 by Michael Carl, auf Flickr


    Gekauft hatte ich ihn für kleines Geld bei einer Messe. Räder und Achsen stark korrodiert, ein paar Macken im giftgrünen Lack und die Verpackung auch nicht gerade taufrisch - also nicht gerade ein Sammlerstück. Die Achslager wurden abgeflext, der Rahmen und das Blechgewicht aber weiterverwendet. Dreipunktlagerung für die Drehgestelle und Höhenausgleich für die Kadee-Kupplungen:


    Marklin4 by Michael Carl, auf Flickr


    Marklin3 by Michael Carl, auf Flickr


    Es brauchte ein paar Farbschichten mehr als vorgesehen, um das Giftgrün "totzukriegen", deshalb glänzt er ein wenig speckig:


    Marklin5 by Michael Carl, auf Flickr


    So, das war's für heute.

    Viele Grüße

    Michael

  • Hallo Claus,


    auf ein Foto des Kesselwagens bin ich gespannt, da hattest Du, glaube ich, im Schmalspurtreff nichts gepostet. Meine Antwort sollte eher noch einen "draufsetzen" und war nicht abwertend gemeint!


    Die POLA-Teile bzw. Wagen waren meistens in Konvoluten dabei. Ich schaue öfters nach Worten wie "Konvolut", "Bastelschrott", "Für Bastler" oder "Überreste einer Sammlung". Einen Wagen habe ich einzeln für 35 Euro gekauft. Schau auch mal auf ebay-Kleinanzeigen, da habe ich schon öfter Glück gehabt.


    Viele Grüße

    Michael

  • Hallo.

    Da es noch etwa eine Woche dauern wird, bis ich ein aktuelles Foto machen kann, muss es ein altes aus der Bauphase auch tun... Das Fahrwerk auf dem Foto konnte ich nicht verwenden, da es einfach zerbröselt ist. Da ist nun ein zweiachsiges Fahrwerk drunter, von einem ein langen H0 Güterwagen.

    DSCF7851.jpg


    Aber die Proportionen des Tanks kann man erkennen.


    Und noch ein Vergleich zwischen H0 Regelspur, 0e und 0 Regelspur:

    DSCF7863.jpg

  • Hallo Claus,


    echt schmalspurig! Gefällt mir gut. Vor allen Dingen aus "fast nix" oder "Abfall" etwas kreieren und auf die Räder stellen. So mach´ ich das das auch oft und gerne. Ich habe gerade einen 0e Gepäck TW aus altem Gelumpe in Arbeit (sh. Tröööt "Moritz von der BTB auf Reise").


    Fehlt Dir noch die passende Anlage dazu? Naja - nicht so einfach bei Deinem Thema. Wahrscheinlich bleibt Dir nichts anderes übrig als die Zimmerdecke herauszubrechen. Die Anden sind bekanntlich sehr hoch (z. B. Chimborazo mit rund 6.300 m) und Du kannst froh sein, dass Dein Geschehen nicht in Ecuador stattfindet sondern weiter unten Chile/Bolivien/Argentinien. Da sind aber die Berghöhen auch nicht von schlechten Eltern. Evtl. musst Du Dich vor dem Bau Deiner Anlage mit dem Luftfahrtverkehrsamt absprechen wegen ggf. Beeinträchtigung des Flugverkehrs ;) :D.


    Ansonsten noch viel Spass beim Frokeln ...



  • Hallo Claus,


    mir gefällt der Wagen auch - so ein "kurzer dicker" hat was :thumbup: ...


    Hallo Robert,


    das Höhenproblem löse ich ganz einfach. Ich nehme den realen Meeresspiegel als Normal-Null meiner Anlage an, dann hätten wir in 1:48 6700 m und könnten auf den Chimborazo noch 400 m aufschütten :)

    Allerdings ist die Anlage eher im Andenvorland angesiedelt, wo es noch ein paar Bäume gibt. San Salvador de Jujuy hat ca. 1300 m und La Cuiaca 3400 m über NN. Klimazone ist übrigens "tropisches Hochland", auf Bildern sieht man vor der beeindruckenden Andenkulisse neben Palmen auch Laub- und ein paar Nadelbäume.


    Aber kommen wir zurück zu den Fahrzeugen meiner Bahngesellschaft, diesmal geht es zur Firma Lionel und dem Ende des zweiten Weltkrieges. Ende der 40er/Anfang der 50er Jahre produzierte man dort die ersten Kunststoffmodelle. Die waren etwas verkleinert und sollten vor allem hohen Spielwert bieten, weshalb sich für diese Modelle die Bezeichnung 0-27 einbürgerte, nach dem Mindestradius, den solche Modelle durchfahren konnten. "Etwas verkleinert" ist natürlich wohlwollend formuliert, die Modelle waren kaum breiter als die Drehgestelle und auch in dr Höhe entsprechend reduziert. Zwei Boxcars und zwei Cabooses flogen mir auf ebay zu, die Überreste einer Sammlungsauflösung mit leichten Beschädigungen. Hier mal ein paar Fotos mit meiner Bachmann Combine zum Größenvergleich:


    Lionel Boxcar 1 by Michael Carl, auf Flickr


    Lionel Boxcar 2 by Michael Carl, auf Flickr


    Ja, die Drehgestelle gehören da wirklich drunter! Mit ein paar 0n30-Bachmännern sieht das Ganze aber schon viel besser aus:


    Lionel Boxcar 4 by Michael Carl, auf Flickr


    Ein passender Rahmen wurde gelasert und an den vorhandenen Blechboden angeschraubt:


    Lionel boxcar 5 by Michael Carl, auf Flickr


    Braun lackiert:


    Lionel boxcar 6 by Michael Carl, auf Flickr


    Sicher ein wenig am "oberen Ende" der Abmessungen, aber durchaus näher an der Schmalspur als an der Regelspur...


    Viele Grüße

    Michael

  • Am Caboose störte mich vor allem der "Ausguck", vor allem die glatten Stirnseiten. Machte man damals so, um Aufwand beim Formenbau zu sparen. Man schaue sich auch die Führerhaus-Vorderwände deutscher Dampflokmodelle aus dieser Zeit an...


    50990027327_51804e8491_c.jpg

    Caboose2 by Michael Carl, auf Flickr


    Also wurde das Dach verlängert und passende Fensterrahmen aus Karton angeklebt:


    50989916866_f2d0306353_c.jpg

    Caboose3 by Michael Carl, auf Flickr


    Lackiert kommt's noch besser:


    50990027222_52945f58d3_c.jpgCaboose4 by Michael Carl, auf Flickr


    Auch hier wieder gelaserte Rahmen, Bachmann-Drehgestelle und Wuchtgewichte:


    50990638042_f198cac8d5_c.jpg

    Caboose1 by Michael Carl, auf Flickr


    50990553346_a4fbca7383_c.jpg

    Caboose by Michael Carl, auf Flickr


    Die auf der Seitenwand gerade noch sichtbaren Ziffer wurden absichtlich, als kleine Erinnerung an das Vorleben, belassen. Bei diesem Modell habe ich lange überlegt, ob ich die angespritzten Griffstangen abschabe und durch freistehende ersetze und auch ein neues, feineres Geländer und "richtige" Trittstufen baue. Aber ich habe im Moment so viele Projekte, daß ich das erstmal verschoben habe. Man ist vom Aufwand her dann ganz schnell an einem Punkt, wo man das Modell auch hätte komplett neu bauen können. Aber "abgehakt" und endgültig entschieden ist dieses Thema nicht.


    Viele Grüße

    Michael

  • Hallo Robert,


    Dir und auch allen anderen Danke für's kommentieren und die hochgereckten Daumen!

    Zur Anlage: Über den Sommer habe ich mir eine 9-Quadratmeter-Bodenkammer hergerichtet, einige Steckregale aus dem Discounter aufgestellt und gebrauchte Modulkästen draufgelegt. Einen Gleisplan gibt es auch schon, und die meisten Schienen (PECO 0n30 und 00) sind gekauft. Die Bedheim-Module kennst Du ja noch, die werden die verschlafene Station "La Cuyaca" nachbilden, wo Kreuzungen mit kurzen Zügen, Triebwagen u.ä. stattfinden können. Von dort geht es in einer Richtung zum "staging yard", einem Zugmagazin im Nachbarraum, am anderen Ende einmal hinunter zu einem Fluß- oder Binnenseehafen mit Fährbetrieb und einmal per Zahnradbahn hinauf zum Bahnhof "Tres Cruces". Zur Damplokzeit sollen die Lokmannschaften wirklich drei Kreuze gemacht haben, wenn sie die Steigung geschafft hatten. Aber dazu mehr in einem eigenen thread.


    Viele Grüße

    Michael

  • Zurück zu Lionel. Die Beschaffung ging weiter, einige einzelne "bodyshells" wurden im teilweise jämmerlichen Zustand gekauft:


    51102819672_33cc9357e8_c.jpg

    Lionelboxcars2 by Michael Carl, auf Flickr


    51102792979_c14b33356a_c.jpg

    Lionelboxcars by Michael Carl, auf Flickr


    51105051453_9d37b9f982_c.jpg

    Lionelboxcars5 by Michael Carl, auf Flickr


    Der Rote Wagen entspricht dem zuerst gezeigten und erhielt einen neuen Laufsteg auf dem Dach, um den Spardosenschlitz zu überdecken:


    51104818796_333ed6bc72_c.jpg

    Lionelboxcars3 by Michael Carl, auf Flickr


    51104892659_6d842b7c25_c.jpg

    Lionelboxcars4 by Michael Carl, auf Flickr


    Der andere mit den zu öffnenden Türen ist dann größentechnisch endgültig an der Schmerzgrenze.


    51105051453_9d37b9f982_c.jpg

    Lionelboxcars5 by Michael Carl, auf Flickr


    Zum Glück bekam ich den gelaserten Rahmen so hin, daß er stramm ins Gehäuse paßte und ich mir keine Gedanken machen mußte, wie ich die ausgebrochenen Haltesäulen wieder herrichte. Er läuft auf Vulcan-Drehgestellen von KS-Modelleisenbahnen, die etwas kleiner sind als die Bachmänner, was die Größe wieder ein wenig ausgleicht. Hier mal im Zugverband:


    51145754287_3fa57d4b28_c.jpg

    Los Gringos by Michael Carl, auf Flickr


    Dazu gibt es eine Hintergrundstory: Eine erhebliche Anzahl der alten, hölzernen boxcars der FC. de C. fielen einem Großbrand zum Opfer. Ob sich Ladung entzündete oder jemand nachgeholfen hatte, konnte nie so richtig geklärt werden. Jedenfalls stand die Eisenbahn auf einmal ohne Wagen, aber mit einer Menge Transportkunden da. In der Heimat war der Markt wie leergefegt, also entsandte man einen Beauftragten in die "Estados Unidos", um sich auf dem Gebrauchtmarkt nach Angeboten umzuschauen. Der fand dann die relativ modernen, "nur" 25-30 Jahre alten genieteten boxcars und einige ältere Fahrzeuge der Colorado&Southern. Da der Bedarf so dringend war, wurden nur die wichtigsten Anschriften geändert und die Reklame zum großen Teil belassen. Die Wagen haben den Spitznamen "Los gringos".


    Als kleiner "teaser" hier noch ein Güterzug mit einer Consolidation (1'D) und einigen Wagen, die noch vorgestellt werden. Bleibt dran :) !


    fastfreight by Michael Carl, auf Flickr


    Viele Grüße

    Michael

  • Hallo Freunde der Schmalspur,


    vor Jahren hatte Michael alias teetrix mal einen Lasercut Bausatz eines Triebwagens konstruiert. Das Modell war an einem dänischen Vorbild orientiert. Alle Teile wurden vor dem Zusammenbau mit Klarlack überzogen, um das Material resistenter gegen Luftfeuchtigkeit zu machen.


    Der Zusammenbau des Bausatzes hat viel Spaß gemacht. Das Fahrwerk stammt von Roco und wurde mit einem Faulhaber-Motor und ESU Loksound 5 ausgerüstet. Der Beiwagen wird über eine Magnetkupplung gekuppelt, die gleichzeitig Stromzuführung für die Innenbeleuchtung des Beiwagens ist.

  • Hey, das Exemplar kenne ich ja noch gar nicht :) ! Der Triebwagen war mein "erfolgreichster" Bausatz, da fahren mittlerweile bestimmt ein Dutzend über die verschiedensten Anlagen. Vorbild waren die Triebwagen der "Neuen Automobil-Gesellschaft" NAG, die bis nach Brasilien geliefert wurden. Die Ähnlichkeit mit den dänischen Triangel-Triebwagen ist eher zufällig. Hier ist ein interessanter Artikel der "Museums-Eisenbahn" über den Stand der Triebwagentechnik damals:

    http://www.museumseisenbahn.de/images/dev_dme/dme02_3_triebwagen_der_1920er_jahre.pdf


    Ist übrigens ein tolles Gefühl, wenn ich so einen fertig gebauten Triebwagen sehe und denke "Hey, den Bausatz hast Du gemacht..."


    Viele Grüße

    Michael

Participate now!

Don’t have an account yet? Register yourself now and be a part of our community!