Antriebe für Lokomotiven

  • Moin,

    wenn die noch eine Version mit senkrechtem Motor (also 90° um seine Längsachse / Rotorachse) gedreht), der außermittig angebracht ist, kann man die eigentlich recht kleinen Motoren ggf. aneinander vorbeilaufen lassen und bekommt vielleicht ein Drehgestell hin.

  • Hallo Fredduck,


    Der abgebildete "Messingkörper" mit Achse ist ein Differenzial mit einer 1:1 Übersetzung.

    Das stimmt so nicht, denn im Innern des "Messingkörpers" befinden sich "nur" zwei Kegelräder und kein Differenzial.


    Ansonsten hast Du schon Recht.


    Viele Grüße

    EsPe

    Ja, ich mag die Spur 1 nicht!

  • Moin, in die Runde,

    Carly Oscar hatte ganz richtig ein Thema angesprochen, was bei der Auslegung nicht vergessen werden darf:

    die Auslegung des Arbeitspunktes des E-Motors.

    Es wird ja gerne über die Leistung eines Motors diskutiert.

    Der Punkt der maximalen zulässigen Dauerleistung befindet sich meistens im Bereich von 50% max. Drehzahl.

    Da der Leistungsbedarf quadratisch mit der Geschwindigkeit, steigt müßte also ein Getriebemotor für eine Streckenlok so ausgelegt werden, dass die Höchstgeschwindigkeit unter Last bei der halben max. Drehzahl erreicht werden kann, wobei dann der max. zulässige Dauerstrom fließt. Dies wäre bei Anlagenbetrieb mit entsprechenden Lasten nötig.

    Für den Rollbetrieb ohne Last kann dann natürlich fast die doppelte Geschwindigkeit erreicht werden - da muß man dann eben mal den Fuß vom Gas - sorry Stromregler nehmen, damit die Lok nicht aus der Kurve fliegt - wie im echten Leben.

    Grüße,

    Nullotto

  • Liebe Freunde des gepflegten Modellbaus in Spur 0, lieber Nullotto,


    Deine Erläuterungen zum Arbeitspunkt des Elektromotors sind natürlich richtig und nachvollziehbar. M.E sollte man aber bei der Auslegung ausreichend Sicherheit einbauen, und bei meinen Messwerten in Beitrag #44 kann man folgendes erkennen:


    1. Meine V100 erreicht bei Nennspannung nur 77 km/h solo. Die V80 107km/h, ebenfalls solo. Beide Originale sind auf 100km/h ausgelegt. Die V80 liegt also richtig. Ob sie die 100km/h mit Zug erreicht, habe ich nicht gemessen. Die V100 habe ich bewußt langsamer ausgelegt.
    2. Bei der Zugkraftmessung mit stehender Lok habe ich für meine V100 mit einem Faulhaber 2230U012S eine Stromaufnahme von 127mA gemessen, die Nennspannung habe ich nicht ganz erreicht, weil ich damals nur einen einfachen Titan-Modellbahntrafo verwenden konnte.
    3. Der zulässige Nennstrom für den 2230U012S beträgt 400mA, den nutze ich also nur zu 45% aus. Man könnte diese Reserve nutzen, indem man die Lok noch etwas schwerer macht, also Ballast hinzufügt.
    4. 670g/1,7N=394 g/N für die V100 und 1100g/2,94N=374 g/N für die V80, da kommt fast das gleiche raus, der kleine Unterschied ist wahrscheinlich nicht ganz gleichen Reibwerten geschuldet. Um 1N Zugkraft zu erhalten, muß unsere Lok also eine Masse von knapp 400g haben, will man 3N haben, muß eine vierachsige Lok ca. 1200g wiegen
    5. Da die V100 ohne Last nur knapp 80km/h erreicht, fährt sie natürlich nur ungefähr 60 km/h, wenn meine gewählte Zugkraftgrenze von 1,7 N erreicht wird, da hängt dann aber schon ordentlich was drann.
    6. Wie gesagt, diese Auslegung entpricht erstmal meinen persönlichen Vorlieben und dem Umstand, dass man m.E. mehr einfach nicht fahren kann bzw. will. In diesem Zusammenhang nochmal ein besonderer Dank an Olaf, der uns gezeigt hat, wie ein Güterzug mit 80km/h auf einer Spur-0-Anlage aussieht.

    Anbei noch ein Link zum Datenblatt des 2230U012S von Faulhaber:


    https://www.faulhaber.com/file…t/Media/DE_2230_S_DFF.pdf


    In der Kennlinie sieht man den Effekt, den Nullotto in seinem Beitrag beschrieben hat. Betrachtet man die UN-Linie im Drehzahl-Drehmoment-Diagramm, sinkt die Motordrehzahl tatsächlich um fast 50%, wenn man an die Dauerleistungsgrenze des Motors geht. Das ist der weisse Punkt auf der Kennlinie.


    Ich wünsche ein schönes Restwochenende!

    Gruß

    Torsten Frieboese

  • Moin in die Runde,


    wenn ich mir das genau überlege, habe ich doch schon vor langer Zeit so einen Universal-Antrieb gemacht und beinahe vergessen...

    habe das alte Datenblatt mal aktualisiert für den FH 2619 -Getriebemotor.

    Der Antrieb läuft auch mit dem 22er Motor in einer schweren Blechlok bestens und paßt mit den Flanschmaßen auch auf den 2619.

    Mit den verfügbaren Getriebemotoren von FH lassen sich nahezu alle Geschwindigkeits- und Leistungsbereiche abdecken.

    Das Gehäuse muß nicht gefräst sein, die gelötete Blechkonstruktion ist sehr steif und einfach zu bauen.

    In der Breite könnte bei Neuauflage noch etwas Luft rausgenommen werden - die Höhe Flansch- Radsatzwelle ist ca 17 - 18 mm zahnradbedingt.

    Ein kleineres Modul zur Verringerung der Höhe ist nicht unbedingt zielführend, weil dann der Motor (FH 2619) zu tief in den Radbereich rutscht.


    Getriebekopf-Beschreibung-3.pdf


    Sonntägliche Grüße, Nullotto

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