Lenz Rungenwagen R20 - 42120-07 - Fahreigenschaft in Kurven

  • Hallo Forum,

    ich habe bei meinen beiden Rungenwagen R20 in Kurven (R1) und das Problem, dass geringe Abweichungen der Gleislage zum entgleisen mind. einer Achse führt. Ich denke, dass der lange Achsstand mit den ungefederten Achsen dazu beiträgt, dass der Spurkranz die Führung verliert. Ein etwa gleich langer Glr22 Dresden hat dagegen keine Probleme.

    Ich habe die Gleise mehrfach nachjustiert, aber Kurve und Steigung bringt nunmal eine Überhöhung mit sich. Der Wagen wackelt diagonal im Gleis. Hat das noch jemand anderes beobachtet und kennt Abhilfe?


    beste Grüße

    Stefan

  • Hallo Stefan,


    Du berührst hier ein uraltes Thema der Spur 0. Jeder hat wohl am Anfang mit dieser Problematik zu tun. Grundsätzlich sind diese "engen Radien" schwierig zu beherrschen, besonders wenn man mit Gleisüberhöhungen arbeitet. Die Übergänge sind normalerweise für die längeren Radstände zu kurz. Hier hilft nur ein gestreckter Übergang, was aber bei den engen Platzverhältnissen die wohl die meisten von uns haben, schwierig zu gestalten ist. Ich habe mir damit beholfen die Überhöhung allmählich abzubauen. Das sieht zwar manchmal blöd aus wenn auf der Geraden noch eine leichte Überhöhung zu sehen ist, aber ständig entgleisende Wagen sehen noch blöder aus :( Es gibt Personenwagen von Lenz, die per se gerne "klettern" sprich die Räder laufen in der Kurfe oder bei Gleisunebenheiten an der Gleisflanke hoch einfach weil sie zu leicht sind. Das habe ich durch zusätzlichen Ballast deutlich verbessert.

    Grundsätzlich hilft einfach sehr sauber bei der Gleisverlegung arbeiten und kritische Stellen solange testen bis es läuft, bevor die Gleis fix verlgt sind.


    Gruß Kurt

  • Hallo Stefan,


    für den R1 ist der starre Radstand einfach schon zu lang, da klettert der Spurkranz auf und der Wagen entgleist. Eine Möglichkeit wären gefederte Achslager von bspw. freeduck (hier im Forum) oder aber du musst die Gleise in eine plane Auflage zwingen und den Gleisbogen mit einem Übergangsbogen aufbauen. Ansonsten hast du keine Freude mit den R20. Bei den Donnerbüchsen sind die Achsager leicht schwimmend beweglich gelagert, daher laufen sie sicherer. Oder aber vermeide wo immer es geht den R1...sieht auch sehr unschön aus.


    Ich habe einige Überhöhungen in meinen minimalen R2 Gleisbögen zwnagsläufig einbauen müssen, da gibt es aber keine Entgleisungen nach langem Testen und Nachjustieren vor der Befestigung. Ist aufwendig aber bringt viel Fahrspass ohne Entgleisung.


    Gruss, Dirk

  • Hallo,


    wenn ein Wagen auf einer Testanlage problemlos funktioniert könnte eine Abweichung an deinem Wagen die Ursache sein.

    Sitzen die Achshalter/Lager richtig? Eventuell ist einer nicht ganz eingesteckt.

    Laufen die Radsätze frei und haben diese seitliches Spiel ohne zu schaben?

    Sind die Radsätze in Ordnung, also ohne Schlag, schön glatt und ohne Laufflächenfehler?


    Gefederte Achshalter gibt es bei fredduck


    Grüße

    H3x

    Im Bau: Papierfabrik Koslar an der Jülicher Kreisbahn und Module nach Fremo-Norm.


    Mein Spur 0 Blog: 1durch45.de

  • Hallo zusammen,

    muss Oliver recht geben. Habe selbst in meinem R1 Probleme bei neuen Wagen mit Entgleisungen bekommen. Ich habe den R1 komplett neu aufgebaut und so lange geprobt bis der letzte Wagen nicht mehr rausgesprungen ist. Wenn eine Achse/Lager nicht richtig sitzt bekommt man auch bei Weichen Probleme.

    Viele Grüße

    Dieter

  • Moin,

    mein R20 läuft (zusammen mit 2..3 weiteren Waggons in Üg's) einwandfrei im Tal der Ihmse und da liegen viele R1 rum (alle mit Übergangsbögen).


    Da ich für einen Test mit meinem Wendezug (V36+2DoBüs) gerade einen Viertelkreis mit Lima 70cm-Radius aufgebaut habe, konnte ich der Versuchung nicht widerstehen. da auch mal den R20 drüber zu quälen: ich kann verbindlich sagen, das mein R20 auch das problemlos bewältigt, wenn auch etwas klemmend. Ob es auch im Verbund mit anderen Waggons klappt habe ich nicht probiert.


    Ein Blick unter problematische R20iger scheint mir (neben korrektem Gleisbau) zielführend zu sein.


    Viele Grüße,

    Johann

  • Hallo Stefan,


    der R20 macht auf dem R1 - allerdings ohne Überhöhung, aber auch ohne Übergangsbogen - bei mir selbst an dem extrem kritischen Segmentübergang (ganz rechts noch so eben zu sehen) weder gezogen noch geschoben Probleme.



    Ich habe aber auch besonders akurat verlegt und ausgiebig mit vielen Kombinationen (auch dem Dresden und anderen "Langen") intensiv vor der endgültigen Fixierung getestet.


    Dir viel Glück!

    LG

    Günter

  • Hallo Stefan,


    Enger Gleisbogen hin, starke Neigung her, die Untegestelle von R20 und Glr22 sind identisch. Wenn also einer davon entgleist und der andere nicht, dann muss es zusätzliche Gründe dafür geben, die nichts mit der Gleislage zu tun haben.

    Möglicherweise ist der Dresden etwas schwerer und wird deshalb nicht so leicht aus dem Gleis gedrückt. -> Wie verhält sich der R20 mit einer hinteichend schweren Ladung?

    Möglicherweise gibt es auch kleine Abweichungen in der Spurweite der Radsätze, wie es ein Kollege schon angedeutet hat. Um das zu prüfen, würde ich einfach mal die Radsätze zwischen beiden Wagen tauschen, das ist schnell gemacht und kostet nichts. Entgleist jetzt der Dresden, hast du die Ursache gefunden. Ändert sich nichts, weißt du, dass es nicht an den Rädern liegt.


    Viel Erfolg, Freddy

    Ich mache gern Kompromisse. Aber nicht beim Maßstab.

  • Frage:


    geht denn die Kupplung von selbst und leicht in die Mittelstellung? Wenn nicht, könnte ein loser Magnet an der Kupplung die Ursache sein. Das kann man von unten gut erkennen und mit einem Tröpfchen Kleber (Loctite 406) leicht beheben.


    Null-Problemo 8)


    P.S.: Loctite 406 ist ein Sekundenkleber, der keine weißen Schleier bildet und daher auch für Klarsicht-Teile verwendbar ist. Die Ausdünstungen sind auch für andere Modelle in der Nähe nicht gefährlich (Blinde Scheiben!).

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