Bahnhof in Mittelhessen

  • Hallo zusammen,


    nachdem ich mich im Forum Ende April vorgestellt habe, möchte ich die Planungen für meine nächsten Schritte vorstellen. Aktuell habe ich ein Oval mit zwei Weichen und einer Ausweichmöglichkeit auf dem Teppichboden aufgebaut und schon damit viel Spaß. Nun möchte ich beginnen Segmente zu bauen um darauf einen Bahnhof einzurichten. Es soll ein Bahnhof einer Kleinstadt in Mittelhessen dargestellt werden, der an einer eingleisigen Hauptstrecke liegen und über drei Gleise verfügen soll. Auf zumindest zwei dieser Gleise sollen Züge mit bis zu fünf Schnellzugwagen oder Umbauwagen 4yg halten können. Zusätzlich soll es einen kleinen Lokschuppen und einen Güterschuppen geben. Ideal wäre eine Drehscheibe mit einem dreiständigen Lokschuppen (aber ich glaube dafür wird der Platz dann doch nicht ausreichen). Es steht eine Länge von 875 cm zur Verfügung. Die Segmente sollen eine Tiefe von 70 cm, maximal 80 cm aufweisen. Dabei muss genügend Platz im Einfahrtsbereich des Bahnhofs bestehen, so dass auf beiden Seiten 90 Grad Kurven mit einem Radius von R10 möglich sind. Alternativ sollen die Kurven aus zwei R10 Gleisen, zwei R2 Gleisen und wieder zwei R10 Gleisen bestehen.


    Aktuell gibt es drei von mir entworfene Varianten. Dabei unterscheiden sich Variante 1 und 2 nur durch die Dreiwegeweiche auf der rechten Seite. Ich bin mir nicht sicher, ob zwei Dreiwegeweichen nicht etwas langweilig sind. Aber sie schaffen auch etwas mehr nutzbare Gleislänge im Bahnhof. Die Variante 3 verzichtet ganz auf eine Dreiwegeweiche.

    Die Idee ist, dass links oben der Lokschuppen entstehen soll und links unten der Güterschuppen. Beides ist noch nicht final geplant und dient erst mal als Platzhalter.


    Variante 1:


    Variante 2:


    Variante 3:


    Ich freue mich über Rückmeldungen.

    Grüße

    Jürgen

  • Hallo Jürgen,

    eine Frage wäre - wo liegen Deine Schwerpunkte - eher Fahren und schauen - oder Rangieren & "Spielen" ?

    Unabhängig davon wirkt eine Gleisführung lebendiger/natürlicher wenn sie nicht genau parallel zu geraden Flächen - z.B. einer Anlagenkante oder einer Wand angeordnet ist ... so 2..3 Grad verdreht reichen meist schon.


    Viele Grüße,

    Stefan

  • Hallo Stefan,


    vielen Dank für Deinen Hinweis mit der Anlagenkante bzw. Wand. Deine Frage mit den Schwerpunkten würde ich mal so beantworten, dass natürlich beides seinen Reiz hat, aber ich doch eher zum Fahren und schauen neige. Übrigens ist es der Plan, dass es nach den Kurven noch weiter gehen soll. Die Idee sind zwei Kehrschleifen oder eine Kehrschleife und ein Endbahnhof. Aber das dann erst in einem nächsten Schritt.


    Grüße

    Jürgen

  • Moin!


    Die Länge des Raums ist ja schon ganz ordentlich. Die Breite habe ich im Text nicht finden können. Diese wäre interessant für die Frage, ob Du denn die Einfahrten in den Bahnhof nicht schon in der Kurve beginnen lassen könntest? Gibt mehr Länge und sieht gefälliger aus.

    Noch gefälliger wenn diese starre Steckgleisgeometrie verlassen würde und mit Flexgleisen der ganze Bahnhof in leichter Kurve, also in einem Bogen mit sehr großem Radius, angelegt würde.


    Gruß,

    Ralf

  • Moinsen Jürgen,



    ist denn eine Bogenweiche für Dich eine Option? Also nicht nur vom Platz her sondern auch vom Anblick und der Funktionalität? Aus den Artikelnummern nehme ich an, dass Du mit dem Gleismaterial von Firma Lenz arbeiten möchtest, aus der Angabe das Du Dich derzeit mit dem sog. Teppichbahning (frei nach dem Stummiforum) beschäftigst, hast Du einen Grundstock an Gleismaterial bereits vorrätig. Mittels einer Bogenweiche würdest Du die Gleislänge auch noch erheblich verlängern können.


    Bei "bis zu 5 Schnellzugwagen" brauchst Du ohne Lok immerhin fast 3m Gleislänge, die hat Dein Plan nicht. Durchrutschwege hinter den Signalen sind bei Modellbahnanlagen immer ein Problem, aber die Ausfahrsignale punktgenau vor den Weichen anzuordnen gefällt auch nicht jedem. Auch dieses Problem könntest Du durch Verwendung einer Bogenweiche (eine auf einer Seite, nicht eine auf jeder Seite) zumindest etwas entschärfen.


    Aber ansonsten bin ich jetzt mal neidisch auf Dich, Dir stehen fast 9m zur Verfügung. Davon können viele Modellbahner nur träumen! Ganz herzlichen Glückwunsch so viel Platz:-)



    Viele Grüße

    Sebastian Woelk

  • Selbst ohne Bogenweichen kann doch jedes R10 Gleis gegen eine einfache Weiche getauscht werden, so daß der Gerade Strang außen liegt und an diesen direkt wieder gebogene Gleise anschließen. Dadurch kommt die Weiche weiter raus im Bogen.


    Auch könnte ein "krummer" Bahnhof in einer Ecke statt mittig an der Wand liegen. Die einfachen Weichen liegen dann 90 Grad zu einander und dazwischen zwei Kurven. Beides kombiniert könnte die Einfahrt links unten, wo Jürgens Gleisplan aufhört senkrecht von unten kommend beginnen und dann der Bahnhof rechts enden wie er es jetzt gezeichnet hat. Schon würde der D-Zug reinpassen.

    Das wäre dann ähnlich der Vogelsberger Westbahn, falls hier jemand damals schon die MIBA gelesen hat....


    Gleisplan Vogelsberger Westbahn


    Gruß,

    Ralf

  • Hallo Jürgen,

    Ich will mal versuchen, dir den Lokschuppen auszureden, dessen Sinn und Zweck an einer kleinen Durchgangsstation mir sich nicht so recht erschließt und dessen Spielwert obendrein doch recht gering ist: du fährst am Abend eine Lok rein, am Morgen fährst du sie raus, und das war's dann auch schon. Wie wär's stattdessen mit einem angedeuteten Privatanschluss (Fabrik, Landhandel, Kohlehändler, Schüttgutverladung, was immer dir gefällt...)? Würde glaubwürdiger wirken und für mehr Betrieb sorgen.

    Falls aber dein Lebensglück an dem Lokschuppen hängt, mach ihn einständig. Erfüllt den Zweck genauso und du sparst eine Weiche.

    Viel Spaß beim Bauen und Fahren, Freddy

    Ich mache gern Kompromisse. Aber nicht beim Maßstab.

  • Hallo Jürgen,

    Ich will mal versuchen, dir den Lokschuppen auszureden, dessen Sinn und Zweck an einer kleinen Durchgangsstation mir sich nicht so recht erschließt und dessen Spielwert obendrein doch recht gering ist: du fährst am Abend eine Lok rein, am Morgen fährst du sie raus, und das war's dann auch schon. Wie wär's stattdessen mit einem angedeuteten Privatanschluss (Fabrik, Landhandel, Kohlehändler, Schüttgutverladung, was immer dir gefällt...)? Würde glaubwürdiger wirken und für mehr Betrieb sorgen.

    Falls aber dein Lebensglück an dem Lokschuppen hängt, mach ihn einständig. Erfüllt den Zweck genauso und du sparst eine Weiche.

    Viel Spaß beim Bauen und Fahren, Freddy

    Hallo Jürgen,



    so wie Freddy grad vorgeschlagen hat, dann kannst Du die Weiche im oberen Gleis (Gleis 3?) auch ein oder zwei Gleiselemente nach rechts verschieben und sicherst die Weiche aus allen 3 Richtungen mit einem hichstehenden Luchtsperrsignal ab. Dann wäre das eine fernbediente Weiche oder baust einen Schlüsselkasten daneben, die entfallenden Weiche drehst Du um und nimmst sie als Flankenschutzweiche. Das Hebelgewicht der Weiche im Hauptgleis bekommt den schwarz-weißen Anstrich, die Weiche damit die Grundstellung "gerade". Dann wäre zur Bedienung des Landhandels etc. eben eine Schlüsselweiche mit Gleissperrenbedienung erforderlich. Die Lok fährt bis zum hochstehenden Ls, hängt ab und zieht bis zum ASig vor. Nach dem Umfahren bedient der Rangierleiter die Weiche und das Gs oder nur die Weichen, dann geht es geschoben in den Anschluss. Eventuell kannst Du die zweite Weiche dort auch belassen und hast 2 Gleise im Anschluss. Vielleicht eine Köf 2, die Nummer steht noch dran, der Keks ist abermals und es stehtbdran "Lok 3" und unter der Nummer "Laurel&Hardy Handel mit Spassartikeln KG - Anschlussbahn Mittelhessen" oder was anderes was Dir eben beliebt. Die stellen dann Wagen um wie sie es brauchen.


    Viele Grüße

    Sebastian Woelk

  • Hallo zusammen,


    vielen Dank für die Rückmeldungen. Ich habe sie mir durchgesehen und zwei weitere Varianten ausgearbeitet. Eine davon mit Bogenweichen und eine mit der schräg angesetzten einfachen Weiche. Vielleicht kann man ja auch beide Varianten kombinieren und eine Seite so und eine so gestalten. Das lasse ich mir noch durch den Kopf gehen. Jedenfalls habe ich so noch etwas mehr Länge gewonnen. Auch, ob ich die Flexgleise in einem leichten Bogen verlege werden ich mir noch überlegen, wenn die grobe Richtung stimmt.

    Das Thema Lokschuppen habe ich erst mal ausgeklammert. Was ich in der oberen linken Ecke dann gestalte, kann ich ja noch sehen.

    Ralf: Die Breite soll entweder 70 cm oder 80 cm für die Segmente betragen.


    Variante 4:


    Variante 5:


    Nochmals vielen Dank für die Hinweise und auf die neuen bin ich gespannt.


    Grüße

    Jürgen

  • Moin Jürgen


    Die Version mit den Bogenweichen hat natürlich den Vorteil der eleganteren Gleisführung.


    Auch wenn dein Schwerpunkt laut deiner Aussage auf dem "Fahrenlassen" von Zügen liegt, würde ICH trotzdem Versuchen, diverse Anschlüsse für Güterverkehr unterzubringen. Wie schon öfter mal geschrieben, finde ICH Personenverkehr mit seinen doch meist relativ gleichen Zügen langweilig. Güterverkehr ist bzw. war dagegen viel abwechslungsreicher. Wobei dies natürlich auch mit den Ladestellen zusammenhängt. Kleine Anschließer wie eine Fabrik oder BayWa/Raiffeisen und die obligatorischen Güterschuppen, Rampen und Ladestraßen erzeugen dagegen variantenreichen Verkehr. Mehr noch, wenn man einen wie auch immer gearteten sinnvollen Verkehr mit Wagen/Frachtkarten (es muss ja nicht gleich Fremo-Mäßig sein) durchführt. Die Gebäude können bzw. sollten nur als Relief dargestellt werden, das spart Platz.

    Und natürlich hat auch ein Schnell- sowie Eilzug neben P-Zügen seine Berechtigung.


    Wie gesagt, dass ist MEINE Meinung und dient nur zur Anregung. Gefallen muss es ausschließlich DIR!


    Gruß Ralph

    Wenn die Klügeren immer nachgeben, regieren irgendwann die Dummen die Welt...

  • Hallo Jürgen,


    ein Segen soviel "Länge" zu haben. Das verführt natürlich zu gerader Gleisführung und hinten und vorne ein Bogen (möglichst eng). Wenn ich soviel Platz hätte wäre das ein langgezogenes, sehr flaches "S" oder so etwas in der Art. Das wirkt elegant und in die Landschaft gebaut - nicht steril, statisch u. s. w.


    Meine Bahnhöfe, wenn auch zum Löwenanteil Schmalspur, sind alle "in die Landschaft" gebaut - also organisch - sozusagen "embedded" (kannst Dir ja, wenn Du Lust hast, mal die Bahnhöfe in meinem Tröööt anschauen). Die Landschaft war zuerst da, dann kam die Bahn.


    Ist aber nur als Anregung gedacht. Schliesslich ist das alles Geschmackssache und Du wirst es Dir schon für Dich passend machen. So soll es ja auch sein.

  • Hallo, habe noch ein altes Gleisplanbuch von Märklin mit vielen ähnlichen Vorschlägen, glaube aber, die gute alte Zeit ist vorbei. ;)

    Das janze etwas schräger auf die Platte legen könnte helfen. Wie soll es den recht/links im Raum weiter gehen ??

    LG Bert

  • Hallo zusammen,


    vielen Dank für die Ratschläge und Hinweise. Da werde ich nochmal in mich gehen und überlegen was sich davon und wie für meine Vorstellungen eignet.


    @Ralph: Zu den Hinweisen bezüglich BayWa/Raiffeisen habe ich mir auch so meine Gedanken gemacht. Hier in der Wetterau gab es mal eine Zuckerfabrik und entsprechende Verladung von Zuckerrüben. Und es gab einen Bahnanschluss an das Quarzwerk Gambach. Das könnte beides etwas sein. Danke!


    rObert: Tja die Länge scheint Segen und Herausforderung zu sein! Vielleicht ist mein Ansatz mit der großen Bahnhofslänge auch nicht der Richtige.


    BERT: Wie schon oben beschrieben wird es rechts uns links im Raum noch etwas weiter gehen und zumindest an der linken Seite wird es eine Wendeschleife geben und auf der rechten Seite vielleicht noch einen Endbahnhof. Aber ich will zuerst mal nur mit der hier beschriebenen Seite beginnen.


    Freundliche Grüße


    Jürgen

  • Hallo Jürgen,


    für mich ist erstmal die Frage, in welcher Epoche dein Bahnhof spielen soll. Wenn noch viel Güterverkehr herrschen soll, dann ist die Ortsgüteranlage unterdimensioniert. Es gibt richtig lange Durchgangsgleise, aber dann soll es nur einen Güterschuppen links unten geben, mir fehlt hier völlig ein entsprechend langes Freiladegleis, was bei deinen Verhältnissen durchaus 1,5 bis 2 m lang sein kann. Und ein kleines Aufstellgleis zum Rangieren könnte man auch gebrauchen.

    Die Anschlüsse an den Landhandel und so weiter sind dann natürlich eine tolle Ergänzung.


    Es sind natürlich alles nur MEINE Gedanken dazu und müssen dir nicht gefallen. Bei Interesse kann ich auch mal deinen Gleisplan etwas bearbeiten.


    MfG Micha

  • Hallo Micha,


    vielen Dank für Deine Rückmeldung und Vorschläge. Der Bahnhof soll in der Epoche 3b spielen. Gerne nehme ich Dein Angebot an, dass Du den Gleisplan mal bearbeitest. Das würde mich freuen. Es ist immer besser die Vorschläge konkret als Zeichnung zu sehen, als nur Textinformationen.


    Freundliche Grüße

    Jürgen

  • Hallo Namensvetter,

    bevor Du anfängst die Gleise zu verlegen ist es am besten tief in Dich zu gehen und für Dich 3 Dinge zu entscheiden:

    Was will ich und muss auf der Anlage sein?

    Was wäre schön zu haben?

    Auf was kann ich verzichten?


    Auf dieser Grundlage lässt es sich dann wesentlich leichter planen. Empfehlen würde ich Dir das blaue Anlagendesignbuch von OOK, vor allem wenn Du gerne rangierst...


    Die Skizze ist aus meinem Fundus und zeigt einen Bahnhof an einer eingleisigen Strecke...


    Viel Spaß beim Planen. Jay, the K.

  • Hallo,

    habe noch ein altes Gleisplanbuch von Märklin mit vielen ähnlichen Vorschlägen

    (Boshaftmodus ein) ... dazu empfehle ich ein Fertiggelände von N..., natürlich "auf Platte" montiert ... (Boshaftmodus aus)


    Bitte nicht sooo ernst nehmen, aber manchmal müssen halt "dreckige Bemerkungen" `raus = nicht nett von mir ;( 8o .

  • Hallo Robert,


    ich hoffe, Jürgen akzeptiert diesen kleinen Querschuss - ich bitte schon mal um Verzeihung:

    Bei dem Milieu, in dem Du Dich gemäß Deines Avatars bewegst, wundert mich der Ausdruck "dreckige Bemerkung" nicht (... Hauptsache Ihr habt Spaß ...).


    LG

    Günter

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